Aquilinus87 26.01.2011, 23:51 Uhr 1 0

Gleich morgen!

Heute ging's halt nicht. Aber morgen erledige ich das dann!

Nun ist es zu spät. Mal wieder. Wie so oft schon. So viel zu tun, so viele Erledigungen, die man hätte tun müssen. Hier und da anrufen, dieses und jenes schreiben, dies und das lernen. "Egal, morgen mach ich das auf jeden Fall. Gleich früh! Ich stell mir den Wecker auf 9:15, nach dem Aufstehen trink ich nen Kaffee und dann erledige ich eins nach dem anderen."

Spielt doch keine Rolle, dass dieser Plan schon mehrmals gefasst wurde, morgen macht man es wirklich - fest versprochen. Wie gestern Abend auch.

Was soll man auch machen? Ist eben eine Sache der Motivation! Irgendwann wird es ja sowieso irgendwie erledigt. Geht schließlich auch nicht anders, denn die Welt dreht sich nunmal weiter, ob man nun will oder nicht.
Alles eine Sache des Managements. Man weiß ja, was alles zu tun ist und wenn es kein Aufschieben mehr duldet, erledigt man es eben auf den letzten Drücker. Bis dahin bleibt doch aber noch Zeit.

"Die Klausur ist schließlich erst Montag und ich hab noch viereinhalb Tage Zeit zum Lernen. Wenn ich morgen früh gleich die beiden Anrufe tätige ist das auch erledige und die Schreibarbeit mach ich morgen Mittag. Dann ist alles erledigt.
Sollte ja eigentlich heute so erledigt werden aber ging nunmal nicht. Zu spät erst aufgestanden."

Und wenn es morgen wieder so läuft? Dann ist bald wieder Freitag und eine weitere Woche vergangen. Der Gang zum Einwohnermeldeamt steht doch auch schon seit Ewigkeiten auf der Liste! Egal, das wird schon, nächste Woche ist auch noch Zeit.

Es ist wie ein Virus. Eine Manifestierung im Geist, im Denken. Eine Blockade. Eine Mauer. Etwas, das einen in Besitz genommen hat und einfach nicht loslässt.
Es ist all das aber dennoch viel weniger aggressiv und gefährlich. Es ist mehr eine schlichte Angst, der man ohnmächtig gegenüber steht. Oder doch nicht?
Es stellt sich letztlich irgendwie die Frage, ob es wirklich so fest verankert ist - wie eine Krankheit, die man allein nicht los wird - oder aber doch schlichtweg Einbildung und Faulheit, wie viele sagen.

Will man es wissenschaftlich benennen, sagt man Prokrastination. Simpler ausgedrückt, heißt es jedoch nur Aufschieberei oder gar Faulheit. Manche sagen auch "Studenten-Syndrom".
Dabei ist es viel mehr als das. Zeit, die davon rennt, ohne dass man sie einholen kann. Immer mehr Dinge, die einem über den Kopf wachsen. Immer weniger Gewalt, die man über alles hat. Immer mehr Selbstzweifel. Schließlich kann das doch keine Krankheit sein.
Oder doch? Es soll ja sogar mehr oder minder legale Mittel geben, um dem allen entgegen zu wirken. Ritalin zum Beispiel. Plötzlich ist man voller Tatendrang und alles wird erledigt.

Nein! Es geht auch ohne. Es ist alles nur eine Sache des Kopfes und der Einstellung. Eine Sache der Ziele und der Motivation ist es. Dessen muss man sich nur bewusst werden. Motivation ist alles.
Ziele und Motivation braucht man.

Ich hab ein Ziel. Ich hab sogar viele Ziele und diese sind meine Motivation.
Ich mach das schon! Gleich morgen.

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Kommentare

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    Viel Glück, morgen...
    ;)

    27.01.2011, 09:42 von sailor
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