the true story about vampires
Jeder zehnte Mensch ist eigentlich ein Vampir. Vampire trinken kein Blut, sie freuen sich einfach darüber welches zu sehen.
Vampire lieben Knoblauch, müssen weinen und müssen sich nach 5 Tequila lauthals übergeben.
Soweit die Fakten.Die Quelle dieses Wissens habe ich übrigens aus dem
Vampirhauptquartier, wo auch sonst, tiefstes Transsilvanien.
Genauer gesagt aus der unterentwickelsten Landschaft Transsilvaniens,
dessen einzige Fortbewegungsmittel Pferde mit Taschenlampen an den
Köpfen sind.
Doch vielleicht sollte ich ersteinmal den Beginn der Geschichte erzählen.
Es war in einer Nacht von Mittwoch auf Donnerstag um genau 2:36 als mich
irgendwelche seltsamen Geräusche, die aus Richtung Küche kamen,
aufwachten.
Nach ein paar Schlaf-Wach-Phasen und dazu noch einen nervenden Traum von
Killerpinguinen die mich grad an einen Eisblock gefesselt hatten,
beschloss ich dann doch endlich aufzustehen.
Ich ging also in Richtung Küche um zu sehen wo die Geräusche herkamen.
Als ich dann die Küchentür öffnete musste ich mich ein paar mal in
meinen Ellenbogen kneifen, weil ich nicht genau wusste ob ich träumte
oder wach war. Das kneifen tat weh und wie ein Pinguin sah die Gestalt
vor dem Kühlschrank auch nicht aus.
Was ich da vor mir sah war ungefähr drei Köpfe größer als ich, trug
Klamotten wie auf einer Gothicparty und hatte Augen wie ich sie bis dato
nur von Leuten nach fünf Tagen Festival kannte.
Dann blitzten die spitzen Zähne hervor. Zähne wie ich sie nur von einem Wesen kannte. Nun war es mir klar.
Ich hatte um genau 2:45 Uhr einen Bierschinken und Kochkäse raubenden, Vampir auf frischer Tat ertappt....
Es sind inzwischen 3 Minuten vergangen. Der Vampir und ich stehen uns
immer noch wortlos gegenüber. Was sollte ich auch sagen. Wenn er
wirklich aus Transsilvanien kam , wie ja so ziemlich alle Vampire, hatte
ich ein Verständigungsproblem. Nach längeren Überlegungen, viel mir das
einzige ein was ich auf Rumänisch sagen konnte. Buma ßeara. Warum
nicht erst einmal freundlich sein und der düsteren Gestalt einen guten
Abend wünschen. Viel erreicht hatte ich damit allerdings nicht. Er
schaute mich immer noch an als wäre ich die ungeheure Gestalt von uns
beiden. Nagut, bedengt man die Uhrzeit und meinen Schlafmangel, war ich
das wohl auch.
Jedenfalls konnte ich diese Stille nicht mehr länger ertragen und
erklärte ihm frei heraus das ich absolut kein Rumänisch spreche und ich
nun endlich wissen will was er hier zu suchen hat.
Und siehe an, er fing an zu reden. Kein Rumänisch, kein Deutsch…nein er
redete Bayrisch. Da ich leider kein Bayrisch reden und noch viel weniger
schreiben kann, habe ich seine Worte auf Hochdeutsch
aufs Papier gebracht. Seinen ersten Worte waren: „ Es tut mir leid". „
Können wir das vielleicht alles vergessen?".
Vergessen?! Ich überlegte kurz. Polizei anrufen und einen Vampir
melden? Einen Typen der zwei Köpfe größer ist als ich, auf den
Küchenboden prügeln? Verdammt. Mir blieb nichts anderes übrig.
„Vergessen wirs." Sagte ich.
Ohne noch irgendeinen Einwand zu machen fragte er mich ob ich eigentlich an Vampire glaube.
Ich dachte nach. „ Ich weiß eigentlich gar nicht genau ob ich daran glaube."
„Ich habe noch nie überlegt ob es vielleicht welche geben könnte." Sagte ich.
Aber da ich sowieso immer eine etwas regere Phantasie hatte als andere kann es schon gut möglich sein.
„Aber nun zurück zu meiner Frage. Wo kommst du nun eigentlich her?"
Er holte einmal tief Luft, zog seine Schultern kurz nach oben und lehnte sich zurück.
„Wo ich herkomme willst du wissen? Schwierige Frage." „Glaubst du an Parallelwelten?"
Was sollte ich sagen? Parallelwelten? Mein Blick streifte durch das
Zimmer. Er stoppte an einem Pinnwandschnipsel mit der Aufschrift
„terroristische Katzen bedrohen den Nordpol". Ohne eine einzige
Veränderung meiner Gesichtszüge streifte mein Blick weiter um an meinen
allmorgendlichen Motivationsspruch hängen zu bleiben „Life is what
happends, while you are bussy to making other plans". Plötzlich zuckte
ich zusammen. Was hatte er mich noch mal gefragt? Ach ja Parallelwelten.
„Sollte ich daran glauben?" fragte ich ihn nun ohne jegliche Emotion in meinen Worten.
„Mir war schon klar das es nicht leicht würde einen sterblichen Wesen
etwas darüber zu erzählen. Aber wenn du dich darauf einlassen willst,
würde ich dir gerne erzählen was es damit auf sich hat."
Die Zeit war mir nun sowieso egal.
„Also schieß los" erwiderte ich (wesentlich Emotionaler als in jeden meiner Sätze davor).
Nahaufnahme am geschlossenen Auge. Laute Musik. Peng. Das Auge öffnet
sich. So würde es jetzt in einem Film aussehne. Ich hatte geträumt. Ich
hatte wirklich schon wieder so einen verluchten Schrott geträumt.
Nun hatte sie mich wieder die graue Realität der bunten Welt. Ich versuchte mich erstmal kurz zu sammeln.




Kommentare
"Einzigste" sorgt bei mir immer für Gänsehaut.
04.07.2012, 14:30 von FrauKopf