lamorata 07.08.2007, 22:34 Uhr 12 5

Wenn man keine Ahnung hat:

einfach mal die Fresse halten. Dieser Spruch und nichts anderes ging mir durch den Kopf als ich den Artikel " Eine andere Welt ist möglich" las.

Genauso wie der genannte Artikel bin im Grunde auch ich zum Scheitern verurteilt denn was er da alles versucht in wenigen Zeilen zu einem ganzen zu bringen ist unmöglich. Mich hat dieser Artikel abe dermaßen aufgeregt dass ich ihn so nicht stehen lassen möchte.

Der Autor fängt damit an dass er die Aussage macht „Eine neue Welt ist Möglich. Wenn die so aussehen soll wie die Anti-G8-Proteste bei Heiligendamm, möchte ich bitte die Alte behalten.“

Vielleicht stehe ich damit ja allein da, aber ich hatte eher den Eindruck dass es bei den Protesten gegen den G8-Gipfel vielmehr darum ging Probleme und Mißstände unserer derzeitigen Politik und unsererm Verständniss einer Globalisierten Gesellschaft zu zeigen als das Bild wie eine neue Welt aussehen könnte.

Dann lässt sich der Autor ausgiebigst darüber aus dass es keine fundierte Kritik gab:

„Jeder Jeck durfte sein Steckenpferd in die Manege schicken. Tausende protestierten gegen den Klimawandel, gegen den Niedergang der Geflügelwirtschaft in Kamerun, gegen Ausbeutung in indischen Steinbrüchen, gegen Hunger, gegen Gentechnik, gegen Kriege, gegen Friedensmissionen, gegen die Unterdrückung der Palästinenser, gegen Kapitalismus, gegen CO2, gegen Kernenergie, gegen Gewalt. Okay, würde ein aufmerksam zuhörender Politiker zusammenfassen, ihr seid also dagegen. Aber wofür sind die Protestierer? Da wird’s eng.“

Hey lieber Autor: Es gab zeitgleich einen Gegengipfel in Rostock, getragen (u.a.) von Attack, Venro, Gerechtigkeit jetzt!
Zeitgleich zum G8-Gipfel bot er Podiumsdiskussionen mit Persönlichkeiten wie Jean Ziegler, Annelie Buntenbach, Walden Bello, John Holloway und Vandana Shiva sowie mehr als 100 thematische Workshops zu Themen globaler Entwicklung.(Quelle: Wikipedia.de)

Dies nur mal so am Rande. Viel schlimmer finde ich dass deine Aussage so verstanden werden kann dass nur der Protest ausüben darf der eine Alternative aufzeigen kann und man doch ansonsten bitteschön zuhause bleibt und die Geschicke unserer Welt von einer immer kleiner (aber immer mächtiger werdenden) Minderheit lenken lässt ohne zu hinterfragen.

Zu den Clowns:

„Experten wie der Hamburger Verfassungschützer Manfred Murck sehen die Clowns als Teil der "seit längerem zu beobachtenden Tendenz, Demonstrationen bunter zu machen". Gesinnung: grundsätzlich friedlich. Das Konzept stammt aus Großbritannien, berichtet eine Sprecherin der Blockade-Organisatoren. Es soll nicht mehr sein als eine weitere Ausdrucksform für die Demonstranten. „(Quelle: http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/543/117417/)

Natürlich kommt der Autor dann zu dem was durch die Medien wanderte und was seiner Meinung nach (vermute ich) nur wieder zeigen soll wie wenig hinter dem Protest steht:

„Sich im Volltrottelkostüm einen Wolf gegen Bush und die Amis trommeln und sich danach erstmal bei McDonald’s stärken; ausgerechnet mit Sowjetfahnen in der Hand gegen Armut und Unterdrückung schreiten;“

Und wieder möchte er es gern SchwarzWeiß haben. Nur leider funktioniert unsere Welt so nicht mehr ( und hat es wohl eigentlich noch nie). Zum einen sind nicht alle Demonstranten im Volltrottelkostüm herumgelaufen und zum anderen weiß er nichts darüber wie sich ebensolche Menschen normalerweise ernähren. Ich z.B. habe für mich den Kompromiss geschlossen dass ich zuhause sehr auf meine Ernährung achte (Vegan, Fairtrade, Bioladen) aber trotzdem gern mal mit Freunden Thailändisch essen gehe und mir auch gern mal nach ner durchzechten Nacht Currywurst und Pommes hole – also garantiert kein Heiliger im Sinne der Anklage bin. Nur – und das ist der entscheidende Punkt: Habe ich mein Recht auf Kritik verwirkt weil ich einen für mich lebbaren Weg gefunden habe mich bewußt zu ernähren mir aber hin und wieder auch mal Junkfood reinpfeife..? Meiner Meinung nach: NEIN!

Und zu den gesehenen Sowjetfahnen: da gebe ich dem Autor recht, möchte aber allen Interessierten das Buch „Die Revolution entlässt ihre Kinder“ von Wolfgang Leonhard empfehlen.

Oh und dann bringt er ja (neben einigen anderen Punkten auf die ich hier nun nicht eingehen möchte da der Artikel sonst unlesbar lang wird) noch Nestlé mit folgendem Zitat ins Spiel:

„Und morgen demonstrieren wir gegen den Nahrungsmittelkonzern Nestlé, weil dessen Produkte schließlich auch von vielen bösen Buben gegessen werden.“

Nein. Gegen Nestlé sollte man nicht demonstrieren weil dessen Produkte auch von „Bösen Buben“ gegessen werden sondern weil Nestlé selber ein ganz „Böser Bube“ ist.

Nestlé exportiert subventioniertes Milchpulver aus Europa nach Afrika was dazu führt dass das die benötigte Menge an Milchpulver für einen Liter Mich billiger ist als es der Bäuerin mit einer Kuh im selben Dorf möglich ist anzubieten.

Desweiteren fällt Der Konzern seit Jahren durch Subventionsschiebereien und die Verwendung von Produkten (für den Export) auf die in Europa nicht mehr verwendet werden dürften.

Zudem stammt folgendes Zitat aus dem Hause Nestlé:

»Wasser ist ein Lebensmittel und so wie jedes andere Lebensmittel
sollte das einen Marktwert haben.«
Peter Brabeck, Konzernchef Nestlé International (Genf, Schweiz)

Wie sich diese Aussage verstehen lässt möchte ich jedem als Denkanstoß mitgeben und auf dem Film „We feed the World“ verweisen.

Anmerkung:

Ich könnte zu diesem Thema noch viel mehr schreiben, aber auch ich habe ein Leben ausserhalb des www.

Ich erhebe keinen Anspruch auf absolutes Wissen und freue mich wenn ihr weitere Links zu den Themen anfügt.



Bleibt wach und neugierig!

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12 Antworten

Kommentare

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    Mal was ganz anderes, Leute: Achtet ihr manchmal auf diese Google-Anzeigen? Ich eigentlich nie, aber diese sind mir aufgefallen. Es ist eine für Dieter Nuhr (obwohl der als Urheber des Eingangszitats nicht mal explizit genannt wird) und, ha ha, eine für Wasser von Nestlé. Das ist ja schon fast beängstigend. Müsste man nicht mal gegen die Durchdringung des Internets durch Google demonstrieren?

    13.08.2007, 13:48 von Marcc
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    wenn man mit etwas nicht einverstanden ist, dann setzt man sich dagegen zu wehr. das ist die logische konsequenz. man geht auf eine demonstration, man geht auf die straße. sicherlich sind nicht alle g8-gegner sonst politisch engagiert und der ein oder andere versteht wohl auch nicht viel von der materie und wurde nur durch den medien-hype darauf aufmerksam, aber das sind nicht alle. mit verallgemeinerungen kommt man nie sonderlich weit.

    10.08.2007, 00:23 von NeonBlond
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    @marcc.
    warum is buntheit in demos denn cnith gut???also vielleicht versteh ich dich auch falsch.aber ich versteh dich grad so, dass du diese buntheit die aktionen wie clowns und andere verkleidungen in die demos kommt schlecht sind.
    ich finde das super. dadurch wird das ganze viel lebendiger und auch irgendwie entspannter. ich fand das in rocstock super. das hat soviel spaß gemacht. und dadurch war es bis wir mit dem "ums ganze" zug zusammen gekommen sind auch sehr friedlich und fast eine festival artige stimmung oder so.

    10.08.2007, 00:13 von SnH
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      @SnH Wenn die Botschaft der Demo an sich dümmlich ist ("Die G8 ist unser Elend"), ist es mir eigentlich egal, ob sie bunt ist oder nicht. Die Clowns sind mir unsympathisch, weil sie sich einbilden, mit ihren Aktionen "der Masse" die Augen öffnen zu müssen für irgendwelche Missstände (repressives "System", "Konsumterror"), die sie meinen durchschaut zu haben.

      Den Vorwurf, die "Masse" sei stumpf, schlucke alles und sitze träge auf der Couch, liest man oft in Artikeln und Diskussionen auf neon.de. Immer setzen diejenigen, die diesen Vorwurf erheben, voraus, dass sie selbst da natürlich drüber stehen und im Gegensatz zur Masse aber sowas von individualistisch sind. Aufgrund des eigenen Durchblicks fühlt man sich zur Volkserziehung (aka "Sensibilisierung") berufen.

      Diese Gesinnungswächter erklären dann ihren Mitbürgern, dass sie sich nicht mit "Industrienahrung" vollstopfen dürfen, dass sie die Gefahren des Überwachungsstaats nicht erkennen und der böse "Konsum" sie versklavt. Die Mehrheit empfindet das vielleicht gar nicht so: Viele freuen sich über Schnäppchen und günstige Pizza, sie halten es für vernünftig, dass bei Großdemonstrationen die Polizei präsent ist. Der Gesinnungswächter, der nie im Traum auf die Idee käme, dass auch er mal falsch liegen könnte, wertet diese Gleichgültigkeit dann wiederum als Bestätigung seiner Sicht - hab ich doch gesagt, dass die lethargisch und dumm sind. Was das jetzt mit den Clowns zu tun hat? Die meinen, Otto Normalbürger müsse vor Augen geführt werden, dass er eigentlich in einem Land lebt, in dem die "Mächtigen" machen, was sie wollen, und dass die Polizisten willige Schergen eines repressiven Systems sind. Um dies zu "demaskieren", nerven sie auf den Demos rum und äffen die Polizisten nach, die da nun einmal stehen müssen, weil es ihnen ihr Dienstplan vorschreibt. Jeder, der das daneben findet, hat eben nicht verstanden, wie schrecklich die Zustände in diesem Land eigentlich sind.

      Auch wenn sie langweilig und belehrend sind, sind mir die Clowns natürlich immer noch sympathischer als Vermummte in schwarz, die nicht nur so aussehen wie Faschisten (die Originale aus den 20er- und 30er-Jahren), sondern auch die gleichen Parolen im Angebot haben ("Das kapitalistische System muss niedergeschmettert werden", "Entmachtung der Bonzen"). Dass "eine festival artige stimmung oder so" aufgekommen ist, in der man sich wohlfühlte, will ich gar nicht bestreiten und habe es auch nicht. Hast du den Artikel überhaupt gelesen, oder hast du nach dem Teaser aufgehört? Sowohl Clowns als auch Festivalstimmung werden erwähnt, und ich schreibe, was mich daran stört.

      11.08.2007, 13:42 von Marcc
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      @Marcc Du scheinst Dich nicht auch nur ein bißchen mit der Materie auseinanderzusetzen. Von wegen "Gesinnungswächter" zur "Sensibilisierung". Du hörst lieber auf Axel Springer und Co. als auf das Erlebte Deiner Mitbürger. Demos sind nur eine Konsequenz dessen, was viele Leute an Missständen selbst erlebt haben- das es da Mitläufer und Dummschwätzer gibt steht außer Frage. Du hast einfach nur Angst davor, dass Dir Dein Wohlstand abhanden kommen könnte, so wie alle anderen die zuschauen und alles hinnehmen. Einfach mal alles hinterfragenm und nicht gleich für doof hinstellen. Das achst Du doch mit der BILD und RTL auch nicht, oder irre ich mich da???

      13.08.2007, 09:15 von stacho
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      @stacho Ihr immer mit mit eurer "Bild"! Kann es sein, dass das hier grundsätzlich als Keule gegen Leute mit anderer Meinung eingesetzt wird? Wo informierst du dich denn? Indymedia? Ich hinterfrage die ganze Zeit, kriege hier aber keine Antworten, außer, dass man nicht "alles" hinnehmen dürfe (was ich auch nie behauptet habe). Mal anhand des konkreten Beispiels Armut in Afrika: Was haben die G8 falsch gemacht? Welche von den G8-Gegnern vorgeschlagene Alternative wäre besser?

      13.08.2007, 13:58 von Marcc
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    Die Globalisierung gab es schon die letzten 30 Jahre, die ist nicht auf einmal aus einem Ei geschlüpft. Nur hat sich damals noch keiner drüber aufgregt. Sie hat aber auch geholfen, dass in Deutschland das jetzige Wohlstandsniveau herrscht.
    Wenn man gegen die Globalisierung ist, dann sollte man auch konsequenterweise beim Bauern nebenan kaufen, die Kleider beim Schneider nebenan machen lassen und im Durchschnitt deutliche gestiegene Verbraucherpreise akzeptieren. Wer diesen Lebenstil verfolgt, meinen allerhöchsten Respekt, den dieser Mensch ist ehrlich zu sich selbst und anderen. Ich finde die Globalisierung auch nicht toll, ich bin auch für gerechtere Entlohnung der Arbeiter in Billiglohnländern oder ähnliches. Aber ich bin nicht so bigott und verdamme die Globalisierung, nur um anschließend bei H&M einkaufen zu gehen.
    Und glaubt ihr wirklich, ihr könntet durch eurer Protestieren und lustig Liedchen singen was bewegen bzw verändern???? Willkommen in der Wirklichkeit!!

    08.08.2007, 15:55 von Winston
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      @Winston Sicher wird niemand gezwungen industriell gefertigte Lebensmittel zu verzehren, aber ist euch schon mal bewußt geworden, dass die Masse sich überhaupt nicht damit auseinander setzt was sie in sich hineinstopft!? Ich bin einfach dafür, dass die Menschen etwas bewußter konsumieren! Und erst wenns kracht werden die Menschen hellhörig, deswegen auch der Nazi-Vergleich - das funktioniert immer wieder!

      Es geht darum nicht alles willenlos hinzunehmen! Es ist ja auch Sinn und Zweck den Wohlstand zu erhalten. Denn ein volk das fettgefüttert ist und mit Konsumgütern überschüttet wird ist bequem und hält's Maul.

      08.08.2007, 17:33 von stacho
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    @marcc: na da zeigt sich doch glatt dein stumpfes Hinnehmen der Geschehnisse in unserem Land! Bleibt nur alle schön auf eurer Couch sitzen und lasst euch von Industrie und Politik als Konsumvieh halten.

    Es ist zum kotzen wie billig Lebensmittel verschleudert werden! Lebensmittel die Industrieprodukte sind und mit der Qualität von richtiger Nahrung nichts mehr gemein haben! Aber die Werbung sagt es ist gut, also stopfen wir uns den Kram in den Wanst! Die Menschen in unserem Land haben keine Wertschätzung in Bezug auf Lebensmittel mehr. Subventionen in Millionenhöhe sorgen dafür, das Bauern überhaupt noch was abbekommen, da Lebensmittelkonzerne die Preise ins bodenlose drücken. Täglich wandern Tonnen von Lebensmitteln in den Müll! Irgendwas läuft schief, aber wir bleiben lieber sitzen und haltens Maul - wie bisher auch. So habens die Nazi's damals auch geschafft!

    08.08.2007, 13:35 von stacho
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      @stacho Puh, ich war schon ganz verwundert, wie lange es hier dauert, bis der erste Nazivergleich kommt. Denn der darf heute in keiner engagierten Diskussion fehlen, egal, worum es geht.

      Ich verstehe nicht, wie man die Tatsache, dass Lebensmittel und Konsumgüter billiger werden (eine positive Folge des marktwirtschaftlichen Systems, dessen Mängel sonst bei jeder Gelegenheit genüsslich ausgebreitet werden), vom Fortschritt zur gesellschaftlichen Verfallserscheinung umdeuten kann.

      Keiner zwingt dich, "Industrieprodukte" statt "richtiger Nahrung" zu verzehren. Zwar ernähren wir uns heute nachweislich gesünder als jemals zuvor (siehe Lebenserwartung), aber wer in romantischer Verklärung alter Zeiten meint, nur ungedüngte Früchte, Milch und Kartoffeln vom Biobauern seien akzeptabel, der hat die Freiheit, sein Leben daran auszurichten. Das ist doch toll!

      08.08.2007, 14:27 von Marcc
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    Danke für die Antwort auf meinen Artikel. Der ist unter anderem deshalb so einseitig, weil er eine Reaktion ist auf andere Artikel, die ebenso einseitig sind - nur mit umgekehrten Vorzeichen. Mich stört es, wenn man es sich so einfach macht und G8-Kritik zum Nonplusultra korrekter Gesinnung erklärt. Klar hätte ich einen abgewogenen Einerseits-andererseits-Text schreiben können, aber der hätte wohl kaum so extreme Reaktionen hervorgerufen, und ich mag hitzige Diskussionen. Ich lasse mich gern eines Besseren belehren, aber deinem Artikel gelingt das nicht.

    - Zum Alternativgipfel. Ja, da gab es Podiumsdiskussionen und Workshops - was es selbstverständlich nicht gab, war ein Abschlussdokument oder ein Forderungskatalog. Daran ist nichts verwerflich, denn warum sollten diese Leute Probleme eher lösen können als Politiker? Verwerflich finde ich lediglich, dass man sich trotzdem so penetrant für etwas Besseres hält.

    - zu den Clowns. Deren Konzept habe ich schon verstanden, und auch Manfred Murck hat meinem Wissen nichts hinzugefügt. Ich finde es aber trotzdem doof, weil ich die Buntheit von Demonstrationen nicht als Selbstzweck betrachte.

    - Ernährung. Es liegt mir völlig fern, die Zulässigkeit von Kritik daran zu messen, wie sich der Kritiker ernährt. Schon deshalb, weil ich nicht verstehe, wie man darauf kommen kann, Veganer als irgendwie bessere Menschen zu sehen.

    - Nestlé. Ich bin mit den Einzelheiten nicht vertraut und möchte weder die G8 noch irgendwelche Konzerne zu Heiligen erklären. Es ist aber sehr typisch, sie zu Sündenböcken zu machen anstatt zu fragen: Was ist schlecht daran, wenn Lebensmittel billiger werden? Ging es nicht gerade noch darum Hunger zu bekämpfen? Die Zahl 40 Milliarden halte ich übrigens für Quatsch, weil der ganze Konzernumsatz 2006 nur 60 Milliarden betragen hat. Die werden ja wohl nicht zwei Drittel ihrer Umsätze mit Milchpulver machen.

    Viele Grüße, Marc

    08.08.2007, 12:47 von Marcc
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      @Marcc hallo marc, werde die nestlé-zahlen nochmal nachrecherchieren und hier dann nochmal reinschreiben, muss ja schon stimmen:D

      und zu lebensmitteln die billiger werden:wirklich und ohne jeden zeigefinger oder sonstirgendetwas.. geh bei interesse in die videothek und leih dir den film aus den ich verlinkt habe.

      grüße und danke für deinen kommentar

      marcel

      08.08.2007, 12:52 von lamorata
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      @lamorata Ich schätze, es sind 40 Millionen. Den Film schaue ich mir an. Ich habe übrigens in der Kommentarsektion unter meinem Artikel auch noch mal versucht, deutlich zu machen, worum es mir ging. Viele Grüße!

      08.08.2007, 14:46 von Marcc
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    dein artikel gefällt mir, wird daher nempfohlen.

    aber nochmals, wie auch mein kommentar unter dem auslösenden text - auch einseitige meinungen haben ein existenzrecht - und jeder darf auch mal verbal "auf die kacke hauen" wie marcc - immerhin wird er kräftig dafür angeschossen - was er wohl souverän trägt. ICH finde das gut.

    immerhin regt das diskussion und auseinandersetzung an, was für mich generell zu befürworten ist.

    dein text hat mich teiweise informiert, seiner hat mich amüsiert. beides hat seine existenzberechtigung.

    und nein, deine überschrift und die by-linie finde ich blöd, abgedroschen und leider schon viel zu oft genutzt, um noch ein eye-catcher zu sein, auch wenn ich keine ahnung habe, darf ich was sagen, vllt berichtigt mich jemand und ich kann dazulernen.

    08.08.2007, 11:56 von RedSonja
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      @RedSonja hallo redsonja

      wie du meinem text aber auch entnehmen kannst erkläre (fast) im selben satz dass auch ich zum scheitern verurteilt bin. mir ging es dabei nicht m einen aufhänger sondern um schlichtes bauchgefühl.

      desweiteren ging und geht es mir nicht um eine persönliche attacke gegen den autor, lediglich seine aussagen wollte ich so nicht stehen lassen.

      grüße :)

      08.08.2007, 12:48 von lamorata
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    danke danke danke!!!!!
    dieser artikel von diesem marcc oder so hat mcih dermaßen aufgeregt, cih allerdings hatte keine lust alles außeinander zunehmen!
    danke danke danke tausendmal!!!!!

    08.08.2007, 11:37 von SnH
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    Danke!

    @magnus: die Protestbewegung mag keine Einigkeit vermitteln, aber dafür Transparenz und Zugänglichkeit! Ein wesentlicher Fakt den ich bei den G8-Gesandten vermisste.

    08.08.2007, 09:24 von stacho
    • 0

      @stacho absolut richtig.

      08.08.2007, 14:14 von magnus
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    protest ist gut...! protest bedeutet haltung zeigen. je eindeutiger desto besser. aber, oh mann... in heiligendamm selbst fehlte nur noch die tortenschlacht. das problem ist, dass die protestbewegung genauso wenig einig ist wie politiker. aber eins wäre dort zum schluss wirklich gut gewesen: wenn torte, dann fett für merkel&cokg. 'n arschtritt hätt's aber auch getan. wo war eigentlich der protest bei merkel's „meine damm und herrn, wir haben den durchbruch geschafft...“

    08.08.2007, 00:22 von magnus
    • 0

      @magnus hallo magnus, wie gesagt...ich wollte nur einen anderen denkanstoß geben. bitte formuliere aus, ggf schreibe einen artikel, poste den link hier und gebe konkretes von dir( genaue kritikpunkte, quellenverweise etc)

      danke für das lesen!

      08.08.2007, 05:05 von lamorata
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