Schöner Wohnen: Von Stehlampen und Gotteszeichen.
Denken im Suff. Drehe mich im Halbschlaf um, blicke in die Dämmerung des Raumes
Soll mein Chaos mich etwa wiederspiegeln. Chaos im Kopf. Die Tintenpatronen, die mir gestern Abend runtergefallen sind, liegen immernoch verstreut im Zimmer. Verstreut- zerstreut, wo ist der Unterschied? Zerstreute Einzelteile in einem viel zu unaufgeräumten Kopf und ein Bewohner, der zu träge ist sie zu sortieren. Ein verstaubtes Hirn in Form einer unbenutzten Stehlampe. Kein Wunder, das einem da kein Licht aufgeht. Man könnte Sau schreiben, ich schreibe hirntot. Sehe mich um. In der einen Ecke steht ein leerer Kasten Bier, in der anderen liegen, Schokoladenpackungen. Gut für meinen Körper das Ganze. Diagnose: Diabetes. Da soll mal einer behaupten, dass Selbstmord kein Zuckerschlecken sein. Ich stolpere über einen Berg Schmutzwäsche und ein paar Spinnweben rieseln auf mich herunter. Muss wohl auch ein paar dieser Fäden aus meinem Kopf gewischt haben, denn ich denke einen kurzen Augenblick darüber nach aufzuräumen. Irgendetwas schlägt von innen gegen meine Schädeldecke. Wie ein Zeichen Gottes. Gott, der mir sagen will: "Alter, Mädchen, zurück, hör auf zu Denken, das ist nicht dein Job." Und irgendwie höre ich auf Gott. Ich lege mich wieder ins Bett und höre auf diesen Text zu schreiben.






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