Jakob_Schrenk 11.01.2013, 12:58 Uhr 86 2
NEON täglich

!?#&***!

Seid ihr im Job schon einmal ausgerastet?

Ein Kollege erklärt, dass er für dich den Wochenenddienst übernimmt. Einen Tag davor sagt er mit einem offensichtlich erfundenen Grund ab. Der Kopierer meldet schon wieder einen Papierstau, dabei hast du doch gerade erst auch das kleinste Fitzelchen aus der entferntesten Maschinenritze entfernt. Irgendein Auftrag kommt einfach nicht voran, weil alle schlampen und alles schief läuft, der Chef gibt dir in einer „Höchste-Priorität-Mail“ die Schuld und setzt die ganze Abteilung ins CC.

Da könnte man schon mal ausrasten...

Nichts macht uns so fertig und so wütend wie die Arbeit.. Das erklärt ja auch den ungeheuren Erfolg von Büchern wie „Ich arbeite in einem Irrenhaus“. Interessanterweise sind wirklich Wutanfälle im Job allerdings sehr selten, zumindest kommt mir das so vor. Wir haben ja gelernt, immer ruhig, freundlich und mit „Ich-Botschaften“ zu kommunizieren. Und es ist vermutlich auch nicht karrierefördernd, den Chef zur Sau zu machen.

Ich bin bisher nur zwei Mal ausgerastet (glaube ich). Einmal durfte ich bei der Sächsischen Zeitung nicht  über Ost-Produkte schreiben, weil ich ja ein Wessi bin. Ein anderes Mal wollte mir ein Kollege bei einem gemeinsamen Gespräch mit den Chefs seinen Fehler in die Schuhe schieben. Wann habt ihr zum letzten Mal einen Wutanfall im Büro bekommen? Oder wann hättet ihr gerne einen bekommen? Und was spricht dagegen oder dafür, im Job mal so richtig auszurasten?

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86 Antworten

Kommentare

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    ich bin viel zu desillusioniert, um richtig auszurasten. stattdessen renn ich dauernd mit ner fresse durch die gegend, die alle kollegen glauben macht, sie seien der dreck unter meinen fingernägeln und einfach nur unwert. zumindest sehen die das so, mir selbst fällt es eigtl kaum auf.

    12.02.2013, 08:54 von HerrJemine
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    Dies geschieht eigentlich fast jeden Tag bei mir. In meinem Beruf(Zensiert), passiert es oft, auch schon 2-3x in der Stunde. Ich nehme es aber immer mit Humor. Eine rauchen gehen und alles ist wieder locker!

    21.01.2013, 21:15 von acespik
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    Ich arbeite in einer Wohngruppe für verhaltensauffällige und leicht geistigbehinderten Kindern, da vergeht keine Schichtarbeits- Woche ohne Ausrasten,Schreien und Schimpfen! Diese Dreistigkeit mancher dieser Zwerge ist unglaublich :D doch süß sind sie alle!
    Dafür ist nicht jede Zusammenarbeit mit Kolleginnen die Tollste, auch für das Verhältnis gehen so einige Nerven drauf!

    13.01.2013, 22:34 von KleinesHasenkind
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    In meiner alten Firma war ich immer die Liebe, die alles tut nie nein sagt und immer hilft. Gebracht hatte es mir nichts und am Ende war ich trotzdem an allem Schuld und die dumme Zicke, und wurde am Schluss behandelt als wäre ich sowieso egal als Mensch und kam aus der Geschichte mit einem total Nervenzusammenbruch raus.


    In der neuen Firma hab ich mir alles erstmal angeschaut, nur habe ich da einen leicht cholerischen Vorgesetzten erwischt, der mal gerne zu uns kommt und uns anschreit wie doof und unfähig wir alle sind.

    Irgendwann wurde mir das zu bunt und ich habe angefangen ihn so zu behandeln wie er uns behandelte und zurück zu schreien und ihm die Meinung zu sagen.

    Und siehe da, da fahre ich relativ gut mit und werde trotzdem geschätzt und gemocht. Ich sage nichts was unter die Gürtellinie geht, aber ich lasse mir auch nichts mehr gefallen, wenn ich denke, dass der andere im Unrecht ist. Und seit ich zurück schrei ist mein Vorgesetzter ruhiger geworden und denkt erstmal nach bevor er uns als Idioten abstempelt

    13.01.2013, 14:53 von chontay
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    bei wutanfällen in unserer firma geht es meistens um essen oder kaffee. 

    von mir wird nur mein kollege zusammengestaucht, wenn er mal wieder nach einem blowjob fragt. sonst bin ich recht friedlich.

    13.01.2013, 14:00 von paradoxa
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      wobei die frage an sich ja nix schlimmes ist. eher ein kompliment.

      12.02.2013, 08:56 von HerrJemine
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    Neue Mitarbeiterin ist faul. So richtig Bilderbuchfaul. Das bringt mich mindestens 1x am Tag zum Ausrasten. 

    13.01.2013, 13:57 von LeyluraLegbreaker
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    Oh, am Donnerstag.

    Eine Kollegin hielt es für angebracht mich erst vor Kunden zusammenzustauchen und danach nochmal vor meiner gesamten Abteilung. Der Grund war leider mehr als unangebracht. Habe aber nachträglich mit ihr unter 4 Augen gesprochen und ihr klar gesagt, dass solch' ein Ton weder vor Kunden noch vor anderen Kollegen sein muss. Auch wenn ich Azubi bin, könne man mir etwas mehr Respekt entgegenbringen. Habe leider die Angewohnheit vor Wut zu weinen und wirke direkt auch nicht gerade ernstzunehmend. Werte Kollegin sah' ihren fehler aber nicht ein und  hat sich auch nicht entschuldigt. Mal sehen wie die Stimmung am Montag ist - ich freue mich drauf. nicht

    12.01.2013, 11:47 von independentdreamer
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      aber im grunde hättest du lieber einen wutanfall bekommen, verstehe ich das richtig?


      12.01.2013, 15:39 von Jakob_Schrenk
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      Nachdem es nichts gebracht hat vernünftig mit ihr zu reden, ja. Irgendwie schon. Aber ich finde , dass ich mir das nicht wirklich erlauben kann in meiner Position .

      12.01.2013, 17:13 von independentdreamer
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    oh, die gehören ja zu 60% auch g_und_j - also bist du ja in der familie geblieben.

    12.01.2013, 01:35 von libido
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      richtig!

      12.01.2013, 15:39 von Jakob_Schrenk
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    "Einmal durfte ich bei der Sächsischen Zeitung nicht 
    über Ost-Produkte schreiben, weil ich ja ein Wessi bin."

    haha. der ist echt gut. kann ich mir vorstellen, dass das dresdner nicht wollen, dass da so einer von drüben kommt und rumschnüffelt ;-)

    wie war denn das praktikum dort sonst so? kriegt man mit, dass man für die spd schreibt?

    12.01.2013, 01:33 von libido
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      nein, das kriegt man überhaupt nicht mit. die spd hat ja über die ddvg auch nur vierzig prozent. mir kam der politikteil sogar eher cdu-nah vor. allerdings ist ja die spd in sachsen auch vernachlässigbar.

      es war aber in jedem fall eine schöne zeit. ich habe da auch nicht nur praktikum gemacht, sondern auch ein knappes Jahr gearbeitet.

      12.01.2013, 15:32 von Jakob_Schrenk
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    „Ich arbeite in einem Irrenhaus“ - das Krankenhaus.

    Regelmäßig raste ich innerlich aus, äußerlich auch, aber ehrlich gesagt nur, wenn mich jemand verbal angreift. Dank meines Stolzes und meines guten Herzens kann ich dann so richtig böse werden, sodass mein Gegenüber deutlich zu spüren bekommt, dass er mir Unrecht angetan hat und sich entschuldigt. Wie gesagt, da muss schon ein krummes Ding laufen, da ich ein sehr fairer Mensch bin und mich in meinem Beruf stets bemühe, auch wenn die Bedingungen immer härter werden.
    Wegen diesen 'Menschenunwürdigen Bedingungen' ist eine Kollegin vor ein paar Tagen ausgerastet und ich fand es gut! Sie ist ein paar Jährchen älter als ich und ich hoffe dass ich in ihrem Alter auch so sachlich, aber dennoch selbstsicher ausrasten kann wenn es um die viel zu deutlichen Pflegemissstände geht! Es macht jeden so wütend und keiner spricht etwas an, geschweige denn erstmal aus. Die meisten halten einfach nur durch. Und das macht noch viel wütender.
    Ich habe ihr im Anschluss gesagt, dass ich sie in ihrer Aussage unterstütze.
    Die Mund-halte-Gesellschaft wird uns, wie z.B. im Krankenhaus an einen Punkt bringen, an dem das gesamte System zusammenstürzt. Momentan sind wir soweit, dass krankes Personal, aufgrund von Personalmangel, körperlich weiterarbeitet. Wie lange dieser übrig gebliebene Teil das noch durchhält und was passiert, wenn nicht mehr.. ich bin gespannt.

    12.01.2013, 00:17 von Tora
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