stephan_schwade 30.11.-0001, 00:00 Uhr 21 1
NEON täglich

Hallo, Herr Nachbar

In Studentenwohnheimen, Mietwohnungen und WGs wechseln die Menschen, neben denen man lebt, schnell. Lernt ihr eure Nachbarn noch kennen?

Seit rund einem Jahr wohne ich nun in einem Häuserblock mit vielen Appartements. Die meisten Mieter sind Studenten und nur wenige von ihnen waren schon hier, als ich einzog. Darunter auch mein Nachbar von gegenüber, der dasselbe studiert wie ich. Und eine Psychotherapeutin, die ihre Praxis im Haus hat, Frau Dr. Schlecht. Sie heißt wirklich so.

Von den beiden mal abgesehen kenne ich eine Handvoll anderer Mieter im Haus. Wenn ich aufs Klingelbrett schaue, wechseln die Namen dort monatlich. Und meistens lernt man hier die Leute kennen, wenn sie im Semesterrhythmus ihre IKEA-Möbel hereintragen oder wieder abbauen.

Früher war es Brauch, dass sich neue Nachbarn vorstellen. Macht das heutzutage noch jemand? Man grüßt sich im Flur und schnackt ab und zu. Wirklich kennenlernen konnte ich nur wenige meiner Nachbarn. Vor ein paar Wochen hab ich beim Treppenhaus-Smalltalk gehört, dass hier im Haus mal ein alter Mann in seinem Appartement gestorben ist und erst einen Monat später gefunden wurde. Weil der Gestank im Flur unerträglich wurde. Das sagt eigentlich alles.

Kennt ihr noch eure Nachbarn? Oder ist es euch egal, wer nebenan die Teller spült und jeden Donnerstag um 15 Uhr den Bass aufdreht?

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21 Antworten

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    Ganz ehrlich: Ich kenne die Gesichter der Parteien in meinem Haus, manche sehen ganz interessant aus und ich denke mir manchmal schon, schade, dass du keine Ahnung hast, was die eigentlich machen.
    Ansonsten: Keine Ahnung und kein Interesse. Meist ist es doch so, dass man seine Freunde (außer in glücklichen Zufällen) aus einem anderen Umfeld her kennt und dann noch der Uni-Arbeitsstress dazu, dann ist man mit seinem Bekanntenkreis doch auch ziemlich gut ausgelastet. Da kann es manchmal einfach ganz nett sein, nach Hause zu kommen und garantiert niemanden zu kennen. Im besten Fall (der meist eintritt) grüßt man sich nett und geht weiter. Super.

    20.08.2007, 20:54 von Violett
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    Ich habe meine Nachbarn bisher immer (zumindest ein bisschen) gekannt. Das hat viele Vorteile: Wenn man was braucht, kann man bei Leuten fragen, die man kennt. Oder wenn ein Päckchen abgegeben ist, weiß man, wer das hat. In meinem Haus in Erlangen haben eigentlich nur Studenten gewohnt, das war fein.
    Jetzt wohne ich in München und finde unser Haus (es sind eigentlich 2: Vorder- und Hinterhaus) toll. Man grüßt sich, quatscht kurz und nimmt gegenseitig die Pakete an, wenn die Nachbarn nicht da sind. Kürzlich hatten wir im Hinterhof ein kleines Fest für die Bewohner. Jetzt kenn ich auch die Namen zu den Gesichtern, die mich immer so freundlich grüßen. Seitdem ist es ein noch schöneres Gefühl, in diesem Haus zu wohnen. Das beste: Wir sind alle irgendwie miteinander verknüpft - ohne Vitamin B ist da keiner reingekommen. Wahrscheinlich ist's deshalb so angenehm.

    31.07.2007, 11:02 von Allie21
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    Aber ja doch. Wir wohnen in einem 3-Familien-Haus (ziemlich übersichtlich, wa?), die unter uns und über uns sind fast zeitgleich mit uns eingezogen. Links und rechts wohnen alte Ur-Einwohner der Stadt, die wissen ALLES (auch wer bei uns zu Besuch war, ist, kommt....

    04.05.2007, 21:19 von Grasfleck
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    ich finde ja übrigens auch, genau wie jule.r anscheinend, dass die neon-REDAKTION, anstatt immerzu nur für das neue heft zu arbeiten, durchaus mal in sachen internetseite verbessernd werkeln könnte, allein um herrn flierl zu entlasten. das fänd der sicher auch super. was ist da denn wieder los... tststs ;)

    06.04.2007, 21:46 von JollyMacKay
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    ich kenne hier wenige... ich bin vor einem halben Jahr eingezogen und habe den richtigen Moment sich vorzustellen irgendwie verpasst. Nur mit der Frau, die unter mir wohnt, unterhalte ich mich manchmal. Wir kennen uns weil sie mich ein mal angepöbelt hat, dass ich nachts so laut wäre. Aber ihr Hund ist süß.
    Man weiß interessante Dinge über seine Nachbarn, kennt sie aber trotzdem oft kein bisschen. Z.B. kann ich sagen, dass Holger (Namen weiß ich von einem Päckchen, das ich für ihn angenommen habe) immer gg. 11 ins bett geht (das knatscht so laut, dass ich es höre) und seine Freundin nur am Wochenende zu besuch kommt. Jemand anders war noch nie bei ihm...
    Mir begegnen des öfteren menschen im Treppenhaus, die ich noch nie gesehen habe. Schade...

    06.04.2007, 03:57 von edibleflowers
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    Ha, in meiner ehemaligen Nachbarschaft kannte ich tatsächlich jeden. Mir wurden Kirschen von Nachbars Garten angeboten, oder die komplette Nachbarschaft machte sich mal krumm, als ich um Schnapps für meine Schwarzwälderkirschtorte bat.
    Tolle Nachbarn. Solche will ich wieder haben.

    06.04.2007, 00:16 von Angelona
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