Nicky_H 05.01.2018, 14:54 Uhr 22 0

Die Legalisierung von Cannabis in Deutschland

Kommt nun auch in Deutschland die Wende hin zum legalen Konsum von Cannabis? Politik und Gesellschaft sich sich uneinig.

Pixabay.com/herbalhemp (CC0 1.0)

Es tut sich etwas in Deutschland. Zumindest, wenn es um das Thema Cannabis geht. Nach wie vor sind sich die Damen und Herren der Regierung nicht einig, ob der Konsum von Cannabis legalisiert oder weiterhin als unrechtmäßig eingestuft werden soll. In vielen Punkten schaut es tatsächlich so aus, als sei man imstande, umzudenken. Zumindest ein Stück weit. Während die USA ansonsten eher als prüde und ausgesprochen stringent gelten, wenn es um den öffentlichen Konsum von Alkohol geht, sind sie mit Blick auf Cannabis recht moderat. Dort blüht das Geschäft mit dem Cannabis schon lange. Ebenso in Uruguay. Dort ist der legale Verkauf von Cannabis in Apotheken ebenfalls erlaubt. Zwar erst seit Kurzem. Aber immerhin. Warum stellt sich also Deutschland nach wie vor quer? 

Auf Regierungsebene tut sich etwas 

Man kann ja von den Grünen halten, was man will: Die Führungsspitze der Grünen sowie auch die von der FDP halten die Verbotspolitik von Cannabis für gefährlich. Es gibt sogar Berichte darüber, dass längst erste Gesetzesentwürfe mit Blick auf die Legalisierung von Cannabis in den Schubladen lägen. Hier spricht man vom Cannabiskontrollgesetz. Dies jedoch wird wohl zunächst noch weiterhin in der "Versenkung" verbleiben, so lange man sich noch nicht einmal einig darüber ist, wie denn nun in Zukunft überhaupt die Spitze der deutschen Regierung konzeptioniert werden soll. Fragen über Fragen. Und noch immer keine Antworten in Sicht. Oder etwa doch? 

Die Verbreitung des legalen Cannabis-Konsums in Deutschland 

Trotz aller Unstimmigkeiten munkelt man, dass der Cannabis-Konsum hierzulande zwar bis auf Weiteres offiziell noch verboten bleiben soll. Aber dennoch ist er schon jetzt recht einfach zu bekommen. Auch das Zubehör lässt sich einfach online bestellen, so gibt es auch im Internet schon Headshops. Geschäfte in einer Seitenstrasse muss hier also keiner mehr aufsuchen. Mit einer Legalisierung könnte man eben diesem kriminellen Aspekt, der der Beschaffung jetzt noch anhaftet, in entscheidendem Maße entgegenwirken. Denn in der Konsequenz würden die illegalen Cannabis-Märkte endlich stark eingeschränkt werden. Darüber hinaus überlegt man angeblich bereits, dass es doch absolut legitim sei, dass Erwachsene sehr wohl in der Lage seien, die Risiken des Konsums für sich persönlich eigenständig einzuschätzen. Eben genau so, wie es ja auch bei Nikotin und Alkohol der Fall ist. Die Wertigkeit dieser Faktoren wirkt allerdings geradezu lächerlich im Gegensatz zu dem wohl frappierendsten Argument, das für die Legalisierung von Cannabis spricht. So heißt es nämlich, dass der deutsche Staat auf sage und schreibe fast 2 Milliarden Euro verzichten würde, wenn Cannabis nicht schon bald offiziell am Markt erhältlich ist. Ist dieses Argument tatsächlich so stark, dass eine Legalisierung von Cannabis in Deutschland schon in Kürze spruchreif wird? 

Auf politischer Ebene ist Handlungsbedarf gefragt

Es geht um Geld. Um sehr viel Geld. Und auch um die Gesundheit der Menschen. Wenn man zum Beispiel an die positive Wirkung von Cannabis bei Patienten mit Tourette-Syndrom denkt. Oder an Schmerzpatienten, die ihre Leiden durch Cannabis nachweislich reduzieren können. Ist es angesichts dessen nicht schon längst an der Zeit, Cannabis in diesem Land unverzüglich zu legalisieren? Tatsächlich denkt man auf Regierungsebene bereits darüber nach, ob es nicht schon bald spezielle Apotheken und Fachanbieter geben soll, bei denen man Cannabis offiziell käuflich erwerben kann. Dass es diesbezüglich ausschließlich Personen möglich sein soll, die das 18. Lebensjahr bereits vollendet haben, ist gut und nachvollziehbar. Denn noch immer sind die langfristigen Auswirkungen von Cannabis auf das noch nicht vollständig entwickelte Gehirn von Kindern und Jugendlichen nicht gänzlich erforscht. Das Problem, das die Damen und Herren Politiker nach wie vorsehen, ist Folgendes: Wenn es Erwachsenen möglich ist, Cannabis legal zu erwerben, wird es auch für Kinder und Jugendliche nicht sonderlich schwierig sein, das Betäubungsmittel zu bekommen. 

Wann und wie ist Cannabis legal?

Bekanntlich ist unlängst ein Gesetz in Kraft getreten, das den staatlich kontrollierten Cannabis-Anbau sowie den Handel erlaubt. So ist es fortan möglich, dass Cannabis an registrierte Nutzer abgegeben werden kann. Die maximal erlaubte Menge soll pro Monat bei 40 Gramm pro Person liegen. Auch mit Blick auf die Züchtung von Cannabis-Pflanzen hat sich etwas getan. So ist es Privatpersonen gestattet, bis zu sechs Cannabis-Pflanzen "in Eigenregie" für den Eigenbedarf anzubauen. Darüber hinaus soll es jetzt möglich sein, dass sogenannte Marihuana-Etablissements mit bis zu 45 Mitgliedern gegründet werden. Hier soll es erlaubt sein, bis zu 99 Cannabis-Gewächse zu pflegen. Warum plötzlich dieser Sinneswandel von Merkel und Co.? Die Begründung liegt auf der Hand. Sicherlich ist man nach wie vor unsicher, wie es um die langfristigen Auswirkungen von Cannabis bei Jugendlichen bestellt ist. Cannabis ist aber dennoch seit jeher ausgesprochen gefragt. Gleichzeitig ist bekannt, dass Cannabis immer wieder mit so genannten Streckmitteln bearbeitet wird. Diese - da ist man sich einig - haben eine weitaus frappierendere Wirkung auf die Gesundheit. Deshalb hat man sich dazu entschlossen, neue Wege zu gehen und Cannabis in Deutschland zu legalisieren. Durch die Legalisierung erhofft man sich, dass Cannabis nicht mehr mit allen möglichen Substanzen gestreckt wird, nur um den Verkaufserlös zu steigern. 

Die Cannabis-Legalisierung zieht weitere Kreise

Ein erster wichtiger Schritt hinsichtlich der Legalisierung von Cannabis ist also getan. Weitere sollen folgen. So ist angeblich geplant, dass eine Cannabis-Produktion von bis zu fünf Tonnen pro Jahr erfolgen darf, sodass etwa ein Viertel des gesamten Bedarfs der deutschen Cannabis-Nutzer gedeckt werden soll.



Tags: Legalisierung von Cannabis
22 Antworten

Kommentare

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  • 5

    Kann man nicht langsam Gras über die Sache wachsen lassen. 

    06.01.2018, 21:46 von Bergfenster
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  • 3

    Auf deutschem Boden darf nie wieder ein Joint ausgehen.

    06.01.2018, 21:37 von Freyr
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  • 1

    Hallo KaffeJunge,

    wie Ihr Name suggeriert, scheinen sie ja durchaus darüber informiert zu sein, dass bestimmte Substanzen in bestimmten Situationen hilfreich seien können um gezielte Effekte zu erreichen. 
    Sie pauschalisieren hier eine Gruppe von geschätzt 2-4 Millionen Deutschen, welche jährlich Cannabis konsumieren.
    Wie die meisten meiner "Kiffer Freunde" bin auch ich studierter Ökonom, bzw. Akademiker und setze mich (trotz CDU Mitgliedschaft) aktiv für die Legalisierung von Cannabis ein.
    Aber warum sollte Kiffen legal (oder zumindest der Konsum entkriminalisiert) sein?
    Dafür gibt es zahlreiche Gründe. Der offensichtlichste ist eigentlich der ökonomische und strafrechtliche Aspekt . Durch die Folgen von Cannabis Delikten werden ca. 70% Konsumenten und nur 30% Händler erwischt. Die beschlagnahmte menge ist dabei so verschwindend gering im vergleich zur tatsächlich konsumierten Gesamtmenge (jeden Tag wird in Deutschland c.a. eine Tonne Gras konsumiert).
    Hauptsächlich trifft es dabei wie erwähnt auch nur die Konsumenten. Das sind meistens ganz normale Leute, Handwerker, Lehrer, Briefträger, Ärzte und (auch erstaunlich viele) Juristen. Nicht selten hat ein Verfahren wegen ein paar Gramm Haschisch schon ganze Existenzen und Familien zerstört. Und seien wir mal ehrlich. Wenn man seine Existenz verliert wegen ein bisschen Gras würde ich erst Recht anfangen Drogen zu nehmen um das zu verkraften.

    Aber warum konsumieren so viele Menschen (auch viele gut ausgebildete junge Leute) eigentlich Cannabis?
    Wie es mir erscheint haben Sie noch keine einschlägigen Erfahrungen mit (gutem) Marijuana gesammelt. Das werfe ich Ihnen nicht vor, da es jedem freisteht das zu sich zunehmen, was er möchte. Was ich Ihnen jedoch vorwerfe ist die Pauschalisierung und Kriminalisierung von Millionen von Menschen in diesem Land, die größtenteils einem geregelten und (ansonsten) straffreien Leben nachgehen, gute Jobs haben, Ihre Steuern zahlen und genauso an der Gesellschaft teilhaben wie jeder andere Otto-Normal-Biertrinker auch.
    Marijuana hat jedoch im Gegensatz zu den Volksdrogen Alkohol und Nikotin zahlreiche Vorteile.

    Cannabis ist ein sogenannter "Downer" mit leicht psychedelischer Wirkung (wenn man gutes Gras erwischt). Im Gegensatz zu Alkohol, welcher eher als "Upper" einzuordnen ist, ermöglicht Cannabis es dem Konsumenten, sehr gelassen und entspannt zu werden, seine Gedanken kreisen zu lassen aber sie dennoch klarer zu fokussieren und bewusster wahrzunehmen (was vielen beim kreativen Arbeiten hilft ... ich male zum Beispiel sehr gerne auf Gras oder spiele Gitarre ). Man wird unter Marijuana sehr viel selbstreflektierender und bekommt in der Regel einen Wunsch nach körperlicher Nähe. Deshalb ist Marijuana eine Droge die bevorzugt mit Personen konsumiert wird, die man gerne hat, oder im besten Fall mit dem Partner, denn auch körperlicher Kontakt wird viel bewusster und intensiver wahrgenommen.
    Es ist allerdings nicht dieser "Drang nach Sex egal mit wem" wie es zum Beispiel bei Alkohol der Fall ist. Man kann sich niemanden "schön kiffen"... bekifft sieht man in der Regel sogar eher etwas mitgenommen und verpeilt aus. Marijuana ist auch eine Droge, die einem die Schönheit und Detailliertheit der Welt um einen herum bewusster macht. Deshlab wird Marijuana auch gerne in der Natur mit freunden geraucht, am besten im Sommer. Man kann sich für die simpelsten dinge, wie Biene, Vögel oder Pflanzen faszinieren und sie beobachten, obwohl man sie nüchtern gar nie wahrnehmen würde.

    Ich habe während meines Studiums in der größten Stadt am Bodensee nicht nur Cannabis sondern auch andere Substanzen konsumiert, vor allem Psychedelika, wie Zauberpilze, LSD oder 2C- Verbindungen, aber auch MDMA. Und ich kann Ihnen versichern ich hatte bei keiner dieser Drogen so krasse Nebenwirkungen körperlicher Art wie bei Alkoholkonsum und dem damit einhergehenden Kater. Verglichen mit diesen -auch harten- Drogen fühlte sich Alkohol wie pures Gift an. Vor allem wenn man die eigentlich lächerliche positive Wirkung der ersten beiden Gläser Bier betrachtet. Nach 0,5-1 Promille geht es bei Alkohol spaßtechnisch ja eigentlich schon wieder bergab.

    Und obwohl ich harte Drogen und auch viel Marijuana konsumiert, habe ich mein Studium trotzdem sehr erfolgreich abgeschlossen. Wie kann das nur möglich sein?

    Es ist eigentlich ganz einfach. 
    Die Abhängigkeit bei Drogen resultiert zunächst nicht aus der Droge selbst, sondern aus den Umständen der Person die diese Drogen nimmt. Ich selbst bin nie abhängig von Drogen geworden, weil ich ein Ziel im Leben hatte (Uni-Abschluss und guter Job) und mich auf neue Drogen Erfahrungen stets akribisch vorbereitet und so gut wie möglich abgesichert habe.
    Stichwort "Set und Setting".
    Hat man diese Perspektive aber nicht im Leben, dann ist jede Droge recht um die Realität auszublenden. Ob das nun Cannabis, harte Drogen, oder Alkohol ist dabei eigentlich nur von der Verfügbarkeit abhängig (und selbst auf dem Dorf kriegt man inzwischen so ziemlich alles, wenn man genug geld und eine Woche Zeit hat)
    Cannabis hat jedoch nachweislich die geringsten Nebenwirkungen und gilt als sogenannte "Niedrig-Risko-Droge" v.a. auch weil sie nicht körperlich abhängig machen kann. 
    Marijuana ist eine Rauschdroge wie jede andere, jedoch kann sie (wieder im Gegensatz zu Alkohol) niemanden töten. Die letale Dosis ist unmöglich zu erreichen. Es gibt keinen einzigen dokumentierten Cannabis Toten (70.000 sterben jährlich durch Alkohol in Dtl., über 100.000 durch Nikotin).
    Menschen werden Cannabis auch weiter konsumieren wenn es illegal bleibt. Und bei Sucht nach harten Drogen nutzt Strafandrohung sowieso nichts. Wenn jemand bereit ist seinen Körper zu verkaufen um sein Heroin zu bezahlen ist dem das herzlich egal, wenn er eine Anzeige wegen ein bisschen Stoff bekommt und ein paar Stunden in U-Haft verbringt. Die einzige Bestrafung ist dass er vermutlich Entzugserscheinungen bekommen wird.

    Die Hälfte der deutschen Strafrechtsprofessoren sieht die Legalisierung von Cannabis ebenfalls als richtig an. 
    Zum einen weil es rein verfassungsrechtlich eigentlich unrechtes ist, jemanden für etwas zu bestrafen, bei dem kein anderer geschädigt wird. (Wo kein Opfer da auch keine Straftat). Selbstschädigung ist rein rechtlich nicht verboten.
    Zweitens ist der Polizeiapparat komplett überlastet durch kleinste Drogendelikte bei denen ein paar Gramm beschlagnahmt werden. Dafür fehlt die Zeit und das Geld um die wirklich großen Fische zu erwischen. Das ist schlichtweg eine Verschwendung von Steuergeldern und es wundert mich, dass sich der "Wutbürger" da nicht aufregt.

    Drittens könnten durch Cannabis (siehe USA) sehr viele Steuern eingenommen werden, die dann in Prävention und unsere maroden Schulen und Unis, oder in die dringend notwendige Digitalisierung investiert werden könnten.

    Ein häufiger Mythos ist auch das Marijuana als "Einstiegsdroge" für härtere Drogen fungiert. Marijuana ist genauso eine Einstiegsdroge wie Alkohol und Nikotin auch. Der Unterschied bei Marijuana ist, dass man das meistens bei zwielichtigen Gestalten in Parks und dunklen Seitenstraßen kaufen muss, die natürlich dann auch "richtig hartes Zeug" haben und auch stets daran interessiert sind einem dies zu verticken. Könnte man Marijuana legal kaufen müsste man sich nicht in solche teilweise heiklen Gegenden begeben und das würde das ganze deutlich sicher machen, weil man nicht mehr gezwungenermaßen mit harten Drogen in Kontakt kommt.
    Weitere Probleme am Schwarzmarkt sind auch gestreckter, oder gar giftiger Stoff (marijuana wird häufig mit metallen gestreckt um es schwerer zu machen, oder zum Beispiel mit Glassplittern). 
    Man hat auf dem Schwarzmarkt keinerlei Qualitätssicherheit und läuft jederzeit Gefahr, sich langfristig zu schädigen.
    Und um das nochmal aufzugreifen, das sind nicht nur abgehängte Hippies, sondern das sind ihr Arzt, die Lehrerin ihrer Kinder und ihr Hausmeister, die sich dort ihr Gras beschaffen müssen.
    Das schwerwiegendste Problem ist jedoch, dass es überhaupt keine Alterskontrollen auf dem Schwarzmarkt gibt. Jeder, der nicht gerade aussieht wie 12, kann sich (verunreinigtes) Gras bei irgendwelchen Dealern besorgen. Die fragen nicht nach einem Ausweis.

    Natürlich hat Marijuana auch gewisse Nachteile bzw, Nebenwirkungen. Vor allem in der frühen Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen kann häufiger Marijuana Konsum zu einer veränderten Hirnentwicklung und langfristigen irreparablen Schäden kommen. Das ist aber genauso wenn ich Alkohol trinke oder Rauche, nur dass ich hierbei meine Organe und Lunge noch zusätzlich zerstöre. Dieses Argument ist also nicht sonderlich zielführend.
    Marijuana kann bei Dauerkonsum auch sehr träge und vergesslich machen. Jedoch ist der Anteil der Süchtigen gemessen an der Gesamtzahl der Konsumenten im Vergleich zu Alkohol um ein vielfaches kleiner. Auch ist "Trägheit und Vergesslichkeit" immer noch besser als Leberzirrhose oder Krebs, nicht wahr? Das ungesündeste am Joint ist der Tabak den man reinmischt. 

    Lange Rede, kurzer Sinn. Um Ihre Fragen zu beantworten.
    Möglichkeiten zur Umsetzung gibt es viele. Beispiel wäre zum einen Holland. Hier findet der verkauf in speziellen Läden und nur bis zu bestimmten Mengen pro Person statt. In Holland ist der Konsum, zumindest lokal auch in der Öffentlichkeit möglich. In den USA ist dies zum Beispiel nicht erlaubt. Dort kann man Marijuana auch in speziellen Läden oder in Apotheken kaufen. In Spanien gibt es sogenannte "Hanf Clubs" für Bewohner eines Stadtviertels, wo man gegen eine Spende angeben kann wie viel gras man pro Woche so raucht und dann dort gemeinsam in diesem Club mit gleichgesinnten zusammen raucht, isst und einfach die Zeit genießt. Grundsätzlich kann der Staat den Verkauf von Marijuana vollständig kontrollieren wenn er das möchte. Was auch in der Anfangsphase einer Legalisierung meiner Meinung nach so sein sollte. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass später Leute dann für den Eigenbedarf eine "rationale" menge an Pflänzchen selbst anbauen darf. Dafür müssten aber klare Regeln geschaffen werden, da der Anbau von Marijuana doch sehr geruchsintensiv sein kann. Zum Thema Überwachung: In den USA hat jede einzelne Pflanze ein Label mit allen notwendigen Informationen (wie z.b. Kühe) und kann so quasi bis zum Joint nachverfolgt werden. Zum Thema Kriminalität gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Wer Marijuana und Alkohol konsumiert hat kann ihnen versichern, dass die Wirkung grundsätzlich verschieden ist. Alkohol ist eine Droge die aufputscht und häufig zu Selbstüberschätzung, Aggressivität und nicht selten zu Körperverletzungsstraftaten, Missbrauch, oder gar Tötungsdelikten führt. Marijuana hingegen ist eine Droge die Menschen runterfährt, sie träger und langsamer macht und manchmal sogar ein bisschen kindlich. Marijuana alleine wird niemals zu einer gesteigerten Aggressivität führen, weil man in der Regel sehr schnell vergisst, was man noch vor wenigen Minuten oder gar Sekunden gedacht hat. Witziger formuliert. Bis sie die Pistole aus dem Schrank geholt haben, haben sie schon wieder vergessen wen sie damit erschießen wollten. 
    Ein Wichtiger Punkt ist sicherlich jedoch der angesprochene Straßenverkehr. Hier gibt es bereits sehr sehr strikte Regelungen, bei denen (im Gegensatz zu Alkohol) bereits ab geringsten Mengen THC oder selbst nur des Abbaustoffes schon eine Drogenfahrt und eine MPU angeordnet wird (Bei Alkohol in der Regel erst bei >1,6 Promille) obwohl die eigentliche Wirkung überhaupt nicht mehr besteht. Hier ist die Regelung eigentlich sogar etwas zu strikt, v.a. wenn man überlegt, das bekiffte Fahrer in der regel durch "zu langsames Fahren" auffallen (hat mir ein befreundeter Polizist nahegelegt).

    Der Schutz von Minderjährigen ist natürlich ein sehr wichtiges Thema, und könnte durch eine legalisierung eigentlich nur verbessert werden. Wie gesagt schauen Dealer nicht nach dem Ausweis, öffentliche Ausgabestellen müssten es. Und selbst wenn sich Minderjährige trotzdem Gras besorgen, weil man wenigstens dass es kein gestreckte oder giftiges zeug von der Straße ist. Im Endeffekt kann es nicht schlimmer werden als es momentan ist durch eine Legalisierung, höchstens gleich schlecht bleiben... aber wenn man den Preis so setzt, dass sich Schmuggel nicht lohnt, dann werden selbst Straßendealer einfach anfangen dieses Gras legal zu kaufen und dann an Minderjährige weiter zu ticken. Aber wie gesagt ... schlimmer als momentan kann es sowieso nicht werden.

    Preistechnisch, kann man wenn man einen ähnlichen Ansatz verfolgt wie in den USA mit 2-2,5€ Cannabissteuer Preise um die 5 € ermöglichen.
    Das ist wesentlich billiger als die 8-15€ die man je nach Region auf der Straße zahlen würde.
    Dadurch wird Schmuggel unattraktiv. Der Preis darf nicht zu hoch und nicht zu niedrig sein, aber das muss man einfach ausprobieren. Bei Zigaretten und Alkohol hat man es ja auch geschafft.

    Alles in allem kann man sagen ist Cannabis eine Rauschdroge wie jede andere. Wichtig ist jedoch dabei dass sie eine beruhigende Wirkung hat und Menschen eher verbindet als zum streiten oder zu körperlichen Auseinandersetzungen bringt. Kiffer sind nicht nur Hippies sondern in allen und gerade auch in höher gebildeten Schichten anzutreffen und es werden immer mehr. Der zerstörerische, organschädigende Alkohol passt nicht mehr zum körper- und gesundheitsorientierten Lifestyle vieler Junger Menschen und gibt ihnen eine "pflanzliche Alternative" mit mehr positiven Effekten und weniger Nebenwirkungen als der Flasche Bier oder Wodka.
    Durch die Legalisierung würde es für die Konsumenten viel sicherer Cannabis zu beschaffen und die Gefahr in den Kontakt mit zwielichtigen Gestalten und härterem Stoff zu kommen wäre deutlich verringert.
    Jugendschutz sollte bei Cannabis genauso wichtig genommen werden wie bei Alkohol und Nikotin und hierfür gibt es ausreichend Kontrollmöglichkeiten. 
    Die Preise müssen sinnvoll gestaltet sein und den Schwarzmarkt unattraktiv machen. Außerdem können immense Steuern eingenommen werden, die Prävention, Schulen und 

    06.01.2018, 19:02 von Skulldex
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      Die Diskussion ist alt, alle Argumente seit langem bekannt und der Text soll einen headshop in den Google Rankings pushen. Trotzdem beachtenswert so einen langen Beitrag zu schreiben ;). 

      06.01.2018, 21:40 von Bergfenster
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      Bergi, wie lange gibrts den user skulldex, und wie oft hat er genau den Kommentar schon anderswo gepostet. Du glaubst doch nicht, dass jemand sich hier anmeldet um ellenlange Postingns zu dem Thema zum ersten Mal zu veröffentlichen ;)

      06.01.2018, 23:26 von Gluecksaktivistin
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      Oh...ich halte es nicht für unwahrscheinlich. Es gibt da sehr fanatische Legalisierungsbefürworter. Aber wahrscheinlich hast du Recht :).

      07.01.2018, 00:47 von Bergfenster
    • 0

      Ja, copy-paste schmälert die Leistung ziemlich. Die Argumente sind nicht neu, die Hälfte davon bleibt realitätsfern.

      07.01.2018, 13:19 von KaffeJunge
    • 0

      Ich habe weder den Text noch den KOmmentar gelesen, irgendwie nicht mein Thema ^^

      07.01.2018, 14:36 von Gluecksaktivistin
    • 0

      Habe es auch nicht gelesen :). Thematik langweilt eher.

      07.01.2018, 22:54 von Bergfenster
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      ...si

      08.01.2018, 10:02 von Gluecksaktivistin
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  • 3

    ich bin schon legal.

    06.01.2018, 18:24 von ga
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  • 0

    Die Frage ist doch, wer will die Legalisierung von Cannabis? In aller Regel doch Kiffer, die gerne legal dübeln wollen und aus der Ilegalität fliehen möchten. Tourette- und Schmerzpatienten haben in der Regel keine Probleme, rezeptpflichtige Cannabismedikamente zu bekommen. Die sitzen aber nicht mit der Bong oder dem Johnny auf dem Balkon und rauchen sich ein seeliges Grinsen ins Gesicht, sondern bekommen die Wirkstoffe in Tablettenform.

    Mit schlecht recherchiertem Halbwissen das Kiffen für Jedermann in Deutschland legalisieren zu wollen und solche Argumente dafür auszunutzen, ist ein Armutszeugnis. Viel wichtiger sind Antworten darauf, wie das Ganze umgesetzt werden soll: Wie und Wo und durch welche Institution (staatlich, privat, Mischform etc.) soll das Aufziehen, Ernten, Vertreiben umgesetzt werden? Wie wird das überwacht? Wie soll mit neuen Kriminalitätsformen, die daraus resultieren, umgegangen werden, insbesondere im Straßenverkehr? Wie sollen Minderjährige geschützt werden? Wie soll damit umgegangen werden, wenn der Straßenpreis schlechter Ware die Nachfrage erhöht und so überhaupt keine legalisierten Produkte verkauft werden? Sollen einzig und allein Angebot und Nachfrage regulierende Faktoren sein?

    06.01.2018, 16:08 von KaffeJunge
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      Ich habe das jetzt alles nicht vollständig gelesen, aber meines Erachtens ist die essentielle Frage- wo liegt der Unterschied zwischen legalen Konsum von Alkohol und dem Konsum von Cannabis? Letztendlich bleibt sich das gleich in Wirkung und Auswirkung....

      06.01.2018, 21:21 von Gluecksaktivistin
    • 0

      Hier klappts ja auch

      06.01.2018, 21:24 von Gluecksaktivistin
    • 0

      Ich kenne gnügend Banker, Unernehmer, Akadamiker und Fußvolk, das die selben Sprche gekloppt hat. Die haben ne gemütliche Line Koks hin und wieder gezogen und fanden das auch ganz überhaupt nicht schlimm. Später hat es sich gerächt.

      07.01.2018, 13:21 von KaffeJunge
    • 0

      Alles im Leben was man im Übermaß betreibt rächt sich^^

      07.01.2018, 14:37 von Gluecksaktivistin
    • 0

      also alles Schädliche

      07.01.2018, 14:38 von Gluecksaktivistin
    • 1

      Puh,

      dein Bankerbeispiel ist jetzt natürlich wahnsinnig überzeugend...

      07.01.2018, 19:39 von Matsumoto
    • 3

      Wegen mir können sich die Leute gerne besaufen oder bekiffen oder sonstwas tun, steht ja jedem frei, was er mit sich und seinem Körper so macht.

      07.01.2018, 20:21 von Gluecksaktivistin
    • 0

      Ja, die Banker hinken etwas, zugegeben. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Ich hab nichts gegen ein bisschen Gras. Ich habe etwas gegen die einseitige Beleuchtung dieser Problematik, bei der die Essenz lautet: Wenn es legal wird, is alles gut. Das ist in meinen Augen Bullshit.

      08.01.2018, 19:55 von KaffeJunge
    • 0

      Wo ist denn der Unterschied zwischen Alkohol und Gras?

      08.01.2018, 20:55 von Gluecksaktivistin
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