Wege zum Punk
Ein Workshop soll Schülern helfen, die passende Subkultur zu finden.
Es ist schwer, Punk zu sein. Darf man jetzt »Danke« sagen für den geschnorrten Euro? Und wofür steht überhaupt das A auf der Lederjacke? Nicht besser geht es Nachwuchs-Hip-Hoppern: Schnell gilt als uncool, wer die Hose zu hoch zieht. Zumal in der Ära Tokio Hotel alle von allen Trends ein bisschen klauen. Dabei können Zugehörigkeit und Abgrenzung der Identitätssuche gut tun. So sehen es auch die Macher des Projekts »Culture on the Road«, die vor allem an Schulen in den neuen Bundesländern Workshops über Subkulturen veranstalten. »Streetdance«, »Techno«, »Gothic/Gruftie «, »Punk«, »Slam Poetry« oder »Hip-Hop« heißen die Unterrichtseinheiten. Der Ratgeber der Subkulturen soll den Schülern Alternativen zur rechtsradikalen Szene zeigen und wird vom Familienministerium unterstützt. Fragt sich, ob im Punk-Theorie-Unterricht auch Sätze wie die des Dead-Kennedys-Sängers Jello Biafra gelehrt werden: »Wir wollten damals gerade nicht Teil irgendeiner fucking school sein«, sagte der, »sondern wir wollten es den Scheißlehrern zeigen und die ganzen gottverdammten Schulen in die Luft sprengen.





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