Shiggy 20.01.2014, 14:35 Uhr 0 0

Der pure Alltag

Sich über ein Ü-Ei freuen und seine Mama lieben.

Warum man sich immer nach mehr sehnt? Man sollte einfach aufmerksamer durch den Alltag schreiten, es gibt so viele Situationen…die einfach passieren,  unbewusst oder bewusst. Aber wieso sagen wir, dass der Alltag  meist grau ist?

Die Kleinigkeiten die immer passieren, die Momente an denen man am liebsten im Boden versinken möchte und nach wenigen Stunden darüber lachen muss.

Genau solche Situationen, wenn man in Gedanken ist..

Man läuft durch die Stadt und die Person neben einem meint: „Schau mal wenn du den Jogger anstrahlst dann leuchtet er zurück.“
Daraufhin läuft man mit dem schönsten Grinsen an ihm vorbei und blickt enttäuscht, wenn er einfach nicht zurückstrahlt und man dann aufgeklärt wird, dass das Zusammenspiel von Licht und Reflektoren gemeint war.

Oder man sich für Ehrlichkeit später schämt, weil man dachte man schreibt mit der besten Freundin, diese war aber in dem Moment nicht im Besitz ihres Handys und man urteilt über die Person die gerade wirklich auf das Display starrt.

Momente in denen man von seinen etlichen Krankenhausaufenthalten berichtet und dann zu Sprache kommt, dass man sich das Jochbein gebrochen, die Schulter, beide Hände und Rippen geprellt  und zusätzlich eine Gehirnerschütterung zugezogen hat weil man… über seine eigenen Füße gestolpert ist.

Aber auch die Betrunken Abende, an denen man glaubt den besten Döner seines Lebens an der ranzigsten Bude ergattert zu haben und man am nächsten Morgen einfach dankbar ist keine Lebensmittelvergiftung zu haben.

Man an einer roten Ampel darauf aufmerksam gemacht wird, dass man seine Tasche samt Wasserflasche und Portemonnaie auf dem Autodach liegen lassen hat und man wohl mehr Glück als Verstand hatte, dass noch alles unversehrt vorhanden ist. Oder man mal wieder den Schlüssel im Auto liegen lassen hat und keinen Ersatzschlüssel besitzt und dabei erwischt wird wie man sein eigenes Auto aufbricht.

Sich nach einer Shoppingtour bei Ikea beim Beladen des Kofferraums wie in einem Tetris-Spiel fühlen.

Wenn man sich beim durchstöbern des eigenen Facebook-Profils erwischt und auf Beiträge von vor 2 Jahren stößt und sich am liebsten ein neues Profil zulegen will, weil man sich mit dieser Person nicht mehr identifizieren kann und sich schämt.

Oder wenn man wieder mal beweisen will wie toll man singen kann, indem man alle Titel im Radio mitsingt ohne dabei einen einzigen Ton zu treffen und leider erst zu spät realisiert das jemand im Türrahmen hinter einem steht.

Die Kleinigkeiten und Klischees, Verschlafen, T-Shirt falsch herum anziehen, Zitate sammelt, eine Knoblauchfahne beim Zahnarzt haben, verschmierte Schminke, im stillsten und ernsten Moment anfangen zu lachen, verschimmeltes Toastbrot finden, Notlügen, Schlager hören, seine Mama lieben,..

Wäsche verfärben, eine Woche von Fertigpizza leben, sich über ein Überraschungsei mehr freuen als über das letzte Geburtstagsgeschenk, Schwarzfahren, sich nach Weihnachten auf die Waage trauen, zwei verschiedene Socken anziehen, Angst haben jemand könnte beim Pinkeln zuhören, Winnie Pooh cool finden, die Lieblingskassetten zum Einschlafen hören, aus Futterneid nicht teilen wollen, dem Postboten in Unterwäsche die Tür öffnen, da man gerade erst aufgestanden ist..

Das ist purer Alltag, herrlich normal aber man kann auch den Alltag lieben lernen, farbenfroh eben.

 

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