alexandra_buerger 17.12.2012, 11:47 Uhr 201 2
NEON täglich

Waffendebatte

Sollte der Waffenverkauf in den USA verboten werden?

Unvorstellbares Grauen. Für viele Eltern brach am Freitag in Newtown, Connecticut, die Welt zusammen. Adam Lanza, ein 20-jähriger Autist, schoss in einer Grundschule um sich und tötete 20 Erstklässler und sechs Erwachsene. Danach erschoss er sich selbst.

Das Massaker hat erneut die Debatte um eine Verschärfung des Waffengesetzes in den USA ausgelöst. Präsident Barak Obama, der sich in seiner vorherigen Amtsperiode nicht an das Waffengesetzherantraute, geht das Problem in einer Rede indirekt an. Er sagt: „Das Land hat zu viele solcher Tragödien in den letzten Jahren gesehen. Wir müssen etwas unternehmen, um weitere solcher Tragödien zu verhindern – unabhängig von der Politik.“

Nun rufen Senatoren, unter ihnen der Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, Obama dazu auf, Druck auf den Kongress auszuüben, um die Waffen, die in den letzten Jahren wiederholt für Massaker benutzt wurden, zu verbieten.

Obwohl dies Teil von Obamas Wahlversprechen war, hat sich der Präsident bis jetzt noch nicht von seiner Macht Gebrauch gemacht, um zum Beispiel Waffen Importe zu unterbinden. Was ist das Problem? Die Waffenlobby NRA (The National Rifle Association). Die Demokraten haben Angst vor dem Zorn der mächtigen Lobby.

Die NRA benutzen vorhergegangene Blutbäder als Vorwand, um den Waffenbesitz weiter auszuweiten: „Die Katastrophe des 11. September wäre nicht passiert, wenn die Piloten bewaffnet gewesen wären. Waffen für Piloten wäre die "schnellste, billigste und effektivste Art, unseren Luftraum zu schützen" sagt Vizepräsident Wayne LaPierre. Auch verweisen sie auf Erfurt und wollen damit bewiesen haben, dass obwohl die deutschen Waffengesetze viel strenger sind als die US-amerikanischen, es trotzdem zu Massakern kommt.

Das Recht auf Waffen zu beschränken, wie es seit den Massakern in Schulen und an Universitäten von einigen US-Politikern gefordert wird, hält LaPierre für "politischen Terrorismus".

Die USA und ihre lieben Waffen – ein Dilemma, das für viele Europäer und manche Amerikaner schwer nachzuvollziehen ist. Waffengegner wiesen daruf hin, dass zwischen 2000 und 2009 mehr als 298,000 Menschen durch Schüsse in den USA gestorben sind. Wenn man von natürlichen Todesursachen absieht, ist das die zweithäufigste Todesursache. Nur Autounfälle forderten mit 417,000 Verunglückten mehr Opfer. 

Was meint ihr? Sollte der Waffenverkauf in den USA weiter eingeschränkt werden oder ganz verboten werden? Oder findet ihr, dass die NRA Recht hat? In Erfurt ist es trotz deutschem Waffenverbot schließlich auch zum Blutbad gekommen.



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201 Antworten

Kommentare

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  • 0

    Wayne LaPierre von der NRA sagte: "Das einzige, was einen
    schlechten Menschen mit einer Waffe stoppt, ist ein guter Mensch mit einer
    Waffe"
    Bisher wurden aber in den meisten Fällen die Amokschützen nur durch sich selber gestoppt.

    23.12.2012, 12:28 von SteveStitches
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    18.12.2012, 13:13 von mirror87
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  • 1

    Ich leb zurzeit in den Südstaaten der USA, alles was ich dazu sagen kann, ist dass die Amerikaner zuerst ihre Denkensweise - und dann das Gesetz ändern sollten. Nach dem Amoklauf in Connecticut waren hier viel Meinung, das Waffengesetz sollte soweit ausgeweitet werden, dass Schüler ihre Waffen oder Pfeffersprays mit in die Schule nehmen dürfen um sich, und jetzt kommts, wehren zu können! Wie Kinski so schön sagt: die sind so blöd, dass sie sich noch nichtmal über die Konsequenzen bewusst sind. 

    18.12.2012, 04:04 von cupid.S
    • 1

      Gibts halt keine Schlägereien aufm Schulhof mehr, sondern Schießereien. Die Pausenaufsichten sind dann halt mit nem Gürtel voll Blendgranaten ausgerüstet!


       


      (Obiges ist bitte nicht mit Ernsthaftigkeit zu verstehen)


      Ich pers. finde, Pfefferspray ist ne ganz andere Liga als ne Schusswaffe. Weiter behaupte ich, dass kaum jemand seine Einstellung bzw Grundhaltung mir nichts dir nichts aufgeben wird.
      Das ist bei einigen Amerikanern so ins hirn geankert, wie bei einigen von uns das deutsche Michl-tum


       

      18.12.2012, 08:15 von Jingeling89
    • 0

      Na klar hat sich das Denken schon viel zu sehr bei den Amis eingeprägt, da stimm ich dir voll und ganz zu, was aber auf keinen Fall heißen muss das man da nichts mehr dran ändern kann und das jetzt so hinnehmen muss. Was Kritikfähigkeit betrifft, können wir Deutschen uns bestimmt auch noch n paar Scheiben abschneiden und mit Einsicht beschmieren.

      19.12.2012, 18:39 von cupid.S
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  • 0

    Was meint ihr? Sollte der Waffenverkauf in den USA weiter eingeschränkt werden oder ganz verboten werden?

    Ja.

    17.12.2012, 21:25 von Tora
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      Nicht bei kranken Menschen. Deshalb dürfen diese Waffen nicht in die Hände bekommen.

      18.12.2012, 03:01 von Tora
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      'krank' im übertragenen Sinn, denke ich mal...

      18.12.2012, 10:28 von sailor
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      schön, dass es wenigstens einer von euch ernst nehmen kann.

      18.12.2012, 12:19 von Tora
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  • 0

    klar wäre es besser, nur wird es dieses verbot nie geben.

    und solche waffen zu verbieten die bei den letzten massakern verwendet wurden ist schwachsinn. ein amokläufer wird nicht sagen "mh, meine lieblingswaffe darf ich nicht besitzen, deshalb mach ich eben keinen amoklauf."

    17.12.2012, 20:04 von Nana1409
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  • 1

    neeeeeeeeeeeee, die sollten erhöht werden, damit sich die ganzen hirnverbrannten waffenlobbyisten komplett gegenseitig unter die erde bringen können. da gibts doch nur eine antwort auf die frage: ABSOFUCKINGLUTELY.
    Am besten gestern.

    17.12.2012, 18:15 von Sultanine
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  • 0

    Ich wär für'n generelles Verbot, nur glaube ich nicht, dass sich da mal etwas ändern wird. Der amerikanische Otto-Normalverbrauchter hat seine Meinung doch hübsch eingepflanzt bekommen und glaubt, so wie die Tage im Fernsehen von einem behauptet wurde*, "dass das Land sicherer würde, je mehr Waffen im Umlauf seien".

    * Der Mann befand sich mit einem kleinen Sohn oder einer kleinen Tochter von unter zehn Jahren auf 'nem Schießstand und brauchte dem Nachwuchs das Schießen mit einem vollautomatischen Gewehr bei.

    Und das ist nochmal der andere Punkt. Nicht dass Handfeuerwaffen in Privatbesitz gut seien, aber eine Handfeuerwaffe in einem Privathaushalt fände ich vergleichsweise nicht derart verstörend, wie ein großkalibriges Sturmgewehr, das binnen weniger Sekunden ganze Salven von sich geben kann. Was hat so etwas in den heimischen vier Wänden verloren?

    17.12.2012, 16:37 von Blackend
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  • 2

    ... nur in USA? - nee: weltweit!

    17.12.2012, 16:11 von erha
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  • 4

    mich ärgert, dass überhaupt diskutiert wird, ob die Gesetze geändert werden müssen. ganz ehrlich.

    warum soll jeder Vollpfosten mit Waffe rumlaufen können?

    17.12.2012, 16:05 von Ansotica
    • 3

      Warum soll jeder Esel ein Kind zeugen dürfen?

      17.12.2012, 16:25 von quatzat
    • 2

      Warum soll jeder User bei neon.de kommentieren können?

      17.12.2012, 16:35 von frl_smilla
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    • 0

      Sachen totzuschießen?
      SACHEN?

      Nicht jeder Schuss ist Teil eines Korn-Musikvideos!

      17.12.2012, 16:44 von frl_smilla
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    • 2

      oh boy

      17.12.2012, 16:49 von frl_smilla
    • 1

      Was hat das nu mit nem verantwortungsvollen Umgang zu tun?

      Achsoja, nichts.

      Weil Kinderkriegen so CDU-mäßig positiv besetzt ist, vergißt man im Wald wahrscheinlich schnell, welcher Horror entstehen durfte, weil jeder Depp seinen Schwanz irgendwo reinstecken darf/muss/kann.

      Ich seh da keinen Unterschied.

      17.12.2012, 16:50 von quatzat
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    • 1

      Der verantwortungsvolle Umgang liegt in der vorausschauenden Denkweise (zieh ich hier am Krümmer, is einer tot, steck ich meinen Schwanz in die alte und spritz ab, seilt dien Kind ab, das keiner will).

      Hat relativ wenig mit der Funktion zu tun außer:

      a) dass man sie begriffen haben muss (1+1=2)

      und

      b) dass man diese Funktionsweise auf fiktive Szenarien übertragen muss (daran scheiterst wohl meistens).

      17.12.2012, 17:09 von quatzat
    • 0

      scheiterts. Ich zähl dich jetzt nich zu der oben beschriebenen Gruppe. ^^

      17.12.2012, 17:10 von quatzat
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    • 0

      Was ist an dem Zusammenhang Krümmer -> Tod komplex?

      Nichts.

      Genauso verhält es sich mit dem Problem Ejakulat inne Frau -> Kind

      Ständig zu behaupten, alles wäre so komplex, ist einfach falsch. Die meisten Zusammenhänge, an dem der Mensch im Durchschnitt scheitert sind sehr einfach.

      Und nochmal: Die Funktion ist vom verantwortungsvollen Umgang entkoppelt und andersherum. Man muss sie nur verstanden haben. Allerdings ist das Verständnis für eine Funktion auch unabhängig von der Funktion.

      Vom Gehirn mal abgesehen.

      17.12.2012, 17:17 von quatzat
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    • 0

      Das Verstehen einer Funktion wird durch die Funktion nicht beeinflusst.

      Und die Aussage, dass man etwas 'so einfach nicht vergleichen kann', einer offensichtlichen Vereinfachung der Dinge, die dadurch wesentliche Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten will, engegen zu halten ist doch eher äh weggeworfene Lebenszeit, nech?

      In beiden Fällen sind die Zusammenhänge simpel, aber die Folgen für ein anderes Individuum weitreichend. Insofern benötigt man entsprechende Ignoranz oder geistiges Unvermögen, um in beiden Fällen verantwortungslos zu handeln.

      17.12.2012, 17:37 von quatzat
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    • 0

      Eben gerade nicht. Es verdeutlicht nur, dass jeder machen _kann_ was er will. Und dass dem Bürger in vielen Fragen Verwantwortung überlassen wird, aber nicht dafür Sorge getragen wird, dass sie mündig sind. Da steckt durchaus Sozialkritik in dem Eselstatement. Allerdings führte die Vereinfachung wohl nicht dazu, dass diese bei dir an kam.

      Und nochmal: Die Funktion einer Pistole ist vollkommen unabhängig von ihrem Verständnis. Wenn ich eine Pistole verstehen will, kann ich das unabhängig davon tun, ob eine genau diese Pistole gerade in Funktion ist oder nicht.

      Bei meinem Gehirn eben nicht: wenn ich etwas verstehen will (z.B. mein gehirn), muss mein gehirn in dem Moment funktionieren.


      18.12.2012, 07:49 von quatzat
    • 3

      Leute...

      18.12.2012, 08:07 von sailor
    • 1

      Hach* ... nur auf Neon gibts so etwas.

      18.12.2012, 12:16 von Dalek
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  • 2

    Bei solchen Massakern diskutieren alle immer erst über Gesetze und niemand scheint sich zu fragen was mit einem Menschen so derart schief gehen konnte, dass er überhaupt zu so einer Tat fähig werden konnte. Es ist vollkommen egal wie lasch oder strikt Gesetze sind. Wenn jemand eine Waffe möchte, bekommt er die auch irgendwie. Aber das ist gar nicht das Problem. Wohl eher, dass wir zu wenig auf unsere Mitmenschen achten. Oder würden diese sonst nur noch so abscheuliche Taten als einzigen Ausweg sehen?

    17.12.2012, 15:57 von mueslifee
    • 1

      Wohl eher, dass wir zu wenig auf unsere Mitmenschen achten
      Das Problem ist aber, Menschen sind kein Kollektiv. Wir haben keinen Hive-Mind. Gesellschaften sind eine Zwangsansammlung von Individuen, die sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen, um sich nicht einfach Gegenseitig zu zerfleischen.
      Es gibt immer ein Paar verrückte Spinner, die raustanzen - genau wie Leute, die ausgegrenzt werden.

      18.12.2012, 08:20 von Jingeling89
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    • 0

      chiral, bleib du erstmal beim thema..

      18.12.2012, 14:13 von mueslifee
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    • 0

      jap, vielen dank :)

      Es ist vollkommen egal wie lasch oder strikt Gesetze sind.
      --> Das kannst du natürlich nich als einzelne Aussage so stehen lassen, deswegen ja auch der Satz danach: Wenn jemand eine Waffe möchte, bekommt er die auch irgendwie. Und dabei ist es demjenigen sicher relativ egal in welche dunklen Abründe er sich begeben muss. Klar, kann man es den Menschen mit Gesetzen schwerer oder leichter machen, nur unmöglich wird dadurch nichts. Wenn aber genau das das das Ziel sein soll, sind wir wohl doch aufm falschen Weg.

      Lustig, dass du nur weil ich sage, dass wir mehr auf unsere Mitmenschen achten sollten, denkst, dass ich Menschen grundsätzlich für gut halte. Das ist absolut nicht so. Steht ja auch nirgens, oder ? ;)
      Es wäre allerdings schön.

      By the way mag ich meine rosa Hippiebrille. Die Welt ist schon grau genug.

       

      18.12.2012, 15:47 von mueslifee
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    • 0

      chapeau, würd ich mal sagen :)

      18.12.2012, 16:05 von mueslifee
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    • 0

      Ich fand deine vorletzten Argumente gut ;) und nur weil du meine Meinung nicht teilst, sind meine Kommentare nicht automatisch unlogisch. Zusammengefasst kann ich nur nochmal sagen: mir geht es bei dem Thema weniger um Gesetze, als um den Menschen an sich. Was nicht heißt, dass ich Gesetze von Grund auf ablehne. So.

      19.12.2012, 12:50 von mueslifee
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