MrsSoflon 20.06.2011, 17:04 Uhr 0 2

Die nicht vorhandene zweite Chance - oder Young Blood

Ist das Leben wirklich so frei und sorglos, wie es uns viele vorgeben?

Young blood – viele „heranwachsende“ träumen doch von einem Leben in Freiheit.
Sie wollen unbeschwert leben, sich keine Sorgen machen zu müssen und Spaß haben.
Aber geht das in unserer Zeit überhaupt noch?
Sich schleifen lassen ist das in unserer Zeit des Wachstums, in dem es schnell geht fallen gelassen zu werden nicht einfach verboten?
Sagen wir, ein 16 Jähriges Mädchen auf dem Weg zum Abitur, danach Studium, vielleicht Ausbildung und dann rein in den Job.
Wann soll man denn Spaß haben? Wann soll man sein Leben richtig genießen können oder kommt das erst nach der Arbeit, in der Rente?
Jemand, der in seinem Leben wirklich was erreichen will muss hart arbeiten und sich Mühe geben.
So sehe ich das. Stimmt das denn gar nicht?
In unserer Zeit kann schneller wieder jemand gefallen lassen werden, eher er die Chance überhaupt bekommt. Zehn weiter warten nämlich schon auf sein Scheitern.
In meinen Vorstellungen sieht es so aus und ich könnte wirklich auf Parties und ähnliches verzichten, wenn ich dafür meine Zukunft ja sogar meine Karriere in Gefahr bringen würde. In dem ich mich nicht für meine schulischen Leistungen interessiere.
Das klingt jetzt wahrscheinlich sehr nach Streber und das bin ich nun wirklich nicht, aber wie soll es anderes gehen? Gerade wenn man erwachsen wird, muss man kämpfen, um etwas zu werden.
Denn meistens gibt es keine zweite Chance.
Gerade in Medien, die sehr von Jugendlichen gelesen, gesehen oder gehört werden geht es fast immer darum Spaß zu haben, sich schleifen zu lassen oder einfach nur frei zu sein.
Aber niemand sagt einem wie man sich in wichtigen Situationen verhalten soll und mit dem Spruch „Genieße dein Leben“ kommt man da wohl nicht so weit..
Ist das nicht der falsche Weg? Wie soll man denn so etwas erreichen?
Und ich sehe, dass jetzt nicht von dem materiellen Wert, den man durch einen Job bekommt.
Oder auch nicht das Geld mit dem man sich alles kaufen kann. Reich sein meine ich nicht, ich könnte aber glaube ich gar nicht glücklich sein oder ein erfülltes Leben haben, wenn ich eine so große Chance wie „die Schule“ nicht genutzt hätte.
Aber viele sehen das wohl nicht ein und denken wohl nicht sehr weit in die Zukunft.
Genießen sollte man das Leben, denn man hat es nur einmal. Jeder wie er möchte und doch denke ich, dass die meisten später keinen Spaß mehr haben werden.
Wie soll man sowas aber einem Halbstaren erklären, jemanden der sowieso gerade versucht erwachsen zu werden und sein wirkliches ICH sucht.
Noch mal zu dem oben genannten Mädchen, wahrscheinlich fragt sie sich zehn Jahre später, Langeweile im Job keine für sie geeignete Lebenssituation, was sie anders hätte machen sollen.
Was soll man ihr da antworten? Es war ihre Entscheidung und viele hätten gerne so ein Leben gehabt.
Man schätzt Dinge, wie Schule gar nicht mehr richtig wert. Die Schule ist für sie langweilig, nervig und überhaupt total dumm.
Aber was wäre ohne? Glücklicher wären sie wohl nach einiger Zeit auch nicht und das andere Erwachsene sich mit dir beschäftigen finde ich auch gut. Immer nur die Meinungen der Eltern zu hören und immer nur von ihnen gelobt oder getadelt zu werden ist ja auch ncihts.
Man muss mit Kritik aufnehmen und auch umsetzen können, aber auch mit anderen Menschen, denen man wohl mehr Respekt zeigen soll, umgehen und zusammen arbeiten können.
Auch unter diesem Aspekt ist die Schule sehr wichtig.
Ich sehe in so vielen Sachen diesen jugendlichen leichtsinnigen Charme.
Er steht für so viel, für so viel Freiheit.

Auch wenn ich selber noch sehr jung bin, mache ich mir über so etwas Gedanken. Ich lebe nicht danach, aber es beschäftigt mich doch so sehr.
Und ich frage mich immer, ob das richtig ist und ob das alles ist. Ob das Leben nicht so viel mehr zu bieten hat.
Aber erst die Arbeit und dann das Vergnügen.
Oder sehe ich das ganz falsch?

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