heike_kottmann 25.06.2012, 11:13 Uhr 41 5
NEON täglich

Alles auf einmal

Kennt ihr den Ketschup-Effekt?

Als ich mich nach dem Abitur dazu entschlossen habe, Journalistin zu werden, bewarb ich mich um mindestens zehn Praktika gleichzeitig - eine Weile ist überhaupt nichts passiert, es war wirklich deprimierend. Aber kurz nachdem die erste Zusage reinflatterte (und ich natürlich sofort bestätigte), kamen noch mehr Zusagen anderer Redaktionen. Kennt ihr das auch: Wenn es mal gut läuft, dann aber richtig - und andersrum. Ein anderes Beispiel: Als Single lernt man manchmal kaum potentielle Partner kennen, aber sobald man in festen Händen ist, steht plötzlich an jeder Ecke einer/eine.

Mal ehrlich: Ist dieser Ketschup-Effekt bloß Einbildung oder so eine Art sich selbsterfüllende Prophezeiung? Kann man die Menge seines Glücks (und Unglücks) beeinflussen - und wenn ja, wie?

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41 Antworten

Kommentare

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    Ich glaube dabei eher an selektive Wahrnehmung (negativ gesehen, warum stehe ich im Supermarkt eigentlich immer in der schlange, wo es am längsten dauert). Wenn aber eine Sache schon mal gut läuft, ist man positiver/ optimistischer im Blick auf die anderen, kommenden Dinge, dabei können die zusagen auch Redaktionen in der Provinz sein, wo man eigentlich nicht hinwollte und die tausend baggernden Typen eben nur potentielle Nachbegegnungen.

    Die Dinge ändern sich natürlich nicht, nur der selbstbewußtere und optimistischere Blick drauf.

    25.06.2012, 20:28 von yveh
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  • 3

    Ketschup ?!

    Das sieht aber echt mal doof aus so mit der 'neuen' Rechtschreibung.


    Aber zur Frage:

    Ja kenn ich. Bewusst wird es einem meist, wenn zuviel Negatives passiert. Wo man sich dann nur denkt "Der Teufel scheisst immer auf den größten Haufen."

    25.06.2012, 17:05 von topfbluemchen
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    es hat tatsächlich einfach nur etwas mit der positiven (oder auch negativen) grundeinstellung zu tun... oder mit nicht zu hohen erwartungen... aus eigener erfahrung kann ich sagen: wer nicht zu viel erwartet, wird am ende meist überrascht... und dann können sich diese "überraschungen" und glücksfälle bei zeiten auch häufen ;-) 


    25.06.2012, 15:45 von mascarella
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    Ja. Kenn ich. Ist so. Hat nichts mit Ketchup zu tun.

    25.06.2012, 15:25 von Honak
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  • 2

    Dieser Effekt ist lediglich eine Konstruktion, die deine Wahrnehmung über die Welt stülpt, um den Zufall ein Stückweit zu rationalisieren. Der Mensch ist immer und überall dazu versucht, Muster und Ketten zu erkennen. Deshalb werden auch unabhängige Ereignisse miteinander in Verbindung gebracht, wenn sie nur vage miteinander assozierbar sind, etwa durch das Attribut "positiv" oder "negativ". Dies verschafft uns ein Gefühl der Sicherheit, weil es die Rolle des Zufalls minimiert.

    Dein "Glück"/"Unglück" kannst du nicht beeinflussen. Stattdessen musst du dir eine Geisteshaltung aneignen, mit der du die mentale Clusterbildung über negative Ereignisse minimierst und die Clusterbildung über positive maximierst.

    25.06.2012, 15:23 von wordmage
    • 0

      Yo, Texas Sharpshooter Fallacy. Dachte ich auch erst. Aber ich glaube das allein reicht nicht als Erklärung.

      25.06.2012, 15:28 von forst
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  • 1

    das was cosmoskatze und fieseise und pony. und b.tina sagen

    25.06.2012, 15:19 von Traumversinken
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  • 0

    Kenn ich nur zu gut - vor allem im negativen Sinn: wenn' schlecht läuft, dann meisten an allen Ecken und Kanten.

    25.06.2012, 15:03 von Wassily
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