Könnt ihr mit Geld umgehen?
Wir brauchen Geld, wollen aber am liebsten nicht darüber reden. NEON bricht ein Tabu.
Wann habt ihr zuletzt mit euren Freunden beim netten Zusammensitzen über die Altersvorsorge gesprochen? Oder über fondsbasierte Anlagemöglichkeiten? Na? Eben.
Menschen, die so kompetent daherreden wie ein Steuerberater oder der Sparkassenangestellte, gelten zumeist als suspekt. Gerade, wenn sie jung sind. Das Thema Geld ist ein unangenehmes Thema, weil es einem oft das Gefühl gibt, überfordert zu sein. Und Studien belegen, dass die jungen Deutschen in Finanzfragen tatsächlich überfordert sind – und daher auch immer häufiger verschuldet.
Meine Kollegin Kathrin Hartmann und ich haben für unsere Titelgeschichte „Wie wichtig ist dir Geld?“ versucht, herauszufinden, warum viele von uns ein solch gestörtes Verhältnis zum Geld haben. Außerdem haben wir NEON-Autor Christoph Koch gebeten, zusätzlich eine Typologie zu erstellen. Koch hat sieben Geld-Typen gefunden. Es gibt, sagt er, den Verdränger, den Scheinsparer und den Hinsparer, den Prasser und den Vorsichtigen, den Bankrocker und den Unfähigen. Bei allen Typen, so unterschiedlich sie auch sind, geht es nicht unbedingt darum, wie viel Geld sie haben, sondern darum, wie sie mit Geld umgehen. Und das ist nicht zuletzt Einstellungssache. Christoph Koch hat seine Beobachtungen auch an Bankautomaten gemacht, denn wie wir uns beim Geldabheben verhalten, ist sehr aussagekräftig. Während etwa der Scheinsparer immer nur 20 Euro abhebt, weil er denkt, dadurch weniger auszugeben, holt sich der „Bankrocker“ 50 Euro und weiß, dass er davon eine Woche leben kann.
Jetzt wollen wir von euch wissen: Welcher Geld-Typ seid ihr? Spart Ihr schon gezielt für die erste Eigentumswohnung oder betet ihr am Ende des Monats, dass der Dispokredit noch nicht überschritten ist? Vertraut ihr darauf, dass auf einer der vielen Plastikkarten immer noch ein bisschen Geld sein wird, oder setzt ihr euch für jeden Monat klare Budgets? Brechen wir eines der letzten Tabus und reden über Geld: Wie viel kommt rein im Monat und wie viel bleibt übrig davon? Oder, wie Christoph Koch für die sieben Geld-Typen recherchiert hat: Was ist euer größter Ausgabeposten pro Monat?


Kommentare
Ich habe endlich eine Kreditkarte. Und damit schon ganz viel Geld ausgegeben. Das hielt mich davon ab darauf zu achten, wie viel Geld ich denn nun wirklich zur Verfügung habe. Und seid dem die dritte Kreditkartenabrechnung kam, befinde ich mich im MINUS. Soviel zu meinem Können im Umgang mit Geld.
06.11.2007, 11:09 von byebyejunimondJa, ich stehe dazu, ich habe ein gestörtes Verhältnis zu Geld. Ich gebe immer wieder Geld aus und stehe vor Anderen trotzdem als Sparfuchs da. Irgendwie scheine ich an den falschen Dingen zu sparen.
Auf jeden Fall werde ich meine Selbseterziehung durch ein Excel-Dokument, in dem ich alle meine Ausgaben erfasse, wieder ernster nehmen.
nein, gar nicht. habe ich geld gebe ich es aus, für bücher, musik, kino, essen, kleidung und reisen. ich spare eigentlich nie.
01.11.2007, 01:46 von Butterfly_coughthängt alles von lust und laune ab, mal geb ich mehr, mal weniger aus, die einkommensquellen sind - bin ja noch schüler - noch nicht sonderlich ergiebig. mit ferienjobs hab ich mir aber mittlerweile einiges zusammengespart und muss, wenn ich mir die kontoauszüge so anschau, sagen: viel weggekommen ist nicht von dem geld. muss ja am .. wobei das grad im bezug auf h&m ja durchaus ne etwochenende nicht immer der teuere club sein, in dem man feiert und auch sonst versuch ich nur so viel auszugeben, wie nötig ist. klamotten und dergleichen sollte man natürlich auch nicht vergessen, aber auch da lässt sich - soweit man dabei persönlich mit keinen moralischen konflikten zu kämpfen hat - in H&M-zeiten so einiges sparen.
28.10.2007, 20:27 von Blimeygroßen und ganzen würd ich sagen: ja :)
nein, überhaupt nicht.
28.10.2007, 15:55 von rock_fairymit meinem geld komme ich nur ganz knapp hin, wenn überhaupt.
meiste ausgaben für: wohnung, essen (und das nicht gerade wenig), klamotten und schulkram.
geldverbrauch steigt auch bei mir mit dem einkommen. früher war ich ganz anders: ich wusste immer genau, wieviel geld ich auf dem konto habe und war echt ein geizkragen. heute schaue ich kontoauszüge ängstlich an und bin ehr der typ, der kohle haben will, wenn er seine karte in den automat steckt, aber ganz egal ist, was dahinter steckt und wo es her kommt. also, ganz egal nun auch nicht, immerhin habe ich eine 40 Stundenwoche.
23.10.2007, 20:01 von Caro26generell finde ich es gerade für uns junge menschen schwierig, denn wir sollen unsere rente selbst finanzieren, eine zusatzversicherung für zähne haben, eine versicherung für fast alles, mobil sein für den arbeitgeber, geld sparen, miete-zahlen-doof-finden, kinder bekommen, studieren und auf keinen fall in "die schuldenfalle tappen".
Am meisten geld verbrauche ich für miete und weggehen, was also auch kleidung, tabak, sprit und verpflegung beinhaltet.
ebenfalls bis mitte des monats. danach kämpfe ich mich so durch -- naja ich bin schülerin und wohne noch bei meinen eltern... mit 40€ taschengeld im monat kommt man nicht so weit... mein geld fliegt nur so in klamottenläden, schuhläden und vorallem in DIE DEUTSCHE BAHN. ich muss immer mit dem zug fahren. jeden tag. da geht schon eine menge geld bei drauf *schluchz ~~
23.10.2007, 18:14 von linalottaIch hebe meistens nur kleine Betraege ab, dafuer aber fast taeglich.
22.10.2007, 18:36 von frikadelleDoch dank e-banking hab ich meinen Kontostand eigentlich gut unter Kontrolle.
Wenn mir allerdings so ein Computerheini dazwischenhackt bin ich gearscht...
GeldTyp:
22.10.2007, 15:21 von Siriusvorsichtig aber genussvoll
Wieviel Geld kommt rein im Monat:
pssst
wieviel bleibt übrig:
0
Größter Ausgabeposten (und nahezu auch einziger):
Freundin und Kind