tonella 30.11.-0001, 00:00 Uhr 0 1

King Delight for the delighted king

Was tut der Amerikaner, wenn er in ein Land geschickt wird, das vom Imperialismus von BurgerKing und Co noch verschont geblieben ist?

Es ist wohl bekannt, dass Amerikaner zu tiefer Verbundenheit zum American Way of Life und besonders ihrer Kultur des Schnellen Essens geneigt sind. Doch was tut der Amerikaner, wenn er in ein Land geschickt wird, das vom Imperialismus von BurgerKing und Co noch verschont geblieben ist? Glücklicherweise ist Amerika ja bekanntlich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

In Sarajevo – man mag es nicht glauben – und ganz Bosnien und Herzegowina gibt es noch kein Mc Donalds. Baaam! Erster Schlag. Verdaut? Gut.

Dazu gibt es mehrere Theorien: Möglicherweise hält die interne Auflage, bosnische Fleischprodukte zu verwenden, das Unternehmen bisher zurück, seine gelbe Greifzange auch im Herzen von Sarajevo anzumontieren. Oder (man munkelt sogar absichtlich) hohe Steuerauflagen. Oder die Tatsache, dass sich die Bosnier mit ihrem Cevapi und den Billig-Pappburgern pudelwohl fühlen. Vielleicht hat aber auch der Expansionsbeauftragte des Unternehmens den Landstrich „BiH“ einfach vergessen mit einem Rotstift zu betiteln und eine dicke To-Do-List-Nadel in die Karte zu stoßen.

Wie auch immer, auch Burger King hat es noch nicht nach Bosnien verschlagen. Und das Leben ist nicht leicht für die amerikanischen Legionäre und Gesandten, die als Besatzung in den tiefsten Südosten Europas verbannt wurden. Aber ein von unbeugsamen Amerikanern bevölkertes Camp, namens Butmir, hört nicht auf, der kulturellen Armut Widerstand zu leisten. Man fliegt flugs per Flugzeug KingDelight und co orginal ins Nirgendwo. Babaaam! Zweiter Schlag. Verdaut? Ne? Immer noch nicht? Naja, auch nicht schlimm. BurgerKing liegt halt schwer im Magen.

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