Moegi 30.11.-0001, 00:00 Uhr 25 0

Phänomen: Alkohol

Wie oft stellt sich der Mensch, statistisch gesehen die Frage, warum er zur Flasche greift?

Und wie oft, beruhigt er sich selber damit, einen guten Grund zu haben?
Ist es der Genuss? Oder die eigene Schüchternheit? Der Wunsch dazu zu gehören? Sich ins Vergessen zu flüchten?
Es gibt viele Gründe, zuviele "gute" Gründe.
Alkohol ist, wie ein Zauberelixier, gefährlich und deshalb so interessant. Überall lächelt er einem entgegen, als würde eine verführerische Stimme flüstern: Trink mich, dann sieht die Welt wieder besser aus. Es ist erschreckend und faszinierend, wie weit diese Droge, die eigene Persönlichkeit verändert. Vielleicht auch manipuliert?
Ich fühle mich hilflos bei einer Konfrontation. Es ist, als würdest du die Einzige sein, die noch normal zu sein scheint oder gar verkrampft? Jeden Tag, wird die Frage drängender, ob diese, von außen beinflusste Freiheit, wirklich Freiheit bedeutet und nicht Abhängigkeit, Zwang? Warum ist es zu einer Selbstverständlichkeit geworden zu trinken, wenn man feiern geht?
Jeder zweite reagiert auf ein und die gleiche Weise: "Wie du trinkst nichts. Das geht doch nicht. Hier ein Bier!" Dabei, dann noch dieses zufriedene Grinsen, als hätten sie eine gute Tat vollbracht, mich bekehrt zu haben. Dabei, sind sie nicht mehr fähig, den Gedanken zuzulassen, dass ich vielleicht auche einen guten Grund haben könnte. Manchmal wage ich es, die eine gefürchtete und vor allem verhasste Frage zu stellen: "Warum trinkst du?" Die letzte Antwort die ich bekam war: "Ich möchte vergessen. Du kommst auf die Welt und wirst als Steuerzahler geboren. Du bist nicht frei, weil du nicht die Chance hast frei zu sein. Wenn ich trinke, dann kann ich vergessen. Und wenn ich nicht vergesse, dann kann ich hassen."
Bedarf es nicht bloß eines Gedankens, um frei sein zu können? Ist es nicht die Fähigkeit frei zu denken, die uns, Menschen auszeichnet?
Dies zu erkennen ist eine Sache, doch dies auch zu verstehen, eine andere. Ich bin keine Ausnahme. Ich sage nicht immer "Nein" zu Alkohol, aber etwas in mir sagt "Nein" aus gutem Grund zu trinken. Ja, manchmal trinke ich, um mich leicht zu fühlen. Aber das Vergessen bringt es mir nicht.
Ich denke, man braucht keinen Grund, um zu trinken. Es bedarf keiner Rechfertigung. Doch, das erste Mal, wenn du nach einer Erklärung suchst, nach einer Antwort, auf dieses eine kleine Wort: "Warum?", macht dich zu einer bewussten Abhängigen. Nur eine unter vielen. Doch ist es darum besser, als wenn du die Einzige wärst?
Ja, das ist es. Menschen sind zu gesellige Tiere.
Ich sollte froh sein kein Herdentier zu sein, aber es macht einsam.
Und in diesen Momenten, Momente, in denen alles um dich herum lebendig erscheint und glücklich, bin ich traurig. Traurig, weil ich einsam bin? Oder traurig, weil all, die anderen es ebenso sind...

25 Antworten

Kommentare

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    Hallo Moegi. Du sprichst mir aus der Seele! Ich finde es auch furchtbar, auf Partys ständig gefragt zu werden, warum ich keinen Alkohol trinke. Die Frage umzudrehen find ich gut. Gruß, Ana

    21.07.2005, 18:59 von Ana.
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    Ich zähle mich zur Alkoholtrinker ( nicht Alkoholiker)-Fraktion ... und manchmal muß ich mich halt mit 2 oder 3 Bierchen ausklinken weil ich z.B. im Zustand völliger Nüchternheit meine Mitstudenten nicht ertragen kann...

    14.01.2005, 03:02 von DerDude
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      @DerDude Aber doch wohl nicht während irgendwelcher Vorlesungen oder Arbeitsgruppen? Oder wie war das jetzt gemeint mit dem Ausklinken?

      14.01.2005, 03:06 von flughund
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      @flughund Nein nicht während der "Arbeitszeit"

      14.01.2005, 14:33 von DerDude
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      @DerDude Dann versteh ich das nicht ganz. Wenn Du Deine Mitstudenten nur angeheitert ertragen kannst, und das Beisammensein findet privat statt, wieso suchst Du Dir dann nicht andere Leute zur Freizeitgestaltung?

      14.01.2005, 14:42 von flughund
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      @[Benutzer gelöscht] Das Konsumverhalten von Alkohol ist ein Gesellschaftsproblem !
      Von allen Seiten zugelallt werden zu trinken, bis man es selbst tut.
      DA hilf nur Selbsterkenntnis das Alkohol eigentlich eine viel zu harte legale Droge ist.

      Trinken tue ich trotzdem gelegentlich, da Alkohol bei mir gut wirkt, weil ich ihn so selten konsumiere bin ich auch immer knülle.
      Nachwirkungen ätzend, vor allem bei viel bayrischem Bier ;-)

      Alkohol eine weiche Droge ?! Scheint mir leicht untertrieben zu sein und wenn man die jährlichen Zahlen der "Alkoholtoten" liest sollte man anderer Meinung sein! (man beachte nur die Körperfunktionen, die eingeschränkt oder gar nicht mehr nutz- und kontrollierbar sind, bei schon nur wenigen Bieren, Vodkaspass o.ä. wollen wir mal gar nicht reden ;-)) zum Vergleich wie viele "Marihuanatote" (also wirklich tot, nicht tod*****) sind jedes Jahr zu beklagen??
      Nüchterner Gruß nach da draussen

      21.07.2004, 00:36 von _motte_
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      @_motte_ hallo alle,
      hab den artikel und eure korrespondenzen gelesen. bin selbst nicht eben abstinent und halte die ausgangsfrage von moegi für - statistik hin oder her - für reichlich existentiell.
      hab mich nämlich vor einem jahr in einen wirklichen alkoholiker verliebt. aber achtung, in keinen von der sorte familie in dutt, job verloren und so zeug, auch keinen der ausrastet und seine wohnung verkommen läßt, keinen, der aggressiv wird oder auch nur in die hecke reihert.
      die sache mit dem herdentrieb - da ist echt was dran. denn all seine kollegen und freunde sind so drauf, die ziehen sich gegenseitig mit und reißen sich weiter rein. und auch wenn sie mal lichte momente haben und sich gegenseitig eingestehen, daß sie im grunde voll abhängig sind, sie machen weiter. der punkt ist aber: da ist keiner unter 40 mehr, die haben alle eine entwicklung hinter sich, die so an die zwanzig jahre gedauert hat oder noch länger. mit 25 kann man sich noch damit beruhigen, daß es so eine art austoben ist vielleicht, aber teilweise haben die schon gescheiterte ehen hinter sich, haben zwar sogenannte feste beziehungen, sind aber gar nicht mehr beziehungsfähig und können auch sicher nicht mehr unterscheiden, ob sie das nun aus freien stücken oder wegen des alkohols sind. und eben das ist ein ernsthafter verlust nicht nur an selbstkontrolle, sondern auch an entscheidungs-freiheit und an sonstigen freiheiten natürlich auch. und eben deshalb sträuben sich bei mir die nacken-haare, wenn ich solche kommentare wie von ratt-sacke dazu lese, von wegen so historisch/philosophisch verbrämte allgemeinplätze, die letztlich nichts anderes sind als ein intellektuell verkapptes, letztlich aber arrogantes verallgemeinern. die erwähnung des orakel von delphi mag anderen zeigen, daß du einiges auf dem kasten hast, aber das problem, worum es hier geht, das umschiffst du damit ziemlich elegant und auch ansonsten. ich vermute, du hängst auch schon reichlich an der flasche. solche ausweich-manöver kenne ich mittlerweile zur genüge. wobei du dir - wie auch die anderen, die ich damit meine - beileibe keinen gefallen tust. es ist das pure auf-rechterhalten einer souveränen fassade. sollte ich mich getäuscht haben, kannst du gerne was dazu sagen, ich wär gespannt. aber komm mir bloß nicht mit orakeln oder philosophen oder anderen berühmten leuten und begebenheiten, hinter denen sich ein reger geist wie du so leicht und gern ver-schanzen kann. schreib lieber mal was ganz eigenes, ohne schnörkel, ohne taktik, ohne ausrede. aber falls es dir spaß macht, nur soviel: jack london, könig alkohol, white logic.

      13.08.2004, 01:14 von flughund
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      @[Benutzer gelöscht] Liebe Sackratte,
      da wir schon so unter Tieren sind: ich bin FLUGHUND, das ist ein ein Fledertier, also eines von der Sorte Säugetiere, die (in echt) fliegen können). Also kein Hund. Und bellen tu ich auch nicht. Dafür kann ich aber gut im Dunkeln sehen.
      Daß Du eine schreckliche Kindheit hattest, tut mir leid, auch wenn ich keine Einzelheiten weiß. Und das meine ich ERNST. Sorry, aber weiße Logik gilt halt auch für mich. Und das geht auch manchmal ohne Alk. Deinen Vergleich mit Cowboys und Pferden finde ich einerseits sehr treffend, andererseits weiß ich nun wieder nicht, ob wir das gleiche damit meinen. Scheint für Dich ja auch so eine Art John Wayne Gehabe dabei zu sein. Was mir dann wiederum vertraut ist - direkt und indirekt, einerseits fühl ich mich manchmal ähnlich - Großstadtcowboy, aber bitteschön als Frau, is ja auch nich so easy, um nicht zu sagen doppelt schwer - und denn wieder durch diese Liebe zu diesem Alkoholiker, den ich erwähnte.
      Aber nochmal Leviten (wenn Du mir schon sagst, was Du zwischen meinen Zeilen liest vonwegen ernst und aufgebracht): Laß uns hier nicht gegenseitig in Metaphern verlieren, BITTE!!
      Es geht doch hier um reichlich Ängste. Hatte mit ihm beispielsweise (natürlich nur, wenn er reichlich intus hatte) diverses Gespräche, in denen es so zwischen Spaß und Ernst um die Frage des Erhängens oder Erschießens ging). Kam mir verdammt ernst vor. Dann wieder (in welchem Zustand eigentlich?) wischt er das mit einem lockeren Cowboy-Spruch beiseite.
      Ich glaube, es ist nicht der Wunsch zu sterben, nicht wirklich. Hab ihm auch gesagt, dann soll er so konsequent sein und es tun (sorry, klingt hart, aber mein eigener Bruder hat sich umgebracht mit 25, der war mitnichten Alkoholiker, es hat mich halt wütend gemacht bei allem Mitgefühl, er weiß ja auch davon), aber im Grunde ist es wohl eher die Angst vor dem Leben (was natürlich auch damit zusammenhängt, daß jede Menge Kraft und Entschlußfähigkeit durch die Abhängigkeit verloren geht). Oder - Ach, ich weiß nicht.
      Ratloser Flughund
      Dank Dir trotzdem für Reaktion, Sattratte

      17.08.2004, 01:25 von flughund
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      @[Benutzer gelöscht] @emily_spitfire: DANKE. so ist es. die ganze diskussion hier ist doch etwas albern. sich betrinken macht nun mal spaß, da stelle ich mir mir doch logischerweise auch nicht die frage, ob das gut oder schlecht ist. wenn jemand tischtennis spielt weils ihm spaß macht, fragt sich doch auch keiner, ob das nun sinnvoll, richtig und produktiv ist.
      klar gibts probleme wie besoffen autofahren und so, aber ein gewisses restrisiko hat man doch bei allen sachen die man macht im leben.
      -> TRINKEN!

      09.01.2005, 17:36 von tammyjo
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      @[Benutzer gelöscht] Ohne Drogen geht gar nix.
      Das wollen wir mal festhalten. Was plagt ihr euch alle mit eurem Gewissen rum. Weg damit ! Ein für alle Mal. Ewig diese störenden Fragen von der "inneren Stimme".
      "ist das richtig oder vielleicht doch nicht" tzzzz.
      Wer braucht denn sowas? So kann man doch keinen Spaß haben.
      Immer hoch die Tassen !

      14.07.2004, 21:52 von emily_spitfire
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    Ich denke das es so ist wie du sagst! Wir brauchen weder Erklärungen dafür, noch ist es ratsam nach jenen zu suchen. Ich denke das ich inzwischen zu der Art von Menschen gehöre, die ersthaft behaupten, dass ohne Alkohol eine Parte nie so lustig wird wie mit und das dabei auch nichts schlimmes ist, solange man es, wie mit allen Dingen, nie übertreibt! Vielen Dank für den Artikel, da er genau das aussagt, was ich mir ebenfalls denke.

    11.07.2004, 21:19 von SummerTree
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      @[Benutzer gelöscht] @Racksatte (Netter Nick;)
      Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, für deine Meinung. Hm, ich habe das Gefühl, dass alle denken, wenn sie den Artikel lesen, ich würde sogar gegen Alkohol Protestmärsche organisieren ; ).
      Dabei geht es mir einzig und allein darum, dass Alkohol "normal" geworden zu sein scheint. Wenn ich nicht immer mit dem Auto unterwegs wäre und weniger vertragen würde, dann würde ich weiß gott öfters trinken, das gebe ich offen zu.
      Aber mir ist es wichtig, dass es etwas "besonderes" bleibt, dass es nicht eine Selbstverständlichkeit wird feiern zu gehen und sich zuzusaufen.
      Ich schrieb dieses Artikel eines nachts, als ich von einer Party nachhause kam und es ca. das 20 mal war, dass ich nüchtern bleiben "musste" und alle um mich herum besoffen waren.

      Ich habe das Wort "statistisch" gesehen nicht angewandt, um irgendwie intellektuel oder gebildet zu wirken, oder als wüsste ich so wahnsinnig viel über Alkohol, sondern ich stellte mir einfach diese Frage. Ich denke auch, wenn man meinen Artikel liest, merkt man schnell, dass es sich um rein persönliche Gedanken handelt.

      Du sprichst von einem gemäßigten Rausch. Ich aber schrieb über das wöchendliche "Die-Birne-Wegsaufen". Ich schrieb darüber, dass ich komisch angeguckt werde, wenn ich nicht trinke und ich bezweifele stark, dass die wahre Perönslichkeit dabei zum Vorschein kam.
      Meine Freundin knutschte mit drei verschiedenen Kerlen rum und tanzte auf dem Tisch, ein Freund baggerte mich an und konnte sich am nächsten Tag an nichts mehr erinnern usw., das sind keine einmaligen Ergeignisse, sondern soetwas passiert fast jedes Wochende verdammt vielen Menschen, in irgendwelchen Clubs. Ist das die wahre Persönlichkeit, die ans Licht tritt??? Aber ich verstehe was du meinst. Grundzüge des Charakters lassen sich oftmals erkennen, da gebe ich dir recht.

      Und ich kann dir eines versichern, viele Menschen in den Clubs befanden sich nicht in einem gemäßigten Rausch. Und sie machten auch nicht den Eindruck, als würden sie darauf hinarbeiten, es am nächsten Wochendene "besser" zu machen.
      Nein, sie haben schon ausgemacht, wo sie sich nächstes Wochenende zusaufen.

      Auch ein Beispiel: In Köln gibt es einen Club namens Live-music-hall, dort ist jeden Freitag von 21-23 uhr Freisaufen (Bier natürlich) angesagt.
      Was meinst du wohl, wie voll der Laden ist in diesen zwei Stunden?? Mehr als die Hälfte der Leute sind nur gekommen um so schnell und vor allem soviel, wie möglich in diesen zwei Stunden in sich reinzukippen. Das Bier schmeckt da noch nicht mal, aber das spielt einfach keine Rolle.
      Ich habe mir am Anfang darüber wirklich keine Gedanken gemacht, doch irgendwann als ich, mal wieder nüchtern in der Ecke saß und das Treiben beobachtete, da tauchte diese Frage in meinem Kopf auf:Wie oft stellt sich der Mensch, statistisch gesehen die Frage, warum er zur Flasche greift?

      Ich habe einige gefragt, einfach nur aus Neugierde und die Antworten haben mich einfach erschreckt. Es hat sich angehört, als würden sie vor jedem Discobesuch ein Eis essen gehen oder was weiß ich.
      Natürlich, ist Alkohol nur ein Beispiel, jedoch ein passendes, besonders zur Zeit.

      Hm, ich kenne sehr wenige Menschen, auf der ganzen, weiten Welt und ich habe auch nie das Gegenteil behauptet.
      Oh, meine eigenen Mechanismen, falsche Frage *lacht* nein,..hm ich bin nicht die heilige Maria oder so, wie ich schon sagte, ich spreche mich nicht frei, von den "Süchten" dieser Welt und von Alkohol schon gar nicht. Aber es ist das erste mal, dass ich lange und tief darüber nachgedacht habe, dass ich nach dem Warum geforscht habe...

      Es existiert wohl keine allgemeingültige Antwort.
      Meine Gedanken bleiben meine Gedanken, Spekulationen, Meinungen gepaart mit Erfahrungen, Beobachtungen und dem ganz persönlichen "Weltempfinden".

      Danke für deinen Beitrag..und schönen Tag noch
      (jetzt gerade stelle ich z.B. erschrocken fest, wie süchtig ich nach Zigaretten bin, da ich keine mehr habe und mir eigentlich auch keine mehr holen will)

      11.07.2004, 13:47 von Moegi
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      @[Benutzer gelöscht] Ich stehe auf Alkohol, aber ich bin auch Kettenraucher, Kaffee trinker und habs sowieso nicht so mit meiner Gesundheit.

      Die Sache ist doch eigentlich ganz klar: Alkohol ist eine Droge, der Rausch nichts anderes als ein psychotischer Zustand. Darüber sollte man sich immer im klaren sein und die Sache auf keinen Fall verharmlosen. Der Trend geht ja langsam auch in die Richtung. Wenn ich mir zum Beispiel die ganze Diskussion über "Alkopops" anhöre, dann scheint die Ernsthaftigkeit der Thematik doch so langsam auch ins Bewusstsein der Köpfe zu geraten.
      (Auch, wenn manche Internetseiten beispielsweise über pop-ups für harte Alkoholika werben ;-) )

      Klar ist aber auch, dass übermäßiger Alkoholkonsum nicht Ursache, sondern Symptom einer krankenden Persönlichkeit ist, also darf man den schwarzen Peter nicht alleine auf Cocktails und Co schieben.

      10.07.2004, 14:49 von DieMimmi
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    Warum gibt es Institutionen, in welchen der Verzehr von Alkohol zur "Männlichkeit" gehören muss? Allseits beliebtes Beispiel: Bundeswehr!! Als ich 'damals' 1996 eintrat, (wie gut das ich nicht lange da war), wurde mir auf jedem Lehrgang bewusst, wie unwohl und genervt man sich fühlen kann wenn man mit Alkohol konfrontiert wird. Man verneint und man wird entweder als 'Nicht-Mann' oder noch Schlimmeres betrachtet. Nur leider allzu selten trifft man auf Menschen, die sagen "hey,cool!Könnt ich nicht, dazu trink ich viel zu gern!"...hmm...trinke ich zu gern...Ich laufe gern, ich bin gern unter Menschen. Aber 'nur zu gern' Alkohol trinken? Erscheint mir paradox. Denn entweder erhält man nach dem Genuss das Ergebnis eines Neandertalers, dessen Feuerstelle man ausgetreten hat und der einem dann aggressiv die Keule entgegen schleudert oder jemanden, der nicht mehr vom WC weg zu bekommen ist. Und das macht man dann gern?? Warum ist es nur so schwer Menschen anzusprechen wenn man nüchtern ist, macht doch adäquate Konversation viel mehr Spaß und das Gegenüber interessanter. Oder??

    09.07.2004, 21:02 von paycee
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