CallmeFluffi 07.08.2018, 17:10 Uhr 2 0

Ausbildung oder Studium - Was ist das Richtige?

Junge Menschen stehen nach dem Abschluss des Abiturs vor der Frage, welchen Weg sie in Zukunft einschlagen sollen.

Auf der einen Seite haben sie die Möglichkeit, mit dem Studium eine akademische Laufbahn anzustreben. Auf der anderen Seite gibt es die Option, mit einer Ausbildung direkt in das Berufsleben zu starten. Doch welche der beiden Varianten ist für die nahe und ferne Zukunft die beste? Da sich diese Frage nicht pauschal beantworten lässt, werden im nachfolgenden Artikel beide Karrierewege näher beleuchtet, um jungen Abiturienten eine Entscheidungshilfe für ihre persönliche Zukunft zu geben.

 Mit der dualen Ausbildung direkt in das Berufsleben starten

Die duale Berufsausbildung zählt zu den besten und anerkanntesten Ausbildungen weltweit. Wer sich für eine Lehre entscheidet, verdient sofort Geld und kann Berufserfahrung sammeln. Die Ausbildung dauert ca. drei Jahre und endet mit einer Prüfung. Natürlich sind die Ausbildungsvergütungen teilweise relativ gering. Für einen jungen Menschen bedeutet das erste richtige Geld jedoch finanzielle Freiheit und eröffnet ungeahnte Möglichkeiten. Außerdem gibt es Ausbildungsberufe mit sehr hohen Einstiegsgehältern. Dazu zählen beispielsweise die Ausbildung als Fluglotse/in, Bankkaufmann/-frau, Fachinformatiker/in oder Mechatroniker/in. Wer in diesen Berufen eine Ausbildung macht, verdient zu Beginn überdurchschnittlich viel Geld.

Für eine Ausbildung spricht ganz klar, dass direkt wertvolle Berufserfahrung gesammelt wird. Nach der Lehre kann weiterhin noch immer ein Studium absolviert werden. Außerdem bieten zahlreiche Unternehmen Weiterbildungen an, die einem Studium ähneln. Abiturienten sollten sich bei der Wahl des Ausbildungsberufes jedoch nicht zu sehr auf die Einstiegsgehälter fokussieren. In einigen Berufen sind die Gehälter nach der Ausbildung nämlich gering. Bei der Wahl des Ausbildungsberufes sollten immer zusätzlich die eigenen Interessen und die späteren Verdienst- und Weiterbildungsmöglichkeiten beachtet werden.

Wer sich für eine Ausbildung entscheidet, legt sich allerdings direkt nach dem Abitur auf einen Beruf fest. Natürlich besteht auch nach der Ausbildung noch die Möglichkeit, einen anderen Beruf zu erlernen. Häufig fehlt dafür jedoch die Motivation. Weiterhin möchten viele junge Menschen nach drei Jahren Ausbildung endlich ein normales Gehalt bekommen und sich teure Wünsche erfüllen. Die Ausbildung hat somit Vor- und Nachteile gegenüber einem Studium.

Mit einem Studium den akademischen Weg gehen

Immer mehr junge Menschen entscheiden sich nach dem Abitur für ein Studium. Das Studium kann eine gute Wahl sein, da nach Abschluss des akademischen Weges häufig bessere Verdienstmöglichkeiten bestehen. Diese Tatsache ist ein klarer Vorteil für den akademischen Weg.

Wenn Abiturienten noch nicht genau wissen, welchen beruflichen Weg sie einschlagen möchten, bietet sich ein Studium an, da die endgültige Berufsentscheidung erst nach dem Abschluss des Studium getroffen werden muss. Dennoch sollte der mögliche Studiengang natürlich nach den eigenen Interessen und Neigungen ausgewählt werden. Wer einfach nur studiert, um nicht arbeiten zu müssen, wird in der Uni möglicherweise überfordert sein.

Heranwachsende, die studieren gehen wollen, sollten beachten, dass ein Studium sehr viel Disziplin und Zielstrebigkeit erfordert. Während in einer dualen Ausbildung der Fortschritt der Ausbildung überwacht wird, sind Absolventen in der Uni auf sich alleine gestellt. Außerdem muss die finanzielle Absicherung innerhalb des Studiums sichergestellt werden.

Nicht selten müssen Studenten arbeiten gehen, um sich das Studentenleben finanzieren zu können. Als Student genießt man jedoch auch viel Freizeit und Unabhängigkeit. Wenn es die finanziellen Möglichkeiten zulassen, können Auslandssemester und zahlreiche Reisen absolviert werden. Weiterhin wird der eigene Horizont erweitert und die Eigenständigkeit erhöht.

Das duale Studium oder das berufsbegleitende Studium als Alternativlösung

Es gibt viele Absolventen, die gerne studieren und dennoch sofort Geld verdienen möchten. Für Absolventen, die sofort die Vorteile des Berufslebens und des Studiums vereinen möchten, bietet sich daher die Alternativlösung des dualen Studiums bzw. des berufsbegleitenden Studiums an. Bei einem dualen Studium wird in einer Zeitspanne von meistens drei Jahren eine duale Berufsausbildung und parallel ein Bachelorstudium absolviert. Nach Abschluss beider Ausbildungen haben junge Menschen somit eine abgeschlossene Ausbildung, Berufserfahrung und einen akademischen Titel erworben. Diese Abschlüsse bieten hervorragende Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.

Dabei sollten Interessenten jedoch beachten, dass die Ausbildungszeit sehr anstrengend ist. Wer zwei Abschlüsse parallel absolviert, muss ein perfektes Zeitmanagement entwickeln und die Prioritäten auf die Ausbildungen legen. Zeit für Freunde und Freizeit ist nur noch in begrenztem Maße vorhanden. Viele Vorlesungen müssen außerdem am Wochenende besucht werden. Die Arbeitgeber unterstützen ihre Auszubildenden jedoch, sodass meistens vor allem die Kosten für das Studium vom Ausbildungsbetrieb übernommen werden.

Eine Alternative zum dualen Studium ist das berufsbegleitende Studium. Hierbei wird zuerst eine Ausbildung und erst im Anschluss daran berufsbegleitend ein Bachelorstudium absolviert. In der Praxis bedeutet das, dass die normale berufliche Tätigkeit weiter ausgeübt und gleichzeitig eine akademische Karriere angetreten wird.

Auf diese Weise müssen Absolventen nicht auf ihr Gehalt verzichten und können sich trotzdem akademisch weiterbilden. Durch die Verzahnung von Theorie und Praxis entstehen für Unternehmen und Absolventen zahlreiche Vorteile. Auch bei dieser Variante müssen Berufstätige ein gutes Zeitmanagement haben und Prioritäten setzen, da die Vorlesungen und Klausuren außerhalb der normalen Arbeitszeit stattfinden. Nach dem Abschluss des Studiums stehen Absolventen jedoch zahlreiche Karrierewege im Unternehmen und der Uni offen.

2 Antworten

Kommentare

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    Ich danke für diesen informativen Text. Eine gleichwertige Zusammenfassung fand ich neulich in einem Referat eines Neuntklässlers. Ich bin jedoch nicht sicher, ob es sich dabei um eine Strafarbeit gehandelt hat.

    08.08.2018, 20:26 von jetsam
    • 0

      du wärst wohl gerne lehrer geworden und hast es nicht geschafft. oder aber du bist lehrer und zwar ein schlechter.

      10.08.2018, 11:08 von green_tea
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