PatrickMangan 27.10.2012, 17:42 Uhr 8 0

Obama und/oder Romney

Anderntags dachte ich, wie schön es wohl wäre, politischer Cartoonist zu sein. Ich hätte so einige Ideen.

Anderntags dachte ich, wie schön es wohl wäre, politischer Cartoonist zu sein. Ich hätte so einige Ideen. Da ich aber zeichnerisch wenig begabt bin, sei es mir vergönnt, hier mit Worten ein Bild zu skizzieren:

 

Radikale Islamisten (klassisch mit Turban und langen Bärten) sitzen gebannt vor dem Fernseher. Auf CNN verfolgen sie die Ergebnisse der Wahl zum Amerikanischen Präsidenten. Im Hintergrund sieht man links und rechts jeweils eine Puppe: die in der linken sieht aus wie Obama, die in der rechten ähnelt Mitt Romney. Dazu sieht man in jeder Ecke Plakate, auf denen wahlweise Death to Romney oder aber Death to Obama steht.

 

Die Aussage dieses Cartoons ist hoffentlich klar: Unabhängig vom Ausgang der Wahl, für einige Menschen bleibt Amerika der ewige Feind. Präsidenten kommen und gehen, Republikaner und Demokraten wechseln sich ab, aber Amerika ist und bleibt Amerika.

 

Und nicht ohne eine gewisse Scham muss ich zugeben, dass mich mittlerweile nicht mehr so viel von diesen radikalen Islamisten trennt. Aber wo sie blinde Wut und grenzenlosen Hass empfinden, fühle ich fatale Ernüchterung und traurige Ohnmacht.

 

Gehen wir ein paar Jahre zurück: Obama spricht in Berlin, Obama spricht in Kairo, Obama erhält den Friedensnobelpreis. Hoffnung macht sich breit. Guantamo wird bald geschlossen sein, die westliche Welt reicht den Moslems die Hände, die Atomwaffen werden bald zum Relikt der Weltgeschichte erklärt werden. Alles Anzeichen dafür, dass Weltfrieden nicht unmöglich ist. Und selbst Imagine von John Lennon hört sich nun an wie die Vision einer nahen Zukunft und nicht mehr wie Träumereien eines zugedröhnten Hippies. Zumindest in meinen Ohren.

 

Heute sind wir zur Realpolitik zurückgekehrt: Guantamo ist immer noch da, Atomwaffen gibt es nach wie vor, die Spaltung zwischen Christentum und Islam wirkt ähnlich gravierend wie die zwischen Arm und Reich, Imagine von John Lennon verkauft sich nur schlecht und Barack Obamas Lieblingswaffe ist die Drohne, die mehr Kollateralschäden verursacht als weithin angenommen und eingestanden. Aus vier Jahren Amtszeit bleibt nur ein Bild haften: Jenes aus dem Situation Room, als Obama, Clinton, Gates, Biden und Donilon ein sehr reales Ego-Shooter Spiel spielen und Osama Bin Laden quasi per Joystick aus dem Verkehr ziehen.

 

Letztlich bleibt die Frage: Spielt es wirklich eine Rolle, wer der nächste Präsident wird? Steckt Amerika, und in Erweiterung die ganze Welt, nicht in einem gut geölten Apparat fest, der von alleine läuft (und die Welt zugrunde richtet) solange nur jemand da ist, der, weil ihm nichts besseres einfällt, die Knöpfe drückt ohne die Bedienungsanleitung zu lesen?

 

Mir jedenfalls scheint es so!

 

 

8 Antworten

Kommentare

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    Da schneidest du nur die Sicherheitspolitik an. Als Amerikaner würd mich die Wirtschaft und Sozialpolitik ja mehr interessieren. Aber egal.

    06.11.2012, 22:55 von Dalek
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    Es spielt eine große Rolle: Wenn Obama gewinnt wird er trotzdem (durch die Republikaner und ihre Blockadepolitik) verlieren und steht dann als Looser der Nation fest, obwohl er nix dafür kann. Wenn Mitt Romney gewinnt muss er die Politik seiner eigenen Partei ändern, um Amerika nicht in den Abgrund zu reißen.  

    28.10.2012, 08:28 von SteveStitches
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  • 1

    Ich glaube, vom ersten Paragraphen habe ich schon Gehirnkrebs bekommen. Da stimmt weder grammatikalisch noch semantisch irgendetwas.

    Und zum Rest: Wenn irgendjemand von Obama ernsthaft den Weltfrieden erwartet hat, dann ist das mindestens so weltfremd wie seinerseits Imagine. Allerdings ist dieses Lied sehr schön. Der Text nich so. Vllaicht zeichneste das näxte Mal doch lieber was.

    27.10.2012, 19:06 von quatzat
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      Hallo Quatzat, 


      kannst du mir bitte die grammatischen und semantischen Fehler des ersten Absatzes nennen, damit ich den Paragraphen korrigieren kann.

      Danke.

      28.10.2012, 00:13 von PatrickMangan
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      Die grammatischen Fehler findest du "schon".

      Und die Begründung, dass du nicht zeichnen kannst, ist vielleicht eine Beründung, nicht zu zeichnen, aber nicht, um zu schreiben.

      28.10.2012, 07:10 von quatzat
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  • 1

    John Lennon als 'zugedröhnten Hippie' zu bezeichnen, ist ja schon ein Hämmerchen...

    27.10.2012, 18:13 von sailor
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      Lies dir mal  "Albert Goldman: John Lennon - Ein Leben" durch. Soweit hergeholt ist das dann gar nicht mehr. Wobei er natürlich kein Einzelfall war. ;)

      27.10.2012, 19:55 von themecki
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      Muss ich glaube ich nicht... Halte ich in jedem Fall für das falsche Bild...
      Aber egal...

      28.10.2012, 09:32 von sailor
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