EliasRafael 19.06.2011, 11:54 Uhr 11 13

Leblos wie Österreich zu Zeiten des Anschlusses

"Lächerlich," sagte er. "Du willst es doch auch, also." "Ja, aber nicht so." "Pfff, fick dich." "DANKE, machst du schon." "Geh doch zu Sissi."

Sitze nun etwas verloren im Wartezimmer vor der Gaskammer deines Herzens und warte auf mein Zeichen. Du seiest noch nicht so weit, müsstest noch ein wenig im Archiv arbeiten. Wie immer. Längst gelöschte Emails lesen, abgespeicherte Profilbilder zuordnen, aus alten Kommentaren Rückschlüsse über die geistige Verfassung des Urhebers zum Zeitpunkt der Erstellung schließen und und und. An solchen Archivtagen siehst du das Tageslicht nur sporadisch, was deinem Teint nicht sehr gut tut. Du solltest auch mehr schlafen. Ich dagegen, ich sitze so da wie nichts, konzentriere mich auf die langen Pausen zwischen sporadischen Atemzügen. Das Lebenserhaltungssystem arbeitet schon länger im Schlafmodus. Tendenziell ist so ein Dasein als moderner Konsument durchaus gewünscht. Wenn der finale Kauf-, Klick- oder Fickimpuls am Ende jedoch ausbleibt, wenden sich die Mediaplaner schnell wieder ab. Depressive taugen nicht als Zielgruppe, zu berechenbar, die wollen immer nur das eine. Müde schaue ich mich um, im Wartezimmer hängen zahlreiche Portraitfotos mir unbekannter Männer. Ihre Gesichter sind seltsam verzerrt, einer sieht aus, als blicke er dem Teufel persönlich in die Augen. Ein anderer scheint in einem Weinkrampf zu zerfließen, wieder einer lacht hysterisch. Alle diese Männer schienen irgendwas gemeinsam gehabt zu haben [unbewusst verwende ich die Vergangenheitsform]. Ich frage mich, als ich den abgehängten Rahmen an der linken Wand betrachte, ob sich dahinter bereits mein Portrait befindet, und wichtiger noch, ob das Foto gelungen ist.

Neben der Durchgangstür befindet sich ein kleines Fenster. Ich stehe auf und trete näher. Die Kammer sieht steril aus, leblos wie Österreich zu Zeiten des Anschlusses. Mein Blick schweift umher, ein verwaistes Bett und ein Sarg sind die beiden einzigen Möbelstücke. Ich kann noch ein Schild erkennen, auf dem steht. „Bitte vor Benutzung reinigen.“ Gut, denke ich, also wird hier regelmäßig sauber gemacht. Ein Geräusch in meinem Rücken erregt meine Aufmerksamkeit. Eine Frau mit Kopftuch und gebückter Haltung betritt das Wartezimmer, in den Händen hält sie einige Putzutensilien. Wortlos und das Gesicht von mir abgewandt durchquert sie den Raum und verschwindet in der Kammer. Ich will sie noch was fragen, gebe das aber mangels Stimme auf. Ich beobachte sie durch das Fenster bei ihrer Arbeit. Akribisch wischt sie den Boden. Ich erkenne dich, lasse es mir aber nicht anmerken. Du schaust dir die Dinge auch mal gerne aus einer anderen Perspektive an, hast du mal gesagt, und jetzt kann ich das gut verstehen. Als du die Kammer wieder verlässt und das Wartezimmer durchquerst, lächelst du mich kurz an, sodass sich meine Atmung beschleunigt. Besäße ich eine Stimme, würde ich dich auf den Text in deiner Kontaktanzeige ansprechen. Das klang damals so authentisch. „Naturgeile Psychopathin sucht Gleichgesinnte für Hirnfick.“ Das hatte mich echt beeindruckt. „Was hat dich so verletzt“, würde ich noch fragen, mit gespielter Anteilnahme [denn eigentlich ist es eine perverse Neugier]. Ich blicke dir wehmütig nach, als sich die Tür hinter dir schließt. Wieder eine verpasste Chance. Wahrscheinlich die letzte – wie immer.

Ich hatte mich vor einigen Wochen für ein staatliches Opferschutzprogramm gemeldet, bei dem man mich jedoch wegen mangelnder Eignung als Opfer abgelehnt hat. „Wer so kaputt ist, der braucht keine Hilfe“, haben sie gesagt. „Da gibt’s nichts zu reparieren, sie müssen das Unvermeidliche akzeptieren, das gehört zum Leben.“ Dann haben sie mich zurück zu dir geschickt. Sie wussten ja nicht, dass wir uns kennen. Das wusste niemand in der Stadt. Du würdest dich erfolgreich um Spezialfälle kümmern, jedenfalls sei noch keiner zurückgekommen, um bei ihnen erneut um Hilfe zu bitten. Ich muss an die Männer auf den Fotos denken, als ich eine rote Lampe über der Schleuse aufleuchten sehe. Mein Zeichen. Weil ich so spät keinen Ärger mehr riskieren will, füge ich mich in mein Schicksal und betrete die Kammer. Die Tür fällt hinter mir ins Schloss. Ein seltsam gelbes Licht strahlt von der Decke, was eine zweitklassige Atmosphäre erzeugt. Ich lege mich auf das Bett, versuche mich zu entspannen, der Sarg erscheint mir noch zu ungemütlich. Meine Atmung beruhigt sich wieder.

Nach einigen Stunden höre ich deine Stimme durch einen an der Decke neben einigen Düsen aufgehängten Lautsprecher. „Liebling, ich werde gleich bei dir sein. Bitte ziehe dich schon mal aus, und sei nicht so kaputt.“ Die Order war eindeutig, das Wort Bitte hat bei dir höchstens dekorativen Charakter. Ich lege meine Kleidung ab, hänge sie sorgfältig über das Gitter am Fußende des Bettes, und lege mich wieder hin. Weitere Stunden später sehe ich, wie die Tür sich öffnet. Du siehst müde aus und blass. „Die Arbeit im Archiv“, erklärst du lächelnd. Du lächelst ohnehin viel in diesen Tagen, was mich wiederum auf eine perverse Weise glücklich macht. Ich schaue erst auf den Sarg und dann auf den Ständer, der sich mir entgegen reckt. Du kommst zu mir und setzt dich neben mich aufs Bett. Die Situation scheint dich anzumachen, in deinen Augen funkelt eine animalische Geilheit. Du beugst dich über meine Hüfte. Dein linker Arm legt sich über meine Brust, in die rechte Hand nimmst du meinen Schwanz. Du lächelst mich noch mal an. Ich denke an die Monate, als wir gefickt hatten. Ich war nie gekommen, obwohl es sehr schön war. „Irgendeine Blockade“, hatte ich dir damals gesagt, „nichts körperliches.“ Ich stöhne leicht auf, als deine Lippen meine Eichel berühren. Während du den Druck mit der rechten Hand erhöhst und mit langsamen Bewegungen den Blutkreislauf in Fahrt bringst, erhöht sich mein Härtegrad auf einen unmöglichen Wert. Mit der Zunge streichelst du deine Signatur auf meinen Schaft. Nimmst ihn danach wieder ganz in den Mund. Ich wage es nicht mich zu bewegen, zu riskieren, dass du die Lust verlierst, in einem Anfall von Unberechenbarkeit. Du hältst die Augen geschlossen und erhöhst die Geschwindigkeit deiner Bewegung. Mein Körper ist Sand in deinen Händen. In meinem Kopf spulen sich Bilder ab aus russischen Stummfilmen, die nie gedreht wurden, und Anna Karina blickt mich spöttisch an. Die Explosion kommt schnell und unerbittlich, ich verliere die Kontrolle, zucke am ganzen Körper. Du ziehst nicht weg, nimmst mich in dir auf, bewegst dich weiter. Ich verliere erst meinen Verstand und dann mein Bewusstsein, meine Atmung kommt beinahe zum Erliegen.

Als ich aufwache, ist die Kammer leer. Das gelbe Licht hat sich in ein tieftrauriges Blau verwandelt. An der Wand sehe ich wie mit Blut geschrieben die Worte „Vergib mir nicht.“ Ich blicke an mir herab. Mein Hemd bedeckt meine Scham. Ich ziehe es weg und sehe eine klaffende Wunde. Schmerz durchflutet mein Gehirn, um sich gleich darauf zurück in Leere zu verwandeln. Nachdem ich mich erst an die Tatsache gewöhnt habe, ist nichts mehr schlimm, gar nichts, denke ich. Der Lautsprecher knackst. Wenig später höre ich erneut deine Stimme. „Du wusstest, dass es so kommt, es war kein Plan, sondern eine Notwendigkeit.“ Ich nicke stumm – du bist eine Notwendigkeit. Die Tür öffnet sich. Die Frau von eben kommt noch mal rein, diesmal als Krankenschwester. Nachdem sie mich sorgsam gesäubert und verbunden hat, lächelt sie mich an. Ich bin mir diesmal nicht sicher, ob du es bist, es spielt auch keine Rolle mehr. Ich blicke auf den Sarg, dessen Deckel mittlerweile geöffnet ist, schaue dich fragend an. Du nickst. Wie in Trance erhebe ich mich vom Bett, und steige in den Sarg. Versuche dabei, glücklich auszusehen, obwohl ich nicht weiß, wie das geht. Ich fühle grenzenlose Dankbarkeit. Du schaust mich nochmal lächelnd an und schießt ein Foto von mir.

Wieder vergehen einige Stunden, in denen ich mir bewusst werde über die Fehler damals. Es war eine Herausforderung, den Konjunktiv in einen Imperativ zu verwandeln, ohne dabei sprachliche Pirouetten zu drehen. Wir sind daran nicht gescheitert, sondern gewachsen. Nur, dass ich hier liege, und du vermutlich gerade bei einem Vodka on Ice eine paar ironische Zeilen über uns schreibst. „Bang Bang,“ höre ich aus dem Lautsprecher und dann dieses Zischen.

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11 Antworten

Kommentare

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    hach. welch schöne bilder, der herr.
    is wohl schon älter, jetze erst gelesen.

    12.12.2011, 20:51 von der_mueller
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      Danke dir! Schaurig-schön.

      12.12.2011, 21:22 von EliasRafael
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    Hallo, hier ist die Kehrseite, ein Leser, ich lese mit Distanz und nur geringem Interesse an Details. Mir gefällt es, wenn die Geschichte etwas abstrakt ist, ein bischen irre macht es interessant. Wie sonst sollte ein Text fesseln - einen Actionfilm würde ich eher als DVD oder im Kino ansehen. Deshalb finde ich diese lebendige "Leblos wie..." Story echt super, danke Erz-Engel Rafael.
    schlenke

    24.06.2011, 17:18 von schlenke
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      @schlenke Erzengel Rafael :DDD
      den find ick klasse!

      24.06.2011, 18:09 von Faraduna
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      @Faraduna Der war tatsächlich der Namenspatron! Sowas.

      24.06.2011, 18:38 von EliasRafael
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    krank. Hat was.

    23.06.2011, 10:20 von der_blonde_renner
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      @der_blonde_renner Danke :-) fühlte mich auch nicht gut beim Schreiben, ist Gottseidank schon was her...

      23.06.2011, 10:45 von EliasRafael
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    Nicht schlecht. Viel Platz für Phantasie. Für mich eine riesen Metapher, die ich in viele Gebiete des modernen lebens pressen könnte. Den Schreibstil finde ich ansprechend. Leider wird der große Reiz mal wieder über Sexualität herbeigezwungen. Da muss man gleich an "Feuchtgebiete" oder das "Parfum" denken. Trauriger alltag unserer wolllüstigen Zeit.
    Deswegen etwas einfallslos und abgedroschen.

    20.06.2011, 21:35 von SaBoFaBo
    • 0

      @SaBoFaBo schon wieder son zweitaccount

      21.06.2011, 17:12 von Faraduna
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    huiiiiii
    auf das war ich nicht vorbereitet. tolle bilder, die du da keierst.

    der sand beim blowjob. wachs würde da besser hinpassen. und anna KARENINA!!!!

    liebe grüße

    20.06.2011, 20:35 von Io_sono_Daphne
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      @Io_sono_Daphne man möge ihr vergeben. sie hat sich offensichtlich die anderen kommentare nicht durchgelesen :)

      20.06.2011, 21:15 von Faraduna
    • 0

      @Faraduna Anna sagt danke.

      20.06.2011, 23:26 von EliasRafael
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    Mein Gott. Unglaublich gut geschrieben. Meine Verehrung. :)

    20.06.2011, 20:18 von Pinzepu
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    o.O Wow...
    Sprachlos!

    20.06.2011, 00:12 von Chaosqueen87
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      @Chaosqueen87 Sprachlos? Du? :D

      20.06.2011, 07:54 von EliasRafael
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    7/10

    19.06.2011, 15:38 von MisterGambit
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      @MisterGambit ?

      19.06.2011, 15:42 von Faraduna
    • 0

      @Faraduna 7 von 10 Punkten in der Kategorie "Punkte für Neon-Autoren, die ich immer lese, die mich aber selten begeistern"

      19.06.2011, 15:44 von MisterGambit
    • 0

      @MisterGambit buhuuuu :D
      ganz schön hart

      19.06.2011, 15:47 von Faraduna
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      @Faraduna 7/10 ist schon wirklich gut

      bei 8/10 weiß ich in 2 Wochen noch, dass ich den Text gelesen hab, bei 9/10 würde ich Freunden davon erzählen, bei 10/10 überlege ich, den auszudrucken und abzuhaften

      19.06.2011, 15:51 von MisterGambit
    • 0

      @MisterGambit Danke von Anna!

      19.06.2011, 15:58 von EliasRafael
    • 0

      @EliasRafael Anna Karina. Hübsch hübsch.

      19.06.2011, 16:01 von Jackie_Grey
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  • 0

    "Mein Körper ist Sand in deinen Händen. "
    SAND gefällt mir bei einer Sexszene nicht. Klingt wie: Sand im Getriebe...

    "In meinem Kopf spulen sich Bilder ab aus russischen Stummfilmen, die nie gedreht wurden, und Anna Karina blickt mich spöttisch an."

    Anna KaREnina und nicht Karina!! Google mal.

    Cool geschriebene Story. Ein bisschen zu verrückt und nicht ganz nachvollziehbar. Schöne Schreibe.

    19.06.2011, 15:32 von Jackie_Grey
    • 0

      @Jackie_Grey Anna Karina aus Alphaville... den hat Jean-Luc Godard ja dann doch gedreht, mit Ton... you know, Frau Lehrerin. Und Sand zerrinnt zwischen den Fingern.

      Anonsten, danke, der ist schon älter.

      19.06.2011, 15:39 von EliasRafael
    • 0

      @EliasRafael Von mir aus...
      Und Sand RIESELT und rinnt nicht.

      19.06.2011, 15:41 von Jackie_Grey
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      @Jackie_Grey "Das Geld zerrinnt mir zwischen den Fingern"; "Hier stehst Du nun, am Highway im trüben Neonlicht, und musst zusehen, wie Dir Dein Traum langsam zwischen den Fingern zerrinnt"; "Je älter wir sind, desto stärker empfinden wir das Fließen der Zeit, desto schneller scheint sie uns wie Sand zwischen den Fingern zu zerrinnen"; "Reden wir mit unseren Kindern und mit unseren Eltern über diesen Krieg, über Gerechtigkeit in Deutschland und der Welt und über die Rechtsstaatlichkeit, die uns zwischen den Fingern zu zerrinnen droht!"


      http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=~~zwischen%20%2F%20unter%20den%20Fingern%20zerrinnen&bool=relevanz&suchspalte%5B%5D=rart_ou

      19.06.2011, 15:42 von MisterGambit
    • 0

      @MisterGambit Ich habe eher den Eindruck, man verwendet "zerrinnen", wenn es etwas Unfassbares ist, wie Zeit, Rechtsstaatlichkeit, Traum. Okay, Geld macht die Ausnahme in meiner Annahme.

      Selbst wenn man "Sand zerrinnen" lassen darf, es klingt ungewohnt. Ich höre es gerade knirschen und reiben. Das Wort rockt bzw. in diesem Fall: Es flutscht nicht.

      19.06.2011, 15:56 von Jackie_Grey
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      @Jackie_Grey Etwas zerrinnt bedeutet für mich: es fällt auseinander, verliert die Struktur und wird dadurch ungreifbar/unhaltbar.

      Der Sand, der gerade noch mit den Hand aufgegriffen wurde um im nächsten Moment zwischen den Fingern zu zerrinnen. Der Augenblick, dem man sich gerade bewusst war, zerrinnt und mit ihm die Zeit des Augenblicks.

      19.06.2011, 16:01 von MisterGambit
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      @MisterGambit "Verliert die Struktur" - super(!) und hat schon fast etwas Beklemmendes. Alptraum. Albtraum. Da ist man sich auch noch uneins, wie der nun richtig geschrieben wird.

      Es ist wohl mehr noch der "Sand", als das Zerrinnen, was mich im Text unangenehm berührte. Man ist z.B. Wachs in den Händen eines Menschen, der einen betört. Man zerfließt vor Hitze oder unter den Händen von seinem Lover. Bei Erotik würde ich Sand aus dem Spiel lassen, aber vielleicht mögen den manche Menschen. Aua.

      19.06.2011, 16:07 von Jackie_Grey
    • 0

      @Jackie_Grey Ich hatte das als Ambivalenz aufgefasst. Aber mit Ambivalenz tun sich viele schwer, wie mir immer wieder auffällt.

      19.06.2011, 16:08 von MisterGambit
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      @MisterGambit Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Das ist der Interpretationsspielraum des Lesers.

      Das kann uns nur der Protagonist verraten :))

      19.06.2011, 16:15 von Jackie_Grey
    • 0

      @Jackie_Grey Bzgl. Ambivalenz sagt der Titel doch schon alles... nachher will es immer keiner gewesen sein, sagt Anna.

      19.06.2011, 16:18 von EliasRafael
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    verfluchte scheiße...
    aber verdammt gut!
    ich steh auf abstrakte bilder

    19.06.2011, 14:35 von Faraduna
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