Patrick_Bauer 08.05.2006, 17:01 Uhr 0 1

Voll die Bibel

Eine neue Übersetzung der Heiligen Schrift ist »krass anders«.

Ein kurzer Bibelauszug. Apostelgeschichte 7, 49: »Der Himmel ist mein Chefsessel, und die Erde ist mein Kuschelkissen, auf das ich meine Füße legen kann.« Oder Matthäus 14, 14: »Die Menschen taten ihm (Jesus) total leid und darum heilte er mal eben alle, die irgendwie krank waren.« Und weiter, Matthäus 14, 15: »Abends kamen dann seine Leute zu ihm und meinten: ›Hey, Jesus, ganz schön spät geworden. Außerdem ist auch gar nichts los hier. Lass doch die Menschen gehen, damit sie sich bei McDonalds was zu essen holen können!‹« Der angehende Diplompädagoge Martin Dreyer hat mit der »Volxbibel« ein Übersetzungswunder vollbracht: voll im U-20-Jargon, natürlich von konservativen Kirchenleuten angefeindet und trotzdem erfolgreich. Im Januar musste der eigens gegründete Volxbibel-Verlag 35 000 Stück nachdrucken. Dreyer sorgt seit Jahren mit den »Jesus Freaks« für Schlagzeilen. Seine christliche Jugendbewegung nimmt ihren Glauben ernst – nur sich selbst wohl nicht. Die neue Schrift aber ist so obskur, dass man nicht recht an »Jesus’ fettes Comeback« glauben möchte – so heißt in der »Volxbibel« die Auferstehung.

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