Paula.. 09.11.2009, 15:09 Uhr 64 3

Lasst ihr euch impfen?

Ich kann nicht schlafen, ich habe Angst.

Unser Sohn ist zehn Monate alt und ein paar Tage. Er liegt jetzt gerade neben mir und schläft. Und während ich an seinem Hals die Schlagader pulsieren sehe, denke ich an die Herzmuskelentzündung eines fünfzehnjährigen Mädchens aus Kassel und daran, wie es ihren Eltern wohl geht damit, dass sie ihr Kind beerdigen müssen. Ich muss schlucken.

Das Herz meines Sohnes schlägt beharrlich, seine Brust hebt und senkt sich unter seinen ruhigen Atemzügen. Wenn er aufwachen wird, in einer, vielleicht zwei Stunden, wird er die Wohnung mit seinem Lachen erfüllen und uns grinsend seine beiden neuen Zähne präsentieren, die noch so klein sind, dass man sie kaum sieht. Vielleicht wird er auch weinen, wenn er bei einem seiner unzähligen Versuche, freihändig zu stehen, das Gleichgewicht wieder verliert.

Ich weine nicht, obwohl ich mich fühle, als würde ich bei meiner Gratwanderung langsam ins Straucheln geraten. Wenn ich falle, wie tief und wie lange dann wohl? In zwei Stunden wird auch sein Vater zu Hause sein. Er ist Lehrer an einer Schule, die bislang sechs Fälle der neuen Grippe zu verzeichnen hat. Seit gestern abend wissen wir davon und plötzlich tun sich allerorten Fragen auf. Ja, und nun? Soll ich den Vater aussperren aus der eigenen Wohnung, weil es an seinem Arbeitsplatz sechs Fälle gab und das vermutlich nicht die letzten waren?

Was eben noch meilenweit weg schien, vollkommen fern und was man immer wieder von sich wies mit einer doch irgendwie blauäugigen "An mir geht der Kelch schon vorüber"-Einstellung, nimmt Gestalt an. Plötzlich ist sie greifbar, die Gefahr, sie ist nah und ist nicht mehr nur eine von vielen unschönen Nachrichten des täglich auf uns niedergehenden Medienregens.
Was also tun wir, wenn einer von uns krank wird? Wohin geht der andere dann mit dem Kind? Und wie zum Teufel kann man denn, unter den gegebenen Umständen, die Gefahr einer Ansteckung möglichst gering halten?

Das sind nur ein paar der Fragen, die wir uns wohl nicht stellen müssten, ließen wir uns und vor allem unser Kind immunisieren. Doch die große Skepsis dieser Impfung gegenüber bleibt. Sie sitzt uns als Eltern im Nacken und zieht und zerrt eifrig an unseren Nerven. Denn selbst wenn wir uns impfen ließen: Was wäre zu tun im Falle ungeahnter Nebenwirkungen? Wer hätte Zeit für unser weinendes Kind nachts um vier Uhr, wenn wir mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen die Lider kaum mehr heben können vor Müdigkeit? Was ist, wenn das Immunsystem unseres Sohnes überreagiert auf einen Impfstoff, der bislang kaum erprobt ist, in irgendeiner Weise?

Aus ebenjenem Grund der Nebenwirkungen hat wohl die Schweiz die Empfehlungen für die Impfung gegen die "Schweinegrippe" bei Schwangeren und Kleinkindern zurückgezogen. Wohin man schaut: es scheiden sich die Geister. Warum eigentlich haben es die Bundesländer versäumt, einen geeigneten Impfstoff für Schwangere und Kinder unter drei Jahren einzukaufen und bemühen sich erst jetzt, ihn nachzubestellen? Vielleicht will ihn ja jemand unbedingt haben, diesen sogenannten Spaltimpfstoff, der nur aus Bruchstücken des eigentlichen Virus' besteht und ohne Wirkverstärker auskommt.

Die einfachsten Hygienemaßnahmen erscheinen uns dürfitg in diesem Kampf gegen Windmühlen, von denen sich hoffentlich tatsächlich die meisten nur im Kopf drehen und in den Medien.
Die Hände waschen wir uns trotzdem ungewohnt lange mit warmem Wasser und wünschten, es wäre etwas dran an all den Theorien, die von Panikmache sprechen und von Massenhysterie.

Die Anzahl der erkrankten Schüler aus der direkten Nachbarschaft spricht eigentlich eine andere Sprache und doch komme ich im Kopf nicht los von den Gedanken an eine korrupte Pharmaindustrie, die über Leichen geht. Das eilig geführte Telefonat mit der Kinderärztin bringt immerhin insofern Klarheit, als dass diese eindeutig von einer Impfung abrät. Doch auch sie schränkt sich und ihre Worte mit einem "Derzeit jedenfalls!" ein und lässt uns noch immer ein wenig ratlos zurück.

Unser Kind ist zehn Monate alt und ein paar Tage. Es liegt jetzt gerade neben mir und schläft. Ich kann nicht schlafen, ich muss eine Entscheidung fällen.

Und ihr? Lasst ihr euch impfen?

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64 Antworten

Kommentare

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    Liebe Paula,
    nein wir ließen auch nicht impfen. unser kleiner ist gestern 10 Monate alt geworden und zählt auch zur Risikogruppe weil er so klein wie er ist eigentlich jeden Monat eine fette Bronchitis hat und diese einfach so bekommt. somit wurde er zur Risikogruppe gepackt. Als er im November zur Kontrolle sollte (Gesundheitszustand) habe ich die Ärztin direkt drauf angesprochen und sie sagte ich soll ich nicht tun. Die Impfnebenwirkungen sind viel unausgegorener als die Grippe selbst. Vor allem weil er alles nicht so gut wegsteckt. also liessen wir nicht impfen, aber die Angst blieb. Schweinegrippe hin oder her mir ging es um generelle Erkrankungen und da zählte die Schweinegrippe für mich dazu aber wir alle bekamen sie nicht

    20.01.2010, 20:30 von eishaendchen80
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    ich lasse mich nich impfen.mache zur zeit eine ausbildung in der medizin und meine professoren rate allesamt ab. der wirkverstärker dieses impfstoffes wurde nur an 340 (!!!) menschen getestet. ich lasse mir nichts spritzen von dem ich nicht weis was es ist. der wirkverstärker ist auch das mit dem die industrie das geld macht er koset 6 euro der eigentl impfstoff nur 1 euro. eine einzige aus meiner klasse hat sich impfen lassen-es geht ihr sehr gut -alles okay. treffe eine entscheidung und steh dazu egal wie es ausgeht. auch wenn dir dein kind in 10 jahren vorwürfe macht wenn es negative nachwirkungen gab- erkläre ihm dass IHR als eltern es damals so entschieden habt und es das beste war. das gilt auch für die entscheidung gegen den impfstoff! viel glück :-7

    21.11.2009, 14:36 von brausebonschi
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      @brausebonschi Meinst du Pandermix, und damit den Wirkverstärker Squalen? laut dieser Seite http://www.who.int/vaccine_safety/topics/adjuvants/squalene/questions_and_answers/en/ ist das schon über 20 Mio Mal angewendet worden, ohne das schwerwiegende Komplikationen bekannt wären. Daher klingt es unglaubwürdig, wenn du sagst, es gäbe nur eine Studie mit 340 Menschen und sonst gar nichts. Und ja, die Pharmaindustrie macht Geld, stimmt. Aber kaufst du auch aus Trotz kein neues Auto,weil Audi/BMW/mirdochegal daran Geld verdienen will? Der Preis ist kein Indiz dafür, dass es nicht wirkt.

      Ich werde mich wohl impfen lassen, unter anderem, weil ich auch zu einer Risikogruppe gehöre und mich schon einige Male ohne jegliche Komplikationen gegen Grippe hab impfen lassen. "Was mich nicht umbringt macht mich nur stärker" hör ich die ersten sagen, und ich denk mal, nachdem ich seit ca. 10 jahren oder längern icht mehr ernsthaft krank war (bis auf eine echte Grippe irgendwann mal), hab ich ein okayes Immunsystem, aber trotzdem hab ich keine Lust darauf, meine Weihnachtsferien mit Fieber und Gliederschmerzen im Bett zu verbringen.

      23.11.2009, 00:50 von hape
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    Ich habe mich vor einer Woche impfen lassen. Ich arbeite in einer Arztpraxis für Innere/Allgemeinmedizin (wir impfen) und habe dadurch einfach viel mit kranken und alten Menschen zu tun. Ich hatte keine Angst, an der Schweinegrippe zu sterben, aber da bei uns das Infektionsrisiko hoch ist (wir haben viele nachgewiesene Fälle, obwohl wir nur noch Schwangere und Chronisch Kranke testen...man weiß also nicht genau, wer das alles wirklich hat) und ich es nicht darauf anlegen will, andere damit anzustecken, habe ich es gewagt. Und überlebt. Allerdings würde ich mir einfach VIEL MEHR Aufklärung zum Impfstoff wünschen. Momentan ist es so, dass viele Patienten ihre Einstellung zur Impfung davon abhängig machen, ob ich geimpft bin, oder nicht. Ich habe für mich entschieden und so sollte es auch jeder andere tun können.

    21.11.2009, 13:07 von Mona0886
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    Nein, aber ich hoffe ihr findet für Euren kleinen Sohn und Euch die beste Lösung und Du kannst auch wieder zur Ruhe kommen...

    19.11.2009, 20:03 von limartini
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    In meinen Augen ist die Panik, die jetzt in den Medien verbreitet wird, die gleiche, mit der die Flächendeckende angebliche Impfung junger Mädels gegen Gebärmutterhalskrebs von den Pharmaunternehmen gepusht wurde, um daran gut zu verdienen.
    An der Grippe sterben allein in Deutschland 15 bis 20tausend Menschen, AUCH ohne Vorerkrankung. Jetzt schieben alle Panik für einen Impfstoff, der NICHT auf Nebenwirkungen BESONDERS bei Schwangeren und Kleinkindern getestet wurde.
    Mal als Beispiel, viele Impfstoffe enthalten Quecksilberverbindungen, die Nervensystemschäden z.B. Autismus hervorrufen können (vor allem bei Ungeborenen). Quecksilberverbindungen in Desinfektionsmitteln wurden verboten, aber sich das intramuskulär zu spritzen?? Immer rin damit!!
    Impfviren werden übrigens auf Hühnerembryonen gezüchtet, bei den vielen Impfungen, die Kinder schon im Kleinkindalter erhalten, ist es nicht verwunderlich, dass die Anzahl der Allergiker gegen Hühnerei immer mehr werden.
    Ich persönlich bin ein Impfmuffel, weil ich eben nicht jeden Scheiß schlucke, den die Pharmaindustrie mir vorsetzt. Aber ich denke, da muss jeder selbst entscheiden.

    18.11.2009, 17:39 von Muh-Kuh
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      @Muh-Kuh Das mit dem Autismus ist ganz ganz großer Kappes. Es gibt etliche Untersuchungen, die gezeigt haben, dass da nichts dran ist. Wenn du schon ganz stolz darauf hinweist, dass du nicht alles, was die Pharmaindustrie dir vorwirft, schlusckst, dann solltest du erst recht darauf achten, nicht alles zu schlucken, was ein paar geltungssüchtige Spinner, die keine Ahnung von medizinischer Forschung haben, behaupten (denn seltsamerweise werden die Anti-Impf-Argumente hauptsächlich von solchen,und noch nicht von Tatsachen getragen).

      Dazu versteh ich dein Argument nicht ganz, gerade wenn so viele Menschen an Grippe sterben, ist es doch sinnvoll, sich generell (und nicht nur dieses Jahr) zu impfen. Was den Impfstoff angeht, du sprichst ja gerade die Zusatzmittel, also die Quecksilberverbindungen, an, aber die sind sehr wohl getest (pubmed kennt fast 1500 Artikel zum Stichwort Thiomersal, gleich auf der ersten seite gibt es Studien mit den von dir genannten Gruppen, wenn ich mich nicht verlesen hab).

      Was du zu Quecksilberverbindungen und Desinfektionsmitteln schreibst, sidn das die gleichen Verbindungen? Wie sehen jeweils die Mengen aus? Die Menge in Impfstoffen beträgt soweit ich weiß weniger als ein 100stel des Grenzwertes, wenn nicht sogar noch deutlich weniger.

      Wie du sagst, jeder sollte selbst entscheidne, aber man sollte sich dann auch nicht mit Halbwissen abgeben, bloß weil die Quellen, aus denen es stammt, vorgeben, unabhängig und kontra Pharma eingestellt zu sein. Gerade in dem Bereich wird in letzter Zeit unglaubliches Schindluder getrieben und die Gesundheit vieler Menschen aufs Spiel gesetzt, indem Menschen aufgrund ähnlichen Halbwissens auf wichtige Impfungen (Masern, Keuchhusten) verzichten, und dadurch kleine Kinder aufgrund mangelnden Herdenschutzes tödlich oder mit anhaltenden Schäden erkranken.

      23.11.2009, 00:41 von hape
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      @hape Die Menschheit hat schon vieles überlebt ohne Impfungen. Ich bin gegen Masern/Mumps/Röteln nicht geimpft, hatte das als Kind und damit ist gut. Ich denke, dass das ein intaktes Immunsystem gut verkraften kann und das das auch wichtig ist für die Ausbildung eines solches schon im Kindesalter.
      Wenn man kein gutes Immunsystem hast, kann das auch daran liegen, dass man als Kind enorm viel geimpft wurde. Ich hab das im Bekanntenkreis schon mehrfach erlebt.
      Bakterien mit Antibiotika zu bekämpfen ist auch Mumpitz, das kennt man ja, warum soll das mit Viren also anders sein, wenn man sie durch Impfstoffe vermeintlich ausrottet? Kommt alles wieder der Scheiß und schwupp di wupp haben wir wieder die ersten Pestfälle, aber das macht ja nicht, solange das in China oder in Afrika ist, aber nicht bei uns...

      26.11.2009, 17:09 von Muh-Kuh
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      @Muh-Kuh Sag ma vermischst du da gezielt alles, was keinen Sinn ergibt? Was Masern angeht, schön für dich dass es bei dir keine Komplikationen gibt, nur ist es so, dass sie bei kleinen Kindern, die noch zu jung sind, um dagegen geimpft zu werden, zu schwerwiegenden Komplikationen kommen kann (bestimmte Form der Enzephalitis, die zu langbleibenden Schäden bis hin zum Tod führen kann). Geschützt werden können kleine Kinder also nur davor, indem der Rest der Bevölkerung ausreichend geimpft ist. Da ist es schon ziemlich egoistisch, nur von sich zu sprechen, auch ein intaktes Immunsystem kann das nicht immer und nicht in jedem Alter ohne weiteres überstehen. So mit der Gesundheit anderer zu spielen ist schon was asozial.
      Und nur weil es in deinem Bekanntenkreis Menschen mit vielen Impfungen und schlechtem Immunsystem gibt, muss es nicht sein, dass das die Regel ist, da wäre ich schon vorsichtig. Fakt ist, dass durch Impfungen ne ganze Reihe Krankheiten, die früher zu Behinderungen oder Todesfällen gefüht haben (Polio, Masern, Keuchhusten usw.), nahezu ausgerottet sind. Und rate mal, warum Viruskrankheiten eben gerade noch in anderen Ländern auftreten und seltener hier. Weil sie hier durch den Impfschutz nahezu ausgerottet sind. Wenn sie wieder auftreten, wie in letzter Zeit Masern, dann nciht, weil die Impfungen versagen, sodnern weil Menschen sich eben gerade nciht impfen.

      Und der Satz über Antibiotika, ich denke mal du spielst auf Restistenzen an, und bist dir aber bewusst, dass dank Antibiotika eine Lungenentzündung heutzutage meist gut überstanden werden kann. Resistenzen mögen ein Problem sein, aber gleichzeitig treten sie ja nur auf, weil überhaupt Antibiotika angewendet, und somit erstmal viele Krankheiten angewendet werden. Ohne Antibiotika gäbe es zwar keine Resistenzen, aber auch viel mehr Todesfälle.

      Und insgesamt ergibt dein Post überhaupt keinen Sinn. Es ist so offensichtlich, wieviel Sinn Impfungen (und natürlich auch Antibiotika) machen. Man kann drüber diskutieren, ob es nötig ist, sich gegen ne Krankheit impfen zu lassen, die weniger Todesfälle fordert, als ne fehlerhafte Ampel an einer vielbefahrenen Straßenkreuzung, aber deswegen gleich Impfungen infrage zu stellen ist schon was daneben.

      27.11.2009, 15:25 von hape
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      @hape Du meinst also, dass man über den Sinn, den Impfungen machen gar nicht erst streiten sollte, da sie immer Sinn machen und dem Menschen mehr Nutzen als Schaden bringen? Ich denke sehr wohl, dass man pro und kontra gegeneinander stellen muss.

      Zu den Masern hat Prof. Dr. Schmitt, der Vorsitzender der Ständigen Impfkommission mal angegeben, dass es eine Komplikationsrate von 1 : 100 gäbe. Andere sprechen von 1:500 oder 1:10000.
      Als Beispiel die Masern“epidemie“ 2001/02 in Coburg: Laut Robert-Koch-Institut wurden 1166 Menschen mit Masern erfasst. Davon waren 52 vorher geimpft. Laut der Statistik müsse es mindestens 11 bzw. noch weniger Komplikationen gegeben haben. Es gab nicht einen bleibenden Schaden.
      In den USA ist dank 95 % Durchimpfungsrate die Zahl der Masern-, Mumps- und Rötelnerkrankungen zurückgegangen. Dafür sterben anteilsmäßig mehr Menschen an Masern als vor Beginn der Impfung. Da immer weniger Kinder diese Viren ausstreuen (weil sie ja geimpft sind), war im Vorjahr bereits jeder dritte Maserkranke älter als 20. Mit dem Alter steigt die Komplikationsrate, Masern führen immer häufiger zu schweren Lungen- oder Gehirnentzündungen. Seit Beginn der 90er Jahre starben jeweils 3 von 1.000 Erkrankten.

      Zu den angesprochenen Inhaltsstoffen: Quecksilber und Aluminium gelangen bei Säuglingen durch die noch nicht ausgeprägte Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn und lagern sich dort an. Bei Alzheimerpatienten hat man festgestellt, dass sie einen erhöhten Aluminiumspiegel im Hirn haben. Bin ich jetzt egoistisch, weil ich das Risiko an Alzheimer zu erkranken nicht noch vergrößern möchte? Einige Impfstoffe werden auf Krebszellen gezüchtet oder auf Zellen von abgetriebenen Föten. Rückstände sind dabei nicht zu vermeiden, müssen aber nicht angegeben werden, das sie für die Produktion und nicht nachträglich hinzugefügt werden. Sorry, aber bin ich jetzt asozial, weil ich mir keine noch so kleine Menge an Krebszellen spritzen lasse? Prof. Dr. Schmitt hat auch erwähnt, dass eine „Hühnereiweißallergie heute mit den in Deutschland verfügbaren Produkten kein Grund mehr sei, auf eine MMR-Impfung zu verzichten“. Sprich: Selbst wenn man danach ne Allergie gegen Hühnereiweiß bekommt, ist das nicht so schlimm, da es ja genug sachen im Supermarkt gibt, die ohne Ei sind??

      Zu der Grippeimpfung: Es gibt bei uns mehr als 300 Erreger, die grippeähnliche Symptome auslösen, gegen diese hilft die Impfung nicht. Die Erkrankten werden allerdings in der Influenzastatistik der Medien mit aufgenommen. Kein noch so guter Arzt kann ohne Laborbericht ausschließen, dass es sich nicht um Influenzaviren handelt.
      Nach der Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes starben an Grippe durch nachgewiesene Influenzaviren 2007 11 Personen. Laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes kamen von 1998 bis 2007 auf 10000 Einwohner 0,0 Todesfälle mit nachgewiesenen Influenzaviren. Die 15000 angeblichen Grippetote (laut Medien), die wir jährlich haben müssen also irgendwo anders herkommen.

      nsgesamt würde ich sagen, Statistik hin oder her, dass jeder Mensch für sich selbst und mit seinem Gewissen entscheiden sollte. Es zählt nämlich durchaus das mündige Individuum in einer Gesellschaft!! Und jemanden als egoistisch oder asozial zu bezeichnen, weil er für sich selbst denkt finde ich sehr verwerflich. Es gibt bei solchen Entscheidungen kein richtig und falsch! Jeder muss das für sich und auf seine Art entscheiden.

      Ach ja, noch was zu Antibiotika...Der Mensch ist von sich aus faul. Krank sein ist scheiße und da es ja Antibiotika gibt, schmeiß ich die mal eben ein und schwupp Schnupfen weg. Diese übermäßige Antibiotika Vergabe ist gefährlich. Da immer öfter gerade in Krankenhäusern Menschen mit resistenten Bakterien infiziert werden. Merkwürdigerweise haben die Niederländer seit Jahren kein Problem mit resistenten Krankenhausbakterien, da sie im großen und ganzen weniger Antibiotika verschreiben und auf Hygiene achten. Müsste man da nicht auch Gesellschaftlich was tun und auf Antibiotika verzichten, wo es möglich ist? Und das Pflegepersonal aufstocken, damit sie auch mal Zeit haben, sich zwischen den Patienten die Hände zu waschen?

      29.11.2009, 13:10 von Muh-Kuh
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      @Muh-Kuh Und frag mal deinen Arzt, ob er dir vor der Impfung ein Schreibsel unterzeichnet, indem er sich verpflichtet, bei einem durch die verabreichte Impfung entstandenen physischen oder psychischen Schaden für die Folgekosten aufzukommen. Er wird es nicht tun.

      29.11.2009, 13:23 von Muh-Kuh
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      @Muh-Kuh Nein, ich sage nicht, dass impfen immer richtig sein muss. Aber in deinem Beitrag kam es so rüber, dass Impfen ja eigentlich nicht wichtig ist und so, von wegen Menschheit hat ja auch ohne Impfen überlebt und so, während Impfungen allerdings viel eher zu den wichtigsten medizinischen Errungenschaften gehören dürften, wenn man sich mal vor Augen hält, wie viele Menschen früher durch Epidemien gestorben sind.

      Zu den Masern: selbst wenn es stimmt, dass heute anteilsmäßig mehr Menschen Probleme mit Masern haben, ist es ja immer noch so, dass absolut gesehen wesentlich weniger Menschen überhaupt Probleme mit Masern haben. Insofern ist das eine Milchmädchenrechnung.

      Zu der Komplikationssache: du gibst selber verschiedene Komplikationsraten an, was genau soll dieses Einzelbeispielzeigen? Was ändert es daran, dass statistisch gesehen bei sehr jungen Erkrankten bleibende Schäden mit ner gewissen Wahrscheinlichkeit auftreten können?

      Was die Zusatzstoffe angeht, die sind und werden ausführlich getestet. Und nur weil bei Alzheimerpatienten mehr Aluminium im Gerhin vorhanden ist (oder sein soll), heißt das nicht, dass das von Impfungen kommen muss oder dass Impfungen dazu führen. Wenn du natürlich jeder Studie misstraust, weil sie von ner Firma in Auftrag gegeben worden sein könnte, kommen wir eh nicht weiter. Das paradoxe ist ja, wenn Firmen keine Studien in Auftrag geben würden, würde man ihnen (zu recht) vorwerfen, dass sie ihre eigenen Medikamente nicht testen.

      Natürlich ist es nicht asozial, wenn man Komplikationen zu fürchten hat. Nur sind die soweit ich weiß extrem gering und werden durch den Schutz, den eine Impfung für einen selber und für die Gesellschaft liefert, aufgewogen. Beispiel Masern: ich glaube, die Wahrscheinlichkeit, durch die Impfung Schäden in Kauf nehmen zu müssen, ist deutlich geringer, als die Wahrscheinlichkeit, dass man selber und/oder jemand anders aufgrund der Nicht-Impfung Schaden nimmt.
      Und du schreibst in deinem Artikel viel von Hühnerzellen und bäh und so, aber interessant wäre, ob es tatsächlich Studien gibt, die da Komplikationen aufzeigen.

      "Statistik hin oder her (...)"
      Nenn mich borniert, aber Statistiken sind, so unbeliebt sie auch sein mögen, hier die einzige Möglichkeit, sich eine Meinung zu bilden. Wie willst du sonst argumentieren?

      Was du noch zu Antibiotika schreibst: ändert das irgendwas, dass der Satz "Bakterien mit Antibiotika zu bekämpfen ist auch Mumpitz (...)" in der Form nunmal Quatsch ist?


      Kurz zu der Sache mit der Grippestatistik, ich hab das mal nachgeschaut, und ich glaube, dass die Zählung, die du da benutzt, falsch ist. Es gibt verschiedene Diagnosegruppen, bei denen zwar die Grippe (also ne richtige Grippe) diagnostiziert wird, aber anscheinend keine spezifischer Virusnachweis geführt wird. Ob das was damit zu tun hat, dass es teilweise schwer oder aufwendig ist, nen Virus nachzuweisen, weiß ich nicht. Aber ohne medizinisches Hintergrundwissen wäre ich da mal nicht so sicher, dass es nur diese 11 Toten sind. Denn laut wikipedia kann eine Grippe auch zu einer primär grippebedingten, mitunter tödlichen Lungenentzündung führen. Und dann sind wir schon bei 21.000 Toten im Jahr 2007, für die direkt eine Grippe (und keine Erkältung oder ein grippaler Infekt, die sind, wenn ich das richtig gesehen hab, ausgeschlossen aus dieser Statistik) verantwortlich ist. Ich bin mir nicht absolut sicher, aber vermute trotzdem stark, dass diese Zählung wie du sie anführst, grob irreführend oder schlicht komplett falsch interpretiert ist.


      Sooo und zu guter letzt zu deinem zweiten Kommentar:

      der Arzt wäre auch schön blöd, wenn er das unterschreiben würde. Oder anders gesagt, er hätte gar keinen Grund dazu. Denn die meisten Behandlungen haben Nebenwirkungen. Würde man von einem Arzt verlangen, für jede mögliche Nebenwirkung die Verantwortung zu übernehmen, dann würde er einem schnell nicht mal mehr ein Aspirin geben können (das ist übrigens was anders, als wenn ein Arzt einen Fehler macht und dem Patient schadet, also etwa das falsche Medikament verordnet). Insofern ist auch das ein Null-Argument.

      29.11.2009, 21:20 von hape
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      @hape Vielleicht noch eine Anmerkung zu der Sache mit den Masern, die wir jetzt mal beispielhaft für Impfungen, bei denen der Herdenschutz eine große Rolle spielt, nehmen. Wenn nur du dich nicht impfen lässt, ist das natürlich kein Problem. Du wirst die Krankheit nicht bekommen, weil alle anderen geimpft sind. Für die anderen, die nicht geimpft werden können (zu jung, schwaches Immunsystem oder sowas), ändert sich durch dich alleine auch nichts. Nur auf deinen Einzelfall bezogen wäre die Entscheidung als ok. Aber du würdest ja dann gerade davon profitieren, dass alle anderen sich eben anders entscheiden. Die Frage ist dann, ob man eine Entscheidung gutheißen kann, die nur dann funktioniert, wenn einige wenige sie treffen, während alle anderen sich anders entscheiden müssen, damit sie noch funktioniert. Im Klartext, man profitiert davon, dass die anderen anders denken, während es fatal wäre, wenn alle die gleiche Entscheidung treffen würden. Daher fällt es mir schwer, diese Entscheidung gutzuheißen.

      29.11.2009, 21:26 von hape
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    Schweinegrippe ist noch nichtmal so schlimm wie die "normale" Grippe. Impfen ist deswegen meiner Meinung nach ziemlicher Schwachsinn!

    15.11.2009, 19:11 von Leaa
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    Ich habe mich impfen lassen und habe kurz darauf ein Allergie-Schock bekommen. Schön war das nicht..

    14.11.2009, 15:53 von kleineChaotin
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      @kleineChaotin ich arbeite mit geistig behinderten senioren zusammen und bin studienbedingt jeden tag 2 std mit den öffentlichen verkehrsmitteln unterwegs in vollen vorlesungen . zudem habe ich ein recht schlechtes imunsystem und nehm jede erkältungswelle mit. aus dem grund habe ich mich am dienstag impfen lassen und habe bis jetzt mit den nebenwirkungen zu kämpfen : dienstag gings mir super, mittwoch war ich leicht schläfrig und donnerstag fing es an - arm sehr schmerzend, schüttelfrost, fieber , gliederschmerzen, geschwollene lymphen am hals und im lendenbereich, mattheit, erhöhter puls blutdruck... heute ist der erste tag an dem ich einigermaßen schmerzfrei sitzen kann, lag vorher nur im bett

      ist halt die frage,, ob wenn ich mich mit der grippe infiziert hätte, es milder verlaufen wäre als die impfreaktion, oder ich vielleicht sogar extremst schlimmere erscheiningen gehabt hätte, da im impfstoff ja nur tote viren enthalten sind und bei ner infektion alles lebt und sich vermehrt ...

      14.11.2009, 16:58 von Nachgeburt
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      @Nachgeburt Örks, hört sich ja grässlich an!
      Meine Mama hat sich am Mittwoch impfen lassen und ihr geht's super, außer dass ihr auch der Arm ganz schön wehtut.
      Vermutlich liegt das echt an deinem schwachen Immunsystem - und du hättest dir mit größter Wahrscheinlichkeit die "echte" Grippe eingefangen und zwei Wochen flachgelegen.

      15.11.2009, 16:13 von Lenulitschka
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