Sebush 30.11.-0001, 00:00 Uhr 512 20

Penis oder Identität?

Ich bin Atheist. Ich bin beschnitten. Ich weiß ein bisschen was übers Judentum. Und ich bin nachhaltig verstört über die Beschneidungsdebatte.

Meine Eltern waren nicht gläubig, ich bin nicht gläubig. Mit 26 lernte ich allerdings Sandrine kennen, eine großartige Frau, eine überzeugte Jüdin. Sie war alles andere als fundamentalistisch, an einige Dinge musste ich mich dennoch erst gewöhnen: Kein unkoscheres Fleisch in der Wohnung, die Wichtigkeit des Sabbat, die intensive Identifikation mit dem jüdischen Volk. Zwar glaubte sie nicht an Gott - kein Widerspruch, wie ich erst lernen musste - dennoch hatte ihre jüdische Identität für sie einen Stellenwert, den man nicht beschreiben kann, sondern erleben und fühlen muss.


Diese Identität war Teil ihrer selbst. Als deutscher Atheist kannte ich nicht eine solch intensive Identifikation, auch nicht von gläubigen Christen. Der Unterschied: Als Jude ist man in erster Linie Teil des jüdischen Volkes. Das Judentum ist zwar eine Religion, aber eben nur zum Teil - Sandrine glaubte ja selbst nicht an Gott und war dennoch Jüdin.

Eines wird beschnitten: Die Vorhaut oder die jüdische Identität

Sandrine und ich waren fünf Jahre zusammen und ich nahm in dieser Zeit intensiv an ihrem Familienleben teil. Ich habe viel gelernt. Und ich denke, dass ich heute besser als sehr viele andere Nichtjuden erfassen kann, was jüdische Identität bedeutet. Und die Beschneidung der männlichen Vorhaut ist - warum auch immer - ein extrem wichtiger Bestandteil dieser Identität. Der Gedanke, seinen Sohn nicht nach acht Tagen beschneiden lassen zu dürfen, ist eine tiefe seelische Verletzung für alle Juden. Wird der Junge nicht beschnitten, wird seine Identität und die seiner Familie beschnitten. 

Ein Beschneidungsverbot nähme einem jüdischen Jungen sowie seiner Familie einen Teil der Identität. Eine Beschneidung verbaut die Möglichkeit, eine Vorhaut zu haben. Die Nichtbeschneidung würde dagegen die Entwicklung einer jüdischen Identität massiv beeinträchtigen. Das lässt sich nicht später entscheiden. Die Abwägung lautet für mich also: Vorhaut contra Identität. Ist das logisch? Nein. Sind Religionen an sich logisch? Nein. Müssen wir diese fundamentalen Identitätsfragen als Gesellschaft anerkennen? Ja.

Beschneidung: Recht sinnlos aber okay

Nun ist die Beschneidung eines kleinen Jungen ohne medizinische Indikation fraglos ein Eingriff. Kein großer Eingriff, sicher, aber immerhin ein irreversibler und ein medizinisch unnötiger. Ich kann also diejenigen, die für das leibliche Wohl des Kindes argumentieren, verstehen. Eine Beschneidung ist prinzipiell recht sinnlos.

Allerdings nehme ich an, dass etwa null Prozent der Beschneidungsgegner selbst beschnitten sind. Ich selbst musste mich mit 25 aus medizinischen Gründen einer Beschneidung unterziehen. Und: Ich bin sehr zufrieden damit. Natürlich hätte ich nicht an meinem Penis herumschneiden lassen, wäre es nicht nötig gewesen. Könnte ich es jedoch rückgängig machen, ich würde es nicht tun. Ich sehe keine Nachteile, nur Vorteile: Keinerlei Geruchsbildung, laut herrschender medizinischer Meinung geringere Ansteckungsgefahr bei vielen Sexualkrankheiten* - und besseren Sex. Warum besseren Sex? Man kann als Mann deutlich besser kontrollieren, wann man kommt, muss sich also keinen Stress darüber machen. Damit kann man sich dem eigentlichen - dem Sex - deutlich entspannter widmen. Und wer lockerer ist, hat mehr Spaß im Bett.

Da ich also von meinem eigenen Körper weiß, wie geringfügig (und durchaus Vorteilhaft) der Eingriff ist, gewinnt in meiner Abwägung zwischen der Beschneidung der jüdischen Identität und der Beschneidung der Vorhaut klar die Identität über die Vorhaut.

Leute, bleibt locker. Bitte.

Aber das kann man auch anders sehen. Und das verstehe ich. Der Eingriff bleibt medizinisch unnötig. Was ich dagegen nicht verstehe: Den Hass, mit dem viele auf die Frage reagieren. Es ist wichtig, dass wir als Gesellschaft diese Fragen diskutieren. Inwieweit wollen wir die Menschen in unserem Land der herrschenden atheistischen Leitkultur unterwerfen? Was darf Religion, was darf Identität? Diese Fragen müssen in jedem Themengebiet einzeln behandelt werden. Ich sehe die Beschneidung hart an der Grenze, krassere Eingriffe würde ich definitiv ablehnen. Weder darf Religion alles dürfen, noch dürfen wir Religion alles verbieten. Diese Dinge kann und muss man diskutieren.

Angst und Bange wird es mir aber, wenn Menschen mit anderen Ansichten verteufelt werden, wenn blanker Hass herrscht. Und diesen sehe ich überall, im Netz, im Freundeskreis. Daher Leute, egal, was ihr dazu denkt: Denkt daran, dass die anderen auch gute Gründe haben. Versucht zu verstehen, wie wichtig Identität sein kann, auch wenn die Verknüpfung mit der Vorhaut nicht logisch ist. Respektiert einander. Und erkennt an, dass an diesem kleinen bisschen Haut - unlogisch wie es ist - eine Riesenmenge Identität hängt.


*Ja, ja, das mit der geringeren Gefahr ist durchaus umstritten. Aber die herrschende Meinung - unter anderem bestätigt durch die WHO - sieht eine deutliche Reduktion in der Ansteckungsrate für viele Krankheiten inklusive HIV.


Tags: Beschneidung, Judentum, Penis, Vorhaut, Identität
20

Diesen Text mochten auch

512 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • 0

    Ich bin nicht zu 100pro im Thema, aber ich kann sowohl das pro und contra für die beschneidung von Jungen im Kindesalter verstehen. Klar kann das Kind einerseits noch nicht einwilligen und wird dem Elternwillen unterworfen. Und klar handelt es sich andererseits um eine Körperverletzung, die nicht medizinsich inidziiert ist.

    Aber mich würde mal interessieren, was beschnittene Männer auf die Frage: Beschneidung, ja oder nein antworten? Empfinden sie ihre eigene Beschneidung wohl im Nachhinein als eine Eingrenzung ihrer eigenen Entscheidungsfreiheit oder würden sie diese Körperverletzung an ihrem Penis gerne ungeschehen machen?

    Ich habe durch reinen Zufall den Arzt, ein Chirurg, getroffen, der von der Oberstaatsanwältin in Köln eine Anklage wegen Kindesmissbrauch erhalten hat, da er den 4 jährigen Jungen einer afrikanischen Asylantin in Deutschland beschnitten hat. Ich habe mich lange mit ihm unterhalten und er hat mir den Vorfall und die anschließende Diskussion aus seiner Perspektive erzählt. Er ist selbst Moslem und ein sehr erfahrener und fachkundiger Arzt! Jeder der glaubt Beschneidung sei etwas schlechtes sollte bitte einmal mit ihm sprechen... ein sehr kluger und lebenserfahrener Mann! Es gibt einige Vorteile sowohl für Mann und Frau!!! Hier der link zum Urteil: tp://www.justiz.nrw.de/nrwe/lgs/koeln/lg_koeln/j2012/151_Ns_169_11_Urteil_20120507.html

    Im Nov 2011 wurde er angeklagt und erst ein Jahr später folgte das Urteil: unschuldig. Woraufhin die Oberstaatsanwältin Berufung einlegte, aber ohne Erfolg!

    Aber klar ist es letztenendes ein heikles Thema, wenn es um die Beschneidung von minderjährigen - also von Kindern - geht. Alle Gesundheitliche Vorteile hin oder her. Kinder sind, solange sie nicht volljährig sind, vor dem Gesetz noch nicht geschäftsfähig und der elterlichen Sorge unterworfen. Wie es immer so schon heißt: "Mit Einwilligung des gesetzlichen Erziehungsberechtigten". Das Problem ist, dass eine Beschneidung aus religiösen Gründen aus medizinischer Sicht nicht notwendig ist und somit leicht als Körperverletzung oder Kindesmissbrauch abgetan werden kann... Was ich auch vollkommen verstehe. Aber dann müsste man sich auch Fragen, wieso so viele kleine Mädchen mit ihrlöchern rumlaufen.

    Ist die Lösung also die Beschneidung am 18. Geburstag? Ich weiß nicht... wie gesagt, man sollte mal die beschnittenen Männer fragen.

    04.03.2013, 11:55 von LeleSchroeder
    • Kommentar schreiben
  • 0

    ich habe mal eine "praktische" frage:
    soll man als atheistische eltern seine kinder zum evangelischen religionsunterricht in der 1. klasse schicken, oder nicht?
    werden die kinder in dem alter schon so indoktriniert, dass sie später nicht mehr zur findung einer eigenen meinung in punkto religion fähig sind? ja oder nein?

    25.08.2012, 20:51 von Gluecksaktivistin
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      die alternative ist - kein unterricht. es gibt kein "ethik", "philosophie" oder "lebenskunde"
      die art des unterrichts in der 1. klasse kann ich nicht beurteilen....wie dogmatisch der nun ist. denke er ist nicht sonderlich extrem pietistisch oder so.
      ich persönlich sehe eine größere gefahr darin, dass das kind entweder einseitig in eine andere richtung (athestisch) beeinflußt wird, bzw. noch wahrscheinlicher, dass es zum außenseiter wird, in einer gesellschaft, bzw. einer schul- und klassengemeinschaft, in der diverse christliche feste inzwischen eher traditonellen, bzw. säkularen charakter gewonnen haben.
      die familie feiert dementsprechend auch kein weihnachten, ostern etc. und die kinder bekommen nichts von diesen traditonen mit. bzw. eben schon, aber nicht in ihrer familie.

      25.08.2012, 23:18 von Gluecksaktivistin
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      haha, ja das ist meine prognose.
      insofern ist das eine interessante bestätigung.
      ich fürchte nur, das ist ein induktiver schluß.
      ich frage mich, wie beeinflussend / oder prägend ist religionsunterricht langfristig.
      hmmmm

      25.08.2012, 23:35 von Gluecksaktivistin
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      na klar, meine rede. aber darum gehts eigentlich gar nicht, daher "praktische" frage. konkret stellt sich die alternative. religionsunterricht ja oder nein.
      und meine (intuitive) meinung dazu ist. klar. warum nicht?
      die elten haben mindestens den gleichen einfluß, wie einmal die woche 1,5 std. reli unterricht, das kann man mit dem kind ja besprechen.
      grundsätztlich stimme ich mit dir überein. ich bin generell für einen konsequent säkularen staat.

      25.08.2012, 23:48 von Gluecksaktivistin
    • 0

      Wenn das nicht längst entschieden ist, würde ich dazu sagen:
      Der Religionsunterricht sieht ja heute längst nicht mehr so aus, dass der Lehrer mit den Kindern zusammen betet oder ihnen irgendeinen Glauben einflößt. Tatsächlich geht es darum, etwas über verschiedene Religionen zu lernen.
      Und wenn Du möchtest, dass dein Kind später in der Lage ist, eine eigenständige Entscheidung über seinen Glauben zu fällen, ist es meiner Meinung nach notwendig, ihm die Chance zu geben, auch etwas über die Alternativen neben dem Atheismus zu lernen. Und diese Chance bekommt er im Religionsunterricht. :)

      05.03.2013, 15:52 von nirgendsueberall
    • 0

      ich bin deiner meinung!
      es geht nicht um meine (nicht vorhandenen) kinder, sondern um die anderer Personen aus meinem Bekanntenkreis.

      05.03.2013, 22:42 von Gluecksaktivistin
    • Kommentar schreiben
  • 2

    Sehr gut das du es geschafft hast, diese Debatte mal nüchtern und verhältnismäßig distanziert zu betrachten.

    " Inwieweit wollen wir die Menschen in unserem Land der herrschenden atheistischen Leitkultur unterwerfen?"
    Genau hier seh ich die Hauptproblematik. Ich bin selbst gläubiger Christ (Wenn auch nicht ganz im Sinne einer kat. / ev. Kirchengemeinschaft), ich kann aber (vermutlich genau deswegen) verstehen das im Judentum so viel Wert auf die Beschneidung gelegt wird. Glaube lässt sich nur selten rational begründen, und das kann ein Gläubiger viel mehr nachvollziehen als ein Atheist. Unabhängig davon ob es um seine eigene Religion geht oder um eine andere. Wobei  Christentum und Judentum ja bekanntlich den Gleichen Gott und eine miteinander verbundene Geschichte haben.

    10.08.2012, 00:41 von excitable.Boy
    • 0

      Danke!

      24.08.2012, 15:15 von Sebush
    • Kommentar schreiben
  • 0

    beschnittene pimmel sehen fast so scheiße aus wie diese rüsselchen mit zu langer vorhaut. das hat dann auch beides nichts mehr mit GEIL, EIN SCHWANZ zu tun, sondern mit "wie komm ich aus der situation raus, ohne IHN zu sehr zu verletzen"...

    10.08.2012, 00:22 von libido
    • 0

      Deine persönliche Vorliebe.

      24.08.2012, 15:16 von Sebush
    • Kommentar schreiben
  • 0

    Wenn ich das lese, wird mir schlecht.

    09.08.2012, 23:53 von zeitvergeudet
    • Kommentar schreiben
  • 3

    Endlich mal eine interessante und faire Diskussion. Fand ich sehr bereichernd!

    28.07.2012, 11:34 von Gluecksaktivistin
    • 1

      Danke!

      24.08.2012, 15:16 von Sebush
    • Kommentar schreiben
  • 5

    guter Beitrag auch von Michael Schmidt Salomon:

    "Zur Religionsfreiheit der Eltern wiederum ist zu sagen, dass sie durch ein Verbot der Vorhautbeschneidung überhaupt nicht tangiert würde, erstreckt sich deren Religionsfreiheit doch bloß auf sie selber, nicht aber auf ihre Kinder! Und bei der Abwägung des Erziehungsrechts der Eltern gegenüber dem Selbstbestimmungsrecht der Kinder hat die von Deutschland unterzeichnete UN-Kinderrechtskonvention nun einmal klare Prioritäten gesetzt: Sie schützt die Rechte der Schwächeren! Wer meint, dass Kinder unter der totalen Verfügungsgewalt ihrer Erzeuger oder Betreuer stehen, hat nicht einmal im Ansatz begriffen, was Kinderrechte bedeuten. Es sollte klar sein: Die körperliche Unversehrtheit des Kindes ist ein Rechtsgut, das deutlich über der Erziehungsgewalt (sic!) der Eltern steht."

    der ganze Artikel hier

    28.07.2012, 00:18 von schauby
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 2

      viele gute und vorallem klarsichtige Leute dort.
      von Schmidt Salomon kann ich das aus direkt persönlicher Erfahrung mit ihm nur bekräftigen. 

      28.07.2012, 00:48 von schauby
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 1

      Interessanter Artikel, interessante Stiftung.
      Vielen Dank für den Hinweis!

      28.07.2012, 11:34 von Gluecksaktivistin
    • 0

      Alter Schwede, wenn der Herr Salomon echt so ein Bringer ist, sollte er darauf achten wo er veröffentlicht!

      UFOs?



      30.07.2012, 11:28 von Philantrop
    • 0

      was sollte gegen die wissenschaftliche Untersuchung von Parawissenschaften sprechen ?

      30.07.2012, 11:42 von schauby
    • 0

      ziemlich genau das entspricht direkt dem Aufklärungsgedanken.

      30.07.2012, 11:43 von schauby
    • 0

      hier zum beispiel

      30.07.2012, 11:46 von Gluecksaktivistin
    • 0


      "Ähnlich wie bei ´V´: CENAP ist nach wie vor die Resistance - der aktive Widerstand - gegen die Konservativ-UFOlogie ...


      ...
      und ihren mentalen Menschenfischern sowie Geistes-Menschenfressern
      alias Märchenerzählern im Weltraumfahrt-Zeitalter!"

      Zitat des Vortragenden Werner Walter, geboren 1957, ist Mannheimer Einzelhandelskaufmann, Amateurastronom und Science Fiction-Fan.


      Bestimmt eine Koryphäe auf seinem Gebiet ;)

      30.07.2012, 11:52 von Philantrop
    • 0

      Wo steht in der Kinderrechtskonvention irgendetwas über die Beschneidung? Warum sind wir der erste Vertragsstaat, wo irgendwer auf die Idee kommt, dass es da einen Widerspruch geben könnte? Warum hat Israel unterschrieben, wenn es da einen Widerspruch gibt? Alors: Ist der Widerspruch nicht komplett konstruiert?


      Und nochmal: Möchtet ihr echt, dass in Deutschland Juden, Kinder wie Erwachsene, in der Entwicklung und Auslebung ihrer Identität beschnitten werden? Echt?

      24.08.2012, 15:21 von Sebush
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • Kommentar schreiben
  • 1

    Abgesehen davon, dass Politik und Gesellschaft mehr bieten muss, als Ethik und jede Form des Zusammenleben über Justiz und Rechtsprechung zu definieren...

    beschränkt man sich allerdings auf diesen Rahmen, ist es eindeutig: Die Religionsfreiheit hört exakt dort auf, wo gegen allgemeine Freiheit, insbesondere gegen Grund- und Menschenrechte verstoßen wird. in diesem Fall eindeutig gegen das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit. Dass dieses weder verhandelbar ist noch irgendeinem anderen Recht untergeordnet werden kann, ist die Bedingung seiner Gültigkeit. 

    28.07.2012, 00:03 von schauby
    • 0

      Nö, das ist überhaupt nicht eindeutig. Seit wann bedeutet eine Beschneidung eine körperliche Versehrtheit?


      Und nochmal meine Frage: Möchtest du echt, dass in Deutschland Juden - Eltern wie Kinder - in der Entwicklung und Auslebung ihrer Identität beschnitten werden? Echt? Das nämlich ist die Konsequenz deiner Aussage.

      24.08.2012, 15:23 von Sebush
    • 0

      Vielleicht ein besseres Beispiel, wo einem nichts abgeschnitten wird:

      Es gibt überall Regeln, die nicht meiner Kultur oder Identität entsprechen. Ob du jetzt in katholischen Kirchen den Hut abnimmst, an muslimischen Stränden nicht im Bikini rumläufst oder in den Staaten öffentlich keinen Alkohol trinken darfst.

      Religion und Individualität sollte niemals über die  Rechtsstaatlichkeit einer Demokratie gestellt werden.

      Gleichstellung hört für mich genau dann auf, wenn einer gleicher als die anderen ist. Ob er jetzt mit Geschlecht, Religion, Behinderung oder Sexualität argumentiert, ist mir dabei relativ egal.

      25.08.2012, 19:28 von Philantrop
    • Kommentar schreiben
  • 0

    Ich werde ständig beschnitten. Nämlich in all meinen Freiheiten.

    27.07.2012, 12:07 von Jackie_Grey
    • 1

      Du hast die Möglichkeit dich dagegen zu wehren. Ein Säugling nicht.

      27.07.2012, 12:31 von Tanea
    • 0

      BÄM! Verstehen Sie Spaß?

      27.07.2012, 15:17 von Jackie_Grey
    • Kommentar schreiben
  • 1

    Freitag, 27. Juli 2012 09:30 Uhr

    FAZ: Schriftsteller Zaimoglu für Straffreiheit von religiösen Beschneidungen

    "Deutschland macht sich lächerlich." Das findet der
    türkischstämmige Schriftsteller Feridun Zaimoglu mit Blick auf die
    Beschneidungsdebatte hierzulande. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung"
    sagte er, die Entfernung der Penisvorhaut sei schließlich keine
    Genitalverstümmelung oder Kastration. Zaimoglu betonte, die Beschneidung
    sei Prophetenvorgabe und damit nicht verhandelbar. Gottesliebe dürfe
    nicht zur bloßen Ideentapete verkommen, meinte er. Der Autor ist als
    Kind selbst auch beschnitten worden. - Nach einem Urteil des
    Landgerichts Köln, das die Beschneidung als Straftat gewertet hatte,
    strebt die Bundesregierung derzeit eine rasche Regelung religiöser
    Beschneidungen an.

    27.07.2012, 10:27 von Gluecksaktivistin
    • 1

      Über Religion kann man nicht diskutieren.
      Punkt.

      27.07.2012, 10:57 von Philantrop
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 2

      Feridun Zaimoglu, besorg dir ein One-Way Ticket nach Teheran - da bist du goldrichtig!
      Zu dem Spruch enthalte ich mich eines Kommentars.

      Allerdings kommt Feridun Z. aus der Türkei.


      28.07.2012, 08:46 von Gluecksaktivistin
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 1

      Feridun Zaimoglu, besorg dir ein One-Way Ticket nach Teheran - da bist du goldrichtig!
      Das ist blanker Rassismus. Din, du disqualifizierst dich mit solchen Äußerungen selbst. Big time.

      24.08.2012, 15:26 von Sebush
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • Kommentar schreiben
Seite: 1 2 3 4 5 ... 5

NEON im Netz

Spezial: Städtereisen

NEON fürs Tablet: iOS und Android!

Neueste Artikel-Kommentare