When The Day is Done
And Everybody's Gone...
Womöglich geht es fast jedem so oder auch nicht. Der Tag ist getan, alle sind gegangen und Du bist plötzlich alleine dort – irgendwo. Vielleicht beginnen manche den Tag zu zweit, wenn der Partner einem am Ohr knabbert und weckt und statt Kaffee morgendlicher Sex wach macht. Aber es gibt noch eine andere Spezies Mensch, die abends allein ihre E-mails checken, allein ihr Bier austrinken, allein Zähne putzen, allein ins Bett gehen und alleine einschlafen. Und wenn ein solcher Mensch im Bett liegt und die Decke anstarrt, die über seinem Kopf so erdrückend scheint, fragt man sich: War’s das? Schon wieder ein Tag vorbei. Man lebt dahin. Man hat das Gefühl zu existieren. Natürlich gibt es schöne Momente und auch dramatisch traurige, die das Leben oft durcheinander bringen, doch wo bleiben diese Momente, wenn man sie am nötigsten braucht? Wenn sich der Tag so eingelebt hat. Wenn jede Party nur noch wie Fantasie erscheint, wie ein Film, der unendlich spielt. Erst wenn die Sonne wieder aufgeht, schaut man einem neuen Tag entgegen mit neuen Erwartungen. Doch was tun, wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden. Wenn sich der Tag wieder und wieder dahinschleppt und in diesem Playback des Lebens man irgendwie nicht selbst zum singen kommt? Egal was dann nicht mit dir stimmt, beziehungsweise, was du glaubst, das nicht stimmen kann, komm erst mal ein bisschen runter und lass die Gedanken ziehn, damit du dich wieder besser fühlst. Dieser kleine Geist, der sich in uns festsetzt, diese Gier nach immer neuen Erfahrungen, beklemmt einen und lässt nicht los, weil wir selbst auch nicht locker lassen. Eigentlich müsste man doch zufrieden sein – glücklich – schließlich leben wir in einem Land in dem es uns besser geht als irgendwo in Afrika. Gerade stirbt ein Kind. Hast du seinen letzten Herzschlag gehört? Und du beschwerst dich über deine Langeweile am Abend? Dieses ewige Gefühl von Sinnlosigkeit? Meinst du dein Leben wäre wirklich nutzlos? Überlege, wer aus deinem Leben einen Nutzen zieht. Dieses Recht hast alleine Du. Also mach etwas draus und lass nicht andere darüber bestimmen. Du wirst erkennen, wann Deine Tage enden, doch über jede Konsequenz nachzudenken ist eine verschwendete Chance, deinem Leben einen neuen Anstrich zu geben. Du willst doch Abwechslung, Abenteuer und sonst was auf der Welt. Aber das ist eben nur das Weltliche. Das was Dein Herz begehrt ist wiederum eine ganz andere Geschichte. Darüber musste ich mir selbst auch schon klar werden.






Kommentare
... äääääähm, kennen wir uns??? Kannst du in meinen Kopf gucken??? Das macht mir ja ein bisschen Angst.;o)
29.05.2009, 00:12 von jalsheute ist wieder ein solcher tag ... sehr gut !
23.08.2008, 23:40 von NrobSo schön geschrieben ...
08.05.2008, 19:57 von bunteWollsockerichtig gut (:
26.04.2008, 19:20 von revolutionaerdie situation kenn ich & das nächste mal, wenn's mir so geht, werd ich hier dran denken.
fast poetisch... sehr schön, gefällt mir. Auch das sicher jeder schon mal nachts allein seine emails gecheckt hat und sich dabei tierisch einsam gefühlt hat, fin ich hinterlistig aber genial
24.04.2008, 11:26 von asksighnSehr schön! Stellenweise finde ich mich wieder...
25.11.2007, 18:00 von tofubrainEine Geschichte, die ich so gar nicht erwartet hätte Liebes.
27.10.2007, 19:55 von LifestyleIch denke dieser Einblick in die Realität des Lebens, wie sie nun einmal sehr oft stattfindet, ist nicht nur sehr lebensnah, sondern leider auch nicht zu leugnen - Vergiss trotzdem nicht, dass es genauso auch ab und an das Gegenteil von dem gibt was du hier beschrieben hast.
Schöne Story, die anfängliche Situation kommt mir recht bekannt vor ;)
15.10.2007, 22:42 von Snowdergerade stirbt ein Kind.Hast du seinen letzten Herzschlag gehört?...
22.09.2007, 01:22 von DiePusteblumeWunderbar treffend geschrieben, schöne Wortwahl!
Lg, Lisa
im playback des lebens selbst nicht zum singen kommen..
25.08.2007, 10:58 von endorphinbatterieschön formuliert.
ja der gedanke an afrika, auch wenn er noch so banal ist,
er hilft eben doch so oft auf den boden der tatsachen zurückzufinden.
und doch, wohlstand allein ist eben auch nicht das,
was einen glücklich macht...