Vom Jäger und dem Bär
Es war einmal ein Bürohengst, der um sich von seinem beschissen langweiligen Alltag abzureagieren, den Jagdschein machte
und von da an die Wälder rund um Hasslach unsicher machte und, weil er das mit der Hege nicht so ganz verstanden hatte, alles abknallte, was ihm so vor die Flinte kam. Eines Tages rief ihn ein befreundeter Jagdkollege aus Schleswig-Holstein, mit dem er in dessen Grund, aus Mangel an Wild in seinem eigenem, schon des öfteren auf die Pirsch gegangen war, an und berichtete von einer geplanten Waidfahrt nach Alaska und fragte ob er nicht mitkommen wolle. Ein anderer Jäger hatte abgesagt und nun war noch ein Platz frei geworden. Der Hengst war sofort Feuer und Flamme. Denn immer nur Hasen, Rehe und ab und an einen Keiler zu schießen, schien seinen Fähigkeiten als Schütze ja nun wirklich nicht gerecht zu werden. Das große Abenteuer rief und so ein Elchkopf würde sich doch auch ganz gut über dem Kamin machen. Das wichtigste aber war, dass er die Geschichte über den Kampf mit dem Großwild und das Erlegen desselben in seinen Erzählungen so aufbauschen konnte, dass ihm endlich der nötige Respekt und die anerkennende Bewunderung seiner Zuhörer zu teil werden würde, die sie bisher so schrecklich vermissen ließen und die sich gelangweilt abwendeten, wenn er von seinen Heldentaten aus dem Wald erzählte.
Er nahm also seinen Jahresurlaub, fuhr nach Hamburg und flog von dort mit den anderen Männern über den großen Teich nach New York. Von da nach L.A. und von dort in einer kleineren Maschine weiter bis nach Anchorage. Die Gesellschaft mietete ein Boot und fuhr den Yukon hinauf, dem Polarkreis entgegen bis zu einer Blockhütte, die als Unterkunft dienen würde. Sie richteten sich zwischen den Wänden, die über und über mit Trophäen bestückt waren, ein und aßen zu Abend. Hier würde er das bekommen was er wollte, dachte er zwischen zwei Kaubewegungen auf seinem Bett sitzend und vergaß dabei die Strapazen der bisherigen Reise, die ihm als Büromenschen am meisten zu schaffen machte. Das versprachen die Wände überschwänglich und über dieses Versprechen legte er sich schlafen und schlief selig ein.
Am nächsten Morgen starteten sie bereits in aller Frühe zu einer ersten Erkundungstour. Unter Waffen lachten sie sich dumm und dusselig über das Bären-Abwehr-Spray, dass sie in einem Anglergeschäft in der Stadt gesehen hatten. Da Weglaufen bei einem Bären wahrlich wenig Sinn macht, sollten sich die überraschten Angler laut Bedienungsanleitung mit dem Spray im Anschlag auf den Rücken legen, tot stellen, den Bären rankommen lassen und ihm wenn er nicht abließ und sie umdrehte, eine Ladung davon in die Augen sprühen. Der größte Witz war, dass man sich, wenn man dabei die Windrichtung nicht beachtete, das Zeug selber in die Augen sprühte und dann selber kampfunfähig wurde. Mit der Zeit wurde das Laufen anstrengender und verschloss nach und nach die Münder der Jäger.
Die Pirsch langweilte ihn. Sie machten hier und da einige Fährten aus. Diese waren aber von Niederwild, es war keine größere Beute auszumachen. Bis zum späten Nachmittag hatten sie, außer einem Weißkopfadler der ihnen von hoch oben hämische Schreie zuwarf, noch nicht ein Tier zu Gesicht bekommen und somit hatte noch keine einzige Patrone den Lauf seiner Waffe verlassen. Auf dem Weg zur Hütte, ließ er sich entmutigt etwas zurückfallen. Als die anderen fast außer Sichtweite waren, raschelte es in einiger Entfernung im Unterholz. Er spitze die Ohren. Wieder ein leises Knacken. Diesmal schien es aus der anderen Richtung zu kommen. Er kniff die Augen zusammen und lugte angestrengt durch die einsetzende Dämmerung, konnte aber nichts erkennen, geschweige denn ausmachen um was für Wild es sich handelte und begann zu glauben, seine Wahrnehmung spiele ihm einen Streich.
Schon fast zum Abrücken bereit, verriet ein weiterer zerbrechender Zweig abermals die Anwesenheit eines Tieres. Er rieb sich die Augen und dann erblickte er ihn. Ungefähr in zweihundert Metern Entfernung schlich auf einmal ein Bär durch den Wald. Keine drei Sekunden später legte er an, zielte, schoss, der Bär fiel tot um. Auf dem Weg zu seinem Opfer musste er wegen einem umgefallenen Baum einen Umweg machen und verlor den Bären für einige Sekunden aus den Augen. An der Stelle angekommen wo der Bär hätte liegen müssen fand er nichts. Verdutzt schaute er sich um, raufte sich durch die Haare und schluckte einen spitzen Schrei herunter. Da tippte ihm jemand an die Schulter. Erschrocken drehte er sich um und da stand der Bär, den er eben noch tot gesehen hatte, quicklebendig und ihn voller Größe vor ihm.
„Sag mal, du weißt schon, dass man jetzt keine Bären schießen darf?“
Er war zu keiner Antwort im Stande.
„Ist nämlich gerade Paarungszeit und das ist auch dein jetziges Glück.“
Die gestammtelte Antwort ging im Brummen des Bären unter.
„Du bläst mir jetzt einen und dann darfst du gehen. Ansonsten zerfleische ich dich an Ort und Stelle. Und wenn du nochmal auf einen Bären schießt, wird es dir noch schlimmer ergehen.“
Unfähig vor Angst zu denken, tat er wie ihm geheißen und lutschte den Braunen bis er sich befriedigt in seinen Mund ergoß.
Auf dem Rückweg zog sich die Lähmung langsam aus seinen Gliedern zurück und er verfluchte den Bären, schrie Zeter und Mordio und das er es diesem Vieh noch heim zahlen würde.
In der Hütte saßen die Mitgereisten und waren die Vergnüglichkeit in Person. Auf die Frage ob er noch was gesehen hatte, verneinte er und verschwand schnurstracks in seinem Bett und versuchte das Geschehene zu vergessen.
Am nächsten Tag hatte sie in einem anderen Gebiet mehr Glück und erlegten gleich mehrere stattliche Hirsche. Ihm war aber nur ein häßlicher Fuchs vor das Visier gekommen, der auch noch auf einem Auge blind war. Er guckte sich den Abschuss an, bekam die Wut, stapfte in den Wald, irrte umher und da sah er ihn wieder. Der Bär putzte sich vergnügt das Fell, ungefähr an der gleichen Stelle wie gestern. Diesmal sind es nur hundertfünfzig Meter. Er legte an, zielte, schoss, Bär fiel tot um. Er kletterte über den Baumstamm, aber an der Stelle war wieder nichts als er dort ankam. Bevor das Tippen auf die Schulter kam, hatte er sich umgedreht und da war der Bär auch schon.
„Na Kumpel? Du weißt doch was los ist, nicht? Am besten drehst du dich schonmal um.“
Er dachte an die zweite Patrone im Lauf, aber Widerstand war zwecklos. Widerwillig drehte er sich um, ließ die Hose runter, verfluchte sich dafür doch kein Abwehrspray gekauft zu haben und der Bär fickte ihn so richtig durch, kam mit einem tiefen Seufzer, sprach seine Warnung und verschwand.
Der Hengst hatte die Faxen richtig dicke, wütete noch mehr als gestern und dachte sich:
Dieser Scheißbär! Das gibt´s doch gar nicht. Ich hab´ ihm erwischt. Zweimal. Verdammte Fickpisse. Wie geht das? Das kann doch nicht sein. Morgen geb´ ich´s ihm, falls ich ihn wiedersehen sollte. So wahr ich hier stehe! Kann mich doch nirgendwo mehr sehen lassen. Wo ist das große Tier, das du schießen wolltest, werden sie fragen. Das geht doch so nicht. Wie steh´ ich denn da? Oh ja! Morgen streck´ ich ihn nieder.
Sie zogen wieder los, aber auch diesmal hatte er kein Glück. Er trennte sich von der Gruppe, fest entschlossen den Bären umzunieten und ihm ein für alle Mal den gar aus zu machen.
Er wußte, wo er ihn finden würde. Er näherte sich unbemerkt auf hundert Meter, legte an, zielte, schoss, diesmal gleich zweimal, der Bär fiel tot um, blieb liegen und rührte sich nicht.
In Windeseile lief er zu seiner Beute, aus Angst, dass der Bär wieder verschwunden sein könnte. Aber als er ankam, stand der schon lässig mit gekreuzten Beinen und einer Pranke hinter dem Kopf an einem Baum gelehnt und fragte: „Sag mal Kumpel? Zum Jagen bist du aber nicht hier, oder?"






Kommentare
hahaha und ich dachte am Anfange: Sicherhier gehts jetzt um Mord und Tottschlag untereinander!
16.03.2011, 12:19 von FaradunaAber nee -Eine einzigartige Blowjob party :)
schuldsche aber sehr schlecht erzählt. also weeßte wie? verschachtelte schachtelsätze. sprünge zwischen mehrzahl und einzahl. fehler über fehler. nej. finsch nich jut
07.11.2009, 14:43 von Der_Misanthropaussadem is die pointe unlustich.
*Puuuust!*
03.10.2009, 21:06 von SonglineDER ist guut!
Ouuuh. Wen magst du denn nicht im Büro.
03.10.2009, 10:21 von quatzat:D
Saugut!
*smirk*
03.10.2009, 09:14 von RedSonja:D
hihihihi....
02.10.2009, 18:13 von frl_smilla