Wasisteloquent 06.10.2012, 23:16 Uhr 7 3

Momentaufnahmen

Vom sexistischen Verhalten der Flusspferde

Ich sitze in einem Hinterzimmer eines Cafes und meine Freundin riecht nach Fisch.

Sie stinkt nicht nach Fisch, den ich glaube Menschen die man mag, die können nicht stinken. Für andere Menschen können die Menschen die man mag stinken, aber für dich stinken diese Menschen die du magst nicht. Sie riechen.
Eigentlich war das auch kein Hinterzimmer, mehr ein Nebenzimmer. Hinterzimmer sind immer Zimmer hinter einem anderen Zimmer, also wäre jedes Zimmer ein Hinterzimmer, weil man ja, je nach Perspektive so argumentieren könnte, das das Zimmer jetzt ein Hinterzimmer sei, weil ja davor ein anderes steht und umgekehrt.

Das Problem dabei war nicht, dass ich in diesem Hinterzimmer saß oder das meine Freundin nach Fisch roch. Das Problem war auch nicht, dass in diesem Hinterzimmer mehr Tische als Stühle standen oder das es keine passende Deckenbeleuchtung gab und alles viel zu hell war.

Problem klingt so einnehmend, so unumgänglich, so „Das ist jetzt da und es MUSS beseitigt werden“. Nehmen wir im Fortlauf lieber Problemchen. Eindrucksvoll wie vier Buchstaben Begriff komplett ihrer Bedrohlichkeit berauben können. Bierbäuchchen, Fötzchen, Liebchen oder Chenchen.
Die Behauptung, dass es mehr Tische als Stühle gab war auch nicht komplett richtig. Wer hat den jemals felsenfest festgelegt, dass an jedem Tisch 4 Stühle stehen müssen? Wer hat den jemals felsenfest festgelegt, dass nicht 2 Stühle auf dem Tisch und 2 unter dem Tisch stehen müssen. Wer hat den jemals felsenfest festgelegt, dass an einem gottverdammten Tisch Stühle stehen müssen?
Die Deckenbeleuchtung war echt scheiße.

Das Problem war, dass ich eigentlich garkeins hatte.

Eigentlich.

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7 Antworten

Kommentare

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  • 1

    Mir fällt immer mehr auf, dass der moderne Erzählstil weniger auf einen sinnvollen oder vielsagenden Inhalt achtet, sondern eher diese Kindliche, monologisierte Sprache unterstreicht. Das kann natürlich sein Gutes haben, wenn man dem denn etwas entnehmen kann (Gutes Beispiel: Der Joker, Markus Zusak) aber in den meisten fällen soll ein Text nur ausgeflippt und geheimnisvoll klingen, aber einen wirklichen Sinn ergeben diese Wortfolgen nicht.

    11.10.2012, 12:03 von mrs.mango
    • 0

      Sehr richtig. In diesem Fall auch nur sinnloses Geblubber. Geschrieben um des Schreibens willen.
      Wer ist Markus Zusak?
      Nur um meine Ehre zu retten, schau dir mal einen 'richtigen' Text von mir an:
      http://www.neon.de/artikel/wissen/ausbildung/ueberdosis-rauschmittel-mit-40-warum-eigentlich-nicht/852577
      oder
      http://www.neon.de/artikel/fuehlen/erwachsen-werden/ein-kritiker-ist-eine-henne-die-gackert-wenn-andere-eier-legen/898762
      Wenn du bei dem Geblase hier schon so konstruktive Kritik abgibbs, will ich unbedingt sehen was dir zu den anderen texten einfällt.

      11.10.2012, 13:39 von Wasisteloquent
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  • 1

    Richtig. Stinken und riechen sind zweierlei paar Schuhe.
    Aber was sind Chenchen?

    Mag diesen kleinen Text.

    08.10.2012, 19:41 von mirror87
    • 0

      Ein erfundenes Wort. Wegen dem vielen 'chen'.
      Ein kleiner Tier knnte Chenchen heißen, findest du auch?

      10.10.2012, 21:53 von Wasisteloquent
    • 0

      Ah ok.
      Das Tier müsste allerdings schon sehr klein sein. ;-)

      10.10.2012, 21:59 von mirror87
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  • 1

    muss lachen
    hat was!

    07.10.2012, 14:20 von Gluecksaktivistin
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  • 1

    Ich mag den Schreibstil...

    07.10.2012, 14:07 von JadeJade
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