worldwildphil 25.04.2005, 14:26 Uhr 5 0

Welcome to the "Hotel Ruanda"

Da war doch was im Busch '94 - schon vergessen?!

Dass Ruanda ein afrikanisches Land ist, wissen wahrscheinlich noch die meisten, dass es im Zentrum des schwarzen Kontinents liegt vielleicht auch noch. Das war’s dann aber meistens schon mit dem Wissen. Eigentlich ist das auch nicht besonders verwunderlich, da Ruanda jetzt nicht gerade ein wirtschaftlicher „Global Player“ oder das Traumziel jedes Pauschaltouristen darstellt. Eher das Gegenteil.

Aber geradezu bedauerlich ist, dass das bevölkerungsdichteste Land im Herzen Afrikas, 1994 nicht auch ins Zentrum des Weltinteresses gerückt wurde. Damals fand dort nämlich einer der schrecklichsten und gleichzeitig, im negativen Sinne, wirkungsvollsten Genozide des 20. Jahrhunderts statt. Innerhalb von nur knapp 100 Tagen ist es radikalen Hutus gelungen etwa eine Million Menschen der ethischen Minderheit, den Tutsis, und gemäßigte Hutus, die nicht bereit waren sich am Morden zu beteiligen, im brutalsten Sinne des Wortes abzuschlachten. Das entsprach etwa 10- 13% der Gesamtbevölkerung. Von den Massen an Flüchtlingen, die im Zuge des Bürgerkriegs in die benachbarten Länder wie Zaire (heute wieder Kongo genannt) strömten gar nicht zu sprechen.
Aber wo war denn da die UNO, wo waren die Amerikaner, wo war der Rest der Welt, wird sich mancher fragen! Diese Fragen sind relativ einfach zu beantworten: Zu hause!

Die Amerikaner - aus Angst wieder ein Debakel wie kurz zuvor in Somalia zu kassieren - und die UNO...? Na ja, die UNO hat mal wieder das gemacht, was sie am besten kann: Nichts, außer den USA den Rücken zu stärken, indem sie den Ausdruck „Völkermord“ schlicht und einfach nicht in den Mund nahm und es in keinem Bericht erwähnte, was ansonsten einen Einsatz der Schutztruppen unumgänglich gemacht hätte. So wurde aus dem einseitigen Morden und der „systematischen und geplanten Auslöschung einer bestimmten Menschengruppe, eines Volks oder einer Volksgruppe“ (lexikalisch für Genozid) einfach ein Bürgerkrieg gemacht, der im Allgemeinen als interne Angelegenheit eines Staates angesehen wird, in die man sich ja nicht einmischen sollte. Beendet wurde das ganze durch die Ruandische Patriotische Front (RPF), eine Armee bestehend aus Exil-Tutsis, die aus Uganda kommend in Ruanda einmarschierte und die Regierung übernahm. Nun hatte sich der Spieß umgedreht und die Hutus waren plötzlich in der Rolle des Verfolgten. Aus Angst vor Vergeltung flüchteten etwa 1,2 Millionen Ruander in die Nachbarländer und kehrten erst zwei Jahre später in ihr Heimatland zurück.

Nach einer solchen Katastrophe spielt die Verarbeitung des Krieges eine wichtige Rolle, damit Misstrauen, Hass und Wut zwischen den beiden ethnischen Gruppen gemindert und wieder ein normales Leben Tür an Tür ermöglicht werden kann. Aber hat diese Aufarbeitung wirklich stattgefunden oder versucht man die unaussprechlichen Schrecken einfach nur zu vergessen? Was wurde getan um einen erneuten Konflikt zwischen Hutus und Tutsis zu verhindern? Wie leben die Menschen heute, 11 Jahre nach dem Massenmord in ihrem Land?

Beantworten kann diese Fragen wahrscheinlich nur jemand, der schon einmal im Nachkriegsruanda einige Zeit verbracht hat und auch direkten Kontakt mit den Menschen dort hatte. Genau so ein Jemand ist Simon, ein Student aus Hamburg, der sich 2002 aufgemacht hat um seinen Zivildienst nicht wie die meisten anderen hinter dem Steuer eines Malteser Dienstautos auszuüben, sondern um in Kigali, der Hauptstadt Ruandas dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) in verschiedenen Projekten zu helfen. Während dieser Zeit konnte er sich ein Bild von den heutigen Problemen und den Menschen in dem traumatisierten Land machen.


1. Simon, du hast deinen Zivildienst in Ruanda absolviert. Wie bist du dazu gekommen und warum ausgerechnet Ruanda?

„Ausgerechnet Ruanda“ – das habe ich oft gehört im Laufe der 12 Monate und auch davor: Wieso begibt man sich als Deutscher freiwillig in ein Land, das derart hochgradig traumatisiert ist? Aber: Ich habe mir das nicht „ausgerechnet“, sondern hatte auf meiner Bewerbung lediglich angegeben: Ostafrika. Dass mir dann Ruanda angeboten wurde, und ich meinen Zivildienst dort absolvieren konnte, ist einfach so passiert.
Im Nachhinein kann ich sagen: Zum Glück. Ich habe Wunderbares erlebt und viele Vorurteile widerlegen können... In Kigali habe ich mich zum Beispiel niemals unsicherer gefühlt als in Kreuzberg, auch nachts um drei nicht.


2. Wie war dein Alltag und worin bestand deine Arbeit in Kigali?

Ich habe mich von Anfang an bemüht, einen afrikanischen Alltag zu leben. Einfach und bescheiden, etwa wie ein ruandischer Student. Das heisst: Wäsche selber waschen, zu fuß gehen und im kleinen Laden nebenan das Abendessen einkaufen.
Da in Ruanda das ganze Jahr die Sonne um 6 Uhr morgens auf und abends um 6 untergeht, brauchte ich keinen Wecker. Abends gegen 10 Uhr wurde sowieso der Strom abgeschaltet und bei Kerzenlicht Bücher zu lesen ist kein großer Augenschmaus.
Mein damaliger Arbeitgeber, der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) betreibt in Ruanda ein breites Spektrum verschiedenster Projekte. Dadurch hatte ich die Chance, in vielen verschiedenen Bereichen tätig zu werden. Ich reiste z.B. mit einer Jugendgruppe durchs Land um die neuen Gacaca-Dorfgerichte mit Liedern und Gedichten bekannter zu machen, oder begleitete eine Psychologin beim „Trauma-Counselling“ auf den Hügeln. Dabei ging es um eine Studie mit verwitweten Frauen, denen während des Genozids grausame Dinge angetan worden waren und die heute häufig an den Spätfolgen leiden. Viele sterben gerade durch AIDS. Uns ging es darum, ihre Geschichte zu hören und der Familie eine Überlebenshilfe zu geben.
Das wahrscheinlich größte Vorhaben war meine Mithilfe bei der Erstellung einer Schulfibel über die Menschenrechte. Darin erklären wir Grundschulkindern spielerisch und in Comicform ihre Rechte. Denn was hier als selbstverständlich gilt, ist in Ruanda oft unbekannt, etwa die Tatsache, dass alle Kinder ein Recht auf Bildung haben.

3. 1994 - ein trauriges Jahr in der Geschichte Ruandas. Etwa 800.000 Menschen werden bei brutalen Massakern getötet und die Weltöffentlichkeit verschließt die Augen vor dem „effizienteste(n) Massenmord seit den Atombomben von Hiroschima und Nagasaki“. Philip Gourevitch sagte das. Wie hast du das Land und die Menschen knapp 10 Jahre nach dem Genozid erlebt?

Ich möchte ebenfalls mit einem Zitat antworten, einem Vergleich, den mir ein ruandischer Freund erzählte: „Krieg und Frieden gehören zusammen“, sagte Faustin, „wie Tag und Nacht. Du willst ein Symbol für Frieden? Siehst du die Sonne, sie steht im Zenit. Wir haben die Nacht hinter uns gebracht... aber um welchen Preis!“
Und die Nacht war dunkel in Ruanda. Rabenschwarz. Kein Stern stand am Himmel, und Gott hatte sein Land verlassen. Ein ruandisches Sprichwort besagt: Gott herrscht am Tage über die ganze Welt, aber des Nachts kommt er nach Ruanda, um dort zu schlafen. Heute fragen die Menschen: Wo war Gott in jenen Nächten des Jahres 1994, als 800.000 Menschen ihr Leben lassen mussten, und das nur, weil sie die falsche Mutter hatten, zur falschen Zeit am falschen Ort waren, der einen und nicht der anderen Volksgruppe angehörten. Oder, und das wird häufig vergessen: Weil sie sich gegen das Morden stellten.
Dieses Fragezeichen bleibt, denn es gibt keine Antwort. Auf der anderen Seite ist das Land schon wieder erstaunlich normal, und auf den ersten Blick nicht von anderen afrikanischen Ländern zu unterscheiden: Es wird viel Musik gehört und auch wieder gefeiert. Man sehnt sich nach einem normalen Alltag, jeder geht seinen Geschäften nach.

4. Bemerkt man noch Spuren dieser Zeit in der Hauptstadt Kigali wo die schlimmsten Verfolgungen stattfanden?

Ja, zwei Orte sind bewusst so belassen, wie sie 1994 aussahen: Das Parlament trägt tiefe Narben durch Granateinschläge und Einschusslöcher, und ein flaches Gebäude direkt neben dem einzigen 5-Sterne-Hotel der Stadt (nicht dem Filmhotel) sieht ebenfalls noch aus wie früher. In ihm wurden gleich zu Beginn des Genozides 10 (?) Blauhelm-Soldaten grausam ermordet, was zum Abzug der belgischen Truppen führte.
Sonst bemüht man sich im Augenblick mit nahezu manischem Eifer, alle Relikte des alten Regimes zu entfernen, was teilweise bizarre Züge annimmt: Ein Springbrunnen, der inmitten eines zentralen Kreisverkehrs steht, widersetzt sich seit Wochen seinem Abriss, einfach, weil kein schweres Gerät zur Verfügung steht, um den Stahlbeton zu knacken. Es wurde sogar schon von Sprengung gesprochen...
Die neue Regierung hat auf jeden Fall hochtrabende Pläne für das Kigali im Jahre 2020, und es bleibt abzuwarten, was davon tatsächlich in die Tat umgesetzt werden wird.

5. Wie leben Tutsis und Hutus heute miteinander? Gab es so etwas wie Aufarbeitung oder Aufklärung?

Von Aufklärung zu sprechen wäre zynisch, schließlich weiß ja jeder, wer welcher Volksgruppe angehört. Aufarbeitung allerdings findet statt, ist ständig Thema in der nationalen Debatte um Zukunft und Versöhnung. Mit Solidaritätscamps für junge Leute beider Gruppen und den traditionellen Gacaca-Dorfgerichten wurden z.B. zwei Maßnahmen ergriffen, das Volk kollektiv umzuerziehen. Dabei gerät man in eine widersprüchliche Rhetorik, denn die beiden Begriffe „Hutu“ und „Tutsi“ dürfen nach offizieller Meinung der Regierung nicht mehr existieren. Es wird lediglich von „Ruandern“ gesprochen.
Natürlich gibt es die Kategorisierung nach wie vor, und sie macht sich immer wieder unterschwellig bemerkbar. Da beide Gruppen aufeinander angewiesen sind und viele Überlebende heute mit den Familien der Mörder Haus an Haus wohnen müssen, kann das Zusammenleben sehr aufreibend sein, muss aber nicht. Mir wurden Fälle berichtet, nach denen heute nach wie vor Ressentiments und Einschüchterung praktiziert werden. Da fliegen dann nachts Steine aufs Dach oder wird in anderer Form gemobbt. Auf der anderen Seite entwickelt sich gerade eine erstarkende Jugendkultur, die hoffen lässt. Da gibt es viele gemischte Bands oder Initiativen und die jungen Leute fragen zu Recht, warum ihnen der Starrsinn der Eltern ein Leben lang vorgehalten werden soll.
Trotzdem befindet sich Ruanda heute faktisch wieder fest in der Hand einer kleinen Tutsi-Elite, und jede Rede, auf der von Chancengleichheit gesprochen wird, enttarnt sich bald als Propaganda.



5. Du studierst Kunst und Film und warst jetzt kürzlich erst wieder in Ruanda um dort einen Film zu drehen. Wovon handelt dein Film?

Davon, wie es ist, heute in Ruanda zu leben. Der Genozid ist nur begrenzt Thema. Ich habe mich bemüht, die rasenden Veränderungen einzufangen, die das Land im Augenblick durchlebt. Dabei ging es mir um einen Querschnitt der Gesellschaft, um die immense Bandbreite ruandischen Lebens zu spiegeln. Beim Entwickeln der Figuren habe ich teilweise bewusst existierende Klischees bedient, um die Wirklichkeit zu verdichten. So gibt es beispielsweise einen Jungen vom Land, der zuhause ausgerissen ist und nun in die Hauptstadt gekommen ist. Dort will er die Ziege seines Vaters verkaufen, um ein erfolgreicher Geschäftsmann zu werden. Oder man begegnet einem kongolesischen Gastarbeiter, dem während der harten Arbeit die unzähligen Rebellengruppen im Kopf herumschwirren, die sein Land ausbeuten.

6. Vor kurzem ist auch der Film „Hotel Ruanda“ in die Kinos gekommen, der sich mit dem Krieg und seinen Schrecken auseinandersetzt. Hast du ihn schon gesehen?

Ja, ich habe den Film bereits zwei Mal gesehen. Das erste Mal in Ruanda selbst, Anfang März auf einer Spezialvorführung, von der nur wenige wussten. Die Ruander, die ich danach gesprochen hatte, fanden den Film natürlich toll: Ihr Land spielt plötzlich die Hauptrolle in einem Hollywood-Film. Ich nenne ihn etwas abfällig so, denn er bietet nichts als die bewährte Mischung aus Spannung und Familienglück, dass in einem Happy End gipfelt.
Hier findet schon wieder ein Skandal statt, der eigentlich leicht zu vermeiden wäre: „Hotel Ruanda“ läuft auf der ganzen Welt im Kino, außer in Ruanda selbst. Wenn der Regisseur oder die produzierende Firma ein wenig Taktgefühl hätten, würden sie drei Kopien spenden, die dann nonstop laufen könnten. Vorführmöglichkeiten gäbe es.
Ich fand den Film enttäuschend, abgesehen davon, dass er viele Menschen in groben Zügen darüber informiert, was in Ruanda geschehen ist und wie verantwortungslos sich die westlichen Mächte aus der Affäre gezogen haben. Als Ruandakenner muss man sich ständig über die mangelnde Detailtreue ärgern, wie etwa, dass die beiden Hauptdarsteller keine Ruander sind und dass die paar wenigen Aufnahmen, die in Ruanda gemacht worden sind, historisch falsch sind. So sind z.B. während der Einblendung „Kigali 1994“ Hochhäuser zu sehen, die erst in den letzten Jahren entstanden. Insgesamt ist mir die Geschichte zu glatt und zu undifferenziert erzählt, eine geschöntes Retterbild, nach bekannten dramaturgischen Regeln aufbereitet – und zwecks Massentauglichkeit sehr verkürzt dargestellt.


7. Blickst du optimistisch in die Zukunft Ruandas?

Gerne würde ich uneingeschränkt mit Ja antworten, denn im Laufe der Zeit sind mir das Land und seine Bewohner sehr ans Herz gewachsen. Trotz allen kleinen und grossen Fortschritten muss man aber vorsichtig sein mit allzu optimistischen Erwartungen. Dafür liegt das Geschehen noch zu kurz zurück (man bedenke: wie weit waren wir Deutsche nach dem Holocaust des Dritten Reiches in Sachen Aufarbeitung 11 Jahre nach Kriegsende?) und ist das politische Geschehen in der ganzen Region der Grossen Seen noch zu fragil.
Dort gründen Konflikte oft auf multinationalen Problemen und es herrscht ein ständiges komplexes Wechselspiel mit Völkerbewegungen, die unberechenbar sind. Mit den beiden Nachbarländern Republik Kongo und Burundi, in denen alles andere als stabile politische Verhältnisse herrschen, ist Ruanda so eng verbunden, dass niemand sagen kann, wie es weitergeht. Leider.

Vielen Dank Simon. Lass uns das Beste für Ruanda hoffen und dir noch viel Erfolg mit deinem Film.


Da kann man nur hoffen, dass die guten Vorsätze Ruandas auch umgesetzt werden. Apropos Vorsätze: Der Westen hatte sich nach dem Genozid in Ruanda auch einen Vorsatz gefasst, nämlich dass so etwas auf keinen Fall noch einmal geschehen dürfe und das mit drei Ausrufezeichen. Da waren sich wirklich mal alle einig! Ganz so einig sind sich die Herren vom UN-Sicherheitsrat und den Westmächten dann allerdings nicht mehr in der momentanen Frage der Krisenregion Dafur im Sudan. Aber vielleicht und wer kann das schon genau wissen, handelt es sich hierbei wieder nur um einen Bürgerkrieg wie damals in Ruanda über den auch zehn Jahre danach ein Film gedreht wird, den wir uns dann im Kino rein ziehen können- „Hotel Sudan“ wäre doch ein klasse Titel. Mal abwarten.....

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Kommentare

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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
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    Schön auch mal was über dieses Thema zu erfahren, der selber in dem Land war. Nachdem ich den Film "Hotel Ruanda" gesehen hatte, den ich übrigens recht gelungen fand, hab ich mich etwas mit Thema beschäftigt. Was mich erstaunt war, dass die beiden Volksgruppen Hutu und Tutsi strenggenommen keine richtigen Volksgruppen sind. Sie sprechen die gleiche Sprache und haben die gleiche Kultur. Meines Wissens nach haben die Kolonialherren, erst die Deutschen dann die Belgier, die Bewohner des Landes nach irgendwelchen rassistischen Kriterien in Hutu und Tutsi aufgeteilt. Die einen waren durchschnittlich etwas größer und hatten feinere Gesichtszüge. Dadurch dass damals die Rassenlehre ein Teil der anerkannten Wissenschaft war, bildeten sich die Kolonialherren ein, die Tutsi wären die inteligenteren und überlegeneren und betrauten die Tutsi mit wichtigeren Positionen im Land. Diese künstliche Einteilung hat sich so im Laufe der Zeit festgesetzt, dass sie als unumstößliche Tatsache angeshen wird. Die Tutsi waren also die herrschende Klasse in Ruanda, bis die Hutu-Mehrheit durch die Demokratie an die Macht kam. Hutu und Tutsi hassten sich da schon, wie das oft vorkommt, wenn man Gruppen in Untergebene und Priviligierte einteilt (vgl. Stanford-Experiment).
    Wie man sieht ein weiterer Negativpunkt, der der Geschichte des Kolonialismus hinzuzufügen ist.
    Nicht zu vergessen sind ebenfalls die Vertuschungsaktionen der verschiedenen christlichen Kirchen, deren Mitglieder sich auch passiv am Genozid beteiligten und auch die Rolle von französichen Soldaten, die sich teilweise an Morden und Vergewaltigungen beteiligt hatten.

    03.06.2005, 16:20 von Alchemist
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    Sehr guter Text. Es ist sehr schade das bis jetzt so wenige über den schlimmsten Genozid nach dem Juden mord bescheit wissen.

    02.06.2005, 15:32 von Machinosof
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    Es kann schon sein, dass der Film (gerade für Ruandakenner) einen Hollywoodcharakter hat. Für die breite Masse ist es jedoch sehr interessant, zu erfahren, was damals in Ruanda passiert ist. Es ist zwar immer noch nicht vorstellbar, bringt einem die Thematik an sich jedoch näher. Mir hat er gefallen. Vor allem zu sehen, wie unglaublich mutig manche Menschen noch sind!

    25.04.2005, 20:57 von Tigaki
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      @Tigaki Was den Film betrifft, so bin ich nicht der Meinung, dass der Hollywoodcharakter unbedingt dazu beiträgt, dieses schwierige Thema einem breiten Publikium zugänglich zu machen. Es gab in diesem Jahr auf der Berlinale einen authentischeren Film, "Sometimes in April", der ganz ohne Happy End auskommt, Szenen auch in der Landessprache Kinyarwanda spielt und die Perspektive der Überlebenden einbezieht. Ich hoffe, dass dieser Film es demnächst in die Kinos schafft!

      07.07.2005, 21:26 von kascha
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    zur einleitung: ich habe schon sehr viel ueber dieses thema lesen koennen und das nicht aus reinem interesse . da gibt es schon einiges an belletristik und zeitungsartikeln (sehr gut : GEO ueber die "dorfjustiz" ).

    25.04.2005, 18:35 von annama
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