Ja, Nein, Weiß nicht
Sollen wir alle zur Organspende aussagen?
Zur Zeit warten in Deutschland etwa 12.000 Personen auf ein
neues Organ. Da jährlich circa 1000 Patienten sterben, weil sie kein passendes
Organ erhalten, diskutiert die Bundesregierung seit letztem Sommer darüber, ob
das Transplantationsgesetz verändert werden soll.
Unter anderem geht es darum, festzulegen, in welcher Form sich die
Bürger zukünftig zur Organspende positionieren sollen. Gegenwärtig
ist die Auskunft darüber, ob man seine Organe spenden möchte, freiwillig. Diese
Variante heißt „Zustimmungslösung“: Wer will, legt sich einen
Organspendeausweis zu. Hat man keinen, entscheiden im Fall der Fälle die
Hinterbliebenen im Sinne des Verstorbenen. Im Jahr 2011 haben in 9 von 10
Fällen die Angehörigen darüber entschieden, ob die Organe des Verstorbenen
gespendet werden sollen.
Ein alternatives Modell, das zur Debatte steht, heißt „Entscheidungslösung“ (bzw. „Erklärungslösung“). Es sieht vor, dass sich jeder Bürger zur Organspende äußern soll. Zur Option stehen „Ja“, „Nein“ oder „Ich weiß nicht“ (was so viel bedeutet wie „ich entscheide mich später“ oder „meine Angehörigen entscheiden“). Wie bisher auch könnte bei diesem Modell zudem frei gewählt werden, ob man alle oder nur gewisse Organe spenden möchte. Die Daten würden dann beispielsweise bei der Krankenkasse hinterlegt und könnten auch jederzeit geändert werden.
Was haltet ihr von der Idee, dass sich jeder Bürger zur Organspende positionieren muss? Welche „Lösung“ findet ihr besser?


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Kommentare
ich hab die kommentare nicht gelesen, mrs.
interessantes thema.
01.03.2012, 23:17 von steamIch glaube es ist schon ausdiskutiert, oder?
01.03.2012, 23:48 von Mrs.McHWas ist Deine Meinung?
huch, nun hab ich es weiter oben geschrieben. Wollte ich gar nicht. vertan, vertan ;-((
02.03.2012, 03:46 von steamich bin zwar noch nicht volljährig, aber besitze auch schon einen organspendeausweis.auch wenn er noch nicht gültig sein sollte, ich finde es wichtig sich damit auseinanderzusetzen.für mich war es nie eine frage ob ich organe spenden würde, die frage war eher welche! letztendlich habe ich mich dazu entschieden alle organe, ohne ausnahme zur spende 'freizugeben'.an einem gewissen punkt wird mir auch mein herz nichtmehr helfen können, vielleicht könnte ein anderer mensch dadurch wieder unbeschwert leben.warum also nicht, wenn es bei mir so oder so schon zu spät wär.außerdem könnte es ja auch passieren, dass ich selbst mal hilfe brauche.
10.02.2012, 14:27 von alenarrFür mich gehört diese Thema als Pflichtthema in die SCHULE!! Damit ist dann "Ich bin noch nicht dazu gekommen mich damit zu beschäftigen..." oder "Ich weiss nicht" hinfällig! Damit einhergehend sollte dann jeder geschäftsfähige Volljährige als Organspender gelten, es sei denn er widerspricht. Ein einfaches NEIN, z.B. hinterlegt bei der KK, genügt...
09.02.2012, 07:10 von Mrs.McHAlso wie ist das eigentlich eine Frau die einen Organspendeausweis besitzt (warum auch immer) Suizid begeht und ihr Mann schon ganz lange auf ein Spenderherz oder so was wartet.
08.02.2012, 19:09 von SumpfkaninchenFür den natürlich sehr unwahrscheinlichen Fall die sind kompatibel, kann ihr Mann dann das Herz bekommen. Und müsste sie da irgendwas tun oder sie voder kann der Arzt dann da irgendwas deichseln? Ich hab schonmal was von fremdspende und Lebendspende gehört aber genau was drunter vorstellen kann ich mir nicht.
Naja ich hab seit 2 Jahren ungefähr einen Ausweis und mach mit da eigentlich keine Gedanken mehr drum.Bevor ich das Ding aufgefüllt habe ich das schon gemacht aber mir persönlich fielen keine Gründe ein was dagegen spricht. Entweder es kann jemanden mal helfen oder nicht.
die antwort auf deine frage ist :"njom"
09.02.2012, 02:12 von derHerrMitDemPixelEs gibt eine Spenderliste. Die Organe werden nicht nach Sympathien oder Familienzugehörigkeit verteilt. Wer ein Organ am dringendsten braucht, steht ganz oben auf der Liste und wir zuerst "bedient".
Der andere Fall, denn du meinst ist, wenn jemand eine neue Leber oder Niere braucht und einer aus der Familie oder dem Freundeskreis erklärt sich bereit zu spenden - das ist dann eine Lebendspende.
09.02.2012, 09:15 von HerzgesteuertZum Thema Lebendspende der Leber...
09.02.2012, 10:38 von sailorich besitze seit meinem 21.lebensjahr einen ausweis. ich habe organe benannt, die mir NICHT entnommen werden sollen/dürfen. ich denke, so wird ein schuh draus... die frage ist nicht ob, sondern was entnommen werden darf.
Darf ich rein interessahalber fragen, wenn es nicht zu persönlich ist, was nicht entnommen werden darf? Wenn du nicht antworten möchtest, versteh ich das aber auch. Ich frag nur, weil grad beim Lesen mache ich mir Gedanken, wonach man sowas entscheidet. Einige sagen ja, das Herz darf nicht entnommen werden. Dabei ist es (für mich) ja nur ein Organ wie jedes andere auch, und mit Herz wird ja oft einiges dazu assoziiert, was ich widerum eher der Seele oder dem Hirn zuschreiben würde.
08.02.2012, 22:05 von topfbluemchenIch finde, das ist endlich mal wieder ne Tagesfrage, die zum Nachdenen anregt und gar nicht mal so verkehrt ist.
ja. das herz... es ist wohl eher so ein symbolisches ding.
Ich finde es interessant, wenn man drüber nachdenkt, man kann das Für verstehen, das Wider auch...auf jeden Fall regts zum Nachdenken an.
08.02.2012, 22:14 von topfbluemchenHättest aber gern eine Neues, wenn deins schlapp macht - sehr fragwürdig.
09.02.2012, 09:22 von Herzgesteuertdas kann sein. ich bin nicht davor gefeit, ein gewisses "aber"- veto einzulegen.
dafür darf der rest von mir ausgeschlachtet werden...drastisch ausgedrückt....
09.02.2012, 09:41 von MiZa.Ich denke, man sollte jedem schon noch seine eigene persönliche Meinung / Entscheidungsfreiheit lassen. Ob die nun ethisch oder moralisch einwandfrei ist, sollten andere, in dem Fall du, sich nicht anmaßen, zu beurteilen. Außerdem schrieb MiZa. doch nichts, wie es um bei ihr darum bestellt ist, dass sie ein Neues möchte; das ist doch reine Spekulation.
09.02.2012, 09:43 von topfbluemchendanke fürs verstehen!
@Topfbluemchen: Das ist keine Spekulation. MiZa. schrieb:
Stimmt, da hast du Recht, das schrieb sie. Ich bin ja bei der Theorie auch deiner Meinung, dass das Herz auch nur ein Muskel ist, aber ich kann durchaus verstehen, dass jemand das symbolisch so sieht, wie MiZa. das in ihrem Kommentar beschreibt.
09.02.2012, 10:31 von topfbluemchenHallo liebe Bild Zeitung Leser und RTL2 Gucker, was meint Ihr eigendlich in was für einem Hottentotten Staat wir leben. Welches Interesse sollte ein Arzt haben jemanden sterben zu lassen um seine Organe zu entnehmen? Ich bin Dialysepatient und benötige zum 3. Mal eine Niere. Auch ihr könntet eines Tages in diese Situation geraten.
08.02.2012, 18:43 von KidneyFrankDiese Geschichten von Ärzten die einem sterben lassen werden auf Sendern wie RTL2 und in der Bild Zeitung verbreitet. Tatsache ist dass Verkehrsunfallopfer in den meisten Fällen als Spender gar nicht in Frage kommen. Es sind Leute die eine Gehirnblutung hatten. Zudem melden die meisten Krankenhäuser
08.02.2012, 18:50 von KidneyFrankihre potentiellen Spender erst gar nicht. Es ist ihnen zu kostspielig und zudem wollen sie keine fremden Operationsteams in ihrem Haus haben. Die Diskussion ob Zustimmungsregelung oder Widerspruchsregelung ist blödsinn. Solange nicht alle Krankenhäuser ihre Spender melden müssen werden wir durch eine neue Regelung nicht viel mehr Spender haben. Und noch was, jeder der nicht bereit Organe zu spenden sollte auch keine bekommen wenn er eines benötigt. Aber wetten genau diese Nichtspender sind die Ersten die "Hier" schreien wenn sie ein Organ benötigen. Leute, in Deutschland geht alles mit rechten Dingen zu. Keiner wird getötet, keinem wird Hilfe verweigert wenn er Spender ist. Ihr solltet euch einfach mal besser Informieren anstatt so einen blödsinn zu schreiben. Armes Deutschland. Gefährliches Halbwissen.
08.02.2012, 19:10 von KidneyFrankWas Dir der Rettungsdienst erzählt ist so eine Sache :). Ich zB würd´ Dir sowas nich erzählen und betrachte solche Aussagen auch ziemlich kritisch :.
08.02.2012, 17:28 von derHerrMitDemPixelNatürlich kann ich auch völligen Unfug reden, klar :).
Aber wenn Du ganz sicher sein willst : Stell sicher, dass jemand über Dich verfügen kann, der in irgendeiner Art und Weise vom Fach ist und Diagnosen und systemische Abläufe beurteilen kann...und am besten "die Sprache" spricht.
Dann dürfte alles laufen.
Ich habe einen Organspende-Ausweis, den ich nicht bei mir führe.
08.02.2012, 17:19 von frl_smillaSeitdem mir ein Rettungsassistent mal erzählte, dass man ggf. schneller als nötig ob des Ausweises für tot erklärt wird, muss man erst mal Smillis InCaseOfAnEmergencyCall-Person anrufen, bevor meine Organe umverteilt werden.
Ich finde es wichtig und richtig, wenn jedem erwachsenen Bürger im Leben diese Frage einmal gestellt wird. Zum einen finde ich es den Angehörigen nicht fair gegenüber, wenn die sich im traurigen Todesfall auch noch damit befassen müssen (wozu dann definitiv viele nicht in der Lage sind) und zum anderen muss es nicht sein, dass Menschen sterben, weil die Angehörigen zu wissen glauben, dass Tote das nicht gewollt hätte. Auch hier wieder: überforderte Angehörige, die sich aus Angst lieber für's "Zulassen" entscheiden
08.02.2012, 16:44 von WassilyIch selbst besitze seit Jahren eine Organspendeausweis, damit ich a) meine Angehörigen im Falle eines Falles nicht in diesen Entscheidungszwang stürze und b) weil meine Organe lieber Menschen helfen sollen als in der Erde verrotten (da nutzen sie nämlich keinem mehr was ausser den Regenwürmern vielleicht).