Minderheit 23.07.2005, 16:03 Uhr 18 0

Studium? Ja. Und was? Ähm...

Was machen die Studenten dieses Landes eigentlich?! Offensichtlich sind sie nicht damit beschäftigt, uns Studenten in spe die Angst zu nehmen.

Wie war das denn bei dir? Wie entscheidet man sich denn einfach so für eine Wegrichtung? Und fühlt sich das dann später immer noch richtig an?
Ich habe mir jedenfalls letztens den ZEIT-Studienführer gekauft, denn natürlich will ich studieren, was macht man auch sonst nach dem Abi? Ich bin also auf der Suche nach DEM Studienfach für mich. Nachdem ich allerdings alles von Amerikanistik bis Zahnmedizin durchgelesen habe, wird mir klar, dass es vielleicht doch nicht ganz so einfach ist. Dabei gibt es einiges, was mich interessiert. Mathematik zum Beispiel, aber da muss ich ein Zusatzfach haben, dass ich nicht bereit bin zu belegen, da es nicht Philosophie oder Musik oder Germanistik oder Soziologie sein wird. Weil das halt nicht geht. Was soll ich auch damit?
Leider scheint Mathematik aber auch das einzige der genannten Fächer zu sein, mit denen man beruflich etwas anfangen kann, ohne gleich wieder zurück an die Schule zu gehen(wenn auch dieses mal als Lehrer). Ist das heute so, dass man keine Traumberufe mehr hat? Mir scheint das alles so undurchsichtig, ich merke, dass ich nicht weiß, was ich eigentlich kann, was ich wirklich will und selbst wenn ich das wüsste, hab ich keine Ahnung, wie ich dahin komme.

Also ein Studium. Aber nicht irgendeins. Eins, mit dem ich mich noch auf die Straße trauen kann und nicht in meiner kleinen dunklen Kammer sitze, weil es langweilig und trostlos ist und überhaupt keine Perspektive bietet.
Daran keine Perspektive zu haben, bin ich ja schon gewöhnt, das ist nichts neues mehr. Aber ist das jetzt wirklich so, wie bei der Kurswahl? Ich schließe die Augen und setze Kreuzchen? Und wenn es anders ist, dann wie? Ist das so entscheidend und prägend, wie man immer hört? Kann ich guten Gewissens einige Jahre meines Lebens etwas opfern, das ich so vielleicht nie mehr brauche? Und wenn nicht, was tue ich dann?
Werde ich in einem guten Jahr hier sitzen, mit meinem Abi in der Hand und immer noch nicht wissen, wohin? Davor habe ich echte Angst. Nach 12 1/2 Jahren klarem Weg, plötzlich wieder Unsicherheit... das ist schon komisch. Wie macht man das? Wie findet man in dem Gewirr von Studiengängen seinen Weg?

Ich habe Angst, stehen zu bleiben und dann nicht weiterlaufen zu können. Ich habe das Gefühl, es geht jetzt um alles oder nichts, um meinen Platz in der Welt und den Sinn hinter allem. Natürlich ist das ein bisschen übertrieben, aber wie kann ich studieren, was ich will, ohne später lebenslang arbeitslos zu sein?
Geht das? Und wie fühlt sich das an? Gibt es ein Leben nach der Schule?

18 Antworten

Kommentare

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    Ohhh ich versteh dich ..... mach auch nächsten Monat ABI .... und dann ?... STUDIEREN..... aber was ... keinen blassen schimmer..... ein paar interessante Dinge gefunden aber meist auch mit Nc von 1,4.... ich finde die meisten Studeingänge hören sich so abstrakt an ... da kann man sich absolut nix durnter vorstellen ... naja ich hab die entscheidung erstmal weiter geschoben und denke mir das wird sich schon alle geben :-).... hab ja noch ein "paar" Monate Zeit bis ich mich entschieden haben muss...

    16.03.2006, 00:13 von Fahrradfahrerin
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    Es stimmt, die Auswahl an interresanten Studien ist groß. Ich bin selber erst 13 Jahre alt und weiß auch noch nicht, was studieren möchte. Ich bin zwar noch jung, doch ich glaube, dass es vorteilhaft ist, sich schon im früheren Alter festzulegen. In der engeren Auswahl stehen: Journalismus und etwas mit Tanz. Doch von jeden Seiten hört man , dass das Puplizistik-Studium vollkommen überlaufen sei, und zu allem Verdruss, man sounso keinen Arbeitsplatz bekomme. Jedoch lasse ich mich nicht einschüchtern und studiere das, was mich wirklich interresiert. Und dies rate ich dir auch. Es ist besser, einen Job zu haben (wenn sich die Möglichkeit bietet), welcher für dich interresant ist und womöglich nicht soviel einbringt, als einen, welcher gut bezahlt ist, jedoch völlig "fad" ist.
    ich persöhnlich hoffe, du triffst eine gute Wahl.
    Viel Glück.
    julia

    28.01.2006, 12:14 von juliii
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    Mir ging es vor über fünf Jahren ähnlich. Damals war ich am Anfang der 12. Klasse, und ich wusste nur eins: Ich will was mit Naturwissenschaften studieren. Ich dachte eigentlich an eine Ingenieurwissenschaft. Um mir mal das Unileben anzuschauen habe ich an einer sogenannten Schüleruniversität teilgenommen, da sind Schüler eine Woche an einer Uni und erleben das Studentenleben hautnah.

    Ich war eine Woche in Jena und eine Woche in Freiberg. Ausserdem war ich an einem Tag der offenen Tür in Wuppertal, weil ich an einen Studiengang gedacht habe den es nur da gibt. Letztendlich habe ich mich für Angewandte Naturwissenschaft entschieden.
    Warum genau das? Zum ersten habe ich mich bei meinem ersten Besuch in Freiberg in diese kleine Bergstadt verliebt mit der kleinen Uni verliebt. Zweitens ist der Studiengang so gestaltet das man im Grundstudium ohne Zeitverlust in viele andere Studiengäng an meiner Uni wechseln kann, so das man sich zu Beginn nicht gleich entgültig Entscheiden muss.

    Letztendlich bin ich bei dem Studiengang geblieben für den ich mich von Anfang an entschieden habe. Ich werde im Januar anfangen meine Diplomarbeit zu schreiben und bin eigentlich ganz zufrieden mit meinem Studium.

    Ich denke für die Auswahl der Studiengangs sollte man sich auf jeden Fall die bevorzugte Hochschule anschauen, mit Leuten sprechen die das schon studieren und auch etwas auf sein Bauchgefühl hören.

    Mittlerweile berate ich selber angehende Studenten bei Tagen der offenen Tür.Wenn man mit einigen Leuten ins Gespräch kommt kann man schon sagen ob derjenige der Richtige für den Studiengang ist oder nicht.

    09.11.2005, 21:04 von WeisseLilie
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    hehe, nich so pessimistisch bitte. es gibt immer eine kombination aus den verschiedenen Interessen die man hat.
    Ich zum Beispiel wollte schauspielende Historikerin werden....und da passt doch nichts besseres als in die Politik zu gehen..oder?

    Selbst wenn du Astrologie studieren willst und nebenbei doch Kosmetikerin werden möchtest..da findet sich doch was...sind ja nich umsonst im land der begrenzten unmöglichkeiten..oder wie war das?

    07.10.2005, 13:13 von Siebenschoen
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    also mir ging's ähnlich. ziehmlich ähnlich sogar. meine interessen liegen auch in solchen unnützen bereichen wie sprachen und mathematik. wie soll man das bitte kombinieren? meine lösung ist ein psychologiestudium. da brauch man vor allem mathe und englisch. naja und ein bisschen bio und deutsch. tjaaaa.....das ist aber gar nicht so einfach da einen studienplatz zu bekommen. Die ZVS scheint schier unüberwindlich. dieses jahr lag der nc bei lachhaften 1,1 - bleibt nur noch die hoffnung auf die dirkektbewerbung....wir werden sehen....

    26.08.2005, 09:53 von schoh-koh
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    Studiern wäre ja mal ganz schön, da legt man sich fest ( ich biologie) und mit einem 2,0 schnitt in berlin erworben kann man dann nich mer in seiner heimatstadt studieren, da es eine 5 % quote gibt die nur noch von landeskindern erfüllt werden muss! danke hätte nach duisburg düsseldorf oder nach mainz gehen können! würde ich das tun hat jedes familienmitglid ( mama papa großer bruder) dank des herrlichen studien bzw arbeitsklimas sein eigenes zu hause! wir haben ein haus ( eigentum) in berlin und nur meine mutter wohnt drin weil alle wegmüssen!
    ich bin allerdings der überzeugung das zu wählen, was einem spaß macht ! so fällt einem das lernen leichter! aber schau dich wirklich mal nach einem ausbildungsplatz oder alternativ studiengängen wie beim bund um!

    25.08.2005, 22:51 von NannyOgg
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    Ich habe meine Studiengang zwischendruch gewechselt. Durch die guten Ausgangsfächer war es möglich sich alles irgendwie anrechnen zu lassen und ausserdem durch überschneidung musste ich den anderen Studiengang nicht exmatrikulieren (mich aus dem... ach egal, doofer Satzbau - ach, ja mache Linguistik jetzt *g*). Auf alle Fälle denke ich ist es gut, wenn man so Sachen studiert, die einen erstmal ins studieren reinbringen und dann kann man wenn man will was anderes später studieren ohne bei Null anzufangen. Wenn auch nur im Nebenfach halte ich eine Sprache, Mathe, Info, Psycho, Päda immer für eine gute Wahl...

    25.08.2005, 15:16 von Jalta
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    hey siehs nicht so dramatisch.
    ein gesundes maß an gelassenheit tut einem besser als ständiges grübeln
    ich fänge dieses ws auch erst an, mit :
    europäische ethnologie
    soziologie
    gender-studies
    keine ahnung wie daswerden wird :-))

    25.08.2005, 15:04 von mondkind
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