Fabian_Rohlfing 30.11.-0001, 00:00 Uhr 61 10

Ich-liebe-es-zu-schreiben-Tag

Wie ich anfing zu schreiben und wie das Schreiben mein treuer Begleiter wurde.

Der 15.11.2016 ist kein normaler Dienstag. Es ist Ich-liebe-es-zu-schreiben-Tag. Nicht dass die NEON-Community einen Grund zum Schreiben bräuchte, aber an diesem besonderen Tag würde uns interessieren, wie Ihr zum Schreiben gekommen seid und was euch das Schreiben gibt.

Meine Geschichte beginnt mit einem blauen Buntstift, dem Einkaufszettel meiner Mutter und einem Cowboyhut in Kindergröße.

Mit dem blauen Buntstift malte ich blaue Tiere auf benutzte Einkaufszettel. Blaue Tiere waren für mich Elefanten, Fische und Tauben. Jedenfalls sah ich das mit fünf Jahren so.

Auslöser für meinen ersten Schreibversuch war besagter Cowboyhut, den meine Eltern mir auf der Kirmes gekauft hatten. In diesen Hut war mein Name eingestanzt. Also bewaffnete ich mich mit meinem blauen Buntstift, und das meine ich ganz wörtlich, denn ich hielt den Stift, als wolle ich den Einkaufszettel erdolchen und kritzelte die sechs Buchstaben herunter, die in richtiger Reihenfolge meinen Namen ergeben.

Zugegeben, das war kein Raketenstart. Und einfacher wurde es nicht, denn ich lernte schreiben nicht nur mit blauen Buntstiften und Cowboyhüten, sondern auch mit roten Buchstaben am Korrekturrand von Diktaten und ausgeschriebenen Zahlen unter Aufsätzen, die wahlweise ein Minus oder ein Plus enthalten können.

Doch das ist alles Teil des Wegs. Der bestand aus Serpentinen wie Diktaten, Deutsch-Abiturklausuren und Bewerbungen, wilden Talfahrten aus verzweifelten Liebesbriefen und Abkürzungen in Form von hastig auf den Unterarm geschriebenen Spickzetteln. Und zwischen alldem ist auch der ein oder andere Text, auf den ich wirklich stolz bin.

Erzählt uns von euren ersten Schritten mit Stift und Papier, euren Erfahrungen zwischen Kalligraphie und YouTube-Kommentar oder der selbstgeschriebenen Weihnachtskarte an eure Eltern. Alles ist erlaubt, was sich mit 21 Konsonanten, fünf Vokalen und drei Umlauten ausdrücken lässt.

 


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61 Antworten

Kommentare

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  • 0

    Ich habe mal das schriftsetzer Handwerk erlernt. Wie man aus einer Reihe schöner Buchstaben eine schöne Reihe von Buchstaben macht... 

    15.09.2017, 06:27 von sailor
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  • 0

    Hübsch... Und das ß?

    15.09.2017, 06:22 von sailor
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    "Frag mich nicht, wie's mir geht, lies das Alphabet."
    (Die allerhöchste Eisenbahn)

    14.09.2017, 13:38 von smillalotte
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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
  • 0

    Vielen Dank dafür, dass Ihr euch so fleißig beteiligt habt!

    17.11.2016, 16:18 von Fabian_Rohlfing
    • 2

      Gern. Und jetzt könnt ihr Auszeit wieder einbauen.

      17.11.2016, 17:44 von JackBlack
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  • 0

    Ich muss im Laden immer die Tafel für draußen beschriften. Also nix mit Schriftstellerklaue, sondern Schönschrift.
    Dabei stehe ich in direkter Konkurrenz mit dem coolen Surf-Skate-Outdoor-Laden ein paar Häuser weiter, die immer super (im Sinne von: unschlagbare) Designs zaubern.

    An der Uni ist jetzt dieses "wisschenschaftliche Schreiben" total en vogue. Finde ich nur so semi, weil Totalkollisio mit Polemik-Skills und Ausdrucksleidenschaft, bisher aber recht gute Noten (prahl, protz).

    Was soll ich sagen, ich hab' als Kind lieber gemalt als geschrieben und Tinte finde ich unter der Haut eigentlich am besten.
    Da fällt mir ein:
    Ich möchte noch gern ein Typo-Tattoo – Vorschläge anyone?

    17.11.2016, 11:25 von frl_smilla
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  • 2

    Alles ist erlaubt, was sich mit 21 Konsonanten, fünf Vokalen
    und drei Umlauten ausdrücken lässt.

    1 dähmlich Pickl, der wo plöt plüht, ne?

    16.11.2016, 16:51 von JackBlack
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  • 0

    Allein durch diesem kleinen Einblick hier bekomme ich das Gefühl, dass du sehr kreativ Geschichten erzählen und aufschreiben kannst. Eine Wertvolle Gabe..

    Ich bin sehr gespannt!

    16.11.2016, 11:30 von Tora
    • 0

      m.. n!

      16.11.2016, 11:31 von Tora
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  • 2

    Ich hab bis zu meinem 16. Lebensjahr nur Comics gelesen und war eher mathematisch begabt. Jugendbücher habe ich weitgehend vermieden und stattdessen Literaturverfilmungen im Nachtprogramm geschaut.


    Danach hab ich angefangen pseudowissenschaftliche Artikel für die Zeitschriften des Kopp-Verlags zu schreiben und .

    Irgendwann hat mich eine tragische Liebe auf Neon verschlagen. Der habe ich erst PNs geschickt, bis sie mich gesperrt hat und danach tragische Liebesgeschichten auf Neon und jetzt.de.

    Heute schreibe ich wieder pseudowissenschaftliche Artikel für die Zeitschriften des Kopp-Verlags und Skripte für Galieo Mystery. 

    16.11.2016, 10:15 von EliasRafael
    • 0

      nur mal sop: ist lady chatterley's lover auch eine literaturverfilmung?

      16.11.2016, 10:28 von libido
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      yip...meinste den Film von Ken Russell? 

      16.11.2016, 10:34 von EliasRafael
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      das buch ist unterirdisch, der film besser. er würde sich nicht gerne von einem waldhüter durchnehmen lassen?

      16.11.2016, 11:31 von libido
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      wer. naja, auch irgendwo er.

      16.11.2016, 11:32 von libido
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      Meinst du mich?


      Naja, das Buch ist doch die Oma von Shades of Grey oder? Aber ich hab den Film bisher vermieden, obwohl ich sonst Herrn Russell sehr schätze.

      16.11.2016, 11:43 von EliasRafael
    • 0

      ja, dich.

      oma von shades of grey? die wiederum habe ich weder gelesen noch geschaut.

      probiers doch einfach mal. zur not klickste ihn weg oder spulst vor.

      16.11.2016, 14:51 von libido
    • 0

      mach ich hier ständig

      16.11.2016, 16:01 von EliasRafael
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  • 0

    @fabian rofling:

    hat jemand schon einmal diesen spruch über deinen nachnamen gebracht? falls nicht, bin ich erste, falls doch: rofl anyway.

    16.11.2016, 10:14 von libido
    • 3

      Ich glaube der Gag kam das letzte Mal vor 13 Jahren. Nach deutschem Recht müsste das verjährt sein und du kannst dich als der/die erste betrachten. 

      16.11.2016, 14:44 von Fabian_Rohlfing
    • 0

      yes!

      16.11.2016, 14:52 von libido
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