Sascha_Chaimowicz 31.01.2013, 11:05 Uhr 111 0
NEON täglich

Meckern über Mieten

Wie viel Miete zahlt ihr?

Das Meckern über zu hohe Mietpreise ist komplett unberechtigt, denn unsere Wohnungen sind im Vergleich zu früher wirklich nicht teuer. So kann man die Ergebnisse einer Studie zusammenfassen, die der Immobilienverband IVB (in Zusammenarbeit mit dem Center for Real Estate Studies) diese Woche vorgestellt hat. Hat der IVB recht?

„Inflationsbereinigt bezahlen die Deutschen heute weniger für das Wohnen als 1992“ rechnet der Verband vor. In den vergangenen 20 Jahren sei der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter nur um 9,2 Prozent gestiegen. In den Top-10-Städten Deutschlands sind es 13,6 Prozent. Und das bei einer Inflation von 40 Prozent.

Ist also alles gar nicht so schlimm? Wie viel Miete bezahlt ihr im Moment? Wir groß ist eure Wohnung oder euer WG-Zimmer? Findet ihr euren Mietpreis überteuert? Wie lange musstet ihr nach eurer Wohnung suchen?  

111 Antworten

Kommentare

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    ich habe 75 wohnungen angeguckt/angerufen. wie lange man so sucht hängt von verschiedenen faktoren ab, nicht nur, wie die lage in der stadt ist.drei monate habe ich gebraucht, weil ich was zentrales, schönes wollte, was nicht zuu viel kostet. heißt pro person dann höchstens 350€ inkl allem. wer billig wohnen will zieht eben an den stadtrand. in berlin ist doch alles pillepalle verglichen mit münchen.

    02.02.2013, 13:33 von exuasiai
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    Der Vermieterverband sollte mal beim statistischen Bundesamt nachlesen. Seit der Wiedervereinigung stagnieren die Reallöhne, d.h. höhere Mieten hätten die Menschen gar nicht bezahlen können.

    Ich bin ja dabei, dass ein Wohnungseigentümer eine angemessene Verzinsung auf seine Investition benötigt. Nicht ok ist es, bei jedem Mieterwechsel mal eben 30% aufzuschlagen ohne jede Wohnwertverbesserung. Der Gesetzgeber sollte Mieten allgemein deckeln, z.B. auf max. 5% des Sach- bzw. Verkehrswertes. Bei Modernisierungen steigt dieser, so dass auch die Miete entsprechend erhöht werden darf. Eine solche Regelung wäre sehr einfach möglich.

    02.02.2013, 10:53 von Emil_Empire
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    Derjenige der das Mietobjekt zur Verfügung stellt, möchte und muss ja auch Miete für sein Eigentum bekommen. Was ich wirklich daneben finde ist das in manchen Städten, alte "normale" Häuser gekauft abgerissen werden, der Käufer dort eine Luxusimmobilie hinbauen lässt und dann natürlich auch dem entsprechend-hohe Mieten einnehmen will (und auch muss), diese Mieten aber so teuer sind das sich das kaum noch jemand leisten kann dort zu leben und ein zuvor voll-bewohntes Haus einem weichen musste das jetzt nur noch fortan zu 50% bewohnt ist. Schon lächerlich wenn da ein Top-Gebäude in einer Top-Wohnlage steht und von 30 Wohnungen nur 15 bewohnt sind. Und auch daneben weil in den Städten der drohende bzw schon vorhandene Platzmangel ja noch ein weiteres Problem ist neben zu hohen Mieten usw. Aber auch wenn diese Ansicht vielleicht einen leicht marxistischen Ansatz hat ich finde es kann nicht Aufgabe der Vermieter oder Investoren sein da eine Grenze zu setzten, ab wann es zu weit nach oben geht sondern die des Staates bzw der entsprechenden Stadt.

    01.02.2013, 06:31 von tracy.d
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      Deshalb muss ja auch jeder Hausbau beantragt und abgesegnet werden. Leider wird da oftmals nicht ordnungsgemäß recherchiert.

      01.02.2013, 13:38 von Schmalzstulle
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      In Hamburg gibts da ja ein gutes Beispiel.

      01.02.2013, 14:13 von topfbluemchen
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      Ja an Hamburg dachte ich auch so :) 

      01.02.2013, 14:14 von tracy.d
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      aber solange das molotow da bleibt wos is bin ich zufrieden :) 

      01.02.2013, 14:15 von tracy.d
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    als vermieter würde ich auch so eine studie in auftrag geben. was neben verständnis für die vermieterperspektive ebenfalls im teaser fehlt, ist die ansprache von indiduellem wohneigentum. hier sind sicherlich einige, die wohnungen besitzen / abzahlen und sicherlich gerade auch damit selber ex-mieter "vertrieben" haben.


    interessant ist die durch die mietsteigerung ausgelöste teilweise "verdrängung". stört die überhaupt jemanden wirklich, der nicht zur bedrohten art der ärmsten gehört? wird es dann nicht auch "sauberer" im kiez? sind nicht die wahlergebnisse für die grünen in den vierteln am höchsten, die schon "entasozialisiert" sind? spräche für eine starke ambivalenz des themas - wie auch der gentrifizierer selbst. gibt es überhaupt "erste" in einem kiez, oder sind die angeblichen "kreativen" und "studenten" wiederum nur follower der armen, die wiederum denen gefolgt sind, denen der kiez irgendwann zu abgefuckt wurde?

    achso, hose runter. 120qm mais inkl. dt, 1000 warm, hausflur stinkt nach katzenpisse. wir haben einen brasilianischen botschaftsangehörigen zurück nach brasilien "vertrieben" und der wiederum die engländer, die das haus besitzen und die wahrscheinlich wiederum irgendwelche rentner. so what. ich freu mich übrigens, dass es hier sozialbauten gibt, die eine art mischmaschung garantieren. das ist in den ostvierteln versäumt worden.

    31.01.2013, 22:39 von libido
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    Seitdem ich Immobilienhai bin sind monatliche Mietzahlungen auf dem Kontoauszug der Gute-Laune-Bringer überhaupt

    31.01.2013, 16:47 von TAFKAW_reloaded
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    Kann ich nicht beurteilen. 812,85 warm. 90 qm. Nein. Einen Tag.

    31.01.2013, 15:46 von B.tina
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    Man bekommt in Berlin auch kaum noch Neumietverträge ohne Staffelmiete. 3-10% pro Jahr mehr mitunter. Das sind bei ner Warmmiete von 500 Euro in drei Jahren mal locker 100 Euro mehr - jeden Monat. Da wird nichts für getan oder mehr geleistet an Ausstattung der Wohnung. Einfach nur Wuchern und Abzocken. 

    31.01.2013, 14:55 von schauby
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    Entweder es ist Dummheit oder ne zynische Provokation, Behauptungen zu verbreiten, Mieten wären gesunken. Überall wo sich ein großer Teil junger Leute aufhält: in mittleren- und Großstädten - eben weil es dort Fach- und Hochschulen gibt - sind die Mieten fast überall deutlich gestiegen in den letzten 10 Jahren.  Wer hat denn Perspektiven in Kleinkleckersdorf und Popelplums, wenn er ins Leben starten will ? Gerade für Auszubildende, Studenten,  junge Leute ist es in HH, B, FFM, M usw. von Jahr zu Jahr  schwerer geworden bezahlbaren Wohnraum zu finden. Geringverdiener und Arbeitslose werden in die Ghettos an den Stadtrand getrieben wie im Mittelalter. Und dort geht es nicht nur um häßliche Viertel und Wohnungen, um kulturellen Kahlschlag, sondern oftmals um das üble Umfeld von Milieus aus Perspektivlosigkeit und Verrohung.

    Und warum das alles?
    weil die Eigentümer den Hals nich voll genug kriegen können. Weil sie gerade in Berlin wie die Assgeier Immobilien gekauft haben, für immense Kredite, mit Künstlerklientel und Jugendlichkeit ihre Hütten beworben haben, um eben diese Pioniergeister und Ideenmacher , durch die perversen Mieten zahlreich zu vertreiben nach kurzer Zeit.
    In Mitte, PrenzelBerg und Friedrichshain haben sich die Mieten teilweise verdoppelt in 10 Jahren.

    Nirgendwo geht die Schere von Renditevorstellungen der vielfach neuen Eigentümer und dem durchschnittlichen Lohnniveau der Stadt so krass auseinander wie in Berlin. Die Leute verdienen hier im Schnitt einfach nich besonders viel, Berlin hat kaum Industrie und mit Dienstleistungen werden nur Chefs reich.  Gleichzeit wolln sie so unverschämt abzocken, wie in andern Großstädten. Die Leute sind zurecht stocksauer, über das was hier gerade abgeht. Da wird einiges passieren noch die nächsten Jahre und es wird nicht nett und hübsch sein, auch für diejenigen, die‘s sich hier, vorallem aus dem verwöhnten Süddeutschland eingefallen, mit Mamis und Papis Support, gern kuschlig machen wollten.

    31.01.2013, 14:45 von schauby
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      das klingt ja fast nach ner Kriegserklärung :)

      31.01.2013, 17:47 von Schmalzstulle
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      du hast aber Recht! Ich bin auch sofort über die Aussage gestolpert "Mieten sind günstiger als vor Jahren noch.." .. weiß nicht mehr, von wem sie kam.


      Aasgeier trifft's! Die Schweine sind schlimmer als Versicherungsvertreter!

      31.01.2013, 23:03 von Tora
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    Woah habt ihr's gut in Deutschland...

    Ich habe bei der ersten Wohnung 850€ Miete warm gezahlt für 60m2, und jetzt zahl ich 600€ warm für 45m2.

    In Luxemburg sind die Mieten immer noch unverschämt teuer, in der Hauptstadt kriegst du eine 30m2 Wohnung warm ab 750€.

    Ich spar grad verbissen um mir etwas kaufen zu können (auch extrem teuer, 52m2 in der Mitte des Landes ab 240.000€)

    31.01.2013, 14:03 von LeyluraLegbreaker
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      wo das doppelte an Löhnen gezahlt wird, sind entsprechende Mieten eben relativ dazu dennoch erschwinglich für viele.

      31.01.2013, 15:09 von schauby
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      Nein, der Lohn ist nicht doppelt hoch, nur die Mehrwertsteuer ist ein bisschen niedriger...ich zahl mittlerweil auch 800€ Steuern/Pensionskasse/Krankenkasse etc auf's Gehalt...

      31.01.2013, 15:26 von LeyluraLegbreaker
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      Das hier http://www.athome.lu/location/appartement/centre/luxembourg/luxembourg/cents/2411135 ist standart und unbezahlbar...ich verdiene wohl gut, aber das sind die normalen Preise für's Zentrum in Luxemburg

      31.01.2013, 15:29 von LeyluraLegbreaker
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      ach komm, in Luxemburg lässt sich niemand, der studiert hat, mit zum Teil weniger als 1500 netto abspeisen, wie es in Berlin etliche müssen. 

      31.01.2013, 15:29 von schauby
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      HAHAHA. Good joke, next joke...

      31.01.2013, 15:30 von LeyluraLegbreaker
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      Und bedenke dass hier nicht nur Wohnen wesentlich teurer ist. Ich zeig dir grad mal einen Katalog der luxemburgischen Supermarktkette.

      http://www.cactusathome.lu/SHOPPING/CATEGORIES/Surgeles.aspx

      Pizza zb.

       

      31.01.2013, 15:38 von LeyluraLegbreaker
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      Kilo Bananen 2,50 is jetz nich so ungewöhnlich..

      In der Schweiz bspw. sind die Mieten in den Städten vergleichsweise wirklich fies, gleichzeitig aber verdienen die Leute auch wesentlich mehr. Wie sollten sich Stadt und Leute langfristig halten, wenn Gehälter und Mietspiegel in Luxemburg so deutlich verschoben wäre ?

      31.01.2013, 15:46 von schauby
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      Jetzt will ich's aber doch genau wissen:
      Ich hab mal gehört, dass es in Luxemburg einen Mindestlohn gibt - laut Wikipedia bei rund 1850€ brutto für ungelernte Kräfte, 2100€ für qualifizierte Arbeitskräfte.
      Und ich bin auch davon ausgegangen, dass Lohnsteuer, Lohnnebenkosten usw. auch niederiger als in D sind. Also hab ich mal den Einkommensteuerrechner des Finanzministeriums von Lux benutzt und die 1850€ versteuern lassen - es fallen laut Rechner ganze 98,30€ an Rentenkasse und Einkommensteuer an, aha.
      Und wenn du schreibst du zahlst 800€ Steuern und Lohnnebenkosten mit Krankenkasse, dann würde das hier einem Gehalt von etwa 2350€ entsprechen... von dem einem dann 1550€ bleiben - weniger als das Mindestgehalt in Lux (Krankenkasse nicht berücksichtigt, weiß ich nicht wie viel das ist).
      Also mach mal nen Punkt - in Luxemburg verdient man schon wesentlich besser, ähnlich wie in der Schweiz. Klar, dass dann die Lebenshaltungskosten rauf gehen.

      31.01.2013, 23:06 von Dalek
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      Erm...ich weiss nicht wo du das gefunden hast...und von wann das datiert ist...Cotisations sociales -404,56

      Impôt -338, dann bleiben einem noch je nach gehalt zwischen 2100 und 1800, dann ziehe davon noch Miete ab, die meisten Wohnungen kosten zwischen 850 und 1050€ warm, was bleibt für Einkäufe, Auto, etc? 

      01.02.2013, 06:14 von LeyluraLegbreaker
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      Mindestlohn hab ich von hier:
      http://www.itm.lu/droit-du-travail/salaire-social-minimum/

      Steuerrechner von hier:
      https://saturn.etat.lu/cobar/baremePP.jsp

      Aber dann sind wir uns ja eh einig, wenn du sagst, dass von einem Durchsschnittsgehalt so um die 2000€ netto hängen bleiben.
      Zum Vergleich: diese ganzen Ausbildungsberufe von Hörgeräteakustiker bis Bürokauffrau, Steuerfachangestellter, Optiker und so weiter haben ein Einstiegsgehalt von etwa 1500€-1800€ (großzügig) brutto. Davon bleiben einem dann 1050€-1250€ in der Tasche. Damit hat Schauby also gar nicht so weit daneben gelegen, wenn er von doppelten Gehältern spricht. Ich weiß, Akademiker verdienen meist viel viel mehr - aber es gibt auch genügend Uni-Absolventen, die so ein geiles Prakikum mit Option auf ein befristetes Arbeitsverhältnis für ein paar Mücken machen, yai.
      Oder einfach mal unterbezahlt werden.
      Aber wenn ich dann in solchen Berichten nachlesen kann, dass das gemittelte Salaire für einen Industriefacharbeiter 4400€ brutto beträgt (klar Industrie zahlt immer besser als Handwerk und co.) dann geh ich davon aus, dass Akademiker in Lux auch mehr verdienen als der Standart-Arbeitnehmer.

      Und im übrigen: Hier in München kostet eine 2-Zimmer Popelwohnung auch gerne mal ab 800€ aufwärts warm. Und in den Einzugsgebieten siehts bald genauso aus.


      01.02.2013, 12:26 von Dalek
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      Jo aber ab 800€ kriegst du in Lux-Stadt nicht mal 40qm und darum ging's ja hier eigentlich. Ausserdem hat unsere Mittelschicht in 1-2 Jahren genau so wenig über vom Lohn wie die Deutsche Mittelschicht wenn es so weiter geht, die Seite die du benutzt hast, entspricht bei weitem nicht das was auf dem Lohnzettel steht. Ausser du arbeitest beim Staat natürlich.

      01.02.2013, 12:38 von LeyluraLegbreaker
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      Ist das keine amtliche Seite? Krankenkasse steht nicht drauf soweit mein Französisch reicht...
      Eigentlich gings darum, dass du relationslos gesagt hast, dass in Luxemburg die Mieten viel höher sind.
      Was ja auch absolut wahr ist, ich behaupte auch nix anderes.
      Ich hätte aber gerne das Zugeständis, dass dafür die Löhne auch höher sind... nur darum geht's mir.
      Dass man vielleicht nicht in Luxus als normaler Mensch badet ist mir klar. Alles in allem geh ich davon aus, dass der Lebensstandart zwischen D und Lux vergleichbar ist.
      Was ja bedeuten muss, dass bei so hohen Mieten auch ein höheres Gehalt herrschen muss.
      Dass am Ende nicht viel übrig bleibt, ist ja kein Widerspruch - frag mal meine Freundin, normaler Handwerksberuf, Branchenübliches Gehalt - wenn wir uns keine Wohnung teilen würden dann bliebe von ihrem Gehalt nichts, ich wiederhole nichts übrig.

      Fazit also: Egal ob Lux oder D, Miete zahlen is scheiße.

      01.02.2013, 12:55 von Dalek
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      Das Problem ist ja, dass oft kein Grundkapital für einen Kredit aufgebaut werden kann für einen Wohnungs- oder Hauskauf, weil die monatliche Mietzahlung das auffrisst. (Mich nervt das, was hast du dann am Ende, wenn du ausziehst - nix. Nach 20 Jahren Miete zahlen hätt ich mir dann davon auch eine Wohnung kaufen können...)

      01.02.2013, 12:58 von Dalek
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    Verhältnismäßig wenig in Anbetracht von Lage und Ausstattung...

    31.01.2013, 13:48 von sailor
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