Wie oft noch?
Schon so lange wird diskutiert und nie etwas getan. Jetzt ist es Zeit, die katholische Kirche zu stellen.
Seit Anbeginn der Zeit glauben die Menschen an etwas Höheres - an Götter, Könige und Herrscher und natürlich an die Kirche. Besser gesagt man muss seit jeher glauben. Aber ist die Kirche, speziell die katholische Kirche, wirklich „rein und gut um einen unerschütterlichen Glauben zu verdienen oder ist die Kirche nur eine Gemeinschaft lauter Scheinheiliger?
Seit Jahrhunderten werden junge Männer gleich nach ihrem Studium zur absoluten Askese gezwungen, um die Reinheit der Kirche zu wahren. Aber wie man vermehrt in den Nachrichten hört und auch liest, versagt genau dieses System auf schlimmste Weise. Verbietet man Männer eine Frau zu berühren, nicht auf freundschaftliche Weise, werden sich einige mit sich selbst begnügen bzw. andere ihre Menschen im Umfeld für ihre Befriedigung „benutzen“. Damit werden gezielt wird die vielfachen sexuellen Übergriffe auf kleine Kinder, Ministranten, angesprochen.
Natürlich hat die Kirche bei Aufdeckung eines solchen Vorfalls vorgesorgt: Für den Fall, dass ein Geistlicher die Lust „überkommt“, gibt es seit den 1950er Jahren eine Art Kodex, der vom damaigen Papst höchstpersönlich in Auftrag gegeben wurde. Dieser Kodex besagt, dass bei einem derartigen Vorfall absolute Verschwiegenheit oberste Priorität sei. Um das Schweigen zu wahren werden misshandelten Kindern meist Geld als „Entschädigung“ angeboten oder ihnen wird eingeschärft, dass sie selbst Schuld haben und es nur Gottes Wille wäre.
„Gott“ wird also als Vorwand benutzt, und das nicht zum ersten Mal („Heiliger Krieg“ etc.). Und in den Augen der Kirche sind Homosexuelle, sexuell aktive Unverheiratete und Abortionsbefürworter Sünder?
Die Kirche kehrt einfach alles Menschliche, insbesondere den Sexualtrieb der Menschen, unter den Teppich und meint im Ernst, dass auch nur irgendjemand glaubt, dass Männer ihren natürlichen sexuellen Trieb unterdrücken können.
Es ist traurig, dass für eine solche Vorheuchelung falscher Tatsachen kleine unschuldige Kinder leiden müssen. Dadurch entsteht nur Hass und Hass erzeugt bekanntlich Gegenhass. Jegliches Handeln der Kirche beeinflusst unser alltägliches Leben und diese Lügen vergiften unseren Glauben an Gott.
Hunderte von unschuldigen Kindern wurden alleine in Österreich von Geistlichen vergewaltigt oder sexuell missbraucht. Viele melden sich erst heute, Jahre danach, meist wenn die Tat gesetzlich schon verjährt ist, zu Wort und erzählen ihre schockierenden Erlebnisse. Sie schämten sich einfach zu sehr oder hatten einfach nur pure Angst. In einem Interview erzählte eine Frau, sie musste viel zu oft mitansehen wie der ansässige Pfarrer im Beichtstuhl masturbierte. Genau dieser Frau wurden danach Schläge von ihren erziehenden Nonnen angedroht, wenn sie jemals darüber ein Wort verlieren würde.
Kindermisshandlung alleine ist schon schlimm genug, aber psychologischen Druck von Dritten auch noch ausgesetzt zu werden, ist das schlimmste Trauma für ein Kind. Anstatt zu handeln werden diese Kinderschänder auch noch von der „Heiligen Gemeinschaft der Kirche“ geschützt und somit auf gewisse Art unterstützt. Aus diesem Grund wird auch nur selten ein solcher Fall entdeckt bzw. die Öffentlichkeit davon in Kenntnis gesetzt. Man glaubt, die wenigen publiken Fälle sind schlimm genug, aber die Dunkelziffer steigt von Tag zu Tag ins Unermessliche und jeder der davon in Kenntnis ist, schweigt.
Als würde das Schweigen helfen, als würde es alles nichtexistent machen, als würde davon ein Kinderlachen zurückgebracht!
Der Kirche nach, kommt man nach dem Tod entweder in den Himmel oder in die Hölle. Aber warum erleben dann durch Geistliche viele Kinder die Hölle auf Erden. Merken diese Menschen nicht, dass sie damit die Seele eines unschuldigen Kindes einfach töten? Dass dadurch die Opfer vermutlich nie mehr wirklich glückliche Menschen werden können, sie werden vielleicht nie Liebe erleben, nie unbesorgt spielen oder Vertrauen zu anderen Menschen fassen können.
Und das alles nur, wegen einem kurzen sexuellen Kicks?
Die Kirche ist schon lange kein Ort der Zuflucht mehr. Es ist ein Gefängnis aus lauter Regeln und Drohungen. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, unterstützt es auch noch diese Menschen bzw. macht sie zu diesen „Monstern“. Es ist klar, dass viele Männer den psychologischen Druck der erzwungenen Askese nicht aushalten und irgendwann ihrer Lust nachgehen, leider zu oft auf abscheuliche Art und Weise.
Es ist keine Entschuldigung für diese kranken Menschen, aber wenn man das gegenwärtige Gute im Menschen einbezieht, kann man nur auf den Schluss kommen, dass Triebtäter immer nur durch Beeinflussungen des Umfelds zu sexuell abartigen Monstern sprichwörtlich „konvertieren“.
Vielleicht wäre unter anderen Umständen ein perverser Priester ein glücklicher Familienvater geworden.
Ich verurteile diese Menschen nicht von vornherein, aber ich verabscheue sie dafür umso mehr. Gerade Autoritätspersonen, die Kinder schützen sollten, nutzen dieses Vertrauen aus und gehen einfach ohne Bedenken ihren animalischen Trieben nach. Rund 90 Prozent der Männer haben kranke Sexfantasien, trotzdem verwirklichen nur ein kleiner Bruchteil diese. Im Grunde ist es nicht verwunderlich, dass ein so großer Teil davon Geistliche sind - dafür umso trauriger.
Tja wie sagte schon Heinrich Böll: „Schweigen ist ein Argument, das kaum zu widerlegen ist.“ - im positiven sowie im negativen Sinn.






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