Arasbacho 23.06.2019, 19:33 Uhr 0 0

Junge Schülerin: „Mir geht es beim Schule schwänzen nur um Aufmerksamkeit!“

Eine Schülerin der "Fridays For Future", erzählt, warum sie demonstriert.

Das Phänomen Greta Thunberg und die von ihr ausgelösten weltweiten Kundgebungen „Fridays For Future“ schlagen hohe Wellen auf den Straßen und ganz besonders im Internet. Alles begann mit der Ober-Schulschwänzerin Greta Thunberg, die anfangs an jedem Freitag vor dem schwedischen Erziehungs-Ministerium  demonstriert hatte, bis  Journalisten auf sie aufmerksam wurden und damit begonnen haben, ihre Geschichte in der ganzen Welt zu verbreiten. Aus einer einzigen Demonstrantin wurden Hunderttausende auf dem ganzen Globus. Die Schüler wollen ein besseres Klima ohne große Hitze und große Kälte. Was steckt dahinter und warum demonstrieren die Schüler? Deshalb habe ich die 20-jährige Schulschwänzerin Alena interviewt.

 

Zur Person: Alena besucht eine Hauptschule in Düsseldorf und musste den Schulabschluss drei Mal wiederholen. Sie will aber bald ihr Abitur machen. Schon mit 18 wusste sie, wie wichtig das Thema Klima ist. Heute demonstriert die 20jährige Düsseldorferin auf „Fridays For Future“ mit und sieht Thunberg als Vorbild, als eine Göttin.

 

Wie hast du von Greta Thunberg mitbekommen?

 

„ Während der Hausaufgaben durchsuchte ich auf Facebook die aktuellen Nachrichten, dann sah ich ein Foto von Greta mit einem Text auf der Tagesschau-Facebook Seite und fand, dass meine Interessen hier vertreten werden.“

 

Was ist deine persönliche Meinung zu Greta?

 

„ In erster Linie halte ich sie für eine sehr starke Persönlichkeit mit sehr großen Einfluss - das macht unseren Politikern natürlich Angst. Aber  Greta ist ein gutes Mädchen.“

 

„Laut FAZ waren bisher weltweit mehr als 2000 Kundgebungen und Schülerstreiks in mehr als 120 Staaten angekündigt, in Deutschland rund 200.“

 

Und wo hast du zuerst demonstriert - wie war die Stimmung?

 

„ In Düsseldorf, im März dieses Jahres. Es war ganz ok. Wir haben nur demonstriert. Einige, die vor Ort mit „Schulstreik fürs Klima“-Plakaten erschienen, wussten offensichtlich nicht, wofür sie eigentlich demonstrieren. Das war sehr traurig, aber auch amüsant. 

 

Eine Frage, die mich besonders interessiert: Was macht ihr oder was machst du nach dem Streik?

 

„ Viele fahren nach Hause, andere gehen zum McDonalds. Jedes Mal nach der Demo besuche ich McDonalds, um was in den leeren Magen zu kriegen, oder ich kaufe mir abgepackten Salat. Den ganzen Tag zu demonstrieren, macht schlapp und hungrig.“

 

Essen in Plastik verpackt, McDonalds und das Klima - wie passt das zusammen?

 

„ Ja, ich weiß, es gefällt mir persönlich nicht, aber wir demonstrieren für das ´Klima´ und nicht für die Umwelt. Das will ich klarmachen!“

 

Sind deine Eltern auch der selben Meinung, dass man freitags die Schule  schwänzen sollte?

 

„ Nein, schon deshalb nicht, weil ich die Hauptschule drei Mal wiederholen musste. Die sagen: Ich schwänze, um dem Schulstoff zu entgehen. Was natürlich Quatsch ist.. Klar, die Schule macht keinen Spaß, aber hier  geht es um unsere Zukunft.“

 

Meine letzte Frage: Wieso demonstrierst du überhaupt auf „Fridays For Future“? 

 

„ Aufmerksamkeit will ich bekommen, mehr nicht, das will ich erreichen. Vom Hörensagen habe ich auch mitbekommen, dass Luisa Neubauer, die deutsche Klima-Aktivistin, es ebenfalls macht, um Aufmerksamkeit, Follower und Fernsehauftritte zu bekommen. Also ihr geht es darum, ins Rampenlicht zu kommen. Das will ich auch! Meine Freunde tun es auch für Aufmerksamkeit und um Follower zu bekommen. Fotos machen und posten, dann kommen die Likes.“

 

Contra Schulschwänzen: Das ist der 16jährige Johannes, Mitglied bei den Grünen und Gymnasialschüler. Er findet, dass die Schüler nur schwänzen würden, weil sie keine Lust aufs Lernen haben und das Schwänzen würde ihre Leistungen so massiv beeinträchtigen, dass sie am Ende nicht genügend qualifiziert sind, um an die Uni zu kommen.

 

 

„ Die Schüler sollten erst mal die Schule zu Ende machen, das Abitur, dann die Uni. Und wenn man studieren würde, was dem Klima hilft, dann könnte man die Welt retten. Aber nur um  Aufmerksamkeit zu erhalten und weil man keinen Bock auf Schule hat – das  ist sehr naiv. Und irgendwann sehen wir dann die Demonstranten in der Jobcenter-Warteschlange.. Außerdem kann man auch am Wochenende Kundgebungen besuchen. Greta will nächstes Jahr ein Jahr lang die Schule hinschmeißen, das ist doch kein Vorbild, meine Güte!

 

Ich werde zuerst einmal  meine Schule beenden, um danach Jura zu studieren. So kann ich den Menschen helfen, aber die Schule schwänzen, und sich hinterher über die schlechten Noten aufregen, ist  schlicht nur Schauspielerei!“


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Tags: Greta, Greta Thunberg, Fridays For Future
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