simonthon 16.08.2011, 07:59 Uhr 2 0

Europas Weg zum Tor?

Ein Typ wie Ottmar Hitzfeld könnte helfen, aber ist der nicht schon bei den Schweizern?

Zunächst einmal finde ich es erschreckend, wie viele Menschen derzeit im Halbwissen über so komplexe und vielschichtige Themen wie die EU, oder Finanz- und Wirtschaftskrisen debattieren. Allerdings geht es hierbei im Endeffekt wahrhaftig wie so oft um eine recht simple Frage: wie viel ist man selber (als Staat) bereit in ein stabiles Europa zu investieren? Wir stehen in diesen Tagen vor einem historischen Moment. Denn diese Frage kommt, nachdem man sie lange verdrängt hatte, penetranter denn je zurück. Eines wird dabei mehr als deutlich: Keiner will hier die Fehler anderer "ausbüßen". Aber für jeden wäre ein stabileres Europa nur von Vorteil. Ich bin mir sicher, dass Staaten wie Frankreich oder Deutschland, die in diesen Tagen über Themen wie Eurobonds diskutieren kein wirtschaftlichen Nachteil, keine höheren Zinsen akzeptieren werden. Dann wäre aber auch klar, dass der Spalt zwischen einzelnen europäischen Staaten immer größer wird. Man(n) sucht sich ja gerne Vergleiche um die anfänglich beschriebene Komplexität der Dinge für sich begreifbar zu machen. Mich erinnert das Ganze an eine bunt zusammengewürfelte Fußballmannschaft, der noch nicht ganz klar ist, wie sie durch gemeinschaftliche Leistung und eine auf die komplette Mannschaft zugeschnittene Taktik zum Tor kommen kann. Natürlich gibt es hier die Erfahrenen, die Neuen, die Impulsiven und die taktischen Spieler und es hilft alles nichts: um einen Erfolg zu erzielen muss der Stärkere dem Schwächeren helfen. Eines sollte dabei allerdings auch klar sein: ein Spieler muss erkennen, wenn er einen schwachen linken Fuß hat und bereit sein hart dafür zu arbeiten seine Schwächen zu trainieren. Die Fingerzeige hierbei nicht als Bloßstellung zu deuten, sondern als Ansporn ist eine Herausforderung mehr. Wie dem auch sei: ich habe das Gefühl ein Tor fällt nicht so schnell. Ein Typ wie Ottmar Hitzfeld könnte helfen, aber ist der nicht schon bei den Schweizern?

2 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
  • 0

    Na, da haste aber ein komplexes und vielschichtiges Thema aber kurz und bündig auf'n Punkt gebracht...

    Oder so...

    16.08.2011, 08:33 von sailor
    • Kommentar schreiben

Das Magazin

Die nächste Ausgabe:
14. Mai 2012

NEON-Apps für iOS und Android

Neueste Artikel-Kommentare