Evenstar 29.03.2006, 12:38 Uhr 2 0

Grüne Hoffnung für Diabetiker

Nie wieder Nadeln und Spritzen? Australische Wissenschafter entwickeln neue Methode zur Verpflanzung insulinproduzierender Zellen mit Hilfe von Algen.

Ein neues Verfahren zur Züchtung von Inselzellen könnte schon sehr bald Diabetes-Typ-1-Patienten das Leben sehr erleichtern. Wissenschafter der University of New South Wales (UNSW) entwickelten im Prince-of-Wales-Krankenhaus in Sydney ein neues Verfahren, bei dem Meeresalgen als biochemische Fabrik dienen. Mittlerweile wurde es erfolgreich an Patienten getestet.

Bei der neuen Methode isolieren die Wissenschafter die Langerhans'schen Inseln, die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse, aus einem Spenderorgan. Die Inselzellen werden in eine winzige Kapsel aus Meeresalgen verpackt. Diese Mikrokapseln haben feine Poren, die das produzierte Insulin austreten lassen, aber die Immunzellen des Diabetikers nicht zu den körperfremden Zellen durchlassen. So können keine Abwehrreaktionen entstehen, wie sie bei Organverpflanzungen üblich sind. "Diese Behandlung macht nicht nur die tägliche Insulininjektion überflüssig," sagt Bernie Tuch, der Leiter der Studie und Direktor des Prince-of-Wales-Krankenhauses, "sondern auch die schwierige Transplantation einer funktionstüchtigen Spenderbauchspeicheldrüse wird überflüssig." Auch die Transplantation der Mikroalgenkapsel sei denkbar einfach. Im Idealfall reiche eine einfache Injektion unter die Haut aus, um die insulinproduzierende Kapsel an ihr Ziel zu bringen.

Mikroalgentransplantationen sollen jetzt in weiteren australischen Bundesländern auf ihre Langzeitwirkung getestet werden. Bisher wurde so eine Transplantation an sechs Diabetikern erfolgreich durchgeführt. Finanziert wird das Forschungsprojekt von privaten Spenden und der Australian Foundation of Diabetes Research."Wichtige Links zu diesem Text"
Originalmeldung von DocCheck

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      @[Benutzer gelöscht] Wie die Tagesschau in einem Traum...genau das hab ich auch gedacht...und dann an einige Freunde von mir die mit Diabetes leben...ich finde es nur beängstigend, dass solche Forschungsergebnisse veröffentlicht werden wenn sie noch in der Testphase sind...was wenn es jetzt doch schief läuft? Für Betroffene, so wie dich auch, ist es dann höchstwahrscheinlich sehr schwer zu verarbeiten...Ich wünsch mir jedenfalls, dass es klappt...das wär denk ich ein größerer Schritt für die Medizin als die Geschlechtswahl von Embryos...viel Kraft dir dann...Masha

      04.03.2007, 14:57 von masha

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