Max-Jacob_Ost 09.01.2013, 11:05 Uhr 130 5
NEON täglich

Brauchen wir die FDP?

Lassen wir Häme und persönliche Ressentiments mal beiseite: Wie wichtig ist die FDP für die deutsche Demokratie wirklich?

Das wird jetzt nicht leicht. Denn es scheint derzeit fast unmöglich, ohne Häme und Populismus über die FDP zu sprechen. Zu einfach ist es, ihr Personal (siehe: Rösler) und ihre Position in einer Koalition auf Schlingerkurs (siehe: Energiepolitik, siehe: Rentenpolitik, siehe: Betreuungsgeld, etc.) anzugreifen. Die Situation der FDP in Deutschland ist mehr als schlecht. In einer aktuellen Forsa-Umfrage steht sie bei nur noch zwei Prozent, der SPIEGEL spricht von „katastrophalen Umfragewerten“.

Wie die FDP in diese Krise geraten konnte, ließ sich über die letzten Monate gut beobachten. Überraschend kommen diese Umfragewerte nahe der politischen Bedeutungslosigkeit ebenfalls nicht: Bereits im Februar 2012 stand die FDP bei ähnlichen Werten. Wäre jetzt Bundestagswahl, die Partei würde vom Wähler symbolisch aus dem Bundestag geprügelt. Stellt sich die Frage: Würde die FDP dem Bundestag nicht fehlen?

Immerhin ist sie die einzige Partei Deutschlands, die für Liberalismus in allen Gesellschaftsbereichen eintritt, ohne sich an konservative Wertvorstellungen zu klammern. Ihr ehemaliger Bundesvorsitzender ist schwul und nun Außenminister der Bundesrepublik – in einer Koalition mit CDU und CSU. Gleichzeitig ist die FDP Gegenpol zum sehr weit verbreiteten Misstrauen der Marktwirtschaft gegenüber. Die endlos scheinende Eurokrise führt in allen Parteien zum Reflex, den politischen Einfluss auf den Markt zu erhöhen, den ökonomischen Spielern Beschränkungen aufzuerlegen. Es ist vor allem die FDP, die in dieser Diskussion oft die Gegenposition einnimmt (siehe zum Beispiel auch die Frage nach einer „Insolvenz“ Griechenlands) und damit eine in der Demokratie enorm wichtige Funktion erfüllt (ein weiteres Beispiel für eine solche Positionierung der FDP ist etwa auch der Datenschutz, konkret die Vorratsdatenspeicherung). 

Ihre Positionen leitet die FDP immer noch relativ stringent aus den Idealen des Liberalismus ab und besetzt damit ein spezifisches Meinungsspektrum in der deutschen Parteienlandschaft. Auch innerhalb der Partei selbst, wo "Altliberale" und "Neoliberale" verschiedenste Themen kontrovers disktutieren. Durch Klientelpolitik (Begünstigungen für Hoteliers, bspw.) und Personaldebatten ist dieser Hintergrund der FDP immer mehr in Vergessenheit geraten. Ich glaube das ist auch der Grund, weshalb Philipp Rösler in seiner Rede beim Dreikönigstreffen der Partei so sehr Bezug auf diese liberalen Ideale genommen hat (wofür er viel Kritik einstecken musste). Es war vielleicht ein Versuch, jenseits von Personalfragen und Einzeldebatten die Daseinsberechtigung der FDP zu verdeutlichen. 

In den 63 Jahren seit Gründung des deutschen Bundestages (2013 zähle ich noch nicht dazu) war die FDP in 44 Jahren als Juniorpartner an der Regierung beteiligt. Dass sie Stand heute nicht im Bundestag vertreten wäre, steht aber nicht für eine ideologische Verschiebung der Wählerschaft: Was die FDP verliert, gewinnt die Union. Es ist also nicht so, dass ein politischer Ruck durch Deutschland geht. Vielmehr wirkt das Votum des Wählers an Personen und eine schlechte Außendarstellung gebunden. 

Wenn wir uns von all diesem aber mal versuchen zu befreien, wie lautet die Antwort auf diese Frage: Wie wichtig ist die FDP für die deutsche Demokratie wirklich? Populistischer formuliert: Kann sich Deutschland einen Bundestag ohne die Liberalen leisten? Oder braucht es genau das, damit sich die Union mal mit anderen Koalitionspartnern auseinandersetzen muss?

Was ist eure Meinung dazu?

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130 Antworten

Kommentare

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    Hm, zugegeben, zu erwarten, das die FDP in den Anfängen der Eurokrise sofort von ihren Steuersenkungsplänen abrückt, wäre wohl zuviel gewesen.  sowie...  Die Regierungsfähigkeit einer Regierungpartei an ihren Äusserungen über Sozial weniger Priviligierte Menschen zu messen wohl  überzogen...   

    Trotzdem, ja, wir brauchen eine Liberale Kraft in Deutschland.  Die FDP sollte nun beweisen, das sie das ist.

    16.01.2013, 22:47 von Thoooo
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      PS :) Glückwunsch zum aktuellen Vertrauensvorschuss in Form des in Niedersachsen erhaltenen, starken Mandates.

      Ich bin sicher, die FDP wird ihre Kernkompetenz in Sachen Wirtschaftsfragen durch differenzierte Lösungen in der Wachstumsfrage unterstreichen.

      Hm  - etwas weniger blumig vielleicht...  Liberale Linientreue im Sinne von kurzfristig ein kompromiss, bei mittelfristiger Wirkung und langfristig die Lösung einer spezifischen fragestellung.

      Das macht für mich Liberale Kraft aus.

      23.01.2013, 02:46 von Thoooo
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  • 0

    ... würde die FDP für die werte stehen, die sie einmal bei ihrer gründung vertrat, dann würde sie dringender gebraucht, denn je: eine partei, die für die freiheitlich demokratische grundordnung des grundgesetzes steht.


    ... die FDP heutigen ausmaßen ist zur klientel- und lobby-hure verkommen. ist bei CDU, SPD und mittlerweile den GRÜNEN allerdings auch nicht viel anders.

    ... als einziges organ, das wirklich für diese grundordnung steht, sehen ich mit abstrichen nur das bundesverfassungsgericht

    11.01.2013, 15:06 von Lichtspiel
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  • 1

    "Ihre Positionen leitet die FDP immer noch relativ stringent aus den Idealen des Liberalismus ab"

    Süß. In dem Zusammenhang verweise ich bspw. auf die halbwegs aktuelle Zurechtweisung Steinbrücks bei der Sache, in der er Thyssen-Krupp ein Entgegenkommen bei Stromtarifen angeboten hatte. Da klang die FDP linker als die Linke von wegen, das sei ja "eine total ungerechte Umverteilung nach oben".

    Es ist wirklich bemerkenswert, dass wohl noch immer in jedem Dorf mindestens einer (oder bis heute wohl sogar zwei bis drei) hockt, der diesen luftigen Low-Level-Opportunismus der "Liberalen" wirklich nicht durchschaut.

    10.01.2013, 08:19 von Boahmaschine
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  • 4

    FDP -> Fast Drei Prozent

    09.01.2013, 22:57 von sailor
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      uuuuh - der is echt bitter zynisch. Ich empfehle eine Doppelspitze aus Bud Spencer und Terence Hill. 

      Naja - wenig konstruktiv, okay... Hm - Wie wärs mit etwas mehr innerparteilicher Ruhe und ressortübergreifendem Wachstum ?
      *ratlos Schulterzuckt*

      17.01.2013, 17:28 von Thoooo
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    jakob, ich mag dein userbild neben der frage: "brauchen wir die fdp?"
    nur ein bisschen weinerlicher hättest du gucken können.


    eigentlich brauchen wir ja gar keine parteien. flughäfen werden eh nicht gebaut und bahnhöfe dennoch. krieg wird unabhängig von der partei geführt (liegen hier cdu und fdp nicht sogar hinten, im vergleich zu rotgrün damals?), die steuern steigen sowieso. sozialleistungen versickern im bürokratischen nichts.

    zeit für ne rebellion gegen das gesamte system - oder lebenslangen winterschlaf.

    vielleicht ersteht die fdp ja wieder auf, indem sie bedingungslos auf ein bedingungsloses grundeinkommen setzt, meine stimme hätte sie in diesem falle. nur was sollen dann die ganzen bürokraten machen?

    09.01.2013, 20:13 von libido
    • 0

      das hätte ja was von spätrömischer Dekadenz...

      09.01.2013, 21:03 von sailor
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      Die sind ja für das bedingungslose 

      Grundeinkommen. Aber das soll dann geringer sein als das, was eine Person an Hartz 4 Leistungen insgesamt bekommt. Its a trap.

      09.01.2013, 21:37 von MisterGambit
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    • 1

      haha, solche kenn ich auch. Die laufen dann mit PoloShirt und Financial Times in der einen, Coffee-To-Thermo-Becher in der anderen und rahmengenähten Seglerschuhen übers Parkett und suchen nach ihren Freundinnen, die Lehramt auf Primatstufe studieren.

      09.01.2013, 22:26 von MisterGambit
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      Pomader is doch bei'n Piraten...

      09.01.2013, 22:45 von sailor
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      sorry gambit, das ist nicht fdp, sondern paderborn.

      10.01.2013, 21:19 von libido
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      Wenn es die FDP nur in Großstädten gibt, wer sind dann die Affen, die hier  Wahlkampf in Gelb machen und sich FDP nennen?



      10.01.2013, 21:28 von MisterGambit
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      der style ist kleinstadtkorrelierter als fdp-verbunden.

      sonst müsste die fdp ja breite 20% in der halbprovinz haben.

      10.01.2013, 21:42 von libido
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      ja, guck, hier lern ich ja noch was

      10.01.2013, 21:57 von MisterGambit
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      ich hab die fdp auch bei der letzten strategischen neuausrichtung beraten

      ;-)

      man muss seine talente nur zu nutzen wissen.

      10.01.2013, 22:02 von libido
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      Dann ist Brüderles "Wer hats gemacht? Wir habens gemacht!" am Ende noch aus deiner Feder?

      10.01.2013, 22:33 von MisterGambit
    • 0

      ne, das ist von meinem bruder.
      puh...

      okayokay.

      11.01.2013, 21:31 von libido
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  • 1

    Das die FDP in ihrer hier noch als präsent dargestellten Rolle als Partei der Bürgerrechte schlichtweg nichtmehr stattfindet, beweißt sich in meinen Augen am besten an der parlamentarischen Existenz der Piratenpartei. Diese "wilderte" in Themen, die an und für sich Urliberal wären, von der FDP allerdings links liegen gelassen wurden. Man verbiss sich lieber in fiskale Wahlkampfkracher und war später verwundert das eine Koalition,in der 2 kleinere Parteien sich neben einer großen profilieren müssen,um nicht wegzubrechen. sich garnicht lieb hat.
    Für mich sind eigene thematische Unterlassungen sowie Lagernaivität in der Koalitionsbildung die Hauptgründe für den momentanen Zustand der FDP.

    09.01.2013, 19:25 von Myselfandme
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  • 0

    Nein, aber wir bräuchten dringend eine liberale Partei.

    Nachdem ich die Sozial(ismus)-Träumerein meiner Jugend hinter mir gelassen habe und mittlerweile der Meinung bin, dass Eigenverantwortung mehr ein Recht als eine Pflicht ist, fehlt mir wirklich eine Partei im politischen Spektrum.

    Die FDP verwechselt in erster Linie Liberalismus und Wirtschaftsanarchie. Jeder Wettbewerb braucht Regeln und auch der Markt regelt nicht immer alles von selbst bzw. zum Wohle der Allgemeinheit.

    Marktwirtschaft ist kein Sportwettbewerb, in dem drei Medaillen verteilt werden und der Rest leer ausgeht. Die Wirtschaft ist auch nur Mittel zum Zweck, nämlich den Lebensstandard der gesamten Gesellschaft zu halten oder idealerweise noch zu verbessern.
    Die FDP handelt aber seit Jahren ausschließlich wie eine Lobbyorganisation hauptsächlich gutverdienender Berufsgruppen.

    Ich wünsche mir eine Partei, die sich in erster Linie Gesellschaftsliberal positioniert aber dabei die Schwachen nicht aus den Augen verliert (manche nennen es "Linksliberal").

    Auch die FDP von vor 20 Jahren wäre keine Partei, die ich heute wählen würde, aber sie ist mir immer noch ein deutliches Stück sympathischer als dieser populistische Haufen hipper Möchtegern-Elite.

    09.01.2013, 19:19 von Uedreissig
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  • 0

    Ist das jetzt eine rhetorische Frage?

    09.01.2013, 16:27 von .reddishness.
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  • 0

    Ich zweifle momentan ganz stark an der Kompetenz der FDP bzw. CDU-Politiker. 

    Es kann doch nicht sein, dass ein gestandener Politiker der FDP und ein gestandener Politiker der CDU beide eine Diskussion mit Schülern (zukünftigen Wählern) verlassen, weil ihre Meinung nicht mit der, des Politikers der Grünen übereinstimmt. Lächerlich. Die Politiker benehmen sich sowohl in den Politischen Gremien als auch bei einer harmlosen Diskussion wie Kindergartenkinder. 
    Und da soll man sich wundern, dass bei solchem Verhalten der Beliebtheitsfaktor oder generell das Politikinteresse sinkt!

    09.01.2013, 15:49 von anti-cyclic
    • 1

      »Stell dir vor es geht... Und keiner kriegt's hin.«

      Wolfgang Neuss

      09.01.2013, 17:55 von sailor
    • 1

      Ich zweifle momentan ganz stark an der Kompetenz der FDP bzw. CDU-Politiker
      ... ach, der rest ist kompetenter ? :-) 

      06.02.2013, 15:44 von Lichtspiel
    • 0

      Nicht zwingend. Ich war generell sehr geschockt, dass solche Leute über die Politik in Deutschland entscheiden. Ich mein, Respektlosigkeit ist da ja Gang und Gebe. 

      06.02.2013, 15:47 von anti-cyclic
    • 0

      auch nicht unzwingend würde ich sagen. die frage ist nur: wer soll denn sonst über die politik in deutschland entscheiden? 

      ... lobbyisten
      ... der vorstand von goldman sachs (tut er ja schon in einigen staaten)?
      ... der generalinspekteur der bundeswehr?
      ... gewerkschaftsbosse?
      ... schwarm"intelligenz" a la facebook?

      06.02.2013, 15:52 von Lichtspiel
    • 0

      Man sollte vielleicht vorher einen Kompetenztest machen. Um Politiker zu werden, bräuchte man ja theoretisch nicht mal einen Schulabschluss. 

      06.02.2013, 15:55 von anti-cyclic
    • 1

      Man braucht nur qualifizierte Mehrheiten.

      06.02.2013, 16:01 von sailor
    • 0

      Oder eine gutbewaffnete mobile Eingreiftruppe...

      06.02.2013, 16:02 von sailor
    • 0

      ... kompetenztest: das würde den prinzipien repräsentativen demokratie widersprechen. JEDER hat das recht, für ein parlament zu kandidieren. würdest du einen test vorschreiben, einen bestimmten bildungsabschluss etc., wäre das eine einschränkung dieser freiheit.

      06.02.2013, 16:03 von Lichtspiel
    • 0

      Oder eine gutbewaffnete mobile Eingreiftruppe..

      war doch alles schon da: stahlhelm, SA, rotfrontkämpferbund in den 30igern. und - hats kompetenzmäßig funktioniert?

      06.02.2013, 16:06 von Lichtspiel
    • 0

      Das schon, würde uns aber viel Aufregen und Kopfgeschüttel ersparen. Trotzdem man könnte ja wenigstens respektvoll miteinander umgehen. 

      06.02.2013, 16:07 von anti-cyclic
    • 0

      @anti-cyclic
      ... tja - das ist repräsentative demokratie: unbequem, zäh, kompromissorientiert - aber werte orientiert. nicht umsonst haben die gründungsväter des grundgesetzes das so verfasst. die waren nicht die dümmsten.
      ... aber schon erstaunlich, wie schhnell du fundamentale prinzipien unserer demokratie über bord schmeißt - für ein bisschen weniger kopfschütteln. manchmal glaub ich, die basics sind vielen überhaupt nicht mehr klar.

      06.02.2013, 16:11 von Lichtspiel
    • 0

      Ich sage ja nicht, dass nicht jeder in Politik gehen darf, man sollte sich nur mal Gedanken machen, wer die Entscheidungen in unserem Land trifft. Manche Politiker sind sogar sehr überzeugend und kompetent. Aber ein Großteil eben nicht. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen, was mir aufgefallen ist. Das fand ich eben sehr erschreckend.

      06.02.2013, 16:19 von anti-cyclic
    • 0

      ich bin ganz ehrlich:

      wenn ich mir die "ganz normalen" leute anschaue, deren ansichten, deren handeln, dann wundert mich gar nicht, warum unsere politiker so sind: sie sind nur ein spiegel der gesellschaft.

      06.02.2013, 16:21 von Lichtspiel
    • 0

      Vor allem, weil sich immer wenige für Politik interessieren. 

      06.02.2013, 16:24 von anti-cyclic
    • 0

      * immer weniger Menschen

      06.02.2013, 16:24 von anti-cyclic
    • 0

      Vor allem, weil sich immer wenige für Politik interessieren. 


      .... den eindruck hab ich gar nicht. zumindest wenn man unter "politk" auch poltische themen versteht. viele sind da sehr dran interessiert, beteiligen sich rege an diskussionen, machen sich nen kopf.

      ... schönes beispiel immer wieder: stuttgart 21 - quer durch alle altersschichten

      06.02.2013, 16:27 von Lichtspiel
    • 0

      Die Zahl sinkt trotzdem. Vor allem bei jungen Menschen. Ich merke es doch selbst, wenn ich mit meinem Deutsch/Powi Nachhilfeschüler diskutieren möchte, höre ich nur so was wie "Mir doch egal" oder "Keine Ahnung".

      06.02.2013, 16:32 von anti-cyclic
    • 0

      ... naja das ist auch nen problem des bildungssystems, der bildungsinhalte. die wissen dann zwar, wie man eine differentialgleichung dritter ordnung löst, aber haben z.T. keine ahnung, wie unser staat, die gesellschaft funktioniert. und das müsste ja auch kein trockener stoff sein, sowas kann man sehr gut in der praxis mal umsetzen. dann bekommen die schüler ein gutes gefühl für die komplexität der aufgabe.

      06.02.2013, 16:35 von Lichtspiel
    • 0

      ..und es hängt auch sehr viel vom Lehrer ab. Auf Langweiliger Powi-Lehrer folgt keine Diskussionen. Auf guter Powi-Lehrer folgt viele Diskussion und man beschäftigt sich auch direkt mit den Themeninhalten und aktuellen Geschehnissen in der Politik. 

      06.02.2013, 16:38 von anti-cyclic
    • 1

      ... naja aber wenn ich sehe, dass kinder bis heute in der grundschule nicht explizit lernen WIE man lernt, welche effektiven lernmethoden es z.B. gibt, dann wundert mich gar nix. dabei ist das z.B. eine ganz wesentliche fähigkeit, die man ein leben lang braucht.

      06.02.2013, 16:41 von Lichtspiel
    • 0

      Da kann ich Dir nur zustimmen. 

      06.02.2013, 16:44 von anti-cyclic
    • 0

      das ist z.B. etwas, dass ich nie kapieren werde. ganz klare basics, die schülern viel mehr spaß am lernen erhalten würden. die wirkung würde sich bis zur ausbildung und studium fortsetzen. und der aufwand, so ein unterrichtsfach in der grundschule einzuführen wäre gering.

      06.02.2013, 16:46 von Lichtspiel
    • 0

      Liegt vielleicht an der Wahl der Kultusministerin? Ich kenne einige Lehrer, die am liebsten Drohbriefe an das Kultusministerium schreiben würden. 
      Schule ist ja immer noch Ländersache. 

      06.02.2013, 16:52 von anti-cyclic
    • 0

      ich glaub fast eher, dass sich die bildungswissenschaftler und poltiker lieber in ideologischen grabenkämpfen verausgaben, anstatt einfach mal pragmatisch an die sache ranzugehen.


      wenn ich sehe, dass jungs mittlerweile wirklich bildungsverlierer sind und auf dem altar von ideologischen bildungsfloskeln eiskalt geopfert werden, dann bin ich nur noch sprachlos.

      06.02.2013, 16:54 von Lichtspiel
    • 0

      Bei vielen Jungs fehlt einfach Fleiß und Lerneifer - bei vielen Mädchen aber auch! Was wiederum darauf zurückzuführen ist, dass Schüler nicht gelernt haben, richtig oder für sich selbst effektiv zu lernen.

      06.02.2013, 17:02 von anti-cyclic
    • 0

      fleiß und lerneifer fehlen? - das ist ein typisches pauschalurteil, von feministinnen in die welt gesetzt (so a la frauen sind die besseren menschen). es ist ja auch mittlerweile bekannt, dass lehrerinnen jungs schlechter benoten, einfach weil sie jungs sind (unbewusst)


      klar, wenn man unterricht auch 8 stunden sitzend macht, verlieren die jungs die lust. die brauchen bewegung, lernen gerne in der praxis, beim ausprobieren, nur wird der umstand völlig ignoriert - eben nicht jungen-gerecht.

      da ist doch die frage: wird der unterricht kindgerecht gemacht - den spezifischen anforderungen für jungen und mädchen angepasst, oder stutzt man die kinder für den unterricht zurecht.

      06.02.2013, 17:09 von Lichtspiel
    • 1

      Samma Lichtspiel...

      Keine Diskussion ohne Verweis auf die Genderdebatte...

      :D

      Solange 'Gymnasiast' noch als 'elitär' angesehen und abgegrenzt wird und 'Hauptschüler' als Nulpe hat dieses Land andere Probleme bezgl. 'Bildungsverlierer'...

      06.02.2013, 17:14 von sailor
    • 0

      »Bei vielen Jungs fehlt einfach Fleiß und Lerneifer«

      Was für eine schöne Nebelkerze...

      06.02.2013, 17:15 von sailor
    • 0

      Bei vielen Jungs fehlt einfach Fleiß und Lerneifer - bei vielen Mädchen aber auch!

      06.02.2013, 17:16 von anti-cyclic
    • 0

      Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. 

      06.02.2013, 17:17 von anti-cyclic
    • 0

      ich kann lesen :-P


      ich bin da anderer ansicht. nicht der fleiß fehlt, sondern oft die motivation. wenn man viel mit kindern zu tun hat merkt man schnell: kinder sind von haus aus, neugierig, wissbegierig, haben einen natürlichen spieltrieb und bewegungsdrang. wenn der fehlt, dann läuft etwas schief - bei erziehung, in der schule.

      06.02.2013, 17:20 von Lichtspiel
    • 0

      "Was wiederum darauf zurückzuführen ist, dass Schüler nicht gelernt haben, richtig oder für sich selbst effektiv zu lernen."


      06.02.2013, 17:31 von anti-cyclic
    • 0

      Und das liegt - da stimm ich dir zu - an Erziehung und Schule.

      06.02.2013, 17:32 von anti-cyclic
    • 0

      das aber ist doch genau aufgabe der schule. das ist ja fast so, als wenn ich einem fahrschüler einen schwierigen slalomparcours als aufgabe gebe, aber ihm nicht zeige, wie man richtig fährt.

      06.02.2013, 17:36 von Lichtspiel
    • 0

      Ihr dreht euch im Kreis und seit dazu noch einer Meinung...

      Ich neige zur Redundanz und außerdem wiederhole ich mich oft...

      06.02.2013, 17:39 von sailor
    • 0

      Da kann ich leider nichts dran ändern. Ich hab mir einfach selbst geholfen.

      06.02.2013, 17:40 von anti-cyclic
    • 0

      @sailor

      Ihr dreht euch im Kreis und seit dazu noch einer Meinung...

      ... manchmal brauchts ein kreis mehr, um anzukommen. ich hoffe der speicherplatz auf dem server gibt das noch her.

      06.02.2013, 17:43 von Lichtspiel
    • 0

      Wenn ich nicht mehr weiter weiß, bild' ich einen Arbeitskreis...

      06.02.2013, 17:46 von sailor
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