Hannah_Pilarczyk 30.11.-0001, 00:00 Uhr 17 0

Looping durch die Seele

Drogenkonsum hat 2007 nichts mit Genuss zu tun und auch nicht mehr viel mit Realitätsflucht.

Drogen werden immer mehr zu Medikamenten – und Medikamente zu Drogen. Um die Schnellste, die Fehlerfreiste, die Wachste das zu sein, greift die Produktionsassistentin zu Ritalin. Um nach dem Fress-Exzess ihren Körper zu reinigen, nimmt die Gymnastiklehrerin Abführmittel. Die zwei Beispiele stehen für eine Entwicklung, die der Drogenforscher Günter Amendt so beschreibt: „Die Zahl der Drogenkonsumenten wächst, der Konsum verbreitet sich über alle gesellschaftlichen Gruppen hinweg, der Alltag wird schleichend pharmakologisiert.“

Wer 2007 Drogen nimmt, will nur noch selten dem Alltag entfliehen – er will ihn meistern. Zwischen Hardcore-Clubber und Gewohnheitskiffer finden sich immer mehr Menschen, die zu Pille und Pulver greifen, um etwa den Druck auf der Arbeit zu überstehen. Für die aktuelle NEON-Ausgabe haben uns sieben Konsumenten erzählt, warum sie zu Drogen greifen und welchen Einfluss Ecstasy und Kokain auf ihr Leben haben. Welche Drogen habt ihr bereits ausprobiert? Und von welchen ratet ihr dringend ab?

17 Antworten

Kommentare

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    ich bin mehr so der alkohol mensch. nikotin und koffeein natürlich auch. generell würde ich mich als suchtmenschen einschätzen, denn wenn mir etwas spaß macht dann kann ich da schon exzessiv werden. beim snowboarden zum beispiel: von null auf freak in ein paar wintern.
    deshalb lass ich die finger lieber von vorn herein von harten drogen (also mehr als alle jubeljahre mal an ner tüte ziehen...) - aus angst es könnte mir spaß machen und ich könnt mich dran gewöhnen. denn ich hab leider schon viel zu oft die folgen gesehen die langer und va regelmäßiger drogenkonsum so mit sich bringt.

    ich bleib bei becks *g*

    16.12.2007, 00:40 von FrauRauscher
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      @FrauRauscher ach ja, noch was: mir ist aufgefallen das eigtl alle, die oben ihre erfahrungen geschildert haben (und auch immer alle mit denen man sich so unterhält) der festen meinung sind das sie das "im griff" haben. wenn aber alle damit so super klar kommen, frag ich mich wer dann die pillenkinder sind über die ihr euch amüsiert und die ihr - aufgrund ihrer abhängigkeit, bzw ihres nicht-fähig-seins mit der droge "korrekt" umzugehen - von oben herab belächelt. ich wette wir sind alle mal das "pillenkind": sei es total betrunken oder auch extacy oder sonstwie drauf.

      16.12.2007, 00:52 von FrauRauscher
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    In den 2. Grund "Gewohnheit" würde ich den durchs Laufen verursachten Endorphinschub einstufen.
    Mittlerweile laufe ich seit 8 Jahren. Erst seit kurzem ist mir bewusst, dass ich süchtig bin.

    Während eines Laufs spüre ich genau, wann die Wirkung einsetzt. Geh' ich eines Tages einmal nicht laufen, so fühle ich mich mies, hab ein schlechtes Gewissen. Besonders bewusst geworden ist mir die Situation jetzt wegen einer krankheitsbedingten Laufpause. Da gings mir psychisch deutlich schlechter als sonst.

    Den Zustand des "high" würde ich als bewusstseinserweiternd einstufen. Ich werde kommunikativer, bekomme mehr Einfälle, könnte Bäume ausreissen, ewig weiterlaufen.

    "Richtige" Drogen, von Alkohol, Teein und Koffein einmal abgesehen, habe ich noch nicht probiert. Ich stell mir deren Wirkung aber bei Weitem noch intensiver als die durch die körpereigenen Stoffe versursachte vor.

    29.11.2007, 02:48 von finalfrontier
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    Realitätsflucht. Das bleibt es auch 2007 für mich. Jedenfalls gedanklich.
    Lg

    26.11.2007, 11:48 von schwarzesHellblau
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    Die Welt in der wir Leben lässt uns allen doch genau betrachtet gar keinen Entscheidungsfreiraum. Ob wir nun Drogen nehmen wollen oder nicht , bewusst oder unbewusst konsumiert sie jeder von uns Tag täglich und ein Leben ohne sie ist doch kaum vorstellen. Drogen, also Bewusstseinsvderändernde Stoffe, teils B-erweiternd teils B- vermindernd, sind doch in allem enhalten das existiert oder irre ich mich da? Vielleicht kann mich ja jemand aufklären...

    26.11.2007, 10:21 von ferny
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    Der Artikel in der NEON zum Thema DRogen ist ganz nett, da er endlich die Gründe zeigt, die wirklich am häufigsten zum Drogenkonsum führen. Doch schon im Untertitel gibt es etwas, was mich stört: Drogenkonsum hat nichts mit Genuss zu tun! Hä? Also ich, ja, dazu stehe ich, nehme Drogen, weil ich es genieße und vor allem, und das ist der wichtigste Grund, den die nEON leider vergessen hat: WEIL ES SPA? MACHT!!!!!!!
    DRogen sind, in bestimmten Mengen natürlich, toll und aufregend. Doch nicht jeder kann damit umgehen. Ich weiß, dass ich es kann und aus diesem Grunde tue ich es. Zwar selten, aber genussvoll. Ich finde diese Anti-Drogenhaltung ziemlich intolerant und bin der Meinung, dass vor allem solche Leute dringend mal ein paar nette Dinge ausprobieren sollten.
    Natürlich-und da sind wir uns wohl alle einig-sollte man vorsichtig sein und vor allem die Finger von Drogen wie Heroin, Crack u.s.w. lassen. Doch warum kann man nicht gelegentlich kiffen oder auf ner Party ein zwei Bahnen ziehen, einfach nur, weil es Spaß macht?! Da ist doch nichts daberi, solange man nicht seine Verpflichtungen vernachlässigt und am nächsten Morgen pünktlich zur Arbeit erscheint!
    Menschen, die mit gelegentlichem KOnsum nicht zurecht kommen, sollten es natürlich lassen, aber allen anderen, die suo denken wie ich: Weiterhin viel Spaß beim gelegentlichen Abtauchen..

    23.11.2007, 14:54 von maryblond
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    Hasch und Bohnenkaffe sind unbedingt getrennt voneinander zu geniessen(Heinz Strunk)

    21.11.2007, 10:56 von PedroTheLion85
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    von anfange an alles als droge zu deklarieren ist nur vom staat beeinflusst. alkohol und zigaretten sind auch drogen. selbst tee und apfelstrudel kann eine droge sein, wenn ich mir so manch fettlleibigen menschen anschaue.

    ach, ab und zu und das ist bei mir wirklich sehr selten. das kommt vielleicht 3 mal im jahr vor, dass ich etwas wie magix oder die weisse brause nehme. nicht mal 3 mal im jahr. die letzen zwei jahre gar nicht. die zeit vergeht. für mich hat das nichts mit sucht zu tun. ich nehme es bewusst und weiss auch die wirkung einzuschätzen. man hat dann auch spass pur und wer nicht einsieht, dass es luxus ist der kann süchtig werden, ja. man muss auch vorsichtig konsumieren und sich nicht gleich vor gier die ganze ration reinziehen.

    die leichten drogen wie canabis sind in meinen augen viel harmloser als alkohol, wenn man sich nicht jeden tag die bongs um die ohren saugt. ab und zu mal ne tüte mit freunden und ein glas wein, dagegen spricht nichts.

    mich würde es interressieren wieviele leute eigentlich rauschmittel nehmen und wie das in der gesellschaft verteilt ist. welche drogen sind bei welchen gruppen beliebt. diese einzelstories sagen gar nichts aus.

    in italien haben sie mal den fluss po untersucht und im nachhinein das ergebniss auf die bevölkerung hochgerechnet. es müssten doppelt so viele leute drogen nehmen wie angenommen und ich bin sicher es sind unzählige dabei, die ein ganz normals leben führen und ab und zu mal was konsumieren ohne gleich sein leben auf spiel zu setzen.

    ärtzte sind bestimmt coks veranlagt. ich kenne wirklich quer durch die gesellschaft leute, die rauschmittel konsumieren. darunter welche, die es mehr machen und welche, die es weniger machen. kaum einer hat noch nie was genommen. manche haben mal ne party und konsumphase und andere konzentrieren sich wieder mehr auf ihren beruf (ich habe keinen gekannt, der mehr als coffeintabletten genommen hat um besser arbeiten zu können). das sind designer, architekten, bwler (das sind die schlimmsten), fotografen, ärtzte, physiker, programierer, manager, barleute (die sind auch gut dabei), controler, gartenbauer. einfach aus jeder brufsschicht...

    droge ist für mich erst ein begriff der angewendet werden soll, wenn die droge sofort süchtig macht oder die person so viel konsumiert, dass man nicht mehr von kontrolliertem konsum von rauschmitteln sprechen kann. dann ist es eine droge genau so wie es auch alkohol, kaffee (mmmh, lieben gruss an all die morgendlichen kaffemundgeruch gesichter), zigaretten, spiele, adrenalin,...sein kann

    den ganzen jungen leuten müsste man doch eher sagen, wie sie damit umgehen sollen, wenn sie schon rauschmittel konsumieren wollen. wenn ein jugendlicher sich drogen besorgen will, dann wird er es sowieso tun. es hängt von seinem umfeld ab und wie selbstbewust er ist. man muss dann schon mal den freundeskreis wechseln oder bestimmte leute meiden, wenn manche freunde einen zu schlechten einfluss ausüben. das kann doch jeder selbst entscheiden und auch hier gibt es ausnahmen. ich war wohl in der rave zeit der neunziger der einzige kiffer auf dem raves. alle anderen um mich waren da so ferngesteuert, dass ich mir niemals vorstellen konnte sowas zu nehmen. ich und einige andere haben dann auch den kontakt zu diesen extasy profis einfach verlieren lassen. ganz bewusst, weil mal weggehen auf drogen eine sache ist, aber solche leute ständig auf drogen zu treffen ist eine andere.

    rauschmittel wie cocks, magix und extasy habe ich erst mit 20 probiert und ich hatte nie eine phase, wo ich viel genommen habe. extasy ist sowieso eine ganz ätzende droge und die pillenkinder, die mir noch aus dem nachtwerk club in errinnerung sind, die sind das beste abschreckungsbeispiel. damals habe ich in diesen club gearbeitet und musste mir immer nüchtern anschauen, wie diese armen tröpfe jeden samstag das volle programm absolvierten. um 7 uhr morgens mussten wir dann die letzen leichen raustreiben oder notfalls ein krankenwagen rufen. das war schon manchmal ganz schön erschreckend, wie sich die leute abgeschossen haben. anderseits haben wir uns auch unseren spass gemacht mit all den verstrahleten gestalten.

    und ganz nebenbei. ich könnte niemals auf cocks arbeiten. leute die cocks brauchen um besser arbeiten zu können, die sind für mich sowieso ein phänomen. mit einer tüte kann man tatsächlich gut entspannen und der sex ist auch spitze auf diesem rauschmittel.

    seit paar monaten trinke ich viel ingwer tee, trinke kein alkohol , kein grass, keine rauschmittel, ich rauche sowieso schon seit 10 jahen keine zigaretten und geniesse momentan einfach mal so eine phase ohne die ganzen gesellschaftszwänge. einfach mal weggehen und nichts trinken, dafür sport und liebe. weil ich lust darauf hatte, nicht weil ich musste. vielleicht ändert sich das irgendwann, vielleicht nicht. auf jeden fall werde ich keinen meiner freunde ein blöden spruch geben, weil er eine tüte raucht oder mal was anderes nehmen sollte. das muss jeder für sich entscheiden. natürlich würde ich jeden von meinen freunden auch meine meinung sagen und im helfen wenn ich merke ,dass er es nicht unter kontrolle hat.

    man muss halt eine balance finden und so ein kleiner rausch hin und wieder belebt doch die ganze matrix. ich rate von allen ab, was keiner machen will und es nur macht, weil es andere machen.

    drogen sind scheisse aber rauschmittel können tatsächlich erweitern und spass machen.

    20.11.2007, 10:24 von coltseavers
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      @coltseavers ... sogesehen kann NEON.de auch ne Droge sein ... ob sie die Redaktion dessen bewusst ist ? *g*

      20.11.2007, 12:36 von Composer
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      @Composer sei sicher - das wissen sie bereits seit den anfängen dieser und artverwandter seiten weltweit. ohne internet- bzw. chatsucht sehen einige davon wohl bald sehr "überschaubar" aus..

      20.11.2007, 18:31 von schauby
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    Grundsätzlich gilt: rund 80 % der Leute, die es kategorisch und am eifrigsten ablehnen, haben es nie probiert.
    Und ja, Wasser in geringen Mengen ist unbedenklich, ansonsten:

    Zur Bildung von Urteilsvermögen einer halbwegs gerechtfertigten Mitsprachebasis, kann ich prinzipiell alles empfehlen, was sich kulturell bisher irgendwie als verwertbar erwiesen hat. Beobachten von außen kann man vieles - erleben nur sich selbst. Wer davon nich wieder los kommt, hat eine Aufgabe (oder wenn man so will ein Problem) sichtbar(er) gemacht, das auch schon vor der Droge eins war. Wer deutlich mehr Angst als Neugier vor sich und dem hat, was sich da unterhalb seiner vermeintlich zivilisierten und vernunftsgelenkten Schutzhaut verbergen könnte, sollte es lassen. In der Regel hat sich bis dahin schon zuviel in unzugänglichen Ecken und Hirnwindungen abgelagert und das Unterbewusstsein ist ohnehin überfordert genug. Manche spüren das und vermeiden es vorsorglich, die ahnungslose Klappe bei solchen Themen halten sie deswegen leider trotzdem nicht. Im Gegenteil.
    Und was ist alberner, als sogenannte „Experten und Sachverständige“, die ihr ganzes Leben einer Sache widmen, die sie nie selbst erprobt haben. Abgesehen von Herkunft, Qualität und Dosis, von Persönlichkeit, Charakter, geistig/körperliche Verfassung und Alter, gilt auch, liebe Kinder, hier ganz besonders zur Achtsamkeit:

    „Wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe.“

    20.11.2007, 00:08 von schauby
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      @schauby Was für eine verquerte Argumentation ... ich muss mir nicht mir nicht erst den Arm abhacken um zu wissen das das Schwachsinn ist und weh tut.

      20.11.2007, 09:42 von Composer
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      @Composer @composer

      !!!!!! :-D

      21.11.2007, 21:46 von Miss_Satansbraten
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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
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