Peach_90 20.11.2017, 12:18 Uhr 0 0

Wie kriege ich mein Fett weg?

Jede zweite Frau und jeder dritte Mann sind in Deutschland adipös. Was machen wir falsch? Was können wir dagegen tun?


Zuerst einmal sollte ich auf das logische System „Mensch“ eingehen. In den ersten 18 Jahren benötigt der Mensch Energie in Form von Nahrung für den Aufbau und Wachstum des Körpers. Ab dem Erwachsenen-Alter – wenn wir nicht gerade jeden Tag hart arbeiten –  benötigen Männer sowie Frauen von Jahr zu Jahr immer weniger Nahrung am Tag. Auch, weil sie sich seltener bewegen und nur am Schreibtisch sitzen. Leider essen sie trotzdem in der gleichen Menge weiter oder erhöhen die tägliche Kalorienzufuhr sogar. Was aber soll der Körper mit den überflüssigen Kalorien machen? Er lagert alles für schlechte Zeiten in den Fettzellen ab. 

Ein anderer Ess-Rhythmus:

Hinzu kommt, dass sich auch die täglichen Essenzeiten geändert haben.

Früher hieß es: Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein Fürst und abends wie ein Bettelmann!

Damals wusste man, dass Energie für den Tag gebraucht wurde und nicht für den Abend.

Trotzdem essen heute die meisten Deutschen hauptsächlich nach 19:00 Uhr. Das ist schön sozial, man sitzt mit dem Partner zusammen und genießt das Essen. Aber der Körper benötigt so spät nichts mehr.

Ist das so schwer zu begreifen? Diese Art der Energiezufuhr ist gefährlich, da sie sich tief im Inneren einlagert und für uns nachts ein Riesenballast ist.

Zusätzlich hat ein Großteil der deutschen Bevölkerung das Kochen verlernt und fährt aus Bequemlichkeit lieber beim Schnellimbiss vorbei. Würde jeder gesund kochen, würde sich das Problem von alleine lösen. Denn auf den Tisch käme, was gesund und köstlich ist. Stattdessen werden lieber Kochsendungen angeschaut und man bewegt sich kaum noch.

Fazit zum Essen:

Viele reden immer nur von kohlenhydrat-arm oder -reich.
Anstatt nur auf diese Angaben zu achten, sollten sich die meisten lieber mal Gedanken zur Zeit der Nahrungsaufnahme machen: also 
eher am Tag und nicht in der Nacht!

Die einfachen Methoden, um dünner zu werden...

Sport:
Versuchen Sie, drei Mal die Woche für eine Stunde Sport zu betreiben. Mehr besser nicht, denn auch das ist ungesund. Alle Personen, die mehr als dreimal die Woche Sport machen, zerstören mit dem zusätzlichen Gewicht meistens ihre Gelenke. Meniskus-, Knorpel- und/oder Bänderschäden in den Gelenken sind die unausweichliche Folge.

Fettstoffwechselstörungen:
Bis zu einem Drittel der Bevölkerung leidet an Stoffwechselstörungen wie zum Beispiel dem Lipödem (dicke Beine, dicke Arme, dünne Taille), Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen u.ä.

Menschen mit diesen Veranlagungen haben von sich aus keine Chance, ihre Fettzellen in den Griff zu bekommen. Sie benötigen die Hilfe von Ärzten und Therapeuten.

Wollen diese Personen mit nicht-invasiven-Methoden (ohne OP) wie der Fett-weg-Spritze, einer Ultraschallbehandlung, der Stoßwellen-Therapie, einem Eingriff mittels eines Lasers oder Radiofrequenzen Gewicht verlieren, dann sollten sie wissen, dass dies nur bei ca. 30 % der Betroffenen funktioniert. Warum?

Alle nicht-invasiven-Methoden verfolgen grob dasselbe Prinzip: Sie öffnen die Fettzellen, fördern Entzündungen und dann muss das Fett vom Körper abgebaut und abtransportiert werden.

Leider sind die Problemzonen aber bei den meisten Patienten schlecht durchblutet (kalt), weil der Körper diese Stellen als seinen Kühlschrank/Notreserve sieht. Und er möchte dieses Fett dort unbedingt "behalten". 

Diese Zonen können Sie selbst leicht ausmachen. Fassen Sie mal mit der flachen Hand ihren Oberbauch an. Der ist meistens warm, wenn man ihn berührt. Nun fassen Sie ihre Problemzonen an (z.B. Oberschenkel außen oder Taille). Sind sie kalt oder warm?

Wenn es sich warm anfühlt, können Sie mit einer Diät dagegen arbeiten oder nicht invasive Methoden ausprobieren. Fühlt es sich jedoch kalt an, kann eine nicht-invasive Methode nicht wirklich helfen, sondern den Zustand vielmehr verschlimmern. Warum? Nicht-invasive-Methoden rufen bei der behandelten Region eine Entzündung hervor. Verklebungen in der Tiefe sind die Folge und können gute Ergebnisse bei späteren Liposuktionen erschweren.

Was also tun, wenn sich die Problemzone kalt anfühlt?

Abklären lassen, ob ein Lipödem die Ursache hierfür ist! Dann hilft nur eine Liposuktion/Fettabsaugung. Die übrigen Techniken, welche zusätzlich noch eine hohe Energie hinzufügen wie Laser oder Radiofrequenzen etwa, führen leider wie schon erwähnt zu zusätzlichen Verklebungen im Unterhautgewebe, welche später nur schwer zu entfernen sind.

Die moderne Liposuktion wird nicht in Vollnarkose durchgeführt, sondern mit einer Tumeszenz-Lokalanästhesie. (Quelle: https://www.dariusalamouti.de/fettabsaugen/) Denn nur in der Lokalanästhesie kann der Patient perfekt mitarbeiten und die Muskulatur anspannen, sodass der Arzt spürt und sieht, ob er das gesamte Fett entfernt hat. Die beste Technik dafür ist das Absaugen mit der Vibrationskanüle (Power-Assistent-Liposuction). Diese erleichtert und beschleunigt den Eingriff zu Gunsten des Patienten und des Arztes sehr. Nach der Liposuktion zur optimalen Positionierung der Haut noch Tapes verklebt und dann heißt es für die nächsten 3 Wochen: Mieder oder Kompressionsstrümpfe tragen!

Viel Glück Ihnen allen bei der Mission "Fett weg"


Bildquelle: Pixabay


Tags: Fettreduktion, Adipositas
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Kommentare

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    Einfach mal die Sauferei etwas runterfahren, aber man hat ja sonst keine Hobbies mehr...

    21.11.2017, 09:14 von chiral
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