Kadipurzel 02.01.2012, 09:41 Uhr 4 3

Wie oft muss ich vor die Wand laufen, bis sich der Himmel auftut?

Weiß nicht mehr, wie es gestern war, weil es am Tag davor genauso aussah. Die Tage kommen und die Nächte gehen,

so viele Stunden habe ich schon gesehen,
und keine Minute bleibt davon stehen,
dabei möchte ich mit ihnen gehen,
doch lauf zu schnell und bleib dennoch stehen. 

Sehe wie die Zeiger der Uhren weiterrücken,
bis ich irgendwann die Augen schließe,
es scheint mich nichts mehr zu berühren,
ich schlendere, nichts ändert sich,
es geht nicht vor und auch nicht zurück, 
möchte dem ganzen irgendwie einen Sinn geben,
manchmal brauche ich ein Weilchen bis ich verstehe.

Versuche weiterzugehen, nicht stehen zu bleiben,
mich neu zu begreifen, statt an mir selbst zu zweifeln,
selbst wenn ich scheitere, werde ich es erneut versuchen,
ansonsten drehe ich durch und werde nur noch betäubt,
es bleibt festzuhalten, es ist ein Drahtseilakt,
jetzt loszulassen, wäre total beknackt.

Ich ändere alles was ich kann,
alles was ich ändern muss,
weil sich alles ändern muss,
wenn es besser werden soll,
irgendwann ist der Tag der Tage,
keine Frage, ich weiß, was dann passiert,
schließlich kann aus Böse Gut werden. 


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    Ich verstehe was Du meinst, habe aber festgestellt, dass dieser Gedankengang für mich gut funktioniert und meiner Ansicht nach, schließt es sich nicht aus, nach einer Niederlage etwas anders zu machen und wenn es nur die Ansicht ist, dass man selbst anders an eine Sache herangehen muss. 


    Oftmals fällt einem ja erst hinterher, wenn es einem wieder besser geht, wie schlecht es einem eigentlich ging, das Nachdenken über die Situation kann ja nur im Anschluss stattfinden, da es ja oftmals Entwicklungen sind. 

    04.01.2012, 09:46 von Kadipurzel
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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
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    Ich gebe Dir Recht, dass die Erkenntnis, einmal mehr aufzustehen, als man hingefallen ist, nicht selbstverständlich vorzufinden ist. 

    Habe jedoch herausgefunden, dass für mich, die Kraft weiterzumachen und etwas erneut zu versuchen, notwendig ist. Sicherlich aber auch ein Lernprozess und selbstredend gibt es mehrer Möglichkeiten an Dinge heran zugehen, sodass mitunter auch Umwege gegangen werden müssen. 

    02.01.2012, 11:10 von Kadipurzel
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    Gefällt mir,  meine Lieblingszeile ist „selbst wenn ich scheitere, werde ich es erneut versuchen,“ ... denn die Kraft immer weiterzumachen bzw. es erneut zu versuchen oder Erkenntnisse sammeln und es dann besser zu machen ist nicht selbstverständlich.
    Ich sehe das Leben eher als eine art Schule an, und mache Lehren, an denen man scheitert, sind nicht so einfach zu verkraften.  
    „Wie oft muss ich vor die Wand laufen, bis sich der Himmel auftut?"
    Keine Ahnung, wenn sie zu massiv ist kann man ja auch mal gezwungen sein andere Wege zu gehen, aber selber bin ich da kein Musterbeispiel und schwänze die (Lebens)schule lieber.

    02.01.2012, 11:01 von Cyro
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