Claudia_Hammermueller 30.11.-0001, 00:00 Uhr 251 7

Die kleinen Dinge.

Beim Klimaschutz geht es ums große Ganze – aber oft sind es die kleinen Dinge, die es ausmachen. Politisch wie privat.

In Paris wird um jedes Detail verbindlicher Klimaschutzziele gefeilscht. Große Vorhaben scheitern dabei - politisch wie privat - oft an Egoismen: Muss es wirklich jeden Tag der Coffee to go im Pappbecher mit Plastikdeckel sein? Zahle ich mehr für Bio und regionale Produkte und verzichte dafür auf etwas anderes? Gebe ich einen Teil meines Komforts auf, heize weniger, dusche kürzer, fahre auch weitere Strecken mit der Bahn anstatt sie zu fliegen?

Brauchen wir erst eine Ökodiktatur, wie tagesschau.de titelte, um wirklich etwas in unserem Alltag zu ändern? So schlecht kann es doch gar nicht sein. Und so klimaschlecht lebe ich auch gar nicht. Ich laufe zur Arbeit beziehungsweise fahre mit dem Fahrrad, esse Fleisch nur in Ausnahmesituationen, versuche regional, saisonal und bio zu kaufen und auf tierische Produkte zu verzichten (nur Käse kann ich nicht widerstehen). Außerdem wohne ich in einer WG und bevorzuge Second-Hand-Konsum. Zugegeben, ich fliege ein bis zweimal im Jahr längere Strecken. Aber ansonsten lebe ich umweltvertäglich – dachte ich zumindest. Mein ökologischer Fußabdruck, der schätzungsweise angibt, wie nachhaltig ich lebe, sagt etwas anderes: »Wenn alle Erdenbürger Deinen Fußabdruck hätten, bräuchten wir dafür 2,1 Planeten.« Mist. Da ist es wieder: Mein schlechtes Gewissen. Was soll ich denn noch tun? Aber immerhin schneide ich im Vergleich zum durchschnittlich deutschen Fußabdruck gut ab, ein Fünftel weniger.  Also doch nicht so schlimm? Oder mache ich mir etwas vor?

Im August diesen Jahres sagte Obama, dass wir die erste Generation sind, die den Klimawandel zu spüren bekommt, und die letzte, die etwas ändern kann.

Müssen wir uns ändern? Muss die Politik uns ändern? Sind es die kleinen Dinge oder das große Ganze? Wie verhaltet ihr euch?



Tags: Klimawandel, klimaschutz, Politik, NEON User täglich
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251 Antworten

Kommentare

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  • 1

    Du bist noch jung und hast alle Chancen im Leben, einfach keine Familie zu gründen.

    Das
    ist mir nicht konsequent genug. Der richtige Ansatz wäre: "Du bist noch
    jung genug, keinen richtigen biologischen Fußabdruck hinterlassen zu
    haben, drum wäre es das Beste, wenn Du Dich umbringst".

    Kollektiver Selbstmord ist doch wohl das Einzige, was es dann überhaupt noch bringt (Eurer Argumentation folgend)...

    Schöne moralische Welt, die Ihr da beschwört. Unterdrücke Deine Triebe, weil Du damit zum besseren Menschen wirst. Was wohl der alte Oscar dazu gesagt hätte...

    20.12.2015, 19:59 von chiral
    • 2

      Kollektiver Selbstmord ist doch wohl das Einzige, was es dann überhaupt noch bringt (Eurer Argumentation folgend)
      Das ist ein klassischer Fehlschluss. Es geht ja gerade darum, bereits existierenden Individuen, z.B. Menschen, zu helfen und ihre Lage nicht zu verschlimmern, und eben nicht darum, irgendjemandes bestehendes Leben zu beenden.

      Unterdrücke Deine Triebe, weil Du damit zum besseren Menschen wirst.
      Von "besseren Menschen" zu reden halte ich bereits für abscheulich, aber das, was du derart polemisch formuliert hast, ist im Grunde ganz gewöhnliches "zivilisiertes" Handeln, z.B. dem x-ten rücksichtslosen Raucher nicht den Hals umzudrehen, obwohl man möglicherweise das dringende Bedürfnis danach verspürt, sondern stattdessen darum zu bitten, nicht vollgequalmt zu werden.

      20.12.2015, 20:21 von b12boy
    • 1

      Ok, dass kann ich soweit nachvollziehen.

      Müsste dann aber nicht der Ansatz sein in die bevölkerungsreichen Länder zu gehen um den Menschen dort klarzumachen, dass dieser Planet überbevölkert ist?

      In Ländern in denen demografisch die Bevölkerung abnimmt scheint mir dieses Sachargument doch eher verfehlt.

      21.12.2015, 10:35 von chiral
    • 2

      Das Problem ist ja nicht wirklich "Überbevölkerung" sondern Verteilungsgerechtigkeit, die im globalisierten Kapitalismus eben auch eine Art Abwärtsspirale bedeutet. Der Anstieg der Menschenanzahl in vielen Ländern verschärft ja nicht nur die dortigen Armutsverhältnisse, sondern die Armutsverhältnisse
      führen eben zu weiterem Anstieg der Menschanzahl: Verteilungsungerechtigkeit führt zu vielen Menschen in Armut, führt zu mehr Verteilungsungerechtigkeit, führt zu mehr Menschen, führt zu mehr Verteilungsungerechtigkeit.

      Deshalb dann "in die bevölkerungsreichen Länder zu gehen um den Menschen dort klarzumachen, dass dieser Planet überbevölkert ist" vernachlässigt nicht nur Rolle und Auswirkungen der "Wohlstandsgesellschaften" im globalisierten Kapitalismus, sondern betriebe letztendlich – vermutlich unbewusst – kolonial-rassistische Schuldzuweisung an Opfer.

      In unserer dergestalt globalisierten Welt spielt es nicht nur eine untergeordnete Rolle, ob ein neuer Mensch nun genau in diesen "bevölkerungsreichen Ländern" geboren wird, ein neuer Mensch in den "Industrienationen" hat im bestehenden System sogar geradezu automatisch negativen Einfluss auf die "bevölkerungsreichen Länder", nicht zu vergessen, dass die Menschen in den "Ländern in denen demografisch die Bevölkerung abnimmt" die besten Voraussetzungen haben, um Fortpflanzung tatsächlich sein zu lassen: Zugang zu Sexualaufklärung, bezahlbare Verhütungsmittel und Sterilisationen, keine vermeintliche Notwendigkeit, Kinder als potenzielle Arbeitskräfte für den täglichen Kampf ums Überleben zu zeugen etc..

      Ich zitiere mich noch einmal selbst:

      dass bei der bestehenden generellen Verteilungsungerechtigkeit ein weiterer Mensch in einer "Wohlstandsgesellschaft" bedeutet, dass die Verteilungsungerechtigkeit in und gegenüber Ländern, die von diesen kapitalreicheren, bevölkerungsärmeren "Wohlstandsgesellschaften" ausgebeutet (sowie mit Waffen und Überwachungstechnik beliefert) werden, eher zunimmt, was dort oftmals auch weiteres Bevölkerungswachstum aufgrund der Armutssituation zur Folge hat.

      (Einmal abgesehen davon, dass es auch in "Ländern in denen demografisch die Bevölkerung abnimmt", bereits viele Kindern in Pflegeheimen, Waisenhäusern oder Armutsverhältnissen (sowie erwachsene Menschen in Armut und z.B. Wohnungslosigkeit) gibt, und ein weiterer Mensch auch die regionale "Konkurrenzsituation" nicht verbessert.
      Von den ökologischen Auswirkungen und den generellen Auswirkungen auf nicht-menschliche Individuen ganz zu schweigen.)

      21.12.2015, 12:35 von b12boy
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    • 2

      Ich finde es schon hammerhart, distanzlos könnte man auch sagen, wenn man Leuten in Ihre Sexualität, oder Ihre Familienplanung reinredet (natürlich kann ich den Ansatz nachvollziehen, den Ihr damit verfolgt). Wer solch Forderungen stellt, erzeugt damit automatisch Widerstand, provoziert, erreicht am Ende aber nichts. Und den Kolonialismus da mit anzubringen ist sicher rein faktisch ein tolles Argument, aber trotzdem am Leben vorbei. Ganz simpel: Genauso wie jede Frau das Recht hat kein Kind zu kriegen, so hat sie natürlich auch das Recht ein Kind zu bekommen. meine Meinung und die ist da auch (wohl erstmal) nicht änderbar. Aus vorgeschobenen ethischen Gründen, unethisch handeln beisst sich nach meinem Dafürhalten (und kommt auch in der Praxis nicht an).

      22.12.2015, 16:00 von chiral
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    • 0

      naja, es tönt so, "Recht auf Fortpflanzung absprechen" undso... das schwappt so im Subtext rüber... achso, auf freiwilliger Basis, dann kapier ich das mit der Revolution wieder nicht

      22.12.2015, 17:20 von chiral
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    • 2

      Ich würde nie irgendwelchen anderen Menschen vorschreiben wollen, was sie mit ihren Körpern zu tun haben.

      An welcher Stelle du irgendwo herausliest, irgendwer hier würde irgendwen zu etwas zwingen oder nötigen wollen, ist mir ein Rätsel.

      Das ändert aber nichts daran, dass es eben verantwortungslos, egoistisch und ethisch nicht vertretbar ist, sich wider besseres Wissen fortzupflanzen, und dass ich (wie ein paar andere hier) mich dementsprechend dagegen und für freiwilliges Seinlassen aus Einsicht ausspreche.

      23.12.2015, 10:53 von b12boy
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    • 1

      Ich würde nie irgendwelchen anderen Menschen vorschreiben wollen, was sie mit ihren Körpern zu tun haben.
      Das kannst Du zum Glück in diesem Land auch nicht... und das ist gut so, darum darfst Du auch mit Deiner Meinung in diesem Staat nie zu den Entscheidern gehören, weil Du es dann vielleicht machen würdest...

      Nee, ist klar, vorschreiben nicht, aber moralisch verurteilen:

      Das ändert aber nichts daran, dass es eben verantwortungslos, egoistisch
      und ethisch nicht vertretbar ist, sich wider besseres Wissen
      fortzupflanzen
      Ich habe da von Dir nichts gehört, dass Deine These nachvollziehbar unterstützt. Ich sehe es leider immer noch wie ich es schon vorher gepostet habe: Ich kann keine Ethik darin erkennen, Menschen für verantwortungslos, oder egoistisch zu halten, weil Sie Kinder bekommen wollen. Ganz im gegenteil, ich finde es bedenklich (auch in Bezug auf die deutsche Geschichte), den Leuten das absprechen zu wollen. 

      Achso: Es geht Dich (wie jeden anderen) im übrigen immer noch nichts an, warum und aus welchen Gründen die Menschen Kinder kriegen wollen und es ist auch nicht relevant, wie Du dazu stehst...

      23.12.2015, 12:50 von chiral
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    • 0

      ich fürchte ja (sry)

      23.12.2015, 13:17 von chiral
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    • 0

      Als konservativ-unbelehrbarer habe ich auch das Problem, dass mich krude Argumente am Ende dazu bringen meine Haltung zu einem Thema grundlegend undifferenziert ins Gegenteil zu verkehren. Und bisher fand ich Vegetarier und Veganer von der Sache her voll töfte. Jetzt bekomme ich so langsam Lust irgend ein Säugetier umzubringen und das Fleisch roh aufzufressen - Ich weiß ja dass ich komisch bin...

      23.12.2015, 13:22 von chiral
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    • 0

      Ach komm, wer hat denn das Know-How eine Studie korrekt auszuwerten? Was ist denn valide, an den Quellen? Ich bitte Dich... da ist Dr.Axel Stoll ja noch unterhaltsamer... steht im Internet, muss also wahr sein, oderwas?

      23.12.2015, 13:45 von chiral
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    • 1

      Das kannst Du zum Glück in diesem Land auch nicht... und das ist gut so,
      darum darfst Du auch mit Deiner Meinung in diesem Staat nie zu den
      Entscheidern gehören, weil Du es dann vielleicht machen würdest...
      Das widerspricht komplett meiner Haltung und deckt sich mit nichts, was ich irgendwo von mir gegeben hätte – aber Hauptsache, du kannst Strohmänner konstruieren, gegen die du dann anreden kannst?

      Als konservativ-unbelehrbarer habe ich auch das Problem, dass mich krude
      Argumente am Ende dazu bringen meine Haltung zu einem Thema grundlegend
      undifferenziert ins Gegenteil zu verkehren.
      Was genau soll an den beschriebenen Sachargumenten denn krude sein?
      Und wieso meinst Du, deine irrationalen Reaktionen auf diese Argumentationen seien problematisch an der Sache statt schlicht problematisches Rezipienzverhalten deinerseits?


      Ich weiß ja dass ich komisch bin...
      Einsicht ist bekanntlich immerhin ein erster Schritt.

      23.12.2015, 16:59 von b12boy
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  • 5

    Wie sich hier wieder Vegetarier (inkl. Subkulturen) und Fleischfresser die Klinke in die Hand geben. Es erheitert mich ungemein. Na wer von euch ist nun das bessere Individuum?


    Ich bin kein Vegetarier oder sowas und diese permanente Missionierung geht mir echt auf den Keks. Pflanzen haben ebenso ein Bewusstsein wie Tiere. Wo wird da also die Grenze gezogen? Egal ob Pflanze oder Tier…bei der Beschaffung und Herstellung von Nahrung wird aktiv in bestehenden Lebensraum eingegriffen. IMMER!!! Und dessen muss man sich einfach bewusst sein. Bewusste Ernährung. Dann geht da bei vielen schon vieles in die richtige Richtung. Wer dann trotzdem die abgepackte massenproduzierte Scheiße aus der Tiefkühltheke fressen kann (egal ob pflanzlich oder tierisch), na bei dem ist dann auch Hopfen und Malz verloren.

    20.12.2015, 15:48 von Sir_Tobi
    • 1

      Ich bin kein Karnist oder sowas und diese permanente Täterschutzrhetorik geht mir echt auf den Keks. Im Gegensatz zu Pflanzen sind  Menschen empfindungsfähig ebenso wie andere Tiere. Wo wird da also die Grenze gezogen? Egal ob Pflanze, nichtmenschliches Tier oder menschliches… bei der Beschaffung und Herstellung von Nahrung wird aktiv in bestehenden Lebensraum eingegriffen.

      Wieso also isst du keine Menschen, solang sie keine abgepackten massenproduzierten aus der Tiefkühltheke sind?

      Oder weniger polemisch:

      Plants are living things with cellulose cell walls, lacking nervous or sensory organs. Animals do not have cellulose cell walls but do have nervous or sensory organs. Animals are sentient; plants are not. That is, animals can experience pain, pleasure, and various emotions. A brain and nervous system are necessary for sentience; plants don't have brains or nervous systems. Plants react to physical and chemical stimuli, but there is no justification for claiming that plants are aware of these reactions, that they are self-conscious or conscious beings. Plants have DNA and have evolved by natural and artificial selection. Some plant adaptations can seem "intelligent," but calling plants intelligent, or claiming that there is a "plant neurobiology," is to speak metaphorically and is little more than a gimmick aimed at getting attention and perhaps some grant money.

      It would never occur to a plant or animal physiologist to test plants for consciousness or ESP because their knowledge would be sufficient to rule out the possibility of plants having feelings or perceptions on the order of human feeling or perception. In layman's terms, plants don't have brains or anything similar to brains. One may as well speak of bacteria or viruses as having brains and nervous systems.
      http://skepdic.com/plants.html

      Doch diese Ergebnisse stoßen in den anerkannten Pflanzenwissenschaften auf große Skepsis. Elmar Hartmann, Pflanzenphysiologe an der FU Berlin, warnt davor „zoologische Begrifflichkeiten auf die Botanik zu übertragen“. Zwar existieren auf molekularer Ebene Parallelen zwischen dem Pflanzen- und Tierreich, die Existenz pflanzlicher Substanzen, die wie Neurotransmitter wirken, wird nicht ausgeschlossen und auch eine Signalübertragung über größere Entfernungen wird nicht angezweifelt. Aber: “Bei Pflanzen gibt es auf keinen Fall vergleichbare Strukturen auf der Ebene der Zellen, der Gewebe oder der Organe.”
      http://vegane-lebensweise.org/ethik/konnen-pflanzen-leiden/

      Wer also Pflanzen schützen möchte, der sollte - so paradox es klingen mag - Pflanzen direkt essen und nicht indirekt über Tierprodukte, da über den direkten Verzehr von Pflanzen die Anzahl der konsumierten Pflanzen stark reduziert werden kann. Tierfreunde und Pflanzenfreunde ziehen also an einem Strang. Die vegane Ernährung und Lebensweise ist für den Tierfreund ebenso wie für den Pflanzenfreund obligat, egal, ob wir davon ausgehen, dass Pflanzen Schmerzen erleben oder nicht.
      http://www.vegan.eu/index.php/meldung-komplett/items/pflanzen_vegan.html

      Wo wird da also die Grenze gezogen?

      “But where do you draw the line?” is a question that comes up
      frequently in regard to a philosophy that holds sentience (subjective
      conscious awareness) to be the morally relevant factor.


      If we agree sentience is the morally relevant factor for inclusion in
      the moral community then we ought to extend the benefit of the doubt to
      those who fall into ‘grey areas’.


      In any case questions about the possible sentience or non-sentience
      or certain animal species does not have anything to do with the
      exploitation and suffering we are causing trillions of beings we know
      are sentient (mammals, birds, reptiles, amphibians, fishes, Cephalopods,
      crustaceans, insects etc) nor does it undermine the fact that we can
      easily subsist on organisms about which we can be reasonably certain
      aren’t sentient (plants, fungi, algae).

      http://allicat200013.tumblr.com/post/128932297013/powrd-by-plants-but-where-do-you-draw-the

      Die Probleme von/durch Massenproduktion sind zumindest im Bereich Tierausbeutung zwar extrem und verabscheuungswürdig, aber in der Sache sekundär, also den grundlegenden Problemen logischerweise nachgeordnet. (Siehe auch: Humane Myth)
      Es geht um die Unvertretbarkeit der Unterdrückung und Ausbeutung inklusive Gefangennahme/Zucht sowie absichtlicher (gar institutionalisierter) Tötung empfindungsfähiger Individuen.
      Die Massenausbeutung ergibt sich aus der Institutionalisierung von Speziesismus in Verbindung mit anderen Herrschaftsformen systematisch wie symptomatisch.

      Siehe außerdem alles, was ich zu dem Thema in den anderen Kommentaren schon geschrieben habe. Ich hab kein Bedürfnis, mich ständig zu wiederholen oder selbst zu zitieren.

      Ansonsten empfehle ich übrigens den tumblr von veganigans. Die hat offenbar auch deutlich mehr Geduld als ich.

      Ich stimme allerdings zu, dass sich Ovo-/Lakto-Vegetarier und Karnisten letztendlich "die Klinke in die Hand geben".

      20.12.2015, 18:13 von b12boy
    • 1

      tl:dr

      (immer wieder erfreulich, wenn man so eine past&copy- Textwand bemerkt. Ich neige dann immer dazu, anzunehmen, dass derjenige der sie gepostet hat, nicht in der Lage ist "richtig" zu argumentieren)

      20.12.2015, 20:02 von chiral
    • 0

      Siehe außerdem alles, was ich zu dem Thema in den anderen Kommentaren
      schon geschrieben habe. Ich hab kein Bedürfnis, mich ständig zu
      wiederholen oder selbst zu zitieren.

      20.12.2015, 20:08 von b12boy
    • 1

      Das finde ich mal gut!

      21.12.2015, 10:29 von chiral
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    • 0

      (eigentlich könnte ich auch zitate aus der "beef" posten)

      22.12.2015, 20:15 von libido
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  • 1

    Mist, Karnismus schreibt man gar nicht mit C.

    16.12.2015, 12:20 von mirror87
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    • 2

      Lieber ein beheiztes öffentliches Verkehrsmittel als ein beheiztes Auto für jeden...

      15.12.2015, 09:23 von sailor
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    • 0

      Ich nicht...
      Meckern langweilt mich. Sowohl aktiv als auch passiv.

      15.12.2015, 10:30 von sailor
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    • 0

      Wieso, weshalb, warum?

      16.12.2015, 19:44 von sailor
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    • 2

      Wenn ich so überlege, was ich an Ressourcen verschont habe, weil ich keine Kinder habe...

      16.12.2015, 20:04 von sailor
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    • 0

      Bevors keine Kinder mehr gibt, gibt es vieles vieles andere nicht mehr...

      16.12.2015, 20:29 von sailor
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    • 1

      Frag mal den Grumpel...

      16.12.2015, 20:54 von sailor
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    • 0

      Mit 16 rannt'ich in Düsseldorf rum...

      17.12.2015, 10:13 von sailor
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    • 3

      Najaaa...kann schon sein; aber daraus die Konsequenz ziehen, keine
      Kinder zu kriegen/ zeugen?! Weil die Welt sowieso bald untergeht?

      Nein, nicht "weil die Welt sowieso bald untergeht", sondern weil es bereits viele, viele Kinder gibt, um die sich niemand kümmert, die unter Armut, Krankheit und Hunger leiden, weil es bereits viele gibt, die auf der Straße, in Pflegeheimen und Waisenhäusern leben, weil tagtäglich viele Kinder (und Erwachsene) den Hunger- oder Krankheitstod sterben, und das eben aufgrund einer globalen systematischen Verteilungsungerechtigkeit, die, wenn ein weiterer Mensch auch und gerade in den sogenannten Wohlstandsgesellschaften gemacht wird, sich noch weiter verschärft.

      Obwohl es bereits Massen an Kindern (und Erwachsenen) in Leid und Elend gibt, die Situation aktiv weiter verschärfen und wider besseres Wissen noch mehr neue Menschen "kriegen/ zeugen?!"
      Das ist mir zu verantwortunglos, unmoralisch, egoistisch und kolonialrassistisch-zynisch.

      17.12.2015, 19:22 von b12boy
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    • 2

      Wenn dir das ein ernstes Anliegen ist, sicher. Oder, wenn du generell Kindern helfen willst, ihnen ein liebevolles Zuhause bieten und/oder sie zu mündigen Erwachsenen (mit-)erziehen, zum Beispiel ein hiesiges Pflegekind aufnehmen, "Tagesmutter" werden oder an einem "Große Schwester"(?)-Projekt teilnehmen.
      Oder nichts davon, wenn du dich dafür nicht geeignet oder gewappnet fühlst.

      17.12.2015, 23:16 von b12boy
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  • 2

    Was nützt der Klima-Gipfel, wenn (Qualm- & Abfall-) Giganten wie Indien und China nicht mitziehen ... die lachen uns nur aus, uns kleine Europäer ....

    14.12.2015, 11:12 von Alexander13
    • 1

      Nach der Argumentation nützt alles irgendwie nix...

      14.12.2015, 12:01 von sailor
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    • 1

      »In the long run we're all dead.«
      John Meynard Keynes

      15.12.2015, 13:03 von sailor
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    • 0

      Ich find den Rest vom Zitat ja gut:
      »Die Volkswirtschaft macht es sich zu leicht und macht ihre Aufgabe zu
      wertlos, wenn sie in stürmischen Zeiten uns nur sagen kann, daß, nachdem
      der Sturm lang vorüber ist, der Ozean wieder ruhig sein wird.«

      15.12.2015, 13:25 von sailor
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    • 0

      Bringt aber auch nix, wenn der Chinese uns auslacht...

      15.12.2015, 14:54 von sailor
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  • 1

    Wer denkt, wenig falschzumachen, macht's nicht richtig genug.

    13.12.2015, 18:08 von JackBlack
    • 0

      so ein richtiges dogma muss deutsch durchorganisiert sein, stimmt.

      22.12.2015, 20:17 von libido
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  • 4

    Ihr könnt aufhören euch zu kasteien und/oder zu grämen. In Paris haben sie gerade die Welt bzw. das Weltklima gerettet.

    Alles wird gut.

    Hosianna!

    13.12.2015, 14:01 von PixelAspect
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    • 0

      jo.
      läuft.
      du kannst jetzt wieder an dich und die binnenwirtschaft denken. und lass das licht zuhause an.
      und den backofen.

      13.12.2015, 14:42 von PixelAspect
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    • 0

      ich bin da ganz bei Dir..

      14.12.2015, 09:43 von chiral
  • 2

    (nur Käse kann ich nicht widerstehen)
    Food Cravings and Food Addictions

    Sag Nein zu Milch

    12.12.2015, 21:16 von b12boy
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  • 5

    Jaja, alle wollen irgendwie die große Revolution, aber der Eigenbeitrag dazu darf dann über das Maximum von "ein bisschen" nach Möglichkeit nicht hinausgehen.

    Und bis dahin bleiben viele vermeintliche Freigeister dann doch nur obrigkeitshörige Konsum- und Ausbeutungsroboter.

    Ich verstehe es langsam echt nicht mehr in Anbetracht solcher Tatsachen, dass es anscheinend schwierig ist, aus diesen Fakten für sich selbst mal konsequente Handlungsmuster zu erschließen. Warum eigentlich?
    Und ja, wer (totes) Tier und -Sekret (egal in welcher Verarbeitungsform) konsumiert, durch Kindszeugung die Verteilungsungerechtigkeit forciert und ständig allein im Auto sitzt, obwohl er andere Möglichkeiten hätte, konventionelles Obst und Gemüse kauft und neue Ausbeuterklamotten und Elektrogeräte übers Internet bestellt und zu sich nach Hause liefern lässt, handelt halt schlichtweg nicht ressourcenschonend und oder nachhaltig, auch wenn zuhause Energiesparlampen in den Fassungen hängen.

    Die Zeiten, in den "halt jeder machen kann was er will" sind vorbei. SIe haben uns da hin gebracht, wo wir jetzt sind.

    Wer sich zum Thema Anthropozän mal einlesen will, hier das Quell-PDF zu den oben verlinkten Bildchen.

    We must
become liberated, as collectives of individuals, before we can restructure society in such a manner
that it is conducive to liberation. At the same time, before we can become personally liberated (ie,
empowered, enlightened, etc), we must restructure society and its institutions. This seems like a catch-
22 of sorts, making of us tail-chasing cats. But when we look at this dialectically, as a gradual, bilateral,
process of ebb and flow, the complexity of liberation theory begins to give way.

    bla

    12.12.2015, 20:27 von frl_smilla
    • 1

      smilla, das ganze "liberation theory"-ding, ist das eigentlich neoliberal?

      12.12.2015, 23:01 von libido
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      smilla, das ganze "liberation theory"-ding, ist das eigentlich neoliberal?
      Ich bin nicht smilla, aber ich kenn den Quelltext gut und kann dir sagen: Nein, das ist dezidiert anarchistisch – im Sinne eines libertären Sozialismus – zu verstehen.

      12.12.2015, 23:25 von b12boy
    • 3

      und ich dachte, "liberal" sei generell scheiße?

      oder ist das wieder libertär vs liberal, obwohl das erstere elitär und das letztere egal klingt?

      12.12.2015, 23:39 von libido
    • 3

      Oder du nimmst einfach einmal den Kopf aus den Schubladen und setzt dich mit den detaillierten Begriffen einmal tatsächlich auseinander, falls es dich wirklich interessieren sollte.

      12.12.2015, 23:44 von b12boy
    • 2

      ich sitze in der schublade, die es schon immer scheiße fand, wenn sich jemand über alles, was ihm nicht passte, "neoliberal" gestülpt hat, nur weil es irgendwie nach was ganzganz bösem klang.

      genauso sitze ich in der schublade, die es witzig findet,, wenn jemand in den usa die demokraten als "liberal" bzw. "links" bezeichnet.

      und jetzt werde ich mich in (m)einer schublade einrichten, die "libertär" als begriff irgendwie nicht vom libertarismus lösen kann, egal wie das vorzeichen ist.

      hier gabs mal einen user, dessen namen ich vergessen habe (irgendwas mit zahl am ende?), der kam aus mainz oder so, war geschichtswissenschaftler(?) und vertrat da eine ziemlich extreme ansicht. der hätte vielleicht seine freude an der diskussion.

      13.12.2015, 00:17 von libido
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 1

      Vielleicht besteht der Unterschied darin. das man mit 'liberal' Parteien gründen oder auch eine ganze Menge Kohle machen kann (oder was die Menschen sonst so unter 'Freheit' verstehen), mit 'libertär' aber offensichtlich nach wie vor Leute erschrecken kann...

      13.12.2015, 08:56 von sailor
    • 0

      und ich dachte, "liberal" sei generell scheiße?
      näh.
      nur wenn man "liberal" tut und letzlich stamokap-pisspage ist. "liberal" ham ronnie und maggie in den 1980´ern zu den akten gelegt und damit die spätphase des kapitalismus eingeläutet.
      das hat mehr mit "feudal" und "faschistisch" zu tun als mit liberal.

      13.12.2015, 14:21 von PixelAspect
    • 1

      Ich verstehe es langsam echt nicht mehr in Anbetracht solcher Tatsachen, dass es anscheinend schwierig ist, aus diesen Fakten für sich selbst mal konsequente Handlungsmuster zu erschließen. Warum eigentlich?


      Weil's bequemer ist, als einer von vielen die Konsequenzen für die Taten vielen zu tragen, als eigenverantwortlich für das eigene Tun einzustehen. Die meisten Menschen orientieren ihre Handlungsbereitschaft massenphänomenologisch. Der Titanic-Effekt: das vollere Beiboot wird selbst dann noch bereitwilliger bestiegen als das leerere, wenn es kurz vorm Kentern steht. Es ist schwierig, sich der Hoheitsmeinung zu widersetzen, besonders dann, wenn ein Mitschwimmen den größeren persönlichen Profit verspricht. Und der liegt nunmal selten im Befolgen noch so einleuchtender Vernunftsregeln, sondern für einen Großteil im Interaktionismus des zur Mitte strebenden.
      Über 98 Prozent der Weltbevölkerung werden der Selbsterhalt und dessen (angenommene) Kondtionen im Zweifelsfall immer wichtiger erscheinen als ein entbehrungsreiches Schaffen von Konditionen, die das Überleben eines Planeten sichern könn(t)en. Kantegarischer Konjunktiv oder so.

      13.12.2015, 18:33 von JackBlack
    • 2

      Neulich mal so ne kategorische Frage innerhalb der "family": Würdest du lieber mit all deinen Lieben gemeinsam sterben oder einem einzigen deiner Nachkommen ein (gutes) Leben verschaffen?

      Nach Abzug der betrunkenen oder aus anderen Gründen verlogenen Antworten ergab sich eine ziemlich glatte 1:0-Quote.

      13.12.2015, 18:38 von JackBlack
    • 1

      Das beste an dem Text ist die Zusamenfassung und die kolportierten 'Lösungen':

      Effective planetary stewardship can be built around scientifically developed boundaries for critical Earth System processes that must be observed for the Earth System
      to remain within a Holocene-like state. An effective architecture of a governance system for planetary stewardship is likely to be polycentric and multi-level rather than centralized and hierarchical.
      Effective planetary stewardship must be achieved quickly, as the momentum of the Anthropocene threatens to tip the complex Earth System out of the cyclic glacialinterglacial pattern during which Homo sapiens has evolved and developed. Without such stewardship, the Anthropocene threatens to become for humanity a one-way trip to an uncertain future in a new, but very different, state of the Earth System.


      Was, wenn nicht genau das, soll denn bitte die Reise der Menschheit sein? Ob nun selbst induziert oder nicht - es ist vollkommen irrelevant. Die Reise der Menschheit geht auf ihrem (one-way, wir sind zeitabhängig) Weg ins Verderben an einigen Stationen vorbei. Ich lese nichts weiter als daas Bedürfnis nach einer Garantie für und die kindliche Kontrolle der sicheren Zukunft.

      13.12.2015, 20:17 von quatzat
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 1

      Ich schätze Euch ja alle, aber dieser moralinsaure Zeigefinger, mit dem da gewedelt wird, macht mir auch keinen Spaß. Und eine Revolution, so eine echte, richtige Revolution will doch keiner, oder doch? Ich denke da immer an die Säuberungen, die Köpfe die rollen, wenn Volkes Meinung sich seinen Weg bahnt und und an die Kinder, die aufgefressen werden... darum kann ich solche Sätze einfach nicht ernstnehmen.

      22.12.2015, 13:31 von chiral
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      Kann sein, dass Du das für Dich so interpretierst, ich sehe das anders. Die Frage ist dann immer noch, ob man das will (also "echt"), oder ob man mit der Begrifflichkeit spielt. Revolution ist jedenfalls das, was die Typen in der schwarzen Kluft im nahen/mittleren Osten machen, mit allem was bekanntermaßen dazugehört. ich projiziere gerne meinen Selbsthass auf andere, aber so weit bin ich dann doch noch nicht - Wenn ich deshalb als feige, bzw. zu konsumorientiert gelte, ist das auch ok für mich - Mal ganz davon ab finde ich die Gründe und Argumente natürlich auf jeden Fall wichtig.

      22.12.2015, 13:49 von chiral
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      Ich bin der der Meinung das eine Revolution immer etwas ist, dass sehr große Veränderungen bringt und das es bei großen Veränderungen auch immer große Opferzahlen zu beklagen gibt. Richtig und Falsch habe ich nicht angesprochen. Friedliche (echte) Revolutionen kann ich mir nicht vorstellen.

      22.12.2015, 14:01 von chiral
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      Ich sehe aber auch nicht das moralische Recht, den Leuten das abzusprechen, ist ja schließlich ein Grundrecht. Eigentlich willst Du (Ihr) auch keine Revolution, sondern eher eine Veränderung durch einen Putsch...

      22.12.2015, 16:03 von chiral
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      Nein, ich merk gar nichts mehr und das ist schon lange so...

      Revolution, die Massen erheben sich, nee, sehe ich nicht. Es geht auch von den Eliten keine gravierende Änderung innerhalb der Gesellschaft aus. Wasn jetzt? Dann geht doch nur Putsch, dachte ich. Nicht? Wo sind sie denn dann, die Revolutionäre, die alle sein wollen? Versteh ich nicht...

      Es gibt kein ethisches Recht auf Reproduktion, ok, aber auch keins dagegen, sag ich (leere Worthülse?)

      Und wenn wir den ganzen Planeten entvölkern ist es der Natur auch noch immer egal. 


      Ich kipp irgendwann mal tot um und dann haben sich diese Gesellschaft
      und dieser Planet für mich gegessen. Ich werde mich nicht vermissen.


      Das ist sehr scharfsinnig formuliert, geht aber wohl allen so... frohes Fest Dir auch...^^




      22.12.2015, 17:28 von chiral
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 1

      ich wünsch mir´n trumpeltier zu weihnachten.

      22.12.2015, 17:59 von PixelAspect
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      grumpel: der retherlink ist schön. der hat humor im gegensatz zu dem einen oder der anderen.

      22.12.2015, 20:26 von libido
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 1

      Und jetzt alle...
      Is ja schließlich Weihnachten, verdammt noch eins...!

      23.12.2015, 10:38 von sailor
    • 2

      Die Annahme, Revolutionen würden nur durch Putsche oder gar von "den Eliten" ausgehen, spiegelt für mich vor allem internalisiertes autoritäres Denken wider.

      Außerdem unterschlägt sie, dass Revolutionen oft evolutionäre Prozesse vorangehen, die sich im Spannungsfeld zwischen individuellem Engagement und kollektiver Transformation, entwickeln.

      Und ja, selbstverständlich möchte ich tatsächlich (auch viele kleine) Revolutionen, selbstverständlich möchte ich friedliche Revolutionen, selbstverständlich strebe ich die Befreiung aller Individuen von Gewalt und Herrschaft als Utopie an und selbstverständlich halte ich in Bezug auf Gewalt gegen Menschen (und andere Tiere) strikt nur Selbstverteidigung und widerständische Gegengewalt für vertretbar.

      Ganz eindeutig will ich "die Revolution" und selbstverständlich engagiere ich mich praktisch wie theoretisch dafür, entsprechendes Fundament zu legen.
      Alles andere wäre ja Kapitulation vor Gewalt und Herrschaft gegenüber Milliarden von Individuen.

      23.12.2015, 11:26 von b12boy
    • 1









      Die Annahme, Revolutionen würden nur durch Putsche oder gar
      von "den Eliten" ausgehen, spiegelt für mich vor allem internalisiertes
      autoritäres Denken wider.


      Da hast Du mich wohl offensichtlich mißverstanden...

      Das Bezog sich auf die Aussage von Smilla ganz am Anfang

      "Jaja, alle wollen irgendwie die große Revolution"

      Das sehe ich aber nicht, die Masse befindet sich offensichtlich eben nicht auf Eurer Seite (mit "obrigkeitshörige Konsum- und Ausbeutungsroboter" wurde hier ja schon eine akkurate Vorverurteilung und Abwertung der Gegenseite vorgenommen - mag ich immer gerne, wenn soetwas von Moralaposteln kommt...übrigens...).

      Wenn aber nun die breite Masse diese Haltung nicht unterstützt, dann kann Revolution nicht passieren. Wenn dann auch die Eliten keine Revolution forciereb (sehe ich zur Zeit einfach nicht), dann bleibt nur noch die radikale Veränderung durch Putsch, wenn ich eine Veränderung "Revolution" einigermaßen korrekt verstehe (@Grumpel: Sry, dass ist den Begriff so interpretiere, wie er per Definition gemeint ist und nicht wie Du (Ihr) den offensichtlich umgedeutet habt...ich vergesse immer wieder den Hang der Leute hier bei Neon zur Dramatik)

      Wenn mir Leute dann was von Moral und Ethik erzählen, dann kann ich das leider aufgrund der Überheblichkeit und Borniertheit die da im Subtext raustönt nicht so ganz ernst nehmen - Wenn Sie dazu dann noch fragwürdige ethische Meinungen vertreten und ernsthaft argumentieren, dass es fragwürdig, verantwortungslos und egoistisch sei, in Deutschland Kinder in die Welt zu setzen, dann muss ich leider sagen, dass ich da dann raus bin (diese lächerliche "Wall of Text Sache" finde ich da weniger schlimm, schließlich geht es Dir ja wohl primär darum, Deine Haltung/Message nach außen darzustellen, als die Leser zu überzeugen, was ja von der Sache her vollkommen ok ist)...

      23.12.2015, 13:13 von chiral
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 1

      "Jaja, alle wollen irgendwie die große Revolution"

      Das sehe ich aber nicht, die Masse befindet sich offensichtlich eben nicht auf Eurer Seite

      Ich teile die Beobachtung und darausfolgende Kritik, die meisten Leute würden "auf die Revolution" warten deutlich.
      Ich höre und lese ganz oft Dinge wie "irgendwer müsste 'mal was machen" oder "da muss jemand ändern", während die gleichen Leute keinerlei Bemühungen auf sich nehmen, weniger Teil des Problems und mehr Teil der Lösung zu werden.
      So verstehe ich auch die entsprechenden Aussagen von frl_smilla.


      Wenn dann auch die Eliten keine Revolution forciereb (sehe ich zur Zeit
      einfach nicht), dann bleibt nur noch die radikale Veränderung durch
      Putsch, wenn ich eine Veränderung "Revolution" einigermaßen korrekt
      verstehe
      Genau das meine ich mit internalisiertem autoritären Denken.
      Meines Erachtens bleibt auch und vor allem die entscheidende Möglichkeit, sich durch individuelles Handeln wie Teilhabe an kollektiver Transformation (siehe Brian Dominick) an "evolutinären" Prozessen zu beteiligen, die dann langfristig revolutionäre Veränderungen bewirken können.

      Eine "radikale Veränderung durch Putsch" halte ich für widersprüchlich, weil es die Wortbedeutung von "radikal" unterschlägt und ein Putsch wohl kaum Problemlösungen von der Wurzel her angeht.

      23.12.2015, 13:57 von b12boy
    • 0

      Die Leute warten nicht auf eine Revolution, sondern darauf das es endlich nen Crash gibt (was bei der unverantwortlichen Wirtschaftspolitik der Industrienationen auch passieren wird). Ich sehe in der jetzigen Generation (der jungen) kein Potential für "revolutionäre Umbrüche".

      Überhaupt geht es den Menschen doch im Moment nur gut, weil die Wirtschaft gut dasteht. Wenn zu den jetzigen Problemen noch eine höhere Arbeitslosigkeit kommt, bleibt nicht mehr viel von den heheren (und sicher auch gut gemeinten) Ansätzen die Du hier beschrieben hast. Ich habe mich primär an der Aussage zum Thema "Kinderkriegen" aufgehangen - Und mich gewundet wie Du (und Grumpy) ernsthaft mit so einem Schlag ins Gesicht für jeden der Kinder hat/kriegen willst Leute überzeugen möchtest. Sind ja auch Punkte dabei, die ich nachvollziehen kann, so ist es nicht.

      Und nun erkläre mir nochmal bitte den Begriff des "internalisiertem autoritären Denkens"... dessen ich mich schuldig gemacht habe...


      23.12.2015, 14:31 von chiral
    • 2

      Wenn jemand ethisch motivierte Kritik als "Schlag ins Gesicht" betrachtet statt aus schlüssigen Punkten Konsequenzen für das eigene Handeln zu ziehen, liegt das Problem wohl eher beim Empfänger als beim Sender.

      Siehe auch:

      F: Wir haben Kinder. Können wir trotzdem mitmachen?
      [...]
      Natürlich sind Sie eingeladen sich uns anzuschliessen. Und Sie werden nicht die einzigen sein. Wenn Menschen zum VHEMT-Gedanken finden, entschließen sie sich, der menschlichen Familie keine weiteren Mitglieder mehr hinzuzufügen. Sie setzen ihre Kinder nicht unter Druck, ihnen Enkel zu schenken, und werden sie vielleicht dazu ermutigen, verantwortungsvoll mit ihrer Fruchtbarkeit umzugehen.

      Es gibt keinen Grund, Schuldgefühle wegen der Vergangenheit zu hegen. Schuldgefühle führen nicht zu positiven Lösungen. VHEMT zu sein, hat nichts mit der Vergangenheit zu tun. Es ist die Zukunft des Lebens auf der Erde, welche Freiwillige bewahren wollen.
      (vhemt.org)

      Und nun erkläre mir nochmal bitte den Begriff des "internalisiertem
      autoritären Denkens"... dessen ich mich schuldig gemacht habe...
      Dass du behauptest, Revolution ginge nur durch Impulse "von oben", durch "Eliten" oder "Putschisten", statt auch durch "Graswurzel"-Prozesse "von unten".

      23.12.2015, 14:43 von b12boy
    • 1

      Friedliche (echte) Revolutionen kann ich mir nicht vorstellen.


      Die Nelkenrevolution (portugiesisch Revolução dos Cravos?/i oder einfach 25 de Abril) war der linksgerichtete Aufstand großer Teile der Armee in Portugal am 25. April 1974 gegen die autoritäre Diktatur des sogenannten Estado Novo, der den Weg zur demokratischen Dritten Republik ebnete. Die Revolution verdankt ihren Namen den roten Nelken,
      die den aufständischen Soldaten – im Rahmen des allgemeinen Volksfestes
      und der Freude angesichts der Ereignisse – in die Gewehrläufe gesteckt
      wurden. Es gab vier Tote, als verbleibende regimetreue Truppen vor dem
      Sitz der portugiesischen Geheimpolizei auf unbewaffnete Demonstranten
      feuerten. Ansonsten verlief der Umsturz völlig unblutig.

      23.12.2015, 14:50 von frl_smilla
    • 0

      vhemt
      Ist mir zuweit weg und schon zu sehr Ersatzreligion, tut mir leid ist nicht meins.

      @smilla

      Und Du denkst so könnte das hier in Deutschland ablaufen? So wie Dinge gerade stehen und was so um uns rum passiert?

      23.12.2015, 14:55 von chiral
    • 0


      23.12.2015, 14:56 von frl_smilla
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      Für alle Interessierten einmal verschiedene Beispiel für revolutionäre Bewegungen "von unten":
      Spanische Revolution
      Aufstand der Zapatistas
      Revolution in Rojava

      23.12.2015, 15:05 von b12boy
    • 0

      Okay

      23.12.2015, 15:28 von chiral
    • 1

      mit blick auf südeuropa würde ich sagen, dass man da gar nicht so irre pessimistisch sein muss...das sind zwar keine "revolutionen"...aber irgendwas tut sich halt da, wo die heuschrecken schonmal drübergerutscht sind und ihre pseudoreligion der märkte verbreitet haben.

      die inseln der glückseligen (=rundumgepamperten, von existenzsorgen weitestgehend unbeleckten) werden halt kleiner und kärger, weil der mittelstandswohlstandsbauch seit jahrzehnten sukzessive abgebaut wurde. nun haste da, zu teilen, recht gut ausgebildete, ehemals wohlgepamperte leute rumlungern. ich würde das als relativ explosive mischung betrachten...selbst wenn man "recht gut gebildeten" bestimmten unsinn beibringt (leistungsgesellschaftliche dogmatik und bedingungslosen glauben an marktradikalen & faschistoiden unfug), ist diesen leuten so´n tinnef in der regel mittels bestimmter werkzeuge vermittelt worden.

      und derjenige, der in den 1990´ern die wunderbare blingbling-westwelt hochleben lassen konnte, weil sich die graue, fiese ostwelt anhand doch recht prima belegbarer geschichten als doch tendenziell eher graue & fiese ostwelt  entlarven ließ...dem gelingt das auch 30 jahre später erst recht.

      weiss nicht, wie das  den jungen leuten heute so geht...wenn ich mich beim abinahen volk so umschaue...hm. also...würde ich neon als maßstab nehmen, wäre jede form von kulturmessimismus ja angemessen, aber ich hab´ zB leute in dem alter
      mit denen ich direkt zusammenarbeite...und die sind halt schon okay so.

      die sind halt nicht mehr so doll tiefenpolitisch-letztbegründend unterwegs und die, die´s noch sind oder meinen zu sein drehen sich halt im fancy genderkarussel durch den wolf oder drehen beim blick auf anderer leuts teller frei.

      ich geh´ jetzt mal den text über´s anthropozän lesen.

      24.12.2015, 01:35 von PixelAspect
    • 0

      Ja, ja, wer sich nicht bloß für die eigene Geschlechtsidentität oder nicht bloß für die eigene Spezies interessiert/einsetzt ist natürlich ganz furchtbar oberflächenpolitisch-erstbegründend und/oder "dreht frei", logisch.

      24.12.2015, 02:24 von b12boy
    • 1

      Ja. In schwarz-weissistan ist das so, b12boy.
      Weder das genderkarussel zu drehen noch der Blick auf andere Teller is meinerseits per se schlümm oder freidrehend...aber man kann´s halt auch derart übertreiben, dass ich mich frage, ob das eigentlich im Sinne der Sache jetzt so supersinnvoll ist eigentlich nur noch die eigenen Peers bedienen zu können, weil man den Rest halt mal eher abfuckt.

      Muss man halt selbst wissen wofür´s gut ist.

      24.12.2015, 02:45 von PixelAspect
    • 0

      Ja, man kann's halt auch übertreiben mit der sozialen Gerechtigkeit und so, ne? Wegen so ein bißchen faschistoider Gesellschaftsstrukturen gleich freizudrehen – soll man 'mal lieber der Sozialdemokratie beitreten, auf Parteilinie fahren und sich nicht so haben mit dieser Kapitalismuskritik da! Sonst fuckt man noch irgendwelchen Rest ab, so als Peer. Am Ende hören sonst noch die besitzstandswahrenden Komfortzonenbesetzer mit dem Beifall auf, weil man nicht mehr die eigenen reaktionären Abgrenzungsmuster als unnötige Seitenhiebe plaziert. Undenkbar!

      24.12.2015, 02:55 von b12boy
    • 1

      du bist aber gerade schon eher so weniger zielgenau, oder? einfach mal allet rin in den rhetorik-vorderlader und dann BAM..einfach raus.

      is jut...lass es raus...lass es einfach alles raus.
      sonst bekommste, trotz vorteilhafter ernährungsweise, noch zuviel blutdruck.


      24.12.2015, 03:17 von PixelAspect
    • 1

      Ach, bin ich das also mit den unnötigen Seitenhieben, die primär wie reaktionäre Abgrenzungsmuster wirken?

      Ich dachte, ich griffe bloß den "die anderen übertreiben's und drehen frei"-Faden auf und drehte ein wenig an der Garnrichtung.
      Da hab ich es wohl – jetzt kommt's – halt auch derart übertrieben.

      24.12.2015, 03:26 von b12boy
    • 1

      du, ich bin gerade nich aufgeregt, oder so.
      ich fand´s nur albern. aber wenn du aus ´m lapidaren satz natürlich extrapolieren kannst, was ich so für muster habe, dann tu ma wenn du das musst.

      kommt hier so´n bisschen an, wie der örtliche alpha der awarenessgruppe, der mal gerade zeigen muss wo der ultraaufgeklärte hammer hängt.

      is natürlich ganz anders und du hälst anderen ja nur den spiegel vor.

      also...hau noch einen raus, so´n gewinnersatz...letztes wort is für dich und ich schau mir weiter smillas link an...der geht mir weniger auf die nerven als´n typ der sich aufführt wie ich das auch gern tue.

      dasja furchtbar, ey....ich muss dringend damit aufhören ^^

      24.12.2015, 03:35 von PixelAspect
    • 1

      aber wenn du aus ´m lapidaren satz natürlich extrapolieren kannst, was
      ich so für muster habe, dann tu ma wenn du das musst.
      Es ist ja bei weitem nicht das erste Mal, dass du solche lapidaren Sätze fallen lässt, die womöglich dazu dienen sollen, dich als keinen von den "abseitigen Freidrehern" herauszustellen, zumindest aber Menschen, die offenbar in einem breiteren, intersektionelleren Themenbereich aktiv sind, wohl als kontraproduktiv darstellen sollen.

      24.12.2015, 03:48 von b12boy
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