Heike-Franke 16.08.2011, 20:55 Uhr 24 13

Wie viel Authentizität vertragen wir?

Authentizität. Überall wird sie herbeigerufen, eingefordert, gar eingeklagt.

Ob im Privaten, im Beruf oder als Unternehmen – jeder und alles soll authentisch sein. Schön und gut, aber wie viel Ehrlichkeit vertragen wir überhaupt?

Ich bin ein Verfechter der Ehrlichkeit. Immer schon gewesen und werde es bleiben. In der Vergangenheit hat mir das nicht unbedingt nur Pluspunkte eingebracht. Immer raus mit der Wahrheit heißt eben leider auch, dass Unbequemes, Unschönes ans Tageslicht gelangt. Und wer kann das schon gut verkraften? (Mir selbst fällt es bisweilen auch nicht gerade leicht.)

Aber jetzt ist das ja anders. Schließlich sind wir im Zeitalter der Authentizität angekommen. Sogar in Fachartikeln zu Social Media Strategien – also z.B. der Präsenz eines Unternehmens auf Facebook und Twitter – wird man mit mehreren Ausrufezeichen aufgefordert, „zeigen Sie die menschliche Seite Ihres Unternehmens, seien Sie authentisch“. Wenn das also sogar für das Geschäftsleben gilt, dann doch erst recht fürs Private, oder?

Nun denn, könnte man sich sagen, immer raus mit den Ecken und Kanten. Lasst die Monster frei. Zeigt auch das hässliche Gesicht. Spielt mit den Dämonen fangen, und schickt die blinde Kuh in den Ruhestand. Oder doch lieber nicht?

Ich habe es ausprobiert. Hier, in diesem Blog. Habe von dem geschrieben, was mich tief innen bewegt, auch dem, was mir Angst macht, mir den Schlaf raubt. Habe gewagt zu sagen, dass das Leben nicht immer ein rauschendes Fest ist. Das Partyhütchen abgesetzt, das Glitzerpulver versteckt, die Musik abgestellt, das Licht ausgemacht... Und die Zeche gezahlt.

Von „ich lese deinen Blog nicht mehr, weil mich das zu sehr belastet“ bis hin zu „das kann man doch auch heiter schreiben“ reichten die Kommentare – im Freundeskreis wohl gemerkt. Von Menschen, die mich nicht persönlich kennen, kamen einfühlsame, warme Worte. Was aber soll man nun daraus schließen?

Vertragen wir vielleicht nur ein gewisses Maß an Authentizität? Können wir etwa der Wahrheit nur in homöopathischen Portionen ins Gesicht sehen?

Wir alle haben von allem und jedem eine Vorstellung, eine Erwartungshaltung, gespeist aus unseren Erfahrungen und Beobachtungen. Manchmal ist es auch ein Wunschdenken, das so groß und mächtig ist, dass wir es für die Realität halten. Je mehr wir von jemandem oder von einer Sache wissen, desto besser meinen wir, ihn oder es zu kennen und umso detaillierter ist unsere Erwartungshaltung. Hand in Hand damit geht allerdings leider auch unser Vermögen, enttäuscht zu werden.

Authentizität vertragen wir also immer nur in dem Maß, in dem das, was sie enthüllt, unserer Erwartung entspricht.

Heißt das nun im Umkehrschluss, dass wir unsere Ehrlichkeit dosieren müssen? Nein, ich glaube, Ehrlichkeit ist die Basis für Vertrauen und somit für jedes Miteinander. Wir müssen einfach besser lernen, mit Enttäuschungen umzugehen.

Noch besser wäre es natürlich, wenn wir einfach den Mut aufbrächten, uns aufeinander einzulassen. Zu akzeptieren, dass unsere Erwartungen dann und wann nur Hirngespinste sind. Dass wir nie alle Facetten des anderen kennen, egal wie viel Zeit und Leben wir schon miteinander verbracht haben.

Wenn wir es als Abenteuer begreifen würden, uns selbst nach fünfzig gemeinsamen Jahren Tag für Tag neu kennenzulernen, dann könnten wir uns wahrlich nahe kommen.

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24 Antworten

Kommentare

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    Meiner Meinung nach sollte man die Authentizität, wenn man als öffentliche Person auftritt, einfach ganz auslassen. Natürlich fließt immer etwas Persönliches mit ein aber man geht ja nicht bedingt in die Öffentlichkeit, um sein Tagebuch laut vorzulesen. Besonders in der Kunst sollte man sich bemühen, davon fern zu halten. Die wirkliche Authentizität sollte nur den Menschen vorbehalten sein, denen man sich privat öffnen möchte.

    20.02.2012, 23:45 von Kapitulationist
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    Soziales Miteinander verlangt die Lüge - oder sagen wir besser: das Befolgen gesellschaftlicher Normen und privater Kodizes.
    Selbst intimste Beziehungen (gerade die!) brauchen einen Verhaltenskodex.
    Wir wollen Authentizität nur so lange, wie sie unseren Erwartungen entspricht, ganz recht.

    23.08.2011, 23:47 von Varekes
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    Das Problem ist dass wir es gewohnt sind die Dinge verpackt zu bekommen. Ob es nun die Plastikfolie des Bonbons oder die Höflichkeit des Wortes ist, macht keinen Unterschied.

    Die Faustregel gilt daher: wir müssen unsere Inhalte an den Zuhörer anpassen, wenn wir erhört und verstanden werden wollen.
    Oder wir suchen uns andere Zuhörer.

    23.08.2011, 11:08 von SchwarzeLackstiefel
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    Im Übrigen lässt sich natürlich auch nachlesen, wie Authetizität definiert ist; http://de.wikipedia.org/wiki/Authentizit%C3%A4t

    22.08.2011, 20:37 von Heike-Franke
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      @Heike-Franke Meine liebe Heike,

      eine Definition, die das Wort "echt" beinhaltet, kündet zwar von einer Verbindung zwischen beiden Begriffen (welche ich nie bestritten habe), aber - gerade bei vielen weiteren Erklärungen - doch von einer graduellen Unterscheidung zwischen den Begriffen.

      Im Lexikon steht bei authentisch: verbürgt, echt, zuverlässig, glaubwürdig.

      In deiner Quelle steht u.a.: "Authentizität bezeichnet eine kritische Qualität von Wahrnehmungsinhalten (Gegenständen oder Menschen, Ereignissen oder menschliches Handeln), die den Gegensatz von Schein und Sein als Möglichkeit zu Täuschung und Fälschung voraussetzt."

      Warum wohl die vielen Worte, wenn authentisch einfach nur echt ist?

      Mit dem Wort geht immer eine Bedeutungswolke einher, auf die sich der Diskurs einläßt oder nicht, z.B. thematisch: in der Literatur bedeutet "authentisch" eben nicht "erlebt", sondern eher ganz besonders glaubwürdig hinsichtlich dessen, daß eine Geschichte echt wirkt (s. Authentizität - Rhetorik).

      Mich störte die einfache Gleichsetzung und Formulierungen wie "wird heute ... gleichgesetzt" - da wollte ich dir lediglich anhand des Diskussionsstranges zeigen, daß "wird heute" keine Aussage in einem offenen Diskurs ist. Und war dann der Böse für dich.

      Und jetzt mal ganz prakisch:

      Warum bemühst du den Begriff Authentiziät eigentlich, wo du hättest einfach Echtheit schreiben können?

      Hört es sich geiler an?
      Willst du provozieren? (Ziel erreicht)
      Willst du irgendwo anknüpfen, wo von Authentizität die Rede ist, um auf deinen Artikel aufmerksam zu machen? (Ziel erreicht)

      Die Wortwahl allein möchte Eindrücke erzeugen, manipulieren.
      Ist das echt?
      Ist das authenisch?
      ist das ehrlich?

      Und schlußendlich folgt mein Eindruck, der sich vorrangig in der Diskussion bestätigt.

      Du bevorzugst einfache Wahrheiten und die Holzhammermethode.

      Da behauptest mehrfach einfach, jemand "wolle andere Meinungen nicht akzeptieren", du schüttelst demonstrativ den Kopf, du bezeichnest andere Horizonte als beschränkt und redest von "Unhöflichkeit" (was ich bei aller Herumhackerei auf ehrlichem Hinausposaunen von Wahrheiten direkt witzig finde). Alles in allem bedienst du dich aller möglichen rhetorischen Mittel, dich ins Recht zu setzen und andere dumm zu machen. Nicht mal vor dem Begriff "pseudo-intellektuelle Masche" schreckst du zurück.

      Und letztlich und das ist, was echt nervt: du gehst überhaupt nicht auf Aussagen ein, sondern faßt user-Äußerungen pauschal zusammen, wertest Zustimmungen positiv und alles andere negativ.

      Wenn du noch ein Stück weit Ehrlichkeit besitzt, dann ändere das Wort Authentizität in deinem Text in Ehrlichkeit oder Echtheit um, statt Leute, die sich Gedanken machen hier zum Narren zu halten. Sollte dir bei dem Teekesselchen ehrlich-authentisch-echt ja nicht schwerfallen.

      Danke.

      23.08.2011, 03:03 von LudwigMartin
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    Noch etwas, weil mich das Thema eben interessiert.

    "Von 'ich lese deinen Blog nicht mehr, weil mich das zu sehr belastet' bis hin zu 'das kann man doch auch heiter schreiben' reichten die Kommentare – im Freundeskreis wohl gemerkt. Von Menschen, die mich nicht persönlich kennen, kamen einfühlsame, warme Worte. Was aber soll man nun daraus schließen?"

    Das ist in der Tat die Frage.
    Nur daß der Verweis auf die Authentizität / Echtheit / Echtheit m.E. recht kurz greift.

    Wer beschäftigt sich eigentlich mal ernsthaft mit der Frage (Frage an die Runde), wie diese Sachen von Gespräch, Telefonat, Brief, Email, Sammel-Mail, Blog, veröffentlichte Memoiren in ihrer Unterschiedlichkeit von Fremden und Freunden wahrgenommen werden?

    Ich bin als Freund mit einem Blog genauso adressiert (subjektiv sogar weniger) als Fremde. Ist das nicht eine Beleidigung von Beziehungsstatuten?

    Und als Fremder - warum sollte ich Kritik üben? Da ich den Blogger nich kenne, entscheidet Interesse und Desinteresse. Aber keine Story ist da zu krass, weil sie fremd genug ist.

    Während ein guter Freund sich vielleicht in einem Gespräch über schwere Angelegenheiten sehr verständnisvoll gezeigt hätte. Würde ihm das als Falschheit ausgelegt... ?

    22.08.2011, 01:30 von LudwigMartin
    • 0

      @LudwigMartin (lies mal mcluhan..)


      interessante fragestellung, ludwig. aber dazu müsstest du erstmal "freunde" definieren. ich würde zum beispiel behaupten, dass (oh-oh, vielleicht doch ein wenig zu weit ausm fenster gelehnt..) wir beide uns "näher"stehen, als so mancher online-"freund". sind wir deswegen befreundet?
      wäre ja eigentlich schön, wenn man die kiste mal umdrehen würde und nicht immer nur darüber lästert, dass online-freunde eh nix taugen.



      zweitens würde ich in die waagschale werfen, dass sowohl die botschaft (selektive infosuche, es melden sich eh nur "betroffene" oder "getroffene", kaum einer schreibt, dass es egal ist, obwohl das die mehrheit der rezipienten betrifft) als auch das medium ("heiße" vs. "kalte" medien, etcpp) das feedback und die feedbackkultur dermaßen beeinflussen, dass eine auswertung wohl erstmal nur unter qualitativen gesichtspunkten möglch wäre - und diese dann eben extrem verzerrt durch das übliche rauschen, sprich aussage gleich null.

      auf empirischer basis sind solche forschungen extrem schwer, weil es schon bei der definition der zugrunde liegenden konstrukte keine klare linie gibt, geschweige denn über valide messungsmethoden von kommunikationstiefe, - inhalt, -bedeutung etc.
      zudem dürfte mittlerweile das tempo der veränderung der kommunikations- und wissenschaftswelt (ui, these!) derart zugenommen haben, dass für solide modellierung und pretests gar keine zeit mehr bleibt, bzw. man einfach immer hinterherrennt, anstatt endlich mal maßstäbe zu setzen (hört man hier frustration raus?).

      22.08.2011, 16:03 von Kocmonabt
    • 0

      @Kocmonabt
      Momentan stehst du mir als hier einziger (und ich glaub, viele folgen nicht), der sich auf meine Fragestellung einläßt, sehr nahe. ;-)

      Aber es fällt mir schwer, Freunde zu definieren bei Menschen, die ich noch nie gesehen hab (Geistesverwandte aber schon).

      Ich denke, beide haben ihre Qualitäten, und ich vermute, daß die Nähe auf der einen Seite die Distanz auf der anderen Seite bedingt. Sprich: wir haben online eine große Freiheit, weil wir uns zurückziehen können, und können uns daher manchmal weiter öffnen. Im Beziehungsgeflecht mit Menschen, die man regelmäßig sieht (ja, das sind wohl die Menschen, von denen im Text die Rede ist, nicht von Freunden unbedingt), verändert eine starke Öffnung oft die Beziehung an sich.

      Muß man wissen, ob man das will.

      Ich wollte darauf hinaus, daß manch einer das evt. gewollt hätte, wenn er in einem exklusiven Gespräch die Öffnung erfahren hätte. Ganz plakativ: wenn eine gute Freundin aus dem Netz erfahren würde, daß ich in sie verliebt wäre...

      Ich denk da manchmal drüber nach, wenn ich etwas von mir und meinen Erfahrungen mitteilen will - und manchmal den kompletten Kommentar wieder lösche.

      23.08.2011, 02:08 von LudwigMartin
    • 0

      @LudwigMartin (lass mich das wort respekt einführen. und vielleicht parallelen, was das interesse an einer vielleicht auch erhitzten, aber niemals unfairen diskussion angeht.)


      das ist eine interessante fragestellung. wenn man kommunikation auf meinetwegen 10 dimensionen darstellen wollte, könnte man daneben die achse "minus gleich distanz / plus gleich nähe" legen und charakteristische matrizen / graphen über verschiedene medien zeichnen.


      ich denke aber auch, dass die "erwartete reaktionszeit" mit rein spielt. im "echten" leben muss man sofort reagieren, muss man sofort anteilnahme, verständnis oder vielleicht auch "nur" gesten zeigen, die dem sender verdeutlichen: hier kann ich mich öffnen. hier bin ich sicher, hier werde ich verstanden. die gesprächssteuerung (für beide seiten) ist kognitiv um so anstrengender, je ungewöhnlicher, je abweichender von der norm der inhalt/die form ist.

      meine these wäre, dass sich kommunikation über eben solche schwereren sachen (depressionen, schmerz, leid, tod, aber auch kompliziertere fragestellungen etc.) mehr in telemedien bzw. sogar zeitlich unabhängige medien verlagern. weil eben dort die kombination aus nähe und distanz, wie du es oben ansprichst, eine "billigere" öffnung und eine "billigere" reaktion ermöglicht (in "kognitiven kosten" gerechnet).



      und wenn ich mich insbesondere in meinem bekanntinnenkreis umschaue, ist die face-to-face-kommunikation hauptsächlich dazu da, sich und seine entscheidungen (seien es schuhkauf, mikropolitik oder partnerwahl) gegenseitig zu betätigen, sich motive zu erklären, motive anderer personen nachzuvollziehen undoder darüber herzuziehen.

      bei männern gehts tendenziell eher um ein gegenseitiges reiben, anstacheln, spiel (bei fraue auch, klar), pushen. da bleibt, vor allem in größeren runden (mehr als dreivier personen) gar keine zeit und muße mehr, auch mal kompliziertere themen anzusprechen. das könnte sich nach online verlagern, aber auch bedingen, dass sich solche themen weniger in die face-to-face-gespräche einschleichen und sobald man so etwas anbringt, die anderen in witze, ablenkungen oder wasweißicih flüchten.

      puh.

      23.08.2011, 10:15 von Kocmonabt
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  • 0


    Nur am Rande nochmal dazu:

    "Und wer meint, er müsse sich so vor der Öffentlichkeit schützen, dem fehlt doch nur das Selbstvertrauen, zu sich zu stehen."

    Du willst offensichtlich die Grenze zwischen privat und öffentlich abschaffen. Du weißt (noch) nicht, welchen Schaden die Öffentlichkeit anzurichten vermag. Und selbst, wenn dir alles egal ist, dann hängen irgendwann andere Leben daran.

    Hast du Kinder?

    22.08.2011, 01:07 von LudwigMartin
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  • 0

    lernen mit enttäuschungen umzugehn. guter satz

    20.08.2011, 14:00 von nana-o
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  • 0

    In diesem Artikel und den Kommentaren meine ich ein Nebelfeld zu erkennen das an den wahren vermutlich unerkannten unausgesprochenen Ursachen für diese Debatte, deutlich vorbeigeht.

    Es gibt kein unauthentisch kein unecht.

    Selbst jmd der krampfhaft versucht, sich aus Hollywoodfilmen abgekukkte Verhalten, coole Sprüche und sonstwas in seinen Alltag zu bringen, der ist echt, denn er ist so.

    Vllt meinst du einen bestimmten Grad an Raffiniertheit des Schaupspiels ab dem du/man sagen könnte "das ist doch jetzt affektiert / mir zu gestellt erscheinend" pp aber trotzdem wäre besagte Person dann ja so und völlig echt.

    Ich denke hinter dem Nebel steckt hier also eine moralische Frage " Ab wann darf ich mir/dir vorwerfen schlecht/scheiße/verurteilenswert zu sein ?"



    19.08.2011, 11:20 von Heartwriting
    • 0

      @Heartwriting Mir geht es um Ehrlichkeit.

      19.08.2011, 13:01 von Heike-Franke
    • 0

      @Heike-Franke Der Titel sollte sein: wie viel Ehrlichkeit vertragen wir?
      Authentizitaet und Ehrlichkeit sind nicht das Gleiche!

      19.08.2011, 13:13 von miss_mel
    • 0

      @miss_mel Authentizität wird heute mit Ehrlichkeit gleich gesetzt.

      21.08.2011, 10:06 von Heike-Franke
    • 0

      @Heike-Franke
      Waaaa!!!!!

      von DIR wird das gleichgesetzt. Schon hier wird klar, daß dir da kaum jemand folgt. Und glaub mir, offline ist das nichtt anders. Denn uns gibt es alle auch offline.

      Oder sind wir alle Dropouts in einer Heike-Franke-Welt?

      22.08.2011, 00:44 von LudwigMartin
    • 0

      @LudwigMartin @LudwigMartin: Offline habe ich zum Glück wenig mit Menschen wie Dir zu tun, die nicht akzeptieren wollen, dass nicht jeder ihre Meinung teilt. Und schon gar nicht mit solchen, die so unhöflich werden, wenn ihnen was nicht passt.
      Schade für Dich, denn so bleibt Dein Horizont doch sehr beschränkt.

      22.08.2011, 20:31 von Heike-Franke
    • 0

      @Heike-Franke böse böse

      23.08.2011, 03:05 von LudwigMartin
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  • 0

    Das Problem liegt doch darin, dass jeder nur eine Rolle spielt, in der er/sie sich gerne sieht. Das schließt Authentizität von vornherein aus.

    Viele Menschen würden wohl mit der Wahrheit kaum zurecht kommen. Nicht weil es düster oder traurig sein kann. Sondern weil es ihnen gnadenlos vor Augen führt, dass sie nicht im Entferntesten wissen, wer sie eigentlich sind.

    18.08.2011, 18:41 von schnelleralsderwind
    • 0

      @schnelleralsderwind Kann ich nciht nachvollziehen, schnelleralsderwind. Ich weiß genau, wer ich bin und spiele keine Rollen. Und damit bin ich - zum Glück - nicht allein auf der Welt.
      Allerdings gebe ich Dir recht, dass es einige Menschen gibt, die sich wohler damit fühlen, jemand zu sein, der sie nicht sind. Meiner Erfahrung nach wissen aber auch die meist ganz genau, wer sie sind.

      18.08.2011, 19:05 von Heike-Franke
    • 0

      @Heike-Franke »und spiele keine Rollen.«

      Jeder spielt zwangsläufig Rollen.
      Das geht gar nicht anders.

      19.08.2011, 10:28 von sailor
    • 0

      @sailor "Ich weiß genau, wer ich bin und spiele keine Rollen.

      Ach, Jungs. Vielen Dank für eure Kommentare - und ich war schon ganz neidisch, dass sie genau weiß, wer sie ist. :D

      19.08.2011, 12:29 von Jackie_Grey
    • 0

      @Jackie_Grey Ich muss nicht Rollen spielen, um mich weiterentwicklen zu können. Und es ist dabei sehr hilfreich, genau zu wissen, wer man ist.

      @koko: Du kannst mich damit übrigens nicht ärgern. Das würde vermutlich dann funktionieren, wenn ich nciht in mir ruhen würde. Ich wünsche Dir, dass Du das für Dich auch noch erreichst. Es ist ein schöner Zustand.

      19.08.2011, 13:00 von Heike-Franke
    • 0

      @Heike-Franke Echt?....hmm...hypoaktiv..weiß nicht. Empfinde ich nicht als erstrebenswert. Ich habe dann immer Angst, ich schlafe gerade in mir ein. Und dann werde ich unantastbar. Und muss meinen Malkasten abgeben. Das will ich nicht.
      Ich mag die Abwechslung in mir.
      Sie sorgt für Abwechslung um mich.
      Und Ich will mich auch nicht küssen (bäh!)
      Es reicht, wenn ich mit dem Mann befreundet bin, der mein Leben lebt.
      Abenteuer aus Sturm und Impuls und mit Blick zu Boden im inneren Kreis sein sollten sich abwechseln.
      Bist Du gar nicht mehr neugierig auf Dich?
      Mach ich Dich gar nicht unruhig? Kein bisschen Puls? ("Koko, sei still")
      Jetzt?
      Natürlich. Ich kommentiere gerade Deinen Text und Deine Statements. Damit dürfte jetzt, wo Du das hier liest Dein Puls etwa 10-15 Schläge erhöht sein, Deine Pupillen leicht geweitet, Blutdruck erhöht, Adrenalin.
      (Koko!!)
      Mit Ruhe geht das gar nicht, was Dein Körper gerade mit Dir macht. Und ich habe ja noch nicht mal geflirtet :-) ("Kokooooo!! Ab!!")

      ..verzeih..aber siehste!!..das meine ich...wenn auf dem Jahrmarkt das Brausepulver verschenkt wird..



      19.08.2011, 13:52 von Kokomiko
    • 0

      @Kokomiko Koko, ich schüttele einfach nur den Kopf über Dich. In sich zu ruhen bedeutet doch nicht, dass es keine Abwechselung und keine Neugier mehr gibt. Ich glaube, Du musst noch viel lernen. Und ich glaube, Du hast einfach nur Spaß daran zu provozieren. Du inszeniertst Dich hier als Bad Boy, und das mag ja auch des Öfteren funktionieren. Bei mir, sorry, leider nicht.

      21.08.2011, 09:57 von Heike-Franke
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    Authentisch heißt nicht unbedingt ehrlich. Ein von Natur aus notorischer Lügner ist eben authentisch, wenn er lügt; und ein Charmeur macht Komplimente, auch wenn diese mit der Realität nicht viel zu tun haben.
    Authenzität beudeutet doch eher, so zu sein wie man ist und sich nicht zu verstellen... Lieber ein A****loch, das dazu steht als der Wolf im Schafspelz. Ob das allerdings viel mit der gesellschaftlich gefoderten Authenzität zu tun hat, ist fraglich. Da wird der Begriff wohl eher mit Angepasstheit verwechselt. Menschen ängstigen sich wohl vor der Komplexität anderer. Es ist eben einfacher, in Gruppen zu kathegorisieren und am eifachsten eben, wenn jemand den vorgegebenen Normen und Werten entspricht.

    18.08.2011, 14:05 von Larettana
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