Illusionsfabrik 14.08.2012, 19:22 Uhr 0 0

185 Tage.

Es herrscht kein Krieg.

Südasien.

Markus.S war 19 Jahre und 33 Tage alt, als er in der brüttenden Hitze, den Staub der öde wirkenden Berge einatmete, die sich um ihn herum zum Himmel türmten.

1 Meter x1.80 Meter, mehr Platz hatte er nicht, mehr Platz sollte er auch nicht haben. Es wurde von ihm erwartet in dieser ausgehobenen Mulde zu schlafen, zu essen und Stellung zu halten.

Es war der vierte Tag den er dort verbrachte.

Sein Gesicht, es wirkte ausdruckslos und leer, sein braunes Haar, war vom Staub und der strahlenden Sonne verbleicht. Seine Lippen spröde, seine Haut verbrannt. Viel nachdenken tat er nicht mehr.

Seit Tagen trachteten sie nach seinem Leben, er hat sie noch nie gesehen und sie haben ihn noch nie gesehen. Aber sie stehen in Kontakt.

Markus.S war 18 Jahre und 190 Tage alt, als er in dieses Land kam, er kannte dieses nicht, doch er war überzeugt das Richitge zutun.

Er wusste nicht wie viele Menschenleben er beendet hatte, wann sah und hörte er diese denn schon?

450 Meter war er von ihnen entfernt.

Er hat sie noch nie gesehen und sie haben ihn noch nie gesehen. Aber sie stehen in Kontakt.

Es ertönte ein lauter Knall, ein Echo, reflektiert durch die kargen steinigen Berge. Er duckte seinen Kopf.

Sie trachteten nach seinem Leben.

20 Meter von ihm entfernt gab es einen ohrenbetäubenden Einschlag an der Bergwand. Steine rollten herunter. Es war nur ein leichter Einschlag, im Vergleich zu vorherigen Angriffen. Er dachte nicht darüber nach, er hat es schon lange automatisiert, sein Gewehr brachte er in den Anschlag. Er visierte die nähere Umgebung, versuchte den Ursprung des lauten Knalls zu lokalisieren und drückte ab.

Er hat sie noch nie gesehen und sie haben ihn nie gesehen. Aber sie stehen in Kontakt.

Markus.S blendet den Krieg aus.

Markus.S war 19 Jahre und 10 Tage alt, als sein Körper die Transall in Richtung Europa betrat.

Er kam nicht zurück. Markus.S blieb in diesem Land.

Mitteleuropa.

Mit 21 Jahren und 13 Tagen nahm Markus.S sich in seinem Jugendzimmern ,bei seinen Eltern, das Leben.

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