init-admin 30.11.-0001, 00:00 Uhr 0 1

Wie macht man eigentlich... Armdrücken?

GENE CAMP (63) weiß, beim Armdrücken kommt es mehr auf Technik als auf Muskeln an. Vor 29 Jahren gründete er die New York Arm Wrestling Association.

Die Kraft
»Man muss weder besonders groß noch schwer sein, um ein guter Armdrücker zu werden. Sogar Frauen können Männer besiegen. Es hilft allerdings, große Hände zu haben – wenn du die Hand des Gegners umschließt, kannst du ihm das Handgelenk eindrehen und ihn in einen ungünstigen Winkel bringen. Abgesehen davon braucht man vor allem kräftige Unterarme und Hände. Die bekommt man durch Training mit einem Gummiband und einem Handexpander. Am besten zwei-, dreimal die Woche jeweils ein paar Minuten vor dem Fernseher trainieren. Vor einem Kampf muss man unbedingt die Armmuskeln aufwärmen: ein paarmal beugen und strecken, dann den Arm in einen Pulli einrollen und warm halten.«

Die Technik
»Die meisten Kämpfe entscheiden sich in den ersten zwei Sekunden. Deshalb haben reine Kraftmeier keine Chance – nur wer die Tricks kennt und dazu noch schnell ist, kann gewinnen. Stell dich breitbeinig auf, nimm den Arm mittig vor deine Brust. So hast du den größten Hebel. Zieh den Arm des Gegners ein Stück zu dir heran, dann hat er es schwerer. Diese Technik nennen wir im Profi-Armwrestling ›Over the Top‹. Daher kommt auch der Name des Armdrückerfilms mit Sylvester Stallone. Dreh seinen Arm ein und zieh ihn in deine Richtung. Und quetsch seine Hand zusammen, damit er den Griff nicht mehr halten kann. Versuch, kurzen Prozess zu machen. Auf Zeit spielen bringt nichts, dann reicht deine Kraft vielleicht nicht mehr für den nächsten Gegner.«

Die Tricks
»Psychologische Tricks sind genauso wichtig wie Kraft und Technik. Schau dem Gegner tief in die Augen und zieh die Augenbrauen bedrohlich zusammen. Das hört sich vielleicht lustig an, es klappt aber wirklich. Bevor es losgeht, mach ihm ein bisschen Angst. Etwa so: ›Hey, ich mach dich gleich fertig!‹ Das schüchtert nicht nur den Gegner ein, sondern ist auch noch unterhaltsam für die Zuschauer. Und wenn das Publikum erst mal auf deiner Seite ist, kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen.«

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