MatzLE 11.08.2005, 04:54 Uhr 12 1

Where is my sleep?

Es gibt Nächte, in denen mein Körper nicht versteht, dass er Schlaf benötigt um sich zu regenerieren. Alles gute Zureden versagt und ich bleibe wach.

Doch wohin verschwindet mein Schlaf?
Denn es ist nicht einfach nur so, dass ich aufwache, oder nicht durchschlafe. Ich habe auch keine Einschlafprobleme. Wenn mein Kopf/Körper nicht will, kann ich eine volle Nacht kein Auge zu tun. Beruhigungs- und Schlaftees habe ich ebenso versucht wie Entspannungsmethoden mit Visualisierung oder bewußter Atmung. Einmal gelang es mir sogar einzuschlafen mit Hilfe einer Meditation.

Doch was möchte mir mein Körper damit sagen? Bekomme ich möglicherweise in den Nächten, in denen ich schlafen kann zuviel Erholung, obwohl ich selten länger als fünf Stunden schlafe?

Was geschieht mit mir, wenn die Grenze von Schlafen zu wachen überschritten wird? Ein Muster, das ich oft an mir feststellte sind viele Gedanken, die mir kommen, sobald ich mich in der kuscheligen Geborgenheit des Bettes befinde. Soweit ich weiß, sollte ich diese Gedanken und Erlebnisse meines täglichen Lebens im Traum verarbeiten. Doch wenn ich die Tiefschlafphase nicht erreiche, kann ich auch nicht träumen und meine Erlebnisse verarbeiten.

Schlafmittel möchte ich nicht probieren, aus Angst, nicht mehr träumen zu können, da ich Menschen kennengelernt habe, die dank Schlafmittel zwar Schlafen können, aber kaum oder gar nicht mehr träumen beziehungsweise ohne Schlafmittel gar nicht mehr zur Nachtruhe kommen.

Die Störungen wirken sich schon längst nicht mehr nur auf mein tägliches Leben aus, auch mein näheres Umfeld ist davon betroffen. Verständlich, denn es ist nicht so schön, wenn der Mensch, mit dem man sein Bett teilt, mit schöner Regelmäßigkeit selbiges verläßt um sich im Nebenzimmer abzulenken.

Ablenkungsstrategien habe ich einige. Seltsamerwesie bin ich in der schlaflosen Zeit, die ich mit mir selber verbringe erstaunlich kreativ, schreibe Gedichte, Kurzgeschichten, Texte. Somit ist es für mich schwierig einzuordnen, ob diese Probleme nun schädlich oder nützlich für mich sind.

Meiner Psychologin habe ich noch nichts von meinen Schlafstörungen erzählt, aber sie werden eines der nächsten Themen sein, die ich mit ihr bespreche.

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12 Antworten

Kommentare

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    Also bei mir ist es son ziemlich dasselbe. Grad in den ferien ist es schlimm, wenn man tagsüber mal weniger Stress hat, seinen Kopf nicht überanstrengt, und weniger Sport macht... Ich hoff immer noch dass sich des irgendwann legt. Denn positives kann ich dem nicht abgewinnen, wenn ich die ganze nacht MÜDE auf das einschlafen warte, denn da will ich schon nimmer produktiv sein.
    Meine Hoffnung ist allerdings schon sehr geschrumpft, weil mein Vater mit 50 des Problem immer noch hat ;-(

    18.08.2006, 19:42 von junisternchen
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      @[Benutzer gelöscht] ja, im laufe der therapie sind auch die einschlafprobleme verschwunden.

      07.08.2006, 06:25 von MatzLE
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    ich hatte in meinem austauschsemester in schweden drei monate lang schlafstoerungen, wo ich mich schliesslich fuehlte wie ein zombie. lag wohl daran dass meine leber zu der zeit viel zu arbeiten hatte. aufgehoert haben die stoerungen erst, nachdem ich meine matratze auf den boden verlegt habe und den spiegel abgehaengt hatte... aber gottseidank hat meine laune nicht zu sehr darunter gelitten..

    01.11.2005, 04:08 von pepperonina
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    @ Honigmann und GettingThere

    Danke :)

    Ich finde mich ganz gut in euren Kommentaren wieder... und zur Zeit schlafe ich wunderbar.... aber es gibt eben Phasen, in denen ich gut schlafen kann und dann kommen mal wieder besagte Nächte....ich werd sehen.....

    26.08.2005, 11:09 von MatzLE
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    Ich habe seit 14 Jahren Schlafstörungen, das geht von bestenfalls öfter aufwachen bis zu eine ganze Nacht nich schlafen können. Von Sport über Tees über pflanzliche Schlafmittel habe ich schon alles probiert. Mittlerweile habe ich das als Teil meiner Selbst begriffen, das gehört zu mir. Ich nutze diese Zeit einfach, indem ich versuche genau das zu behandeln, was mich nicht ruhig schlafen lässt. Das ist immer der Kopf und vielleicht habe ich ihn irgendwann auch soweit aufgeräumt, dass ich schlafen kann. Akzeptanz ist für mich ein wichtiger Schritt um überhaupt an einem Problem arbeiten zu können. Deine Wachphasen halte ich für äußerst sinnvoll, denn du kannst da offenbar tatsächlich was machen, schreiben, lesen, was auch immer. Man kann sie nützen und als etwas sinnvolles betrachten. Die Universität ist, denke ich, nie so wichtig, als dass sie diese wertvolle Entwicklung in deinem Leben aufwiegen könnte. Für bedenklich halte ich es erst, wenn du dadurch unter Depressionen leidest oder eine physische Beeinträchtigung erlebst.

    26.08.2005, 10:29 von GettingThere
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    Mit dem Problem bist du garantiert nicht allein! Bei mir sit es so, das ich ewig nicht einschlafen kann und wenn ich es dann endlich bin, dann werde ich nachts auch wieder zwischendurch wach.
    Wenn der Wecker früh morgens klingelt, fühle ich mich als hätte ich die Nacht durch gemacht und bin fix und fertig und komm kaum in die Schule.
    Auch ich habe mit meinem "Lebensberater" darüber gesprochen, er sagte mir auch das was Juli schrieb und das ich auch nicht ins Bett gehen soll, wenn ich nicht müde bin,aber es spät ist und mic dann zum schlafen zwingen will, denn es funktiert nicht, stimmt ja auch, aber ich kann ja nicht mitten in der Woche erst um 1-2Uhr ins Bett gehen...
    Ich war letzte Woche bei meiner Hausärztin und habe mir pflanzliche Schlafmittel geben lassen, ich hoffe die werden nun helfen, denn die Schule leidet schon darunter und ich schreibe dieses Jahr auch entscheidende Prüfungen, da kann ich nicht fehlen nur weil ich nicht schlafen kann ...

    Juli du hast mir ein bisschen Angst gemacht, das es bei dir 7Jahre gedauert hat, bis du wieder richtig schlafen konntest, ich möchte nächstes Jahr nach der Schule erstmal ein freiwilliges soziales Jahr machen um mich ein bisschen zu Erholen und da hoffe ich eigentlich auch, das sich das Problem löst.

    20.08.2005, 11:07 von Obscht
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      @Obscht hey obscht mit dem problem ist man hier sicher nicht alleine
      ich geh auch jedentag zwischen 1 und zwei ins bett und das heißt noch lange nicht, dass ich dann auch gleich einschlafe.
      ich muss auch jeden morgen früh aufstehen und es geht irgendwie doch jedesmal wieder.
      bei mir ist es normalzustand so spät einzuschlafen und ich komme damit eigentlich auch sehr gut klar, müde bin ich eh immer bis abends um 6, dann werde ich wach. ich bin auch den ganzen tag müde wen nich viel schlafe also ist es eh egal.
      ich fühle mich sogar teilweise nach 3 stunden schlaf wesentlich ausgeruhter als nach 8 oder 9.
      morgends schlafen kann ich meißtens auch nicht (am wochenende oder so) ich wache einfach so um 6 auf (noch früher als eigentlich mein wecker klingelt) und liege dann meißtens nochb is um 12 im bett
      wenn ich glück habe kann ich nach ner halben stunde oder so weider schlafen wenn ich pech habe nicht
      am schlimmsten ist es wenn ich bei freunden zu besuch bin weil es ziemlich grauselig ist in einer fremden wohnung wach zu liegen und nichts machen zu können aus angst die anderen zu wecken und man kann ja auch nicht einfach in ner fremden wohnung rumgeistern...

      08.06.2006, 14:52 von blauschwarz
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    das mit dem schlafzimmer ist schwer, weil es nicht "nur" ein schlafzimmer ist, und außerdem im DG mit Velux-Fenstern (jalousien sind arschteuer)

    und meine thearapeutin werd ich auf jeden Fall deswegen ansprechen...

    danke für deinen kommentar und deine eigene geschichte (wenn auch nur in kurzfassung) es ist schon schön, zu sehen, dass man nicht "allein" mit dem Problem ist...

    15.08.2005, 11:04 von MatzLE
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    Tja, so ist das. Kenne das auch. Durchwachte Nächte, tausendfach zerdachte Gedanken, keine Ruhe, kein Schlaf- und Müdigkeit all day long!!!

    Schon verrückt- da ist man den ganzen Tag müde, aber nachts schläft man nicht.

    Mir hat es im Übrigen wirklich geholfen, das Problem mit dem Theraputen zu besprechen- der meint nämlich, dass es an mangelnder INNERER Ruhe liegt. A-ha! Also: aufräumen! Denn wer im Büro (respektive Wohnzimmer...) und im äußeren Wirkungsbereich aufräumt, fühlt sich innerlich aufgeräumt. Wer das Schlafzimmer abdunkelt und wirklich NUR zum Schlafen benutzt (wenn er denn schlafen kann *g*), der schläft besser...- weil der Körper darauf "programmiert" wird.

    Bei mir hat´s gute 7 Jahre gedauert, bis ich wieder gut und tief "durch"schlafen konnte...

    Viel Erfolg!

    15.08.2005, 11:01 von Juli.
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    Naja, der Tag nach der durchwachten Nacht leidet auf jeden Fall daruntern, gerade wenn ich zur Uni muss...

    12.08.2005, 09:30 von MatzLE
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