foreveryoung 18.12.2010, 19:36 Uhr 0 0

"Unsere Träume können wir erst dann verwirklichen,

wenn wir uns entschließen, einmal daraus zu erwachen."

Wir leben in einer Welt, in der wir alles machen können, alles was wir wollen, wir müssen uns nur entscheiden.
Und weil Menschen Angst vor Entscheidungen haben, lasse auch ich es lieber bleiben.
Mein bester Traum, ich träume ihn immer wieder...die Welt im Schlaf zu verändern.
Meine Generation ist so gelähmt von all den Einflüssen und Möglichkeiten, so dass man sich lieber ins Bett legen und die Decke über den Kopf ziehen möchte.
Vieles wird zu viel. Wohin mit all der Zeit? Am besten sinnvoll nutzen, reiten, Joga, Klavier, Hausaufgaben, Hausarbeiten, Eltern besuchen, in die Schule gehen, gut aussehen...perfekt sein.
Alles muss immer perfekt sein, es wäre ja auch fatal jemandem auf die frage, was man heute gemacht hat mit nichts zu antworten.
Viel lieber erzählt man von all seinen spannenden Hobbys und den ganzen tollen Freunden, auch wenn man in Wahrheit im Bett mit ganz fürchterlich schlechtem Gewissen gelegen hat, weil man eigentlich die Zeit sinnvoll nutzen muss. Sinn was ist das schon.
Wieso ist die Außendarstellung verdammt noch mal so wichtig?
Ist es nicht völlig egal? Nein ist es nicht!
Du willst schließlich dazu gehören, entweder mit oder gegen den Strom. Oder etwas anderes, aber Hauptsache jemand.
Unsere schmutzigen dunklen Geheimnisse bleiben verborgen, brodeln unter der Oberfläche und machen dich wahnsinnig, aber dein Gesicht schmerzt noch viel mehr vom netten und süßen lächeln, dass du den ganzen Tag aufsetzt.. Geheimnisse..mmh zum Beispiel, dass du deinen Exfreund, mit dem du immer noch etwas hast, und immer noch krampfhaft eifersüchtig wirst, so bald sich ihm eine Frau nähert, drei mal betrogen hast. Du es ihm aber nicht sagen kannst, aus angst er könnte dich „verlassen“. Du bist dir fast sicher, dass du ihn nicht mehr liebst, aber er ist so nett zu dir und tut alles um dich zurück zu erobern. Ist ja schon süß...denkst du dann und schluckst den scheiß der letzten Jahre runter. Triffst keine Entscheidung und machst die Tür zu, während du unentschlossen in der Luft rumhängst und alle in dein kleines Traumschloss einschließt.
Du hast ein bisschen angst, das jemand das hier lesen könnte, jemand unbefugtes. Andererseits drohst du zu explodieren, wenn du es nicht tust. Du weißt wie unwichtig all deine Probleme sind und wie sehr du dich rein steigerst, zumindest theoretisch, an den guten tagen. An den Schlechten bist du froh, wenn du den Tag einigermaßen überstehst.
Irgendwann kommt es ja eh raus? Nein es kommt noch lange nicht raus. Du gestehst es dir nicht mal selbst ein, obwohl du es weißt. Du bist depressiv. Nicht seit Jahren, aber auch nicht seit gestern.
Du hast keine genaue Zeitvorstellung und wann es angefangen hat. Das ist kein schlag, das ist ein schleifen. Jemand packt dich am arm und schleift dich langsam weg und irgendwann bleibst du liegen, du kannst einfach nicht mehr aufstehen. Dann fängst das lügen an, du lügst freunde an, deine Familie oder bekannte. Dann fühlst du dich mies, andererseits kannst du dich jetzt in ruhe isolieren.
Warum ich diesen Text so schreibe als ginge es um jemand anderen..einen „man“? Weil „ich“ zu sagen noch zu weh tut.

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