Werber 13.04.2018, 20:13 Uhr 3 0

Werben am Limit

Ein Text aus der Reihe: Die Leiden des jungen Werber - vom Briefing zur Deadline und wieder zurück.

Letzte Woche sollte ich einen englischen Claim übersetzen: „Drive in horizons“. Wieder eine dieser so ‚anspruchsvollen‘ Aufgaben eines Werbetexters... Aber ich habe mir das ernsthaft vorgenommen, mich wirklich bemüht.

Doch mal im Ernst: Das ist doch völliger Quatsch. Wie mit Google Translate ins Französische und wieder zurück übersetzt. Was soll das denn heißen, „Drive in horizons“? Erfahre neue Horizonte? Wenn überhaupt, dann „Fahre zu neuen Horizonten“.

Ich setzte mich also hin und schrieb Claims übers Aufbrechen, Neues erkunden und ähnliches. Meinem Vorgesetzten gefiel erstmal nichts. Ich sollte neue Vorschläge machen und Horizont sollte zwingend darin vorkommen.

Heute hatte ich mein Feedbackgespräch mit ihm. Er beklagte, dass ich nicht ordentlich arbeiten würde und nannte letzte Woche als Beispiel. Ich hätte nur so an der Oberfläche gekratzt, sei nicht die Extrameile gegangen. 

Und wofür hatte er sich am Ende entschieden? 
„Drive-in zum Horizont“. Sein Ernst?

 

* Claim vom Redakteur geändert. Analogie entspricht originalem Nonsens.


Tags: agentur, cd, kreation, chabos ohne b
3 Antworten

Kommentare

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    in horizonte reinbrettern!

    17.04.2018, 12:18 von ga
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