Töten lernen
Ist die Empörung über zivile Opfer gerechtfertigt?
."Wir müssen mit ihnen zusammenarbeiten, statt sie nur zu bombardieren." (Bernard Kouchner, Außenminister von Frankreich)
"Wir sind doch nicht in Afghanistan, um zu erobern, sondern um zu helfen und Demokratie aufzubauen." (Jean Asselborn, Außenminister von Luxemburg)
"Wir gewinnen diesen Krieg nicht, indem wir töten." (Carl Bildt, Außenminister von Schweden)
Die drei Zitate entstanden in den vergangenen Tagen, nach der von einem deutschen Oberst befohlenen NATO-Zerbombung zweier Tanklaster samt vieler Taliban und womöglich auch Zivilisten in Afghanistan.
Das interessanteste dieser Zitate ist das dritte. "Wir gewinnen diesen Krieg nicht, indem wir töten" - von 1651 bis 1986 standen die Niederlande mit den Scilly-Inseln im Krieg, ohne dass je ein Schuss fiel. Aber von dieser geschichtlichen Schrulle abgesehen: Wie soll es das geben, einen Krieg ohne Töten?
Die Bundesregierung weigert sich, im Zusammenhang mit der Tätigkeit der Bundeswehr in Afghanistan von einem Krieg zu sprechen. Das tun vor allem jene, die wollen, dass die Bundeswehr schleunigst abzieht. Sogar das Wort "Kampfeinsatz" soll dem deutschen Verteidigungsminister Franz Josef Jung, der es öffentlich benutzt hatte, viel Ärger von seiner Vorgesetzten Angela Merkel eingebracht haben.
Wenn es sich in Afghanistan aber um einen Krieg handelt, ist klar, dass getötet wird. "Töten lernen" lautete die Forderung eines namentlich ungenannten Vertreters der Amerikaner, als die Bundeswehr den USA noch zu zaghaft erschien. Die eigentliche Frage ist also nicht, ob, sondern wer getötet wird. Wünschenswert scheint hierbei eine chirurgische Trennung zwischen Taliban und Nicht-Taliban, so genannten "Zivilisten", und die Tötung ausschließlich der ersten Gruppe. Dieser Wunsch ist verständlich, aber ist er auch realistisch? Erstens tragen Taliban keine Uniform. Zweitens sind unter Zivilisten immer jede Menge Menschen, die die jeweilige Armee - hier: die Taliban -unterstützen. Drittens können sich Taliban bewusst mit Zivilisten umgeben, einem Schutzschild gleich, damit man sie selbst nicht isoliert töten kann. Viertens hatte die Bundeswehr, wenn ihre Darstellung stimmt, ein Attentat befürchtet, bei dem mit Hilfe der Tanklaster deutsche Soldaten gesprengt werden sollten; demnach müsste man nun das Leben deutscher Soldaten, das durch das NATO-Bombardement gerettet wurde, mit dem Leben afghanischer Zivilisten, das durch das Bombardement beendet wurde, gegeneinander aufrechnen, was nicht geht.
Ich will weder Partei für oder gegen das Bombardement noch für oder gegen Franz Josef Jung ergreifen, weil wir nach jetzigem Stand viel zu wenig darüber wissen, was passiert ist und wer was gewusst hat. Doch die Empörung, dass in einem Krieg Zivilisten getötet wurden, scheint mir - so verständlich sie ist - etwas schief.
Seht ihr das ähnlich? Oder ganz anders?
Tags: Bundeswehr






Kommentare
Ich war einmal auf einem Lehrgang in Dresden für militärische Menschenführung im Einsatz.
09.10.2009, 21:02 von FleckleibbaerEin israelischer Offizier meinte damals, daß Deutschland, dem Titel dieses Berichtes nach, nur ein Problem hat.
Er hat im Gazastreifen gekämpft und damals auch einen Jungen erschossen. Was uns jetzt aber so grausam vorkommt, bekommt einen anderen Geschmack, wenn man hört, daß dieser vielleicht 12jährige Junge kurz vorher per Scharfschützengewehr fünf Menschen (Soldaten UND Zivilisten) hinterrücks getötet hat.
Was will ich damit sagen?
Diskussionen über Afghanistan scheitern an fehlendem Wissen. Der Durchschnittsbürger weiß schlicht und einfach zu wenig und es gibt eben nicht nur ein richtig und ein falsch...Sondern wie immer Grautöne!
wenn ich die verantwortung für ein paar hundert soldaten hätte und die taliban würden 6 kilometer vor meinem lager mit zwei vollbeladenen tanklastern stehen, hätte ich wohl genauso gehandelt. isnofern hält sich meine empörung eigentlich ziemlich in grenzen.
07.09.2009, 22:51 von -jk-@-jk- Standen aber nicht in Fahrtrichtung auf das Lager zu...
08.09.2009, 16:11 von sailor@sailor das könnte das ganze schon wieder ändern. ich glaube auch, es müsste erstmal ein paar mehr informationen geben. anscheinend hat es ja noch quellen ausser den luftbildern gegeben. wäre interessant zu wissen was da wer gesagt hat.
08.09.2009, 22:49 von -jk-Jeder Mensch ist erst mal "Zivilist"...
07.09.2009, 22:12 von sunworld@[Benutzer gelöscht] dann kommt irgendein cleveres gieriges arschloch daher und überzeugt den zivilisten mithilfe der üblichen methoden von der notwendigkeit einer armee, weil der feind ja vor den toren steht...und der angesprochene vollpfosten läßt sich überzeugen und abknallen. fertig. aus. und die moral von der geschicht. glaub gierigen arschlöchern nicht!
08.09.2009, 09:14 von TNTHm,
07.09.2009, 15:58 von MatsumotoVergewaltigungen afghanischer Frauen ließen sich dann auch leicht mit, " Ey, ist halt Krieg, gehört einfach dazu", rechtfertigen...
@[Benutzer gelöscht] Da hast Du recht, jetzt von heute auf morgen da abziehen wäre nicht ohne Folgen möglich.
07.09.2009, 15:05 von CyroKriegstreiber Bush hat gerufen und ale finden es eine Super Idee endlich mal Krieg zu führen. Außer Schröder damals, der uns aus dem Irak-Krieg heerausgehalten hat. Auch wenn Schröder innenpolitisch in sozialer Hinsicht eine Katastrophe war, er hat uns doch wenigstens aus dem Irak-Krieg herausgehalten. Anders Merkel. Auf nach Afghanistan, und nachdem Amerika beklagt hat fangen wir nun endlich an auch mal ein paar Raketen abzufeuern. Jetzt kommt endlich Leben – ’tschuldigung – Tod in die Sache. Ich habe die Quote an Toten vergessen, die die Amerikaner und Briten uns vorgegeben haben, damit wir auch militärisch für voll genommen werden.
Ich bin froh dass Bush nicht mehr Präsident ist .. Krieg und Elend verbreiten ist eine Sache aber schlau genug ist er ja, sich dabei nicht zu übernehmen, so dass es für ihn gefährlich wird. Und was er mit den Kriegen weltweit angerichtet hat, wird noch jahrzehnte lang Folgen haben. Und Deutschland noch zu kämpfen haben. Würde jemand von der Linken allerdings an die Macht kommen (was ich für utopisch halte) wäre der Krieg auch nicht gleich morgen zu Ende, doch mittelfristig schon, denke ich. Zumindest was die deutsche Beteiligung angeht.
Krieg aufhören sollte trotz NATO und anderen Gegebenheiten möglich sein. Denn weitermachen, also Krieg führen, töten, weil man es eigentlich nicht will aber internationale Verpflichtungen uns dazu zwingen, ist für mich keine moralisch bzw. menschlich haltbare Begründung. Selbst wenn wir aus der NATO fliegen, was ist schlimmer, eine nicht näher bestimmte Anzahl Menschen töten oder alternativ dazu aus der NATO rauszufliegen ?
@[Benutzer gelöscht] Könnte die Staatengemeinschaft dies denn?
07.09.2009, 16:39 von LudwigMartinAnsonsten schöner Kommentar - bei allen Differenzen in der Diskussion ist es wirklich gut, daß es diese gibt - und so starke Abwehrhaltungen gegen das Töten und Kriegeführen. Ich hoffe sehr, daß das weiterhin so bleibt - historisch gesehen, ist das ein Gewinn.
ich find die überschrift schön: "töten lernen".
07.09.2009, 13:12 von Kocmonabtdenn die frage ist nicht, ob es da um zivile oder militärische opfer geht und um die davon abhängige variable, das recht zu töten, geht - sondern, ob "wir deutschen" als gesellschaft eben wieder töten lernen sollten...
eben "unserem internationalen range" entsprechend auftreten und auch mal militärisch mitspielen. und eben auch töten, egal wen. dank dir dicker fischer, danke liebe grüne, danke liebe spd, danke liebe mandatsverlängerungsegalwasweißichparteien - danke, dass die bundeswehr am hindukusch unsere werte verteidigt. danke. ein danke an die parteien und abgeordneten, die sich einbilden, die mitte der gesellschaft abzubilden und dementsprechend zu entscheiden.
ohne euch würden wir in der welt weiterhin als pazifistische schwanzeinziehkarnickel wahrgenommen werden - nur waffen exportierend, aber nicht mitschießen wollend..
@Kocmonabt Willst du damit sagen, dass für Deutschland die Zeit der Scheckbuchdiplomatie vorbei ist? Kann man vertreten, diese Meinung, tun ja auch genügend Politikwissenschaftler. Nur schwingt mir bei deiner Argumentation hier entschieden zu viel Testosteron und Geltungssucht mit und ich vermisse vor allem das Wort "Verantwortung".
07.09.2009, 13:29 von Christian_Helten@Christian_Helten Das meinst du nicht ernst, Christian? Das ist eine _ironische_ Antwort.
07.09.2009, 13:38 von quatzatFischer und Co haben nämlich erreicht, dass heutige deutsche Regierungen den wackeligen Spagat zwischen "Scheckbuchdiplomatie" und "Follow the leader" hinkriegen müssen.
Das ist ein verdammt schwieriger Balanceakt.
Aber egal, die Deutschen werden ihren Spaß am Krieg schon wiederentdecken. Und das mit dem Spaß meine ich ernst, schaut euch andere beteiligte Länder und deren Einstellungen zu dem Krieg und Krieg im allgemeinen an (und damit meine ich die Ansicht im Volk und nicht irgendwelches Politikergesülze).
@quatzat Deutschland hat, wenn man ueberhaupt ein Recht dazu besitzen kann / darf, keinen Anspruch auf Spaß an jedweder Art der gewaltvollen Auseinandersetzung.
07.09.2009, 13:46 von VerbalJunkieDeutsche in einflsusreichen militaerischen Positionen haben in allererster Linie ein Stigma ( im Bezug auf andere Nationen ) welches es zu bekaempfen gilt.
Abgesehn davon sollte man sich hueten Spass am Krieg zu entwickeln, oder moechte man irgendwann da stehen wo die USA heute ist ?
@VerbalJunkie Muss ich unter meine Beiträge schreiben, ob ich sie ironisch meine oder nicht?
07.09.2009, 13:59 von quatzatKlar ist der Spaß am Krieg absurd - aber deswegen schrieb ich ja, sich die Haltung anderer Länder einfach ma anzuschauen. Als Deutscher kommt man sich komisch vor. Denn - du erwähnst das Stigma - wir sind es nicht gewohnt mit dem Krieg als alltäglichem "Geschäft" umzugehen. Das ist in Staaten wie England, Framkreich, USA oder Australien ganz normal.
@quatzat cheers, mr. q - wenn nur mir die worte halb so gelenk wie dir entfleuchten...
07.09.2009, 17:04 von Kocmonabtdas mit dem "krieg als alltägliches geschäft" habe ich oben gemeint - und dass "uns" der weg zurück in unsere alte (meinetwegen scheckbuch-)rolle dank rotgrüner friedenspolitik verbaut ist.
hat die schweiz es eigentlich nötig, irgendwelche soldaten in die ferne zu schicken? deren sicherheitsparasitendasein erscheint mir um einiges attraktiver, als der neudeutsche werteimperialismus.
@Kocmonabt
11.09.2009, 21:30 von LudwigMartinDie Außenpolitik der SChweiz ist in der Tat ein Ruhekissen der Nation, welches Deutsche nicht haben. Welch glückliche Aufgabenverteilung in der westlichen Welt.
"Ist die Empörung über zivile Opfer gerechtfertigt?"
07.09.2009, 12:46 von Club-Fan82Jeder, der auch nur einen Funken Verstand besitzt, müsste doch feststellen, dass man auf diese Frage nur mit "ja" antworten kann.
Von wegen "die Darstellung erscheint mir etwas schief"...solche Konsensfloskeln sind dcoh Schwachsinn.
@Club-Fan82 Schön, dass du so eine eindeutige Meinung hast. Willst du sie auch begründen?
07.09.2009, 13:45 von Christian_Helten@Christian_Helten Ich glaube, es erklärt sich von selbst, dass jedes zivile Opfer eines zu viel ist. Großartig begründen muss man das nicht, finde ich.
07.09.2009, 19:11 von Club-Fan82Es ist vollkommen utopisch davon auszugehen, dass es in Afghanistan jemals eine Demokratie nach westlichen Vorbild geben wird. Ebenso wie der Gedanke an einen durch den Westen herbeigeführten Frieden.
07.09.2009, 12:46 von PinzepuLetztlich ist es da unten ein Krieg und es ist lächerlich was die Regierung aufgrund ihres historisch schlechten Gewissens für fadenscheinige Ausreden spinnt.
Dass es Kollateralschäden in einer bewaffneten Auseinandersetzung gibt, dürfte wohl klar sein. Zu verhindern ist sowas meiner Meinung nicht. Es ist zu erwarten. Und nur weil es diesmal kein Selbstmordanschlag, sondern ein Nato-Luftangriff - also die ja eigentlich friedliebende Demokratie war- die Zivilisten getötet hat wirds wieder hoch geputscht. *gähn*
@[Benutzer gelöscht] Das hat nichts mit Geduld zu tun Guelle. Sondern mit den geographischen und kulturellen Gegebenheiten dieses Landes. Es ist nicht schaffbar, wenn man nicht die War-Lords einbezieht. Und die War-Lords haben defintiv andere Interessen als dem Volk das Stimmrecht zu geben. Es herrscht des Recht des Älteren und es gibt unsichtbare Territorialgrenzen.
07.09.2009, 15:23 von PinzepuUnd wenn da können noch so viele Westliche kommen und schreien dass die Demokratie die friedlichste Lebensform ist. In Afghanistan seh ich das als sehr fragwürdig an.
@[Benutzer gelöscht] Der Wechsel vom Kaiserreich zur Weimarer Republik?
07.09.2009, 15:40 von madjesterUnd zack, da hatten wir auf einmal eine Demokratie.
Mit der die Deutschen ja offensichtlich nicht zurande gekommen sind.....
@madjester Aber auch diese Demokratie hatte eine Vorgeschichte...
07.09.2009, 15:44 von sailor@sailor Das ist auch wieder wahr
07.09.2009, 16:03 von madjesterHat ja schon seinen Grund, daß man Krieg heute im Allgemeinen nicht mehr so dolle findet. Wegen der Späne, die beim Hobeln anfallen und so.
07.09.2009, 12:32 von Romeo_Flausch79"...demnach müsste man nun das Leben deutscher Soldaten, das durch das NATO-Bombardement gerettet wurde, mit dem Leben afghanischer Zivilisten, das durch das Bombardement beendet wurde, gegeneinander aufrechnen, was nicht geht."
07.09.2009, 12:20 von MrBushOho, das geht sehr wohl. So etwas bezeichnet man als Triage u die lautet beim militär nunmal: Unsere Soldaten vor den Zivilisten vor den feindlichen Soldaten.
Ein Kommandeur sah seine Soldaten, für die er die Verantwortung trägt, in Gefahr. Wie hätte er sonst entscheiden sollen ? Naaaaa......... dann wollen wir mal warten! Wird es sich wohl um eine Verwechselung handeln ???
Sind wohl Zivilisten die sich den Treibstoff ( 2 Tanklaster = ca. 30.000 bis ca. 50.000 Liter ! ) für den nächsten Winter organisieren wollen ???
Daß jetzt ein Staatsanwalt in der Sache ermittelt ist genauso lächerlich wie deutsch. Ich verstehe nicht wie man in solch einen Einsatz gehen kann, wo man Gefahr läuft v der eigenen Regierung angeklagt zu werden.
Widerwärtig übrigens auch die Reaktionen der Nato-"Partner". Als seinerzeit amerikanische Drohnen ferngelenkt eine Hochzeitsgesellschaft mit Hilfe v Bomben aufgelöst haben kommt eine amerikanische Kommission zur Untersuchung des Vorfalls u erklärt souverän, dass es sich bei den Opfern ausschließlich um Taliban handelte. Da hielten die europäischen Außenminister natürlich den Mund. Diesmal aber kommt der Oberbefehlshaber der US- und Nato-Truppen in Afghanistan höchst persönlich um den Fall zu untersuchen. Jetzt heißt es "großer Fehler", "ernster Vorfall", "eine Tragödie".
@MrBush
07.09.2009, 12:35 von LudwigMartinDa ist was dran.
Nur die Sache mit dem Staatsanwalt finde ich okay, denn so etwas klärt manchmal einfach schlicht die Sachlage. Manchmal ist es gut, wenn sich die Staatsanwaltschaft mit etwas befaßt - ich gehe nicht davon aus, daß eine Verurteilung folgt.
@LudwigMartin Naja ich weiß nicht. Deutsches Recht auf einen Krieg, noch dazu einen Partisanenkrieg anwenden zu wollen ist schon ziemlich dümmlich.
07.09.2009, 13:18 von MrBushWas die Verurteilung angeht bin ich gleicher Meinung. Auf welcher Grundlage sollte eine solche auch zustandekommen. Jeder redet immer v Zivilisten. Natürlich sind die Opfer immer Zivilisten. Selbst wenn Osama Bin Laden selbst unter den Toten wäre. Hat irgend jemand schon einmal eine "Taliban-Uniform" gesehen? Die Frage ist: Waren es Kombattanten, Partisanen, Freischärler?
@MrBush
07.09.2009, 13:47 von LudwigMartinDas deutsche Militär muß sich - wo es auch immer im Einsatz ist - deutschem Recht verantworten, das ist schwierig, aber äußerst bedeutsam. Abweichungen vom normalen zivilen Durchschnittsleben, in denen das Strafrecht Anwendungen findet, sind irgendwo geregelt - und wenn diese Regelungen nicht eingehalten werden, dann muß der Verstoß geahndet werden.
Wenn wir diese Grundlage nicht wahren, können wir einpacken und sollten gar nicht erst versuchen, anderen den Begriff "Rechtsstaat" beizubringen.
Das mit den Zivilisten ist schwierig. Die Absicht ist entscheidend. ich weiß nicht, ob die Absicht der Tanklaster allen Beteiligten klar war - aber es ein Dorfältester aus der benachbarten Siedlung wurde zitiert mit: "Wer ist schon nachts um zwei Uhr draußen und sucht nach Benzin?"
Nachtrag am 07.09.2009 - 16:59 Uhr:
Etwas ist aber noch wichtig bei unserem "Eifer" für die Demokratie: Nichtdemokratie in extremen Formen bedroht den Rest der Weltgemeinschaft - Afghanistan als Terroristenhafen, Iran und Nordkorea als potentielle Atommächte, etc. sind keine von der Öllobby aufgebaute Drohkulisse, sondern zeigen direkt, daß undemokratisch hergestellte Machtsysteme Leute an die Macht bringen, die selbst- und weltzerstörerisch handeln. Deswegen: Demokratie ja. Vielleicht nicht um jeden Preis - und mit "Geduld" (s. Guelle) - auf jeden Fall mit Besonnenheit und Verstand. An vielen Details kann und sollte daher die Vorgehensweise bedacht und kritisiert werden.