Annabel_Dillig 30.11.-0001, 00:00 Uhr 121 1
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Organspende

Geht das neue Transplantationsgesetz weit genug?

Heute wird im Bundestag über das neue Transplantationsgesetz abgestimmt. Wenn es verabschiedet wird (was als sicher gilt), werden Krankenversicherte ab 16 Jahren künftig regelmäßig per Brief gefragt, ob sie nach ihrem Tod Organe spenden wollen. Man kann „ja“, „nein“ oder „Ich weiß nicht“ ankreuzen, es besteht aber kein Zwang, den Brief auch zurückzuschicken. Für alle, die bereit sind, nach ihrem Tod Organe zu spenden, liegt der Organspendeausweis gleich bei. (Man kann darauf auch angeben, welche Organe man nicht zu spenden bereit ist.)

Die Hoffnung ist, dass so die Diskrepanz zwischen Menschen, die der Organspende grundsätzlich positiv gegenüberstehen (laut Befragungen drei Viertel der Deutschen) und Menschen, die tatsächlich einen Organspendeausweis besitzen (ein Viertel der Deutschen) kleiner wird. Noch immer sterben in Deutschland pro Jahr etwa 1000 Personen, weil sie kein Spenderorgan bekommen haben.

Deutschland liegt im europäischen Vergleich im unteren Drittel, was die Zahl der Organspenden angeht. In einigen Ländern, darunter Spanien, Belgien und Österreich, ist die Quote auch deshalb höher, weil dort die Widerspruchsregel gilt. Das heißt, dass jeder als Organspender geführt wird, der sich nicht explizit dagegen ausgesprochen hat. 

Fändet ihr eine solche Regelung auch bei uns gut? Geht das neue Transplantationsgesetz weit genug? Oder findet ihr, so etwas kann nur jeder selbst entscheiden und der Staat würde mit der Widerspruchsregelung zu stark in die Rechte des Individuums eingreifen? 

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121 Antworten

Kommentare

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    Ich fände die Widerspruchsklausel besser.

    27.05.2012, 16:41 von Emil_Empire
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    Hab ich vor nicht mal nem halben Jahr schonmal beantwortet. Hier bei Neon rein zufällig. Die Fragen waren sogar fast identisch.

    25.05.2012, 19:41 von topfbluemchen
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    wer ernsthafte probleme damit hat sich vorzustellen, dass ihm nach dem tod organe entnommen werden, sollte auch die mühe auf sich nehmen dazu nein zu sagen(wie etwa in spanien).

    25.05.2012, 18:27 von kiwikorb
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      sollte ein Faktor sein, finde ich.

      Aber nur einer unter vielen.

      Wer sich beispielsweise in jungen Jahren ne Hep C fängt, hat dann per Definition nämlich keine Chance.

      25.05.2012, 15:24 von Lagback
    • 0

      Yup, wenn Lagback diese Crux nicht gebracht hätte, hätt's ich getan. Is zwar ein schöner, gerechter und fieser Ansatz, aber nicht so recht praktikabel.
      Diejenigen die Organe brauchen, haben ja eben oft diverse Krankheitsbilder, die eine Spende nicht vertretbar machen. Und was, wenn man 10 Jahre lang einen Ausweis hatte, sich aber ein Sinneswandel vollzog und man nicht mehr spenden will, aber dann blöderdings ne Niere bräuchte. Oder umgekehrt- 50 Jahre lang ne leck mich am Arsch-Karte statt nen Ausweis dabeigehabt, aber in den 5 Minuten vor der herzinsuffizienz eine biblische Läuterung erfahren. Hmmm. Fragen über Fragen.
      Man könnte sich ein Payback-System ausdenken: Einmal Blutspenden gibt 10 Nierencredits, ne Knochenmarkspende 100 Herzpunkte... oder so.

      25.05.2012, 15:37 von Dalek
    • 0

      keine schlechte Idee, das Paybacksystem, noch ein paar Ausnahmen für die Jüngeren, dann würde das satt Staub aufwirbeln... ;-)

      25.05.2012, 15:44 von Lagback
    • 1

      In so einer Gesellschaft würde ich ehrlichgesagt nicht leben wollen. Da steckt einfach zuviel "Auge um Auge, Zahn um Zahn" darin.

      25.05.2012, 15:52 von Dahumm
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    • 0

      Naja, man könnte es auch umdrehen, in einer Gesellschaft, in der man
      gerne nimmt, aber nicht bereit ist zu geben, oder einen Beitrag zu
      leisten, möchte man nicht leben.... da steckt mit zuviel verkackte,
      scheinheilige Denke dahinter.... 

      Allgemein ausgedrückt kann ich diese Aussage ja durchaus unterstützen, in diesem besonderen Fall, wo es um Leben oder Tod geht, ist es aber meiner Ansicht nach die falsche Herangehensweise.

      25.05.2012, 16:02 von Dahumm
    • 1

      Danke Chiral. 

      Es ist leider Tradition in Deutschland, gerade im Gesundheitswesen, jede Eigenverantwortung abzulehnen - schon um die lausigen 10€ Praxisgebühr wird sich aufgeregt, die milliardenschwere Nullnummer mit der el. Gesundheitskarte kümmert aber niemanden.

      Und wenn man die demographischen Prognosen liest, die in Kiel ein paar alte Männer, die politisch nichts mehr zu verlieren haben, veröfentlicht haben, wirds einem anders.

      Da macht nämlich in Berlin alles die Augen zu und hofft auf ein Wunder. 

      In ein paar Jahren wirds fies, da müssen wir dann irgendwann mal entscheiden, was noch finanzierbar ist - und was nicht.

      In England wird da längst übelst durchgegriffen, wenn Du da statistisch aus dem Raster fällst, greifst Du gesundheitlich ins Klo.

      Wird hier auch kommen, fürchte ich.

      25.05.2012, 16:05 von Lagback
    • 1

      Dahumm, Deinen Ansatz in allen Ehren, aber bei Organspende geht es oft  nicht um Leben oder Tod, sondern um ein paar Jahre mit vertretbarer Lebensqualität mehr bis zum Exitus.

      "Knochenmark"spende ist dafür ein heftiges Beispiel, irrwitziges Geld bei mageren Erfolgsaussichten. Üble Nummer.

      Ich bin tyspisiert, natürlich Spende ich, falls ein Match gefunden wird. Aber finanzierbar ist das alles heute schon kaum noch.

      25.05.2012, 16:07 von Lagback
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      Gut, ich hab mich schlampig ausgedrückt. Wollte das sogar noch kirrigieren, aber editieren geht ja leider nicht.

      Aber auch wenns "nur" um Lebensqualität geht, stößt mir eure Herangehensweise sauer auf. Ich kann das im Moment nichtmal rational begründen.

      ------

      Davon ab: was kostet denn eine Knochenmarkspende im Durchschnitt? Noch toller fänd ich Perzentile. Hast du sowas gerade irgendwie greifbar?

      25.05.2012, 16:15 von Dahumm
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      Das unterschreibe ich auch sofort. Aber den Rest nunmal nicht.

      25.05.2012, 16:22 von Dahumm
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      Der reine Eingriff selbst kostet mal eben sechsstellig, aber das ist nur die Spitze des Eisberges, das ist ja nicht mit einmal Zelltransplant getan, da steckt ja ein riesiger Apparat dahinter. Und die arment Teufel, die es mit einer ALL erwischt hat, kommen eben immer wieder ins Krankenhaus, bis zum bitteren Ende. 

      Da gibt es auch keine einfachen Lösungen, aber NICHT prinzipiell zu einer Spende bereit zu sein, ist asozial, da bin ich mir mit Chiral einig.

      Und Leute, wer sich über das hiesige Gesundheitssystem aufregt, möge bitte sagen, wo es besser ist. In Skandinavien bestimmt nicht, England auch nicht, in Irland oder Polen wirds ganz dunkel, bleiben Schweiz, Österreich, Australien vielleicht noch.

      Der Rest ist schlecht und oder klassenorientiert, dumm gelaufen, wer die Ungnade der falschen Geburt hatte.

      25.05.2012, 16:31 von Lagback
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      Der Gläubige hat es doch selbst in der Hand....
      Schön wärs ja...

      25.05.2012, 16:35 von Dahumm
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      @Hildegund:

      Ich halte es für völlig legitim und Ausdruck persönlicher Freiheit, sich aus einer Solidargemeinschaft ausschliessen zu können.

      Man sollte dann bloß auch hart definierte Konsequenzen kennen und akzeptieren.

      Wer meint, für eine Spende in die Hölle zu kommen, trägt bei einer TX die Schuld für einen anderen.

      Das kann doch keiner wollen oder?

      25.05.2012, 16:36 von Lagback
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      Es kommt noch viel böser:

      Viele Versicherte sind in den letzten Jahren in die privaten Kassen gegangen - und stellen jetzt fest, dass es sie Unsummen kostet. 

      Dumm gelaufen.

      Besonders bei den armen Teufeln, die es nicht des kurzfristigen Vorteils willen gemacht haben.

      25.05.2012, 16:40 von Lagback
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      Davon hat keiner geredet.

      Sondern über die hypothetische Ausgrenzung von kategorischen nicht-Spendern. 

      Unter solchen Umständen werden die Zeugen Jehovas ja schon fast ein bißchen sympathisch, konsequent sind die jedenfalls. Immerhin.
      Dumm nur, dass sie das dann auch für ihre Kinder entscheiden.

      25.05.2012, 16:50 von Lagback
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      @Hilde

      Wer nach dem Organbedarf einen Organspendeausweis ausfüllt, schliesst auch eine Haftpflichtversicherung ab, nachdem er bei den Nachbarn die teure Mingvase runtergeschmissen hat.

      25.05.2012, 16:52 von Lagback
    • 0

      ...und wer 5min vor Erkrankung noch einen Sinneswandel hatte: Dusel gehabt.

      25.05.2012, 16:53 von Lagback
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      @Hilde:

      So ist das in einer Solidargemeinschaft, man kann eben nicht ausschliessen, dass das Geben im Einzelfall auch mal überdurchschnittlich schwer ist.

      Mit dieser Einstellung erspart man sich dann auch das Aufrechnen.

      Ich persönlich gehe noch nicht einmal davon aus, dass ich im Falle einer hirntoten Organspende im religiösen Sinne tod bin.

      Macht aber nichts, wenn der Körper hinüber ist und die Organe noch was taugen, viel Spass damit. Deshalb steht auch in meinem Organspendeausweis die Bedingung einer Vollnarkose bei Entnahme. 

      Sicher ist sicher.

      Hirntote werden nämlich meines Wissens bei der Entnahme nur sediert wie ein "normaler" Intensivpatient, sie sind ja technisch gesehen schon 100% (hirn)tot. 

      Wenn ich darüber so nachdenke, gruselts mich manchmal schon, ändert aber nichts an meiner Grundhaltung. Es wäre aber subjektiv besser, wenn auch technnisch unlogisch, die Entnahme grundsätzlich mit Vollnarkose zu machen.

      25.05.2012, 17:04 von Lagback
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      @HIlde:

      Wenn es Dich nicht stört, zwar aufgrund besagter Hölle nicht zu spenden, wohl aber um den Preis der Höllenfahrt eines anderen, von der derart Gläubige logisch ausgehen, ein Organ entgegenzunehmen?

      Wenn ich da an einen früheren Nachbarn von mir denke, der qua seiner Freikirche davon ausging, dass eh nur die Mitglieder seiner Gruppierung als einzig Rechtgläubige in den Himmel aufsteigen würden... Der Mann hatte ein entschiedenes Problem, sich von dort oben aus in alle Ewigkeit die Verdammnis der Sünder anzugucken "...und sich daran zu ergötzen".

      Sorry, aber spielt da nicht eine gewisse Doppelmoral mit rein, spätestens, wenn nach einem so strenggläubigen Weltbild sowieso alle anderen Sünder und somit mit einem Oneway-Ticket gen Hölle ausgestattet sind? 

      Sorry, auch wenn das jetzt hart ist:
      Aber zum spenden sind die anderen dann noch gut genug?

      25.05.2012, 17:23 von Lagback
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    • 1

      tsss, tss, Chiral, die Bibelzitate hatte ich mir doch gerade mühsam verkniffen....

      25.05.2012, 17:25 von Lagback
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      Chiral, ich wünschte, ich könnte Dir recht geben, aber auch Transplantationsmediziner durchlaufen ein Training, da würde ich bei einigen hemdsärmeligen Chirurgen keine Wetten eingehen wollen.

      Wahrscheinlich aber nur, wenn wirklich kein besserer Empfänger greifbar ist. Und das ist bei Eurotransplant eher unwahrscheinlich, da hast Du schon recht.

      Ausserhalb Europas allerdings.... denke ich lieber nicht über TX-Medizin nach. In China oder auch bestimmten Teilen des nahen Ostens gibt es genug "Spender" und wer da in diesem Sektor chirurgisch tätig ist, ist ethisch deutlich "flexibler", würde ich annehmen.

      25.05.2012, 17:37 von Lagback
    • 0

      Wenn du spendest, kriegste auch - mit 20 Ausnahmen und Ausnahmen von den Ausnahmen, die jedoch nur in Ausnahmefällen greifen. Typisch deutsch! :)

      Aufklärung ist die Devise. Statt alle 16 Jährigen anzuschreiben - wovon mit Sicherheit 85% der Briefe ungelesen im Müll landen - sollte man viel eher einfach ein paar Biologiestunden dafür opfern und anschl. die Ausweise an die Teenies verteilen, die "mitmachen" wollen.

      Wir hatten damals einen Jungen mit der DKMS zu Besuch in unserer Klasse. Er war an Leukämie erkrankt und hat enfach erzählt, von der Knochenmarkspende, die sein Leben gerettet hat. Danach haben sich 2/3 typisieren lassen. Natürlich ist das was anderes als Organspende - aber ein Schreiben der DKMS hätte nicht das gleiche ausgelöst!

      Also warum schickt man nicht Menschen, die Organe erhalten und weiterleben durften in Schulklassen, um eine Veränderung in den Kopfen der Kids zu erreichen?!

      25.05.2012, 17:38 von Herzgesteuert
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    • 0

      Ding-Dong!


      25.05.2012, 18:26 von Dalek
  • 0

    Machen es die Österreicher mit der Widerspruchsklausel richtig, oder geht die zu weit?

    25.05.2012, 15:14 von Stefan_Schatt
    • 2

      Dein ständiges Diskussionsangeheize nervt!

      25.05.2012, 15:20 von Matsumoto
    • 0

      Aber wozu dann diskutieren?

      25.05.2012, 15:22 von Stefan_Schatt
    • 0

      Es gibt in Österreich eine freie Entscheidung.

      Das geht nicht zu weit, sondern ist endlich ne klare Ansage, der Österreicher an sich entscheidet sich eben.
      In Deutschland wird stattdessen viel lamentiert.

      25.05.2012, 15:26 von Lagback
    • 0

      Wie wär's du schreibst einfach mal deine Meinung zum Thema? Dann kannste von mir aus auch neue Fragen stellen.

      25.05.2012, 15:31 von Matsumoto
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  • 0

    Hm,


    ich habe noch keinen Spendeausweis. Habe irgendwie Angst davor, dass meine Organe dann in irgendeinem Miesepeter weiterleben und das will ich nicht.

    25.05.2012, 15:06 von Matsumoto
    • 1

      Dann hat der Miesepeter wenigstens noch eine Chance es besser zu machen. Und wenn er so kurz vor dem Tode stand, stehen die Chancen auf Einsicht ganz gut :)

      25.05.2012, 15:29 von See_Emm_Why_Kay
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      naja, aber vor allem wärs mir das risiko wert... ich meine nen bisschen gruselig finde ich die vorstellung auch, aber andererseits gehts da um ein menschenleben.

      25.05.2012, 18:16 von kiwikorb
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  • 0

    Bitte

    alle Toten ausnehmen, Abgabe der Organe an die die´s am nötigsten haben, Robin Hood schickt Grüße, Verbrennung starten, Asche mit Rakete in die Luft, Konfetti und Lichter für alle, Friedhöfe schließen, Online-Trauerportal-Boom, ein Demografieproblem weniger, WIN-WIN für alle!

    Danke.

    25.05.2012, 14:24 von DietmarRakete
    • 0

      Toller Plan...nur, die Organe eines Toten nützen leider nichts. Aber wir könnten Königin Beatrix bitten, endlich mal die Organe ihres Sohnes Friso freizugeben. Braucht sie ja nicht mehr - WIN WIN für alle?...ist nicht immer alles schwarz oder weiß.

      25.05.2012, 14:58 von Herzgesteuert
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  • 0

    Ganz eindeutig pro Widerspruchsklausel. Die Vorraussetzung ist natürlich, dass der Bürger über sein Widerspruchsrecht informiert wird.

    Meine Vermutung ist, dass das Thema in den Köpfen nicht wirklich präsent ist und sich aus diesem Grunde wohl kaum jemand mit dem Thema Spendebereitschaft wirklich einmal auseinandersetzt. Hätten wir nun die Widerspruchsklausel wäre das mit diesem Hintergrund auch garkein Problem. Die hat der Gesetzgeber jedoch (meiner Meinung nach leider) nicht vorgesehen.

    25.05.2012, 14:20 von Dahumm
    • 0

      Ist die Widerspruchsklausel wirklich unabdingbar, oder kann man auch mit Aufklärung in den Schulen beispielsweise das Thema in die Köpfe bringen?

      25.05.2012, 15:21 von Stefan_Schatt
    • 1

      Natürlich kann man das, sollte man auch.

      Aber gehst du noch zur Schule?

      25.05.2012, 15:23 von Dahumm
    • 0

      Das war ja auch eher langfristig gedacht ;)

      25.05.2012, 15:24 von Stefan_Schatt
    • 0

      Das habe ich mal unausgesprochen unterstellt ;)

      Aber warum nicht auch die mitnehmen, die sich schlichtweg keine Gedanken machen?
      Insofern ist die neue Regelung sicherlich ein Fortschritt. Wenns wirklich was bringt: prima. Wenn nicht, sollten die Gründe evaluiert werden:

      Entscheidet sich jemand bewusst gegen die Organspende? Schade, aber kann (darf?) man wohl nichts machen.

      Oder war man sich einfach zu bequem, den Brief zurückzusenden ("Kommt ja eh bald ein neuer...") oder den beiliegenden Organspendeausweis auszufüllen/herauszutrennen (möglicherweise ist, allein weil ich letztere Option für immerhin denkbar halte, mein Vertrauen in die Menschheit auch einfach unrealistisch niedrig ausgeprägt).

      Im letztgenannten Fall wäre ein Opt-out System vielleicht doch angebracht?

      25.05.2012, 15:38 von Dahumm
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    Wenn man doch tot ist, braucht man sein Organe eh nicht mehr. Ich habe einen Organspende Ausweis!

    25.05.2012, 14:04 von rramona
    • 0

      Du hast die einzige Wahrheit keck in zwei Sätzchen verpackt. Sollte auf die Ausweise drauf gedruckt werden, finde ich.

      25.05.2012, 14:31 von kirschgruen
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      So einfach ist es leider nicht. Voraussetzung ist, dass der Hirntod vor dem Herzstillstand eintritt. Also deine Organe noch arbeiten - ansonsten sind diese wertlos. Man hängt also an der Maschine, die einen künstlich am Leben hält - und genau das ist es, was es so vielen Angehörigen schwer macht. Die geliebte Person "lebt" irgendwie noch und man will die Organe entnehmen und dann ist natürlich Exitus. Da hängt sehr viel Emotionalität mit dran. 

      25.05.2012, 14:38 von Herzgesteuert
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    Habs schon oft versucht, kann mir es aber beim besten Willen nicht verstehen wieso es Menschen gibt die keine Organe spenden möchten. Ich kanns nicht!

    25.05.2012, 13:24 von ladydy
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