Carolin_Pia 30.11.-0001, 00:00 Uhr 4 3

Leben retten etwas anders- Meine Erfahrung als Stammzellenspender

Im folgenden könnt ihr meine Geschichte als Stammzellenspender lesen. Von der Registrierung, über die Formalitäten, bis zur Spende. Viel Spaß dabei.

Montag, 18. Februar 2013

Jeder kennt den Moment, wenn man vor der Führerscheinprüfung den erste Hilfe Lehrgang machen muss und man es einfach nur nervig findet. Der ein oder andere denkt sich vielleicht, es ist gut so etwas zu wissen, da man evtl. mal ein Leben somit retten könne. Doch sind wir ehrlich, das meiste vergisst man wieder im Laufe der Zeit. Doch neben dem „Leben retten“ im eigentlichen Sinne, also an einem Unfallort helfen zu können oder in anderen Horror- Szenarien, gibt es noch weitere Möglichkeiten Leben zu retten. Darum werde ich hier nun schildern, wie es dazu kam, dass ich Stammzellen gespendet habe und somit vielleicht ein Leben gerettet habe.

Es war einmal….ein ganz normaler Tag an der Uni in dem ersten oder zweiten Semester meines Studiums 2009. Ein paar Freunde und ich hatten eine Freistunde und liefen über den Campus, als wir verschiedene Wagen und Plakate der DKMS sahen. In einem der Gebäude der Uni wurde dazu aufgerufen, sich bei der DKMS Deutschen Knochenmarkspenderdatei registrieren zu lassen. Wir waren glaub ich zu viert oder fünft. Eine meiner Freundinnen war bereits registriert, aber der Rest von uns stellte sich einfach mal in die Schlange, füllte ein Formular aus und ließ sich Blut abnehmen. Ein paar Wochen später bekam ich einen Bescheid und einen „Mitgliedsausweis“ mit meiner Spendernummer. Somit war ich registriert.

Um mal etwas über die DKMS zu berichten, werde ich hier mal ein paar Fakten nennen: Die DKMS und ihre verschiedenen Untergruppierungen ist eine Organisation die sich für den Kampf gegen Blutkrebs, andere Erkrankungen des Blutbildenden Systems und teilweise auch gegen andere Krebserkrankungen einsetzt. Es handelt sich dabei um eine gemeinnützige Organisation, die 1991 ins Leben gerufen wurde und ausschließlich von Spenden lebt. Sie vermittelt Spender für erkrankte Patienten. In Deutschland z.B. bekommt alle 45 Minuten jemand die Diagnose Leukämie, welches eine bösartige Erkrankung der weißen Blutkörperchen ist, die von Knochenmark ausgeht. Einem Teil der Patienten kann durch eine Chemo- und/oder Strahlentherapie geholfen werden. Für viele Patienten aber ist die Übertragung von Blutstammzellen, auch bekannt als „Stammzellen- oder Knochenmarktransplantation“, die einzige Hoffnung auf Leben. Um als solch ein Spender in Frage zu kommen, muss man gewisse Kriterien erfüllen. Man fällt z.B. als Spender von vornherein raus, wenn man selbst eine Erkrankung des blutbildenden Systems, der Lunge oder des Herzens hat, ein Gewicht unter 50 kg, einen BMI über 40 oder zu einer gewissen Risikogruppe gehört. Aber gesunde Menschen im Alter von 18-55 Jahren ohne chronische Krankheiten kommen tendenziell in Frage. Doch abgesehen von den „Formalitäten“ müssen die Gewebemerkmale eines Patienten und Spenders übereinstimmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Merkmale zweier Menschen übereinstimmen reicht von 1:20.000 bis zu 1:mehreren Millionen, da über 7.000 verschiedene Merkmale bekannt sind, die Kombinationen also nahezu unendlich sind. Man kann auch sein Leben lang als Spender registriert sein und nie mit einem Patienten übereinstimmen. Das ist eine Art Glücksspiel von der Wahrscheinlichkeit her. Je mehr registrierte Spender es gibt, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass ein Patient einen passenden Spender finden kann. Im Moment gibt es weltweit 20,9 Millionen registrierte Spender, davon sind 3,5 Millionen bei der DKMS registriert und davon wiederrum 2,9 Millionen in Deutschland. Das ist meiner Meinung nach nicht schlecht, aber dennoch viel viel zu wenig. Soviel zu der Tätigkeit der DKMS und ihre Funktion.

Am 8.1.2013 hatte ich dann einen riesigen Briefumschlag im Briefkasten. Der Absender war die DKMS und da waren unheimlich viele Zettel enthalten, teilweise an mich adressiert, teilweise an meinen Hausarzt. In dem an mich gerichteten Schreiben stand, dass ich als Spender mit einem Patienten in mehreren Gewerbemerkmalen übereinstimme. Doch um dies genauer und mit absoluter Sicherheit sagen zu können, müsse erst noch eine Bestätigungstypisierung vorgenommen werden. Auch befanden sich zwei kleine Päckchen in dem Briefumschlag, die eine Nadel, eine Anleitung zum Blutabnehmen und diverse Röhrchen für das abgenommene Blut enthielt. Einen vier seitigen Gesundheitsfragebogen sollte ich ausfüllen und mich dann mit der DKMS in Verbindung setzen. Zuerst habe ich dann das beiliegende Prospekt komplett gelesen. Dann habe ich den Fragebogen ausgefüllt und mir Notizen dazu gemacht, denn ich war problematischer weise gerade krank und nahm Antibiotikum. Ich wusste also nicht, ob ich Fragen meinem generellen Gesundheitszustand entsprechend oder nach aktueller Lage ausfüllen sollte. Leider habe ich an demselben Tag niemanden erreicht. Am darauf folgenden auch nicht. Ich versuchte es also weiter und erreichte am Samstag, den 12.1. endlich jemanden. Wir gingen den Fragebogen durch und mir wurde das weitere Prozedere erklärt. Die DKMS machte einen Termin bei meinem Hausarzt für eine Blutabnahme am 17.1. zu der ich die beigefügten Röhrchen mitnehmen sollte. Diese wurden von einem Kurier noch am Tag der Blutabnahme abgeholt bzw. eins der Päckchen sollte mit der Post geschickt werden. Es hieß, dass es nach der Blutabnahme weitere 12 Wochen dauern kann bis ich wieder etwas von der DKMS hören sollte, ob ich tatsächlich zu dem Patienten passe oder nicht. Ich dachte also, dass ich bis mindestens März nichts mehr hören würde, denn 1.war es nicht sicher, dass ich in allen Gewebemerkmalen passe und 2.dachte ich, dass so eine Untersuchung meines Blutes mit dieser enormen Menge an Gewebemerkmalen eine gewisse Zeit in Anspruch nehme. Haha, Pustekuchen….am 29.1. – also keine 2 Wochen nach der Blutabnahme- bekam ich morgens die Mail, dass die Ergebnisse der Bestätigungstypisierung vorlägen, und meine Gewebemerkmale mit denen des Patienten übereinstimmen. Und wieder sollte ich mich bitte mit der DKMS bzw. der CMS, dem medizinischen Zentrum der DKMS, in Verbindung setzen. Nach ein paar vergeblichen Versuchen der CMS auf meinem Handy und umgekehrt, kam endlich ein Gespräch mit einer sehr netten Dame der CMS zustande, die mir auch prompt anbot mich zurückzurufen, damit mir keine Handykosten o.ä. entstünden. Das Gespräch ging rund 20 Minuten und erneut wurde ich darüber aufgeklärt, was auf mich als Spender hinzukommen wird und wie das weitere Vorgehen aussieht. Sie erkundigte sich danach, ob ich immer noch zu der Spende bereit wäre, wonach man generell bei jedem Gespräch gefragt wird. Auch fragte sie mich nach einem Zeitraum in dem es mir evtl. gar nicht passen würde und wann es besser wäre. Irgendwie ging das bei mir Schlag auf Schlag, denn knapp einen Monat später, am 25.2. habe ich den Termin zur Stammzellenentnahme. Aber halt, dazwischen fehlt nun noch eine ganze Menge. Bei dem Telefonat mit der netten Dame der CMS sagte sie mir auch, dass vorher eine Voruntersuchung stattfinden müsse und wo ich denn dazu hin möchte. Die zwei nächsten Entnahmezentren für mich wären Köln und Frankfurt-Niederrad. Ich komme aus Wiesbaden, die Entscheidung war demnach alles andere als schwer. Sie fragte mich nach möglichen Terminen dafür, da die Voruntersuchung 2-3 Wochen vor der Stammzellenentnahme sein sollte. Dann setzte sie sich mit dem Entnahmezentrum in Verbindung und rief mich ein paar Stunden später wieder an. Der Termin für die Voruntersuchung wurde auf den 8.2. gelegt, die Entnahme ist wie bereits erwähnt am 25.2. geplant.

Nun mal ein Exkurs zu den verschiedenen Entnahmemethoden. Es gibt zwei Möglichkeiten sich Stammzellen entnehmen zu lassen. Das eine ist ein 1-2 stündiger operativer Eingriff unter Vollnarkose bei dem Knochenmark mit einer Punktionsnadel aus dem Beckenkamm entnommen wird. Neben den „normalen“ Narkoserisiken besteht sonst nur die Möglichkeit eines lokalen Wundschmerzes, der wohl ähnlich dem einer Prellung sein soll. Der Spender wird meistens einen Tag vor dem Eingriff ins Krankenhaus eingeliefert und muss nach dem Eingriff 1-2 weitere Tage dort bleiben. Es ist also eine Sache von 3-4 Tagen. Allerdings hatte ich bisher nur eine Vollnarkose und die habe ich nicht vertragen. Seit dem habe ich Angst vor Vollnarkosen und möchte es, wenn möglich, vermeiden. Also habe ich die Knochenmarkentnahme in dem Gesundheitsfragebogen abgelehnt. Ich bevorzuge somit die zweite Möglichkeit, die „periphere Stammzellenentnahme“. In 80% aller Fälle reichen die durch diese Methode entnommenen Stammzellen. Doch habe ich mich bereits bereit erklärt, auch der Knochenmarkentnahme zuzustimmen, wenn meine durch die „periphere Stammzellenentnahme“ gewonnen Stammzellen nicht reichen sollten. Bei dieser Art der Spende muss man ein Medikament nehmen, bei dem ich fälschlicher Weise davon ausgegangen bin, man würde dieses oral verabreicht bekommen. Die liebe Dame der CMS am Telefon erklärte mir dann, dass ich mir dieses Medikament spritzen müsse. Es sei wie Thrombosespritzen, mit denen ich ja leider Gottes schon Bekanntschaft gemacht hatte. Man muss sich bei dieser Entnahme also 4 Tage vor dem Entnahmetermin dieses Medikament im 12 Stunden Rhythmus spritzen, der auch unbedingt einzuhalten ist. Am Tag der Entnahme (also am 5. Tag) muss man sich morgens die letzte Spritze setzen. Dieses Medikament ist ein Wachstumsfaktor, der Nebenwirkungen ähnlich den Symptomen einer Grippe haben soll. Unter diesen Umständen beginnt mein Körper dann vermehrt Stammzellen in meinem Körper zu produzieren und schwemmt diese dann in mein Blut aus. Dann bekommt man in dem Entnahmezentrum eine Kanüle in den einen Arm (ähnlich wie beim Blutspenden) und eine Braunüle in den anderen Arm. Mein Blut wird dann durch ein Gerät gejagt, welches meine Stammzellen aus meinem Blut zentrifugiert und durch die Braunüle wieder zurück in meinen Körper befördert. Das sind also die beiden Entnahmemethoden.

Nun zu dem Tag der Voruntersuchung. Diese fand am 8.2. statt und ich musste mich um 8:30 Uhr in dem Entnahmezentrum in Frankfurt Niederrad einfinden. Das liegt nur 30 km von mir entfernt und ich war dank Navi und trotz Berufsverkehr früh genug dort. Ich meine mich zu erinnern mein Parkticket um 8:12 Uhr gezogen zu haben. Als ich dort ankam wurde ich bereits erwartet. Die Frau am Empfang war sehr nett und hilfsbereit. Sie gab mir einen Haufen Papierkram und meinte, ich solle das ausfüllen. Bei meiner Frage nach einer Toilette meinte sie nur „Perfekt!“ und drückte mir einen Becher für eine Urinprobe in die Hand. Also erledigte ich das zuerst. Bewaffnet mit meinem Papierkram setze ich mich dann vor den Empfang in einen Wartebereich und kaum hatte ich meine Jacke ausgezogen, kam die Frau vom Empfang  auf mich zu und brachte mich (samt des Papierkrams) in einen anderen, wesentlich steriler und medizinisch aussehenden, Raum. Dort waren Krankenhausbetten und Fernseher in dem einen Bereich und Stühle für eine Blutab- oder entnahme in dem anderen Bereich. Aber es war dennoch nur ein großer Raum, der durch Glasscheiben o.ä. getrennt war. Eine Schwester bat mich Platz zu nehmen und auch sie war sehr nett und beantwortete mir alle Fragen, die ich hatte. In einem dieser dort stehenden Betten würde meine Entnahme stattfinden. Aber dort musste ich am Tag der Voruntersuchung erst einmal Blut lassen. Mir wurden für die letzten Untersuchungen nochmal ein paar Röhrchen Blut abgenommen um alle meine Werte zu untersuchen. Diese hatten nichts mehr mit dem Patienten zu tun, da ich ja schon als passender Spender in Frage komme. Dabei ging es einzig und allein darum, dass ich bei bester Gesundheit bin um die möglichen Nebenwirkungen durch den Wachstumsfaktor den ich mir spritzen werde möglichst gering zu halten. Also wurden mit meinem Blut nun alle erdenklichen Untersuchungen gemacht, die gemacht werden können. Und was soll ich sagen…ich bin topfit. Nach der Blutabnahme ging ich dann erneut in den Wartebereich vor dem Empfang und kümmerte mich nun endlich um den Papierkram. Es gab viel zu lesen und viel auszufüllen. Das dauerte bestimmt eine dreiviertel Stunde bis ich mit dem ganzen Zeug durch war. Dort drin stand also noch einmal was auf mich an Nebenwirkungen zukommen kann, was wahrscheinlich ist und was nicht. Und ich musste erneut einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen. Als ich mit dem ganzen Zeug durch war, sagte ich der Dame am Empfang Bescheid und sie kontaktierte den nächsten freien Arzt. Ich denke, ich saß dort nicht einmal zwei Minuten, als der Arzt auch schon kam und mich mit in einen der Behandlungsräume nahm. Er ging den Fragebogen mit mir durch und hakte bei verschiedenen Antworten nochmal nach. Dann stelle er mir generelle Fragen zu meiner Gesundheit und der meiner Familie. Alles was ich über unsere Krankheitsgeschichte wusste, erzählte ich ihm. Als die Fragen alle beantwortet waren, kam wieder eine Informationslektion. Man könnte meinen, dass ich mittlerweile alles hätte wissen müssen aufgrund der vielen Informationen, die ich über Telefonate, Informationsbroschüren und allem anderen erhalten hatte. Aber tatsächlich erfuhr ich noch ein paar weitere Dinge, die mir neu waren. Diese werde ich hier nicht wiedergeben, da es hauptsächlich mögliche Nebenwirkungen waren, die eintreten können, jedoch nicht müssen. Und das war doch so viel, dass ich zwischendurch ziemlich schlucken musste. Nichts gefährliches, aber unangenehmes. Nachdem ich mich ca. eine Stunde mit dem Arzt über alles unterhalten hatte, wurde ich untersucht. Er hat mit seinem Stethoskop so ziemlich alles abgehört, was abgehört werden kann, sprich an meinem Rücken wahrscheinlich nach auffälligen Lungengeräuschen, an meinem Rumpf nach den Herzgeräuschen, an meinem unteren Rücken wonach auch immer. Das Ganze dann auch nochmal im Liegen. Dann tastete er nach den Lymphknoten. Zu guter Letzt kam dann noch ein EKG, was noch nie zuvor bei mir gemacht wurde. Alles war in Ordnung. Den Fragebogen ließ ich dem Arzt dort und die Kopien der Aufklärungszettel nahm ich mit. Als ich dann dort fertig war, haben ein anderer Spender und ich noch eine Spritzeneinweisung bekommen, die ca. 10 Minuten gedauert hat. Die Spritzen hätte ich direkt mitnehmen können, aber ich musste noch zu einem anderem Arzt eine Sonographie (sprich: Ultraschall) machen lassen, da dies im Entnahmezentrum nicht möglich war. Ich ließ die Spitzen also erst mal dort, bekam eine Adresse und mir wurde mitgeteilt, dass man mich dort erwarte. Also bin ich von dort direkt mit der S-Bahn drei Stationen weiter gefahren und fand, dank meines Smartphones, auch die gesuchte Straße. Das Bild das auf dem Zettel mit der Adresse war etwas dunkel ausgedruckt worden, also musste ich auf mein Handy zurück greifen um die Straße zu finden. Wie sich herausstellte, war diese gerade 5 Minuten von der Haltestelle entfernt. Ich ging in die Praxis und meldete mich an. Dann musste ich einen Patientenbogen ausfüllen und wartete nur ca. 10 Minuten im Wartezimmer bevor ich in das Behandlungszimmer gerufen wurde. Auch hier war der Arzt sagenhaft nett und höflich und hat einem jegliche Nervosität genommen, die evtl. hätte bestehen können. Er machte also einen Ultraschall von meinem gesamten Oberkörper. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Milz, da diese gesund sein muss als Spender. Denn durch den Wachstumsfaktor, wird die Milz anschwellen, sich vergrößern. Und sollte dies von vornherein der Fall sein, würde ich als Spender, zumindest was die „periphere Stammzellenentnahme“ angeht, ausgeschlossen. Er zeigt mir einen dunkelgrauen Fleck auf dunkelgrauem Hintergrund und meinte, das sei meine Milz. Ich lächelte und nickte, denn ich sah nichts außer dunkelgrau. Ich hegte auch schon immer die Vermutung, dass ich, wenn ich einmal schwanger sein sollte, die einzige Frau sein werde, die ihr Kind nicht auf einem Ultraschall erkennt. Aber das nur so als Randbemerkung. Der Arzt markierte also diesen dunkelgrauen Fleck den er sah und ich nicht und sagte zu mir meine Milz sei 9,9 x 4,7 x 7,0 cm groß. Wer jetzt, wie ich, zwar medizinisch interessiert ist, aber keinen Schimmer von der Milz hat, wird denken, dass diese Angaben für eine riesengroße Milz sprechen würden und ich wohl als Spender rausfalle….Nein! Meine Milz hat „perfekte Maße“. Und auch diese Aussage wird auf meiner Liste der außergewöhnlichsten Komplimente, die ich jemals bekommen habe, landen. Meine anderen Organe sahen auch super aus. Nachdem mir der Arzt diesen Befund ausgehändigt hat, fuhren meine perfekt bemessene Milz und ich zurück ins Entnahmezentrum um den Befund dort abzugeben und die Spritzen abzuholen. Mein Auto hatte ich ja sowieso dort stehen lassen. Es war ein langer Vormittag und ich wurde komplett auf links gedreht, aber es war in Ordnung. Alles in allem hat die Untersuchung 4 Stunden gedauert, aber dafür habe ich auch ein paar Tage später schriftlich alle Ergebnisse aller Untersuchungen mit Befunden zugeschickt bekommen, so dass auch ich weiß, dass ich absolut gesund bin.

Jetzt warte ich darauf, was ab Donnerstag passieren wird, wenn ich mit den Spritzen beginnen werde. Aber ich denke, dass das nichts sein wird im Vergleich mit dem, was mit dem Patienten bereits passiert: Ungefähr zwei Wochen vor der Transplantation wird der Patient stationär in der Klinik genommen. Nachdem alle notwendigen Voruntersuchungen abgeschlossen sind, beginnt die eigentliche Vorbereitungsphase für die Stammzellentransplantation. Dafür wird der Patient sieben bis zehn Tage vor der Transplantation auf die Transplantationsstation verlegt. Dort wird sein krankes blutbildendes System durch Chemotherapie und/oder Ganzkörperbestrahlung behandelt. Deren Ziel ist die vollständige Zerstörung aller kranken Zellen und die Unterdrückung des Abwehrsystems, um zu vermeiden, dass die übertragenen Stammzellen abgestoßen werden. Da der Patient nach der Therapie nur über stark reduzierte Abwehrkräfte verfügt, muss die Vorbereitungsphase teilweise in einer so genannten Isoliereinheit- einem keimfreien Raum- stattfinden. Nur so kann die Gefahr lebensbedrohlicher Infektionen vermindert werden. In diesem Stadium der Behandlung ist der Patient ohne Stammzellen des Spenders mittelfristig nicht lebensfähig. Am Tag der Transplantation werden dem Patienten die Stammzellen intravenös übertragen. Die Transplantation sollte möglichst innerhalb von 48 Stunden nach der Entnahme  der Stammzellen des Spenders durchgeführt werden.

Donnerstag, 21. Februar 2013

So, heute Morgen um 7:15 Uhr habe ich mir die erste von 13 Spritzen gesetzt. Da ich mir diese ja im 12 Stunden Rhythmus verabreichen muss, ist es heute Abend um 19:15 Uhr wieder soweit und bleibt bis Sonntag bei dieser Zeit. Am Montag, also am Tag der Spende, muss ich mir die letzte Spritze um 6:00 Uhr morgens, also ca. 2 Stunden vor der Entnahme, geben. Es sind 13 Spritzen, da ich mir morgens eine und abends zwei geben muss und das über vier Tage hinweg, bis zum Entnahmetag. Ich muss mir die Spritzen in den Bauch oder die Oberschenkel geben, allerdings abends die beiden nicht in dieselbe Stelle, da sich das Medikament nicht in irgendeiner Form verhärten soll. Ich war überraschend wach heute Morgen, obwohl ich nicht gut geschlafen habe. Dann machte ich mich direkt an die Vorbereitung der Spritze, da das Medikament in Pulverform ist. Ich las noch einmal den Beipackzettel und die Spritzenbeschreibung, die ich vom Entnahmezentrum bekam. Gut informiert und bereit biss ich dann einfach die Zähne zusammen, nahm eine Speckrolle am Bauch zwischen zwei Finger und führte die dünne, kurze Nadel der Spritze in meine Haut. Das hat nur ein wenig gepikst und war nicht weiter tragisch. Mehr Mut war dann aber erforderlich, um das Medikament auch unter die Haut zu spritzen. Dafür habe ich eine halbe Ewigkeit gebraucht, aber auch das hat geklappt. Soweit war mein erster Tag unter Einfluss des Wachstumsfaktors ziemlich gut. Ich war wach, gut gelaunt und Beschwerdefrei. Langsam werde ich etwas müde, was aber aller Wahrscheinlichkeit daran liegt, dass ich nicht gut geschlafen habe. Ich merke auch langsam ein leichtes ziehen in meinem unteren Rücken. Aber darüber setzte mich auch der Arzt in dem Entnahmezentrum in Kenntnis. Der Wachstumsfaktor sorgt ja nun mal dafür, dass meine Stammzellen wachsen. Und das macht sich eben in einem leichten ziehen so langsam bemerkbar, welches aber kaum der Rede wert ist. Ab heute Abend oder morgen früh werde ich Paracetamol nehmen, was ich von dem Entnahmezentrum zu den Spritzen dazu bekommen habe. Mir wurde geraten, diese auch zu nehmen, um eventuellen Nebenwirkungen und Schmerzen vorzubeugen und diese gar nicht erst entstehen zu lassen. Ich werde weiter berichten, wie es mir ergeht.

Freitag, 22. Februar 2013

Nachdem der gestrige Tag doch überraschend gut verlief, merkte ich am Abend dann doch noch ein stärkeres ziehen am unteren Rücken. Kein starkes, aber stärker als das, was ich im Laufe des Tages hatte. Ich nahm also gestern Abend erst einmal eine Paracetamol nachdem ich mir um 19:15 Uhr die beiden Spritzen gegeben hatte. Und ich muss sagen, ich schlief auch relativ gut. Heute Morgen wurde ich  dann wieder durch meinen Wecker, auch mein Freund genannt, geweckt. Er verlässt meistens gegen kurz vor 7 Uhr das Haus, das passt also ziemlich gut, damit ich um 7 meine Spritze vorbereiten kann. Diese Spritze klappte richtig gut. Allerdings war mir dann ca. 10 Minuten später ziemlich schlecht. Ich konnte allerdings nicht sagen, ob das mit eventuellem Hunger oder dem Medikament zu tun hat. Nach der Einnahme von zwei Paracetamol schloss ich einfach wieder die Augen und schlief weiter. Als ich dann etwas später wieder aufwachte, ging es mir soweit ganz gut. Rückenschmerzen hatte ich keine mehr, aber leider etwas Kopfschmerzen und Magenschmerzen. Allerdings ist das alles nichts, was man nicht mit Paracetamol in den Griff bekommen könne. Jetzt am späten Nachmittag und nachdem ich mal etwas gegessen habe, ist die leichte Übelkeit weg. Meine Kopfschmerzen sind kaum der Rede wert und im Rücken zieht es ein klein wenig. Alles in allem geht es mir ok. Ich wollte jetzt keine Bäume ausreißen oder zu einer Party gehen, da ich mich etwas schlapp fühle, aber es ist auszuhalten. Mal sehen was der Tag noch bringt. Wenn ich heute Abend die beiden Spritzen genommen habe ist die Hälfte ja schon rum.

Samstag, 23. Februar 2013

Das setzen der Spritze läuft immer besser. Da heute allerdings Samstag ist, mussten wir (mein Freund und ich) den Wecker auf 7 Uhr stellen. Ich habe mich dann eben schnell gespritzt und weiter geschlafen. Gestern Abend ging es mir wirklich gut. Wie gestern bereits berichtet war ich etwas schlapp, aber es ging mir gut. Die Nebenwirkungen lassen sich wirklich gut aushalten. Ich denke, wenn ich mich entscheiden müsste, welche der Nebenwirkungen am schlimmsten ist, würde ich wohl sagen die Rückenschmerzen. Sie sind im unteren Rücken, aber durchaus auszuhalten. Aber das ist wohl das unangenehmste, wobei es durchaus nur einem Muskelkater gleicht. Es sind also keine richtigen Schmerzen, sondern mehr ein ziehen. Von meiner Milz, die sich vergrößert, merke ich gar nichts. Da ist weder ein ziehen, noch ein stechen noch sonst etwas. Es mag sein, dass sie vergrößert ist, aber bemerkbar macht sie sich nicht. Heute Abend muss ich mir dann das vorletzte mal abends zwei Spritzen geben und somit nähert sich der Tag der Entnahme rasend. Wenn die Entnahme so entspannt sein wird, wie die Zeit der Vorbereitung, dann wird das ein Spaziergang. :)

Sonntag, 24. Februar 2013

Gestern Abend ging es mir wirklich nicht so gut, was an meinem Rücken lag. Aber ich möchte hier niemandem Angst machen und schmerzempfinden ist ja nun mal eine subjektive Sache. Heute ist der letzte Tag der Spritzen bis auf die eine morgen früh noch. Ich bin ziemlich aufgeregt, da es morgen sowie ist und ich die Stammzellen entnommen bekomme. Meine Gefühle sind eine Mischung aus Nervosität, Freude, Aufregung und ja, ich habe auch etwas schiss. Drückt mir die Daumen.

Dienstag, 26. Februar 2013

Gestern war der Tag der Entnahme. Ich habe davor nicht so gut geschlafen, da ich nervös war. Um 6 Uhr habe ich mir die letzte Spritze gesetzt, und nach einem kleinen Frühstück fuhren mein Freund und ich in das Entnahmezentrum nach Frankfurt. Dort angekommen musste ich wieder das ein oder andere Formular ausfüllen und wurde abschließend noch einmal von einem Arzt untersucht um meinen aktuellen Gesundheitszustand nach den Spritzen zu überprüfen. Ich fühlte mich gut, war aber sehr nervös. Nach kurzer Zeit ging es dann auch sofort los. Ich legte mich in eins der Betten und die Pfleger klebten mir zuerst diese EKG Sticker auf den Körper um mich während der Entnahme kontrollieren zu können. Dann wurden meine beiden Armvenen gecheckt, um zu sehen, in welchen Arm man welche Nadel steckte. Wie meine Erfahrungen vom Blutspenden zeigten, war die linke Vene gerader, was die Entnahme vereinfachte. Also wurde mir eine relativ große Nadel (wie die einer Blutspende) in meinen linken Arm gesteckt und befestigt. Dann wurde auf meinem rechten Handrücken eine Braunüle eingeführt, durch die dann mein Blut zurück in mich fliesen konnte. Ich wurde noch zugedeckt und das spenden ging los. Mein Blut floss durch die Kanüle in ein Gerät. Auf dem Weg dorthin wurde es mit Zitronensäure gemischt um die Gerinnung zu unterbinden, da dies für das Gerät und mich wenig vorteilhaft gewesen wäre, wenn mein Blut währenddessen geronnen wäre. Diese Zitronensäure wurde natürlich auch wieder in meinen Blutkreislauf zurück gepumpt durch die Braunüle. Außer das die Zitronensäure mein Blut vom gerinnen abhält, zerstört es auch mein körpereigenes Kalzium. Aber an der Braunüle auf meinem Handrücken wurde auch ein Tropf befestigt, der- soweit ich das erkennen konnte- mit Kochsalzlösung gemischt mit Kalzium gefüllt war. Bei einem eventuellen Kalziummangel würden meine Finger oder Zehen zu kribbeln anfangen und ich sollte dann nach Möglichkeit sofort Bescheid geben. Doch dies war nur einmal der Fall. Meine Zehen fingen nach ein paar Stunden an zu kribbeln und ich sagte einem Pfleger Bescheid, der dann den Tropf etwas hoch drehte. Nach ca. 30 Sekunden war das Kribbeln verschwunden und er drehte den Tropf wieder runter. Mir wurde eine DVD eingelegt, die ich nur halb aufmerksam ansah, da ich das Gerät, welches mein Blut filterte spannender fand und ich sehr müde war. Schlafen konnte ich dort nicht, aber das lag wohl daran, dass das keine Atmosphäre war, in der ich beruhigt hätte schlafen konnte. Ich stand zwar unter Beobachtung und mein Freund passte auf mich auf, aber die Erfahrung war viel zu aufregend, als das ich hätte schlafen können. Es lief alles sehr gut und komplikationslos. Die Nadeln spürte ich gar nicht. Das schlimmste an dieser Erfahrung waren nicht die Nadeln, auch nicht das geringer werdende Kalzium oder das Reduzieren meiner Stammzellen und Thrombozyten. Das schlimmste für mich war die Bettpfanne. Ich konnte das Bett nicht verlassen, da ich an diesen ganzen Schläuchen hing. Und ich hatte extra beim Frühstück viel getrunken, damit mein Kreislauf nicht abschmiert und ich vor der Spende nochmal auf Toilette konnte, was ich auch tat. Doch die Natur forderte ihr Recht und ich habe es über eine Stunde eingehalten, da ich partout nicht auf diese Bettpfanne wollte. Doch irgendwann konnte ich nicht mehr. Ich musste da drauf. Es war mein erstes Mal und alles andere als angenehm. Ich durfte (und wollte) meinen linken Arm gar nicht beugen und mit meiner rechten Hand ging es nur eingeschränkt. Es war also ein ganz schöner Akt mich auf dieses Ding zu hieven, obwohl die Schwestern mit natürlich dabei halfen. Doch ich habe mir noch nie so sehr gewünscht ein Mann zu sein, die einfach nur so eine Flasche mit einer größeren Öffnung bekommen, wenn sie mal müssen. Doch auch das habe ich überstanden und nach 5 Stunden wurde ich wieder von den Nadeln befreit. Knapp 400 ml Stammzellen, gemischt mit etwas Blut, und 200 ml Plasma wurden mir entnommen. Doch bekam ich in der Zeit 1,5 Liter Kochsalzlösung verabreicht, also hatte ich in meiner Blutbahn keinen Volumenverlust. Dann gingen mein Freund und ich in dem Wartebereich vor der Anmeldung und aßen und tranken erst einmal etwas. Die Ergebnisse meiner Blutuntersuchung vor und nach der Entnahme bekam ich noch ausgehändigt und dann fuhren wir nach Hause. Dort habe ich dann den restlichen Tag geschlafen. Bis auf etwas Müdigkeit geht es mir aber sehr gut. An meinem Handrücken sieht man fast gar nichts an der Einstichstelle und in meiner linken Armbeuge ist ein winziger blauer Fleck.

Jetzt wollte ich heute natürlich wissen, wohin meine Stammzellen gehen. Denn nach der Entnahme durfte ich mich ja bei der DKMS nach dem Patienten erkundigen. Die ersten 2 Jahre muss das alles aus rechtlicher Sicht noch anonym geschehen, aber ich durfte erfahren, woher der Patient kommt, wie alt er ist und welches Geschlecht er hat. Also habe ich heute Mittag bei der CMS angerufen um mich zu erkundigen. Ich habe erfahren, dass meine Stammzellen in die USA gehen, zu einem Mann im Alter von 63 Jahren. Das ist genau das Alter, in dem mein Vater ist. Es hat mich also sehr berührt. Seit dem sind meine Gedanken bei ihm. Vielleicht ist er Vater oder sogar Opa. Vielleicht hat er eine Tochter in meinem Alter, die sich wünscht, dass er sie irgendwann mal zum Altar führen kann wenn sie heiratet, so wie ich mir wünsche, dass mein Vater mich einmal zum Altar führt. Vielleicht hat er einen Beruf, indem er vielen Menschen schon das Leben gerettet hat. Vielleicht war er Feuerwehrmann, oder Arzt, oder Rettungsassistent oder irgendetwas anderes, womit er Gutes getan hat. Ich weiß es nicht, ich kann es nur vermuten. Aber ich bete für ihn, obwohl ich nicht gläubig bin. Ich denke an ihn und drücke ihm die Daumen, dass sein Körper meine Stammzellen annimmt und sie nicht abstößt. Ich hoffe, dass alle bösartigen Zellen durch die Chemotherapie zerstört wurden und dass meine Stammzellen jetzt ihr Werk vollbringen können. Nach drei Monaten kann ich mich nach seinem Gesundheitszustand erkundigen, was ich auch tun werde.

Nun möchte ich noch die Frage nach dem „warum“ klären. Ich wurde ein paar Mal gefragt, warum ich das tue. Und ich tue es aus dem gleichen Grund, wegen dem ich auch Blutspenden gehe. Morgen könnte ich einen Autounfall haben und viel Blut verlieren. Ich würde dann hoffen, dass genug Blutkonserven in meiner Blutgruppe vorhanden sind. Und ich habe eine Blutgruppe, die nur 6% der Deutschen haben. Und aus dem gleichen Grund habe ich Stammzellen gespendet. Irgendjemand, den ich liebe, oder ich könnte die Diagnose Leukämie bekommen. Unabhängig vom Lebensstil. Egal wie gesund und ausgewogen ich lebe, ich könnte dennoch daran erkranken. Und ich wäre dankbar, wenn jemand seine Stammzellen, wenn auch zu Beginn unbekannter Weise, für mich spenden würde und mir so vielleicht das Leben rettet. 

Ich hoffe nun, dass diesen Beitrag manche Leute lesen. Denn wie gesagt, finde ich, dass 2,9 Millionen, bei der DKMS registrierte Spender in Deutschland, nicht viel sind. Ich möchte hier mal zwei meiner Bekannten zitieren. Einer schrieb mir „wenn du mit dem Artikel auch nur eine Person dazu bringst, das auch zu tun, hast du schon was erreicht.“ Und genau das ist mein Ziel. Außerdem schrieb er „ich will mich auch seit längerem mal damit befassen“. Eine andere Bekannte schrieb mir heute „Du hast mich zumindest inspiriert, dass ich auch mal eine Registrierung in Angriff nehmen werde.“ Das hat mich zutiefst berührt, denn somit habe ich als Spender schon etwas erreicht. Das Registrieren ist ganz einfach. Auf der Homepage der DKMS kann man sich kostenlos registrieren, indem man ein Online Formular ausfüllt. Dann bekommt man ein Registrierungsset mit Wattestäbchen zugeschickt. Mit diesen nimmt man dann einen Abstrich der Wangenschleimhaut und schickt dies zurück. Schon ist man registriert. Eine Registrierung kostet aufgrund der Laborkosten 50€. Kann man diese nicht entrichten, ist das ok, dann übernimmt das die DKMS. Doch wäre das vielleicht eine Idee für die Leute, die sich aufgrund ihres Alters oder ihrer Gesundheit nicht mehr  registrieren können, 50€ zu spenden. Denn so kann die Registrierung eines weiteren Spenders übernommen werden. Ich habe viele junge und gesunde Menschen in meinem Bekannten- und Freundeskreis und hoffe, dass sich durch diesen Artikel ein paar davon überzeugen lassen, sich zu registrieren.

Mein Fazit lautet, dass ich es jederzeit wieder machen würde. Die Betreuung durch die DKMS, die CMS und das Entnahmezentrum in Frankfurt war hervorragend. Man wird informiert und betreut von der ersten Sekunde an, in der man als Spender für einen Patienten in Frage kommt. Alle, und ich meine wirklich ausnahmslos alle, mit denen ich in dieser Zeit zu tun hatte waren ausgesprochen nett und haben einem sämtliche Ängste und Sorgen genommen. An dieser Stelle also einen ganz großen Dank an die DKMS, an meine „Betreuerin“ der CMS und an alle Mitarbeiter des Entnahmezentrums in Frankfurt (DRK Blutspendedienst in Frankfurt Niederrad). Natürlich auch an meine Eltern, die mich zu dem Mensch erzogen haben, der ich heute bin und an meinen Freund, der mir in der Vorbetreitungszeit mit den Spritzen und bei der Entnahme tapfer zur Seite stand.

Also ihr lieben, registriert euch. Dann könnt auch ihr vielleicht ein Leben retten.

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4 Antworten

Kommentare

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    Danke für Deinen Bericht. Ich habe letzte Woche den Anruf der DKMS erhalten, dass ich in der näheren Auswahl bin und war vorgestern beim Arzt für die Blutentnahme, jetzt warte ich sehnsüchtig auf die Rückmeldung ob ich als Spender in Frage komme. Deine Erzählung hat mich schonmal auf das vorbereitet, was nun evtl. auf mich zukommt. Freue mich schon auf die Gelegenheit jemandem etwas Gutes tun zu können.

    28.03.2018, 11:03 von Sensenschwinger
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    Hallo, 

    ich wollte nur ein kurzes Dankeschön dalassen. Ich finde deinen Artikel wahnsinnig aufschlussreich und berührend! Da ich heute selber beim Arzt war um mir Blut abnehmen zu lassen, weil ich als eventueller Spender in Frage komme, kann ich sehr gut mitfühlen was in einem vorgeht. Durch so einen Bericht zu erfahren was (hoffentlich) auf mich zukommt finde ich einfach mur klasse! Also vielen Dank :)
    Gruß Jonas

    31.07.2014, 09:31 von Sanojr
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    na endlich klappt das mit dem Einloggen. Habe mir extra ne neue email Addi geholt um dir auf diesem Weg schreiben zu können. längst nicht so ausführlich und intensiv wie du. Bin ja nur am Überlegen ob ich die Stammzellenspende machen sollte, hab den Umschlag mit dem Watteträger und fragte mich ob es echt so unkompliziert läuft wie es sich in dem Flyer anhört.
    Daher war dein Bericht seeeehr aufschlußreich und ich hab ihn gleich meinem Freund gepostest, denn man muß ja doch einiges an Zeit und GEdult mitbringen.
    danke dass du dir so viel Zeit genommen hast alles zu erzählen.
    und toll dass du es durchgehalten hast.
    und so bin ich auch zu diesem tollen Portal von NEON gekommen.
    Alles Gute für dich
    ulrike

    22.01.2014, 15:15 von poschettli
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      Hallo Ulrike,

      ich fühle mich geschmeichelt, dass du dir extra eine neue Email addy gemacht hast um mir scheiben zu können.
      Es freu mich, dass mein Bericht aufschlussreich für dich war und du damit etwas anfangen konntest. Hoffe, ich habe dich dazu bewegen können, den Watteträger einzusenden und dich zu registrieren.
      Ich hatte auch noch das Glück, dass mein Patient wieder fit ist. Sein Körper hat die Spende angenommen und er ist auf dem Weg der Besserung. Das ist ein Gefühl, dass dir keiner nehmen kann.

      Ich wünsche dir alles Gute.
      Liebe Grüße, Carolin

      09.02.2014, 01:18 von Carolin_Pia
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