klaragreen 25.04.2012, 20:54 Uhr 0 0

Vom Weilen in der Meile

Ich nehm' mal das Ende vorweg: Es gibt ein happy end!

Langsam durchdringt die Zeit meine asphaltierten Moleküle.

Das sieht ungefähr so aus, als würde Jabba de Hut durch ein großmaschiges Sieb tropfen: langsam, stetig und es kommt viel Mist dabei raus.
Irgendwer muss diesen Mist jetzt wieder aufräumen, gibt doch in diesem Ämterstaat immer einen, der für den letzten Spuckerest noch zuständig ist. Stell dir vor, eines Tages kommen Aliens, Marsmenschen, grüne Leute oder wie du sie sonst noch nennen willst, auf unsere Erde und das erste was sie sehen sind zwei Geschöpfe, und das eine trägt dem anderen die Scheiße hinterher.
Na, wer wärst du lieber?
Ich glaube mit dieser Geste wäre den A's (Aliens!) gegenüber noch nicht alles verloren, aber dann; Wird der Plastikbeutel mit der Scheiße drin auf den Grünstreifen geworfen. Yeah, Glückwunsch! Sei dir sicher, jeder einzelne hier auf dieser Welt repräsentiert die Menschheit, und würden die Aliens davon ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit der Zerstörung der Erde antiproportional ist zum herrschenden Intelligenzquotienten:
 wir wären tot.
Mausetot.Lausetot. 
Doch rufen wir uns etwas zurück auf den Schirm, dass uns Trost spendet:
Es trifft immer die Anderen, mich nicht, dich nicht. Den Kerl da hinten vielleicht schon, aber wir beide sind safe. Sagt man doch so oder?
Lernt man denn gar nichts aus der heutigen Mediengesellschaft?
In jedem Film, in dem sie versuchen, etwas "safe" zu machen (Bsp: per Safe, per Leibwache, per Bulldozer etc etc etc), gelingt es nicht.
Wie oft soll man es dem Fernsehvolk denn noch eintrichtern: Mauer dich ein, der Tod findet dich so oder so.
Ob auf so irrealistische und ungenügende Weise wie in Final Destination oder nicht, bestimmt jemand anders. Zufall, Gott, Schicksal. Juckt mich alles nicht, ich wasche meine Hände in Unschuld. Schwer heutzutage, und selten, dass man auf Leute trifft die bezüglich eines Themas diese Aussage tätigen. Wir sind doch eigentlich immer für alles mitverantwortlich: Stichwort Griechenland oder im Nahen Osten.
Klar, wir stehen da nicht mit auf dem Spielfeld, und viele sind dafür sehr dankbar, aber irgendwie wird uns stetig gepredigt, dass wir ein kleines Stück der Verantwortungspizza gegessen hätten. 
Ich weiß nicht, so schwer, die Gesamtsituation zu akzeptieren und mit pragmatischem Ausdruck in den zerrissenen Mündern die besten und vor allem schnellstmöglichen Lösungen zu finden, stelle ich mir das gar nicht vor.
Zwischen Schuhen, Selbstdialogen und einem plötzlichen Klimax der Weltannäherung kommt dann der klare Augenblick.

Ich kann verwirrt nicht denken und da ich ewig verwirrt sein werde, weil das alles unbegreiflich ist, kann ich auch ewig nicht denken, sollte es somit auch gar nicht erst praktizieren und damit kommen wir zum happy end.



Tags: Verwirrung, Gedankenbrei, Einheit, Chaos
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