Ann-Kathrin_Eckardt 20.09.2012, 11:25 Uhr 298 1
NEON täglich

Das schwarze Loch

Warum werden Depressionen immer noch stigmatisiert?

Neulich habe ich im Internet gelesen, dass die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens zumindest einmal eine schwere, behandlungsbedürftige Depression zu entwickeln, derzeit bei 16 bis 20 Prozent liegt. Etwa drei Millionen Deutsche, so hieß es weiter, litten derzeit an einer Depression. Statistiken der Krankenkassen hätten gezeigt, dass sich die Zahl der Patienten, die wegen einer Depression ins Krankenhaus eingewiesen werden, zwischen 2000 und 2010 mehr als verdoppelt habe.

Natürlich muss das nicht unbedingt heißen, dass es heute mehr depressive Menschen gibt als noch vor zwanzig Jahren. Ein Grund für die steigenden Zahlen ist sicherlich auch, dass die Menschen mit einer Depression heute früher zum Arzt gehen oder die Ärzte die Depression früher erkennen. Sicher ist aber: Über Depressionen wird heute viel häufiger in den Medien berichtet – vor allem seit es den gesellschaftlich akzeptierten Begriff Burnout gibt. Doch von den Betroffenen redet kaum einer darüber. Viele haben Angst, nicht ernst genommen zu werden. Depressionen werden hierzulande immer noch verharmlost, Betroffene müssen sich Sätze anhören wie „Jetzt reiß dich mal zusammen“ oder „Lach doch einfach mal wieder“.

Habt Ihr persönlich oder im Bekannten- und Freundeskreis bereits Erfahrung mit Depressionen gemacht? Und wenn ja, wie geht Ihr oder Eure Freunde damit um? Und warum wird diese Krankheit – anders als beispielsweise Krebs – Eurer Meinung nach immer noch stigmatisiert?

1

Diesen Text mochten auch

298 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • 1

    Also, den Text wollte ich schon länger veröffentlichen. Dank diesem Thema oben mach ichs jetzt, anstatt einen ellenlangen Kommentar darüber zu schreiben.

    Nur etwas sehr Wichtiges möchte ich anmerken: es gibt einen drastischen Unterschied zwischen Melancholie und Depression. Melancholie ist ein Gefühlszustand, das heisst mit genug Anreizen und Ablenkung oder einfach dem Entschluss dazu, kann man auch wieder aus der Melancholie rauskommen. Depression ist eine Krankheit, bei manchen vererbt und genetisch bedingt. Bei anderen durch ein Ungleichgewicht der Hormone und Gehirnrezeptoren.

    Bitte unterscheiden, das ist wirklich wichtig. Und dann gibt es auch die endlosen "Heuler" die sich über alles und jeden beklagen. Die sind meist auch nicht depressiv. Aber auch da steckt etwas Trauriges dahinter, nämlich dass sie nicht zufrieden sind mit ihrem Leben, so wie es ist. Doch das könnte zB durch einen Jobwechsel, eine Trennung, eine Diät geändert werden. Es ist also auch eine Wahl, dies nicht zu tun oder eben doch.

    Depression wählt man nicht. Man hat sie, und muss lernen, damit umzugehen.

    21.09.2012, 11:49 von missweiss
    • 2

      'Melancholie' ist eine Frage des Tempraments, Depression nicht.

      Insofern, meine Zustimmung.

      21.09.2012, 12:05 von sailor
    • 0

      "In Bezug auf eine psychische Disposition oder ein Krankheitsbild ist der Begriff Melancholie im 20. Jahrhundert weitgehend durch den Begriff der Depression ersetzt worden."


      naja, außerdem gibts eben auch reaktive Depressionen, nicht nur endogene, letztlich ist es ein Krankheitsbild mit verschiedenen Ursachen, Verläufen und Therapiemöglichkeiten, man kann es nicht über einen Kamm scheren

      21.09.2012, 12:10 von EliasRafael
    • 0

      Richtich...

      21.09.2012, 12:20 von sailor
    • 0

      Jap, stimm ich dir zu EliasRafael.

      21.09.2012, 12:59 von missweiss
    • Kommentar schreiben
  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      Is OK...

      21.09.2012, 10:30 von sailor
  • 0

    btw.

    die Menge verschriebener Psychopharmaka hat sich allein in Deutschland von 2000 bis 2012 versechsfacht.

    Dafür haben sich handlungswirksame Aufklärung und effektive Lösungsansätze der dahinterliegenen Ursachen halbiert.

    Endstation Fortschritt.


    20.09.2012, 21:51 von schauby
    • 3

      *nick*
      mechanistische welt :). "maschine kaputt ? -> wirkstoff rein -> maschine läuft."-doktrin. die wirksamste medizin "zeit" wird gar nicht mehr verordnet...man hetzt durch das leben der anderen, wo man entschleunigen müsste.
      nicht schön. aber "das system" will es so. inklusive der patienten selbst, weil der aufbau eigener kompetenzen ist halt mühsam...wie wohl jede ernsthafte auseinandersetzung mit sich selbst.

      20.09.2012, 22:20 von derHerrMitDemPixel
    • 0

      ich glaube, es haben sich noch nie soviele Leute mit sich selbst beschäftigt wie es heute möglich ist, aber du hast das richtige Stichwort schon genannt:

      das System, die Banalisierung auf den Verstand und seine beschränkte Zweckrationalisierung, Waren, Konsum, die Lächerlichkeit was wir Gewissheit nennen: Oberflächenphänomene. Leben als Gedankenstaub zerrieben.

      überall sein, vielleicht ein bisschen hier oder dort, aber was mit voller Hingabe ? ohne gehetzt, vereinzelt, zerstreut, im Potenzial verzwergt und zerkrümmelt,  durch die fortwährende Irrlichterei nach: der endlich "vervollständigen Alternative".  

      " Ja wenn ich das erst habe, wenn ich so endlich am Puls der Micky-Maus-Glücks-Versprechen angelangt bin."
       
      es scheint ganz so wie darauf angewiesen, dass Menschen sich in Ersatzhandlungen und Ersatzbefriedungen erschöpfen, weil das Gesunde, Beständige, in sich Vollständige, die Nachfrage nach mehr ruiniert.     

      20.09.2012, 23:55 von schauby
    • Kommentar schreiben
  • 0

    Ich glaube, oft ist es wirklich so, dass die Leute es nicht richtig ernst nehmen, weil es für sie nicht greifbar ist. Was mitunter auch daran liegen kann, dass der Begriff oft mißbraucht wird (beispielsweise wird ein Liebeskummer, eine traurige Phase depression genannt), so dass vielleicht automatisch eine Abwehrhaltung gegenüber dem Ausdruck entsteht. dadurch fällt es den Menschen schwer, das Problem zu sehen.
    Auch glaube ich, verstehen Menschen nicht oder nur zum Teil, was sie nicht kennen.
    Nur mal als Beispiel zu mir, keine depression, aber was mich wirklich, und ich meine echt wirklich, belastet ist die extreme Reizbarkeit. Was sich an Geräuschen (insbesondere künstlich erstelle, besonders von Menschen, aber auch laute, schrille, nervende...etc.) zeigt. Mittlerweile nervt mich so viel, dass ich es nicht mal aufzählen kann. Kauen, Musik, böde Stimmen, Reden im Allgemeinen, rotzen, ach, ich könnte ewig so weiter machen.
    Auf der Arbeit bin ich schon die Hyperempfindliche, und ernte eigentlich eher Sätze wie "Man, du bist aber empfindlich!" oder "Wir arbeiten nun mal da und da, da ist es etwas lauter" oder "Merkst du gar nicht, dass manche das (ein Geräusch) schon extra machen, wenn sie dich sehen, weil du dich immer so arüber aufregst?" (was für mich echt von Arschlochcharakter zeugt, also das Extramachen). Aber sie verstehen mich nicht! Als wenn ich das selber toll fände, dass mich schon ein leichtes Fußwippen oder ein Fingertippen wahnsinnig macht und mich fast Amoklaufen lässt, innerlich.
    Na ja, zu viel schon von mir, aber es ist eben so, manch versteht nur das, was man selbst kennt. Maximal das.

    20.09.2012, 20:57 von topfbluemchen
    • 0

      Es gibt Studien, die nachgewiesen haben, dass depressiv verstimmte Menschen die Reizschwelle nicht mehr regulieren können.

      Es wurden sogenannte normale und depressive Probanden gebeten sich ein hochfrequenetes Störsignal anzuhören, das in unregelmäßigen Abständen wiederholt wurde. Bei einer intakten Psyche stellt sich nach gewissen Zeit Gewöhnung ein und das fiese Geräusch rauscht nicht mehr mit der gleichen Intensität ins Hirn, wie am Anfnag des Versuchs. Bei psychisch Angeschlagenen war auch nach häufiger Wiederholung noch dieselbe Stressreaktion im EEG nachweisbar, wie zu Beginn. Es wurde keine Toleranz gebildet, der Schutzschild war zu angegriffen.   

      20.09.2012, 21:07 von schauby
    • 0

      Also rein intuitiv, und so wie ich mich kenne, würde ich mich nicht dran gewöhnen, eher im Gegenteil, mich würde es immer wahnsinniger machen.
      Als ich mir meine maßangefertigten Ohrstöpsel hab machen lassen, hab ich auch einen Hörtest gemacht. Sie haben mit eher helleren und mit dumpferen, tiefen Tönen getestet, ich sollte sagen, wann ein Ton unangenehm wird. Sie meinte zu mir, das grenzt schon sehr an ne Hyperakusis (so war glaub ich der Name) und interessanterweise haben mich die hellen Töne wesentlich eher und schneller als die dunklen gereizt.
      Ob wohl ein Zusammenhang damit besteht, dass ich auch bei Menschen hohe Stimmen, oder Stimmen, die noch so nen Unterton mit drin haben, oft als unangenehm empfinde und mich teils deswegen echt schon von denen weggesetzt habe?

      20.09.2012, 21:13 von topfbluemchen
    • 1

      dass eine Folge sehr hoher Töne eher als unangenehm empfunden werden als tiefe, geht der Mehrzahl aller Leute so. das ist nicht ungewöhnlich.

      Das liegt in der Natur der Sache, je höher die Spannung auf gleichem Raum, desto "gepulster", enger das (Frequenz)Feld.

      Letztlich ist die Art der Stress-, Schmerz-, Reiz- induktion individuell geprägt, das entschiedene ist die Wertung, die sich ab Überschreitung einer bestimmten Reizschwelle nicht mehr kognitiv regulieren lässt. Dann übernimmt das Stammhirn.

      Es geht immer um Angst, Überforderung ohne Ausgleich. 



       

      20.09.2012, 21:29 von schauby
    • 0

      Jetzt bin ich verwirrt. Ich hab mal von ner sehr ähnlichen Studie gelesen mit Probanden die Meditation praktizieren und eine geschulte Aufmerksamkeit haben. Die haben sich auch nicht an den Signalton gewöhnt, nur da war das dann was gutes.

      Ich muss mal den Link suchen...

      20.09.2012, 21:29 von forst
    • 0

      Nein, SChauby, es war nicht die Folge der hohen Töne, sondern jeder einzelne hat mich unsäglich nicht nur genervt, es tat mir fast körperlich weh, ihn zu hören. die Schwelle, ab wo der Ton, also jeder der unterschiedlichen hohen Töne, unangenehm war, war nur seeehr niedrig. Aber es steckt viel Wahres in deinem Kommentar.

      Forst, ja, wenn du die Studie findest, schick mal nen Link.

      20.09.2012, 21:33 von topfbluemchen
    • 0

      "Ob wohl ein Zusammenhang damit besteht, dass ich auch bei Menschen hohe Stimmen, oder Stimmen, die noch so nen Unterton mit drin haben, oft als unangenehm empfinde und mich teils deswegen echt schon von denen weggesetzt habe?"


      Das kenn ich von mir auch. Stimmen können mich unheimlich nerven. Ich achte auch sehr drauf, ob jemand eine angenehme Stimme hat.
      Mir fällt auch immer wieder auf, wie viele Frauen unangenehm schrille oder sonstwie nervende Stimmen haben.
      Das ist soo schrecklich.

      Ich hab 'ne Arbeitskollegin, die hat die schlimmste Stimme, die ich je gehört habe. Hoch, schrill, gequetscht, einfach zum davonlaufen. Diese Stimme fährt mir direkt in die Knochen.
      Ich kann die einfach nicht in meiner Gegenwart ertragen. 

      Außerdem könnte ich ausrasten wenn jemand pfeift.
      Ich hasse es.

      21.09.2012, 07:31 von Pixie_Destructo
    • 0

      Endlich mal jemand, der das versteht!
      Pfeifen geht gar nicht, da könnte ich morden.

      21.09.2012, 18:53 von topfbluemchen
    • Kommentar schreiben
  • 2

    Depressionen sind unterdrückte Wut oder unterdrückte Trauer.
    Normalerweise reagieren Lebewesen auf anhaltende Belastung mit Aktion oder Rückzug, Angriff
    oder Flucht. Sind diese Wege blockiert oder führen nicht zu Entlastung, setzt Lähmung ein: Depression.

    kurz:
    Impression ohne Expression ist Depression.

    20.09.2012, 20:30 von schauby
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      das Wunder Leben, das Wunder Mensch auf die Perspektive chemische Reaktionen zu reduzieren, die in weiten Teilen in ihrer wechselwirksamen Struktur, vorallem mittel- und langfristig, kaum im Ansatz durchdrungen sind, ist eine Bankrotterklärung vor sich selbst.

      20.09.2012, 21:58 von schauby
    • 0

      Für mich sind das ja v.a. zwei verschiedene Betrachtungsweisen, die sich ergänzen und nicht einander ausschließen sollten.

      @schauby: Oben sehr gut ausgedrückt.

      20.09.2012, 22:04 von Juliie
    • 0

      allein die individuelle Dynamik, das komplexe Zusammenspiel unzählbarer Faktoren und Einflüsse, eines einzigen Gehirns über Jahre hinweg zu verstehen, geschweige denn vorherzusagen, lässt jede Verallgemeinerung für "alle" Hirne wie absurde Hybris des hilflosen Verstandes aussehen, der sich seine sogenannte Gewissheit vorgaukelt, damit er nicht kollabiert. 

      20.09.2012, 22:05 von schauby
    • 1

      Das allein auf biologische Prozesse zurückzuführen, hielte ich auch für äußerst fatal. Aber sie spielen ja dessen ungeachtet auch eine Rolle.

      Und so funktioniert Wissenschaft ja nunmal, es wird versucht, allgemein gültige Gesetze durch stichprobenartige Einzel- / Momentstudien zu entwickeln. Instrumentell anders auch nicht umsetzbar. Ich halte diesen Erkenntnisgehalt für wichtig und aufschlussreich, solange man sich ihrer Grenzen immer bewusst bleibt.

      Ach, kurz, wie gesagt: Immer mehrere Faktoren miteinbeziehen.^^ Ihr habt ja beide recht. Das Streben nach der vermeintlich schnellsten / einfachsten Lösung ist und bleibt gefährlich.

      20.09.2012, 22:23 von Juliie
    • 3

      für depression gibt es auch andere erklärungsansätze
      z.B."Erlernte Hilflosigkeit" oder Erschöpfungsdepression, bzw  kognitive Modelle.
      Diese psychische Erkrankung auf prolongierte Trauer, oder unterdrückte Aggression zu reduzieren finde ich sehr vereinfacht.

      20.09.2012, 22:48 von Gluecksaktivistin
    • 0

      @schauby: wenn eine depression folge davon ist, dass man weder angriff noch flucht wagt/wagen kann, dann ist das ja eigentlich eine übersprungshandlung... so wie fingernägelbeißen bei einem mathetest oder ... die möwe, die einen feind kommen sieht: weil sie sich nicht entscheiden kann, ob sie ihn angreifen oder fliehen soll, putzt sie sich.

      21.09.2012, 08:09 von kinghabibi
    • 0

      @kinghabibi

      Also das mit der Möwe fand ich jetzt sehr interessant.

      21.09.2012, 08:14 von Tanea
    • Kommentar schreiben
  • 0

    weil viele nicht begreifen das man eben keine Grinsekatze ist und das man eben gerade keine guten Bilder hat.

    Das sich gerade alles tief schwarz anfühlt und das man dafür nicht unbedingt einen Grund braucht.

    20.09.2012, 18:59 von chontay
    • Kommentar schreiben
  • 1

    Einer meiner besten Freunde hatte mal ne ziemlich schwere Depression, mit der er lange zu kämpfen hatte. Es ging sogar soweit, dass er einen Tag vor den Abiprüfungen die Schule abgebrochen hatte. Ich durfte damals miterleben, wie bescheuert doch manche Menschen sind, wenn's um das Thema geht. Er hat das damals ganz offen ausgesprochen und es wurde sich nur darüber lustig gemacht. Ich kann von daher nur nachempfinden, wieso man als Betroffener sich nicht vor allen anderen dazu bekennen will. Mir wirft sich nur die Frage auf, wieso so viele Menschen wenn's ein Bisschen im Hals kratzt gleich zum Arzt springen und sich beim kleinsten Ziepen im Kopf, gleich Aspirin reinballern, aber wenn's um ne "seelische" Erkrankung geht, jegliche Behandlung gleich als Übertreibung abstempeln. Bei so viel Engstirnigkeit werd' ich aggressiv. 

    20.09.2012, 18:47 von wittchenschnee
    • 0

      Ups.. *Es wirft sich mir

      20.09.2012, 18:48 von wittchenschnee
    • 0

      Aber wehe, denen geht es dann mal dreckig. Nehmen ist doch immer noch bequemer, als geben. 

      20.09.2012, 18:55 von blueRiver
    • Kommentar schreiben
  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      Mir geht diese Differenzierung von wegen 'richtiger' Depression auf den Keks.

      Muss man sich schon die Meriten einer RICHTIGEN Depression erst verdienen, bevor man mit einer belastenden Lebenssituation um Hilfe nachsucht?

      Das Eingeständnis mit einer aktuellen Situation überfordert zu sein oder damit nicht adäquat umgehen zu können ist ja auch schon mal was. Da muss man ja nicht gleich zur Ordnung gerufen werden, weil man das vorhandene Vokabular nicht korrekt anwendet...

      21.09.2012, 10:36 von sailor
  • 0

    der unterschied ist, dass es keinen lifestylekrebs gibt. keinen adhs-krebs, keinen medikamentenkrebs (okayokay, da mögen mir kritische mediziner widersprechen.), keinen krebs light.

    das ist vielleicht der einzige unterschied.  leute, die krebs haben, kriegen ofter ne depression. kriegen leute, die depressionen haben, auch öfter krebs?

    könnten das siamesische trendkrankheitszwillinge sein?

    20.09.2012, 17:40 von libido
    • 0

      lifestylekrebs...
      hmmmm.

      hehe :)
      hört sich schlüssig an.

      ansonsten : soweit ich weiss ist die studienlage zu dem thema nich eindeutig. die einen meinen, dass zB depressionen durchaus ´n risikofaktor sind, die anderen sehen da keinen zusammenhang.
      *schulterzuck*

      20.09.2012, 19:41 von derHerrMitDemPixel
    • 1

      Ich würde sagen, beides sind Abwehrreaktionen des Menschen auf eine zunehmend komplexere und auch feindlichere Umwelt

      20.09.2012, 19:48 von EliasRafael
    • 0

      @pix: ich bin ja sowas von nicht vom fach, aber ich hab das mit dem krebs-->depression mal irgendwo gelesen. quelle vergessen.

      ich bin froh, dass ich keine soziologischen medizin- oder gesundheitsstudien machen muss. das ist immer so dermaßen multikausal alles, insbesondere, wenns global wird.

      @elias: depressionen: ja.
      krebs? liegt das nicht an besseren / häufigeren screenings und der allgemeinen alterung, dass die häufigkeiten zunehmen?? hab ich auch mal irgendwo gelesen, quelle vergessen.

      21.09.2012, 00:01 von libido
    • 0

      Klar, Screenings und Alterung erhöhen die Wahrscheinlichkeit, aber



      21.09.2012, 00:11 von EliasRafael
    • 0

      ich lese übrigens gern science fiction. bin schon gespannt, ob noch zu meinen lebzeiten etwas spannendes wird passieren (hihi):

      nur noch babies aus jetzigen eingefrorenen spermien? die x-chromosome entwickeln sich weiter und die ys verkümmern? bricht die herrschaft der frauen endlich an? und werden männer bittstellerisch und schutz- und versorgungssuchend wie frauen jetzt, weil sie dann eigenlich nicht mehr gebraucht werden? landen männer im zoo?

      ich bin gespannt!

      21.09.2012, 00:19 von libido
    • 0

      wie wärs mit ner Spontanbesamung quer übers Internet?

      21.09.2012, 00:21 von EliasRafael
    • 1

      http://www.youtube.com/watch?v=2LG8ov4DPPM

      24.09.2012, 00:02 von libido
    • Kommentar schreiben
  • 3

    Ich hätte niemals  im Leben erwartet mit 28 und einem "Burn Out" wie man so Schick sagt in der "Klapse" zu sitzen. Eine 3/4 Stelle angestellt, 1/4Stelle Selbstständig, alleinerziehend und ein ewiges "klar, mach ich" und "ja, natürlich" haben mich dann doch vom Gegenteil überzeugt und ich muss sagen ich bin meinem "Burn Out" auf ewig dankbar, dass es mich heimgesucht hat. Irgendwer musste mich dringendst aus diesem wilden Aktionismus holen und mich auf den Arsch setzen und mich dazu zwingen hinzuschauen wo es wirklich hapert. Nicht schön diese Krankheit und ich wusste nicht wie schlimm man sich fühlen kann und wie schlecht es einem gehen kann, dass man freiwillig Sonntags morgens in die Psychiatrie fährt, aber verdammt sinnvoll für mich gewesen. 

    20.09.2012, 17:27 von SmillaE
    • 0

      Auch das ist möglich. Und irgendwann reagiert der Körper auf den Umgang mit ihm in alle möglichen Richtungen. Und leider muss oft erst der "Knall" kommen um auf sich selbst zu schauen und sich selbst zu hinterfragen. 

      Als ich mitten drin gesteckt habe, habe ich natürlich nicht den Sinn gesehen, weil ich erstmal die Symptome angehen musste. Später mit dem Abstand kamen meine Erkenntnisse von Gründen und Ursachen. Da liegt die Chance: zu verändern, in seinem eigenen Tempo. 

      20.09.2012, 18:41 von blueRiver
    • Kommentar schreiben
Seite: 1 2 3 4

Das Magazin

Die nächste Ausgabe:
10. Juni 2013

Neueste Artikel-Kommentare

NEON-Apps für iOS und Android