Aerosmiths-Fan 02.12.2010, 23:29 Uhr 2 1

Vieles ändert sich. Man verändert sich. - Sie wurde am 16.06.2008 verändert.

Spiel. Kälte. Drehbuch. Schmerz. Film. Liebe. Fiktion. Wahrheit. Leben. Leiden. Realität. Angst.

Der Typ schleppt das Mädchen durch die Straßen. Er trägt eine Jeans, ein dunkles T-shirt und eine Lederjacke. Er gibt ihr immer mehr Alkohol und lässt sie an seiner Kippe rauchen. Wer weiß was da drin sein mag.

Ziemlich schnell, hat das Mädchen keinen Willen mehr. Fühlt sich wie ein Roboter. Wie eine Puppe, lässt sie sich weiter ziehen. Die Gedanken sind ausgeschaltet, als würde sie durch die Fäden eines Puppenspielers gelenkt. Alles was passiert, nimmt sie vollkommen wahr, kann aber nichts dagegen tun. Es kommt ihr vor wie ein Traum. Ein Traum, den man scheinbar unter Kontrolle hat, aber es stellt sich heraus, das man machtlos ist. Man träumt.

Die beiden klettern über einen Zaun, in einen Park. Alles ist dunkel, kaum Licht, grau. Hinter einer Statue hält er sie fest, drückt sie dagegen. Sie spürt seine Hände auf ihr. Jetzt sind sie nicht mehr nur Hände. Sie sind fast Klauen, die sie festhalten und nicht mehr los lassen.

 Fängt an, ihr die Kleider auszuziehen. Macht den Reissverschluss ihrer Hose auf. Er legt sie auf den Boden, ins Gras. Zieht seine Hose runter. Sie soll ihn anfassen, berühren. Aber sie kann es nicht. Sie ist angewidert. Fühlt sich dreckig, benutzt. Er dringt in sie ein. 

Bei ihr ist keine Bewegung. Sie erlebt das alles wie in einem Traum. Scheinbar ein Schleier, der alles vernebelt. Die Farben sind verblasst, alle Konturen verschwimmen. Alles wird eins, alles wird grau. Sie kann auch gar nicht richtig begreifen was passiert. Sie denkt nur: Das ist dein erstes Mal. Sonst nichts, sonst nur Leere.

Er drückt sie zurück, liegt auf ihr. Sein ganzes Gewicht lastet auf ihr. Sie fühlt sich eingeengt und allein. Er bewegt sich in ihr. Sie nimmt kaum etwas wahr. Plötzlich zieht er sich zurück, zieht seine Hose an und zerrt sie auf. Sie weiß nicht was passiert. Realisiert kaum, dass es vorbei ist. Doch sie macht ganz automatisch ihre Hose zu. Er zieht sie mit sich. Zieht sie vom Boden nach oben. Sie steht auf ihren Beinen, aber kann sich kaum halten. Ist verwirrt und wackelig.

Am Rand von dem Park, ein paar Schritte weiter, bleibt ein Auto stehen. Taschenlampen zeigen auf die beiden. Laute Rufe, keine Ahnung was. Immernoch alles wie im Traum. Er zieht sie hin. Fasst die am Arm und zerrt sie hinter sich her. Sie stehen vor dem Auto. Polizei. Sie sagt nichts und alles rauscht an ihr vorbei. Sie wird gefragt, ob alles in Ordnung ist. Ja, antwortet sie. Sie nickt nur. Sind sie freiwillig hier? Ja. Ohne nachzudenken, ohne überhaupt etwas zu realisierten. Alles rauscht an ihr vorbei. Sie müssen ihren Ausweis vorzeigen. Die Männer notieren die Namen.

Sie handelt automatisch. Als wäre der Autopilot eingeschaltet. Denkt nicht mal daran, sich von ihm zu reißen. Ist vollkommen blind, taub und stumm. Eigentlich wäre der Ausbruch, die Rettung direkt vor ihr. Sie wagt es nicht, kann es nicht, realisiert es nicht. Keine Wahrnehmung, aber jedes Detail wird in ihrem Gedächtnis eingebrannt. Kein Bewusstsein, keine Wertung. Aber alles bleibt präsent. Die Männer verabschieden sich.

Er zerrt sie weiter. Sagt, er weiß wo sie hinkönnen. Keine Reaktion von ihr. Sie bewegt sich mechanisch, Schritt für Schritt hinter ihm her. Sie stehen vor einer Garage. Er sagt ihr, sie soll hoch klettern und schiebt sie nach oben. Dort noch mal. Drückt sie auf den steinigen Boden. Die kleinen Splitter bohren sich in ihren Rücken, ihre Beine, ihre Arme. Doch sie merkt davon nichts, alles ist betäubt und lahm. Nichts. Er dringt noch mal in sie ein. Ohne Reaktion. Sie liegt da, wie betäubt und regt sich nicht. Er drückt ihre Beine auseinander. Es schmerzt, ein Ziehen. Doch sie nimmt es kaum wahr.

Erst viel später, wenn die Ohnmacht vergeht, realisiert sie was passiert ist. Die Ohnmacht, die ihren Verstand, den Kopf ausgeschaltet hat. Er dreht sie herum. Sie kniet vor ihm. Fühlt sich benutzt und schmutzig. Einfach ausgenutzt und unfähig, etwas daran zu ändern. Ein zaghaftes Schimmern einer Straßenlaterne scheint auf sie. Doch sie nimmt es kaum wahr. Es brennt sich in ihren Kopf und bleibt dort. Bleibt gespeichert, alles.

Er lässt sie schließlich los. Zieht sich an. Sie zittert am ganzen Körper. Ist vollkommen desorientiert. Weiß nicht wo sie ist. Hat Angst. Er springt vom Dach und zieht sie mit sich. Sie fällt, ihr Fuß tut weh. Sonst nimmt sich nichts wahr. Nur den stechenden Schmerz im Fuß, der gleich wieder ausgeblendet wird. Stille um sie herum. Er zieht sie zur nächsten größeren Straße. Nach und nach nimmt sie immer mehr Licht um sich herum wahr. Mehr Licht und mehr Geräusche. Sie steht auf der Straße und sieht sich um. Wo ist sie? Kaum eine Orientierung. Sie dreht sich um, und ist allein.

Erst jetzt bemerkt sie die Menschen um sich herum. Menschen die in Taxis und Busse einsteigen. Sie läuft los, in der Hoffnung die richtige Richtung zu haben. Läuft einfach weiter. Nichts hält sie auf. Läuft über Straßen und Ampeln, achtet auf nichts. Nach einer Weile erkennt sie ihre Umgebung. Weiß langsam wo sie ist. Jetzt kennt sie den Weg und rennt. Sie rennt, um dem zu entkommen, dem sie nicht mehr entkommen kann.

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2 Antworten

Kommentare

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    Ach du dickes Ei. Die dumme Nuss hat Wahrnehmungsstörungen. Wenn schon die Bullen kommen und man sich nicht helfen lässt... auweia
    Und Reisverschluss mit zwei "s"!!

    18.04.2011, 10:57 von Jackie_Grey
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    hm

    18.04.2011, 10:03 von EliasRafael
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